[Bilder, Reisen] Lake Taupo 2.0 – Vom Movieset zum Freien Fall

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[Bilder, Reisen] Lake Taupo 2.0 – Vom Movieset zum Freien Fall

Anfang April habe ich etwas gemacht, von dem ich mir eigentlich immer ziemlich sicher war es nicht während meines AuPair Jahres zu machen: ich bin für einen  Wochenendtrip zwei Mal zum gleichen Ort gefahren. 

Irgendwann letztes Jahr war ich schon mal beim Lake Taupo, dem riesigen See ziemlich in der Mitte der Nordinsel. Damals hatte ich eine Bustour gebucht, die rückblickend gesehen einfach total überteuert gewesen ist. Aber das ist ein anderes Thema. Bei dem zweiten Ausflug haben wir alles selber organisiert und ein paar ziemlich coole Dinge gesehen und erlebt.

Unser erster Halt war bei den Aratiatia Rapids und dem Aratiatia Dam. Beides befindet sich im Waikato River, in dessen Verlauf auch die Huka Falls liegen. Die Aratiatia Rapids sind unter anderem aus den Hobbitfilmen bekannt, und zwar an der Stelle, an der die Zwerge in ihren Fässern vor den Elben fliehen. Doch zunächst fließt nicht viel Wasser über die Steine. Erst wenn der Alarm ertönt wird der Damm geöffnet – und zwar genau drei Mal am Tag (im Winter, im Sommer sogar vier Mal täglich) – und das Wasser füllt die einzelnen Stufen. Das dauert länger, als ich eigentlich erwartet hätte, aber sobald alle Steine unter dem Strom liegen, erkennt man die Ähnlichkeit zum Film unverkennbar und kann sich nur zu lebhaft vorstellen, wie die Zwerge den Bach runter gehen. 

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Anschließend hielten wir beim Huka Honey Hive, einem extrem überteuerten aber gehypten Honigladen ziemlich direkt neben dem Wasserfall. Gekauft haben wir nichts – aber probiert 😆 Es gab unter anderem Honig, Honigbier, Honigeis, Honigwaben, Honigbonbons, Honigcremes etc. Und mein Highlight: eine Photowand, bei der man sich in ein Bienchen verwandeln konnte. 😀

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Unser letzter Tagesstop lag bei den Huka Falls, den Wasserfällen mit der größten fließenden Wassermasse in Neuseeland. Ich bin bei den Huka Falls schon mal gewesen, von daher wusste ich schon von vornherein, dass die Wasserfälle meiner Meinung nach nicht allzu sehenswert sind: Einfach nur laut, viel Wasser und viel zu Tourismusüberlaufen. Doch was ist das nicht in Neuseeland?

Den Sonnenuntergang genossen wir in den Otumuheke Streams, einer heißen Quelle mit zwei kleinen Wasserfällen in einer Kurve des Waikato Rivers. Es war mein persönliches Tageshighlight – wenig Touristen und eher Einheimische, die in der Dunkelheit in den Pools saßen und sich unterhielten. Und nach unserem durchfrorenen Tag genau der richtige Abschluss. 

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Am nächsten Morgen teilte sich unsere Gruppe. Die anderen vier machten eine Bootstour auf Lake Tauo (darüber habe ich hier schon mal geschrieben), während ich mich alleine auf den Weg machte, um mich aus einem fliegenden Flugzeug zu stürzen. 

Nein, ich bin nicht lebensmüde und ja ich mag mein Leben eigentlich ganz gerne. Trotzdem wollte ich einmal kennenlernen, wie es sich anfühlt 15,000ft in die Tiefe zu stürzen und sich zumindest eine Minute im freien Fall zu befinden. Und was soll ich sagen? Ich fand es genial! Vorher ging es mir wie beim Bungy eher so, dass ich ziemlich entspannt war.

Zur selben Zeit wie ich sprangen auch zwei andere Mädels, allerdings nur von 12,000ft, und ihnen konnte man deutlich ansehen, dass sie nervöser waren und noch nicht allzu viel Vertrauen in die ganze Aktion hatten. Ich war nicht wirklich aufgeregt-nervös, sondern eher vorfreudig-hibbelig und wäre am liebsten direkt und ohne Sicherheitseinweisung aus dem Flugzeug gehüpft.

Schließlich hieß es wiegen, Harness an, komische Fragen des Sprunginszruktoren fürs Video beantworten, ins Flugzeug steigen. Abhebung, fliegen, die Aussicht genießen, die anderen Nacheinander aus dem Flugzeug fallen sehen. Höher steigen, zur Tür robben, einen kleinen Herzinfarkt bekommen, und fallen. Fallen, fallen, fallen. Die Landschaft unter einem größer werden sehen, nicht begreifen können, was gerade passiert. Spüren wie die Leine gezogen wird, der Fallschirm aufgeht, die Beine vom Ruck in die Luft gerissen werden, und über die Landschaft gleiten. Den Fallschirm selber lenken, Kreise ziehen, den Landeplatz zu schnell näher kommen sehen, und landen. Mit den anderwn quatschen, sich über den Fall austauschen, die Instruktoren reden, aufs Video anschauen. Ins kleine Kino gehen, sein Video anschauen, sich kaputt lachen, nicht begreifen, dass es schon vorbei sein soll.

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Die Limosine brachte mich anschließend zurück in die Innenstadt und ich traf mich wieder mit den anderen. Gemeinsam machten wir uns schließlich auf den Weg zurück nach Auckland, wobei wir noch bei den Blue Springs hielten (Auch dort bin ich zuvor schon mal gewesen, hier steht mehr dazu). Allerdings sind wir nur die kurze Strecke gelaufen, um ein wenig Zeit zu sparen.

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[Bilder, Reisen] Schwimmen mit Delfinen und Robben Tauranga und vulkanische Aktivitäten auf White Island

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[Bilder, Reisen] Schwimmen mit Delfinen und Robben Tauranga und vulkanische Aktivitäten auf White Island

Am letzten Märzwochenende sind wir, Rebecca, Selina, Celina und ich, nach Tauranga gefahren. Los ging es bereits Freitag nach der Arbeit, damit wir unser Programm schaffen. Insgesamt hatten wir extrem großes Glück an diesem Wochenende: das Wetter zeigte sich an diesem Wochenende von seiner besten Seite und war viel besser als vorhergesagt und bei unserem Samstagtrip hatten wir unwissentlich die letzte Tour der Saison erwischt.

Um 7:30 erreichten wir den Hafen, um das kleine Boot für unsere folgende Tour zu betreten. Wir verließen den Hafen, opferten einer Statue Kekse und machten uns auf die Suche nach den Delfinen. Zu Beginn unserer Fahrt war der Himmel noch leicht bewölkt, doch schon in den etwas späteren Morgenstunden verzogen sich alle Wolken und die Sonne ließ das Wasser glitzern.

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Und dann – irgendwann – fanden wir uns inmitten einer Delfingruppe wieder. Neoprenanzüge wurden ausgeteilt und schon konnten sich 5 Leute an jeder Bootsseite an die Stangen des fahrenden Bootes hängen und über den Delfinen entlang gleiten. Es war atemberaubend und magisch. Die Delfine schwammen zu allen Seiten, und manchmal wurde man leicht von einer Rückenflosse gestreift. Und was ich gar nicht erwartet hätte – man konnte auch hören, wie sich die Delfine miteinander unterhielten.

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Anschließend fuhren wir zu einer kleinen Insel, die man zwar selbst nicht betreten darf, aber dafür vor ihr schnorcheln kann. Und das lohnt sich, denn in den Felsen vor ihrer Küste leben einige Robben, die gerne mit uns durch das Wasser gecrused sind. Laut der Bootscrew hatten wir an diesem Tag unglaubliches Glück, da ungewöhnlich viele Robben tatsächlich im Wasser waren und sich alle sehr aktiv und gesellig verhalten haben. An allen möglichen Stellen sah man ihre Schwanzflossen wie welkige Pflanzen aus dem Wasser ragen und ein Blick unter die Wasseroberfläche zeigte die Tiere wie einen fetten Fischerhaken im Wasser hängen.

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Das Robbenschwimmen war eine ganz andere Erfahrung als das Delfinschwimmen – während man sich beim Delfinschwimmen hauptsächlich an den Seiten des fahrenden Bootes festgehalten und geschaut hat, konnte man sich bei den Robben tatsächlich frei zwischen den Tieren bewegen, mit ihnen tauchen und ihnen so nah kommen, wie man selber und die Robbe sich traute. Ich kann unmöglich sagen, was von beidem mir besser gefallen hat. Beides waren einmalige Erfahrungen und das Gefühl schlichtweg unbeschreiblich.

Auf unserem Rückweg in den Hafen sagen wir einen Hammerhai, der einen Meter neben dem Boot im Wasser schwamm. Die Bootscrew erklärte, dass der Hammerhai der achtgefährlichste Hai der Welt ist, da er ziemlich aggressiv und angriffslustig auf mögliches Futter reagiert. Etwas später tauchte noch ein kleiner Blue Shark im Wasser auf und schoss in unbeschreiblicher Geschwindigkeit um das Boot herum.

Den Sonnenuntergang bewunderten wir an diesem Abend von Mount Maunganui aus. Beschämenderweise muss gestanden werden, dass der Aufstieg extrem anstrengend war und wir am Ende allesamt ziemlich außer Puste und mit geröteten Köpfen oben ankamen. Nach unserem lila-pinken Sonnenaufgang am Morgen erlebten wir nun einen wundervoll orange-rot-gelben Sonnenuntergang am Abend über der Skyline von Raglan.

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Am nächsten Morgen ging es schon wieder raus aufs Wasser und Richtung White Island, einer Vulkanischen Insel vor der Küste der Bay of Plenty. Es war ziemlich cool – an allen möglichen Stellen der Insel zischte, qualmte und stank es anders.

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Wir sind zunächst mit einem kleinen Schiff so weit wie möglich vor die Insel gefahren, bevor die Gruppe aufgeteilt und in Schlauchbooten zum Pier gefahren wurde. Der Tourguide gab uns eine kurze Sicherheitseinweisung und schon ging es auf Entdeckungstour. Man sollte lieber auf den Guide hören und nicht vom Weg abkommen, da man nie weiß wie stabil der Boden unter den Füßen ist. Bevor die Frage aufkommt: Nein, es gibt aktuell keine Lava auf der Insel zu sehen. Dafür zischen aus verschiedenen Stellen Schwefeldämpfe in die Luft auf. Te Puia o Whaakari, wie die Insel in Maori heißt, bedeutet so viel wie „Der dramatische Vulkan“. Und diesen Namen hat White Island definitiv auch verdient. 😁

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An einigen Stellen kann man aufgrund der reizenden Gase kaum atmen. Hier wird die Gasmaske wirklich notwendig, wenn man sich nicht die Seele aus dem Leib husten möchte. Ebenfalls hilfreich sind übrigens auch Bonbons 😉

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Noch heute kann man die Mienenmaschinen betrachten, die Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur Bergung von Sulfur gedient haben. Aufgrund der starken vulkanischen Aktivität im frühen 20. Jahrhundert wurde die Mienenarbeit jedoch nicht weiter fortgesetzt, zumal sich der Gewinn kaum rentiert hat.

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Schließlich ging es auf unser Schifflein und wir machten uns auf den Rückweg in den Hafen. Ich entdeckte einige Delfine im Wasser und wir hielten uns kurz in der Gruppe auf, bevor wir weiter schipperten.

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Auf unserem Weg zurück nach Auckland hielten wir unter anderem bei einem Wasserfall und einer gigantischen Version einer L&P Limoflasche ☺

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Wie immer – alle Bilder in Miniatur 🙂

[Kinderlogik] Die wahre Bedeutung von Bier

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Ich sitze mit meinen Mädels im Auto auf dem Weg in den Kohanga. Wir hören deutsche Kinderlieder und ich erkläre meiner Großen, worum es in dem Lied „Alle meine Kleider“ geht. Wir sind an der Farbe rot und Feuerwehrmann angelangt, da meint sie plötzlich

I have to drink beer. Because that will make my teeth shiny. Because, because I am a mummy and my mummy is a firefighter.

 „Ich muss Bier trinken. Weil das macht meine Zähne glänzend. Weil, weil ich bin eine Mami und meine Mami ist Feuerwehrfrau.“

[Bilder, Reisen] Über den Wolken und auf dem Skytower; über dem Meer und von der Harbour Bridge

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[Bilder, Reisen] Über den Wolken und auf dem Skytower; über dem Meer und von der Harbour Bridge

Es ist eigentlich schon fast beschämend, dass ich es erst nach knapp 7 Monaten in Auckland geschafft habe, mal hoch auf den Skytower zu fahren 😀 Aber egal, inzwischen kann ich auch das von meiner To-Do Liste streichen und fleißig weiter zum nächsten gehen 😉

Hinten links liegt die Vulkaninsel Rangitoto

Wirklich viel gibt es vom Sky-Tower nicht zu berichten. Wohl einer der Vorteile davon, wenn man erst hoch geht, wenn man schon einige Zeit in Auckland gelebt hat ist wohl definitiv, dass man die diversen Stadtteile, Vulkane und einige markante Parks relativ leicht findet und erkennt.

Hier sieht man im Hintergrund unter anderem die Harbour Bridge, die zum North Shore führt

Unter der eigentlichen Aussichtsplattform gibt es ein süßes kleines Café, in das Celina und ich nach unserem Rundblick gegangen sind. Dort gab es Kapiti Eiskugeln – das sage ich deshalb, weil Kapiti eine neuseeländische Marke ist und sich wirklich mal zu probieren lohnt. Denn ähnlich wie viele andere typisch neuseeländischen Lebensmittel und Gerichte ist auch hier die Kombination auf den ersten Blick eher gewagt, doch im Geschmack super lecker 😁

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Am darauf folgenden Wochenende habe ich Celinas Höhenangst nochmal bis aufs äußerste strapaziert – Elisa wollte nämlich einen Bungy Jump von der Harbour Bridge machen und dabei nicht alleine sein. 

Nach einem entspannten Bruch im Skytower Hotel mit meiner Gastfamilie trafen wir uns also am Hafen, um uns auf den Weg zur Abholstelle zu machen. War ich aufgeregt? Ja. Hatte ich Angst? Nein. Wozu auch? Wenn das Seil gerissen wäre, hätte ich nur einen ziemlich hohen Köpfer gemacht. Okay, das wäre auch nicht ideal gewesen, aber die Wahrscheinlichkeit zu Überleben ist wahrscheinlich höher, ald wenn das Seil über Land reißt.

Im Bungy-Jump Center wurde ich gewogen, in den Harnest gesteckt und schon ging es zu Fuß die Harbourbridge entlang. Es war ziemlich windig und hat leicht geregnet, was diesem Spaziergang nicht unbedingt leichter gemacht hat. In der Kapsel angekommen wurde uns eine kurze Einweisung gegeben und dann durften die ersten springen. Die Reihenfolge wurde vom Gewicht vorgegeben – vom schwersten bis zum leichtesten Jumper sortiert. Das mag etwas gemein für den Ersten klingen, aber es macht Sinn, da für jedes Körpergewicht ein anderes zusätzliches Gewicht am Gurt befestigt wird.

Ich will ehrlich sein: der schlimmste Part für mich war das Laufen auf der Planke. Das Gewicht an den Füßen zieht dich bereits nach unten, deine Fußspitzen ragen über den Abgrund und deine Hände haben nirgends Halt. Meine einzige Angst war, dass ich das Gleichgewicht verlieren und zu früh fallen könnte. Und wie würde das denn bitteschön auf den Bildern und dem Video aussehen?

Hinter dir ertönt der Countdown 3 – 2 – 1 –  Jump! … 

… und …

… du hast genau zwei Möglichkeiten: springen, bevor dein Gehirn realisiert was passiert, oder zögern und Panik bekommen. 

Ich gehörte definitiv zur ersten Sorte Mensch. Der Mitarbeiter hatte kaum „One“ gesagt, da verließen meine Füße bereits die Planke. 

Du fällst kopfüber auf das Meer zu, federst nach oben, fällst wieder nach unten. Wirst wieder hochgezogen und solltest eigentlich voller Adrenalin und Glückshormonen sein, total aufgeregt überlebt zu haben und dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein. Tja, eigentlich. So nicht Elisa. Während meine Freundin total aufgeregt und leicht aufgelöst war, war ich dir Ruhe in Person. Man hätte meinen können, dass sie an meiner Stelle gesprungen sei. 

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„Und? Wie war es?“, fragte sie. „Ganz okay“, antwortete ich, „Aber irgendwie fand ich es langweilig“. Ich weiß, das sollte nicht die erste Antwort nach einem Bungy sein, aber so war es. Vielleicht war die Harbour Bridge einfach noch nicht hoch genug für mich. 😂

PS: Alle hochgeladenen Bilder kommen von meinem Handy, ich hoffe also, dass die Qualität nicht allzu sehr leidet.

Kurzmitteilung
Kurzmitteilung

Hallo an alle interessierten und zufaelligen Bogleser! Nein, ich habe diesen Blog hier nicht vergessen und ich werde auch noch weiterhin schreiben, was ich so erlebe. Aber vorerst kann ich noch nicht sagen, wie oft und wann ich dazu kommen werde, den mein Laptop hat den Geist aufgegeben. Ich bin momentan also auf den Laptop meiner Gastfamilie angewiesen, den ich aber auch nur nutzen kann, wenn sie ihn gerade selber nicht brauchen, oder auf die Buechereicumputer, an denen ich aber maximal eine Stunde am Tag arbeiten kann. Und da ich neben dem Blog auch noch andere Dinge am PC zu orgsnisieren habe, stehen meine Beitraege hier momentan nicht an oberster Stelle.

Ich hoffe, ihr habt Verstaendnis dafuer und seid nicht zu enttaeuscht, wenn ihr noch ein wenig laenger auf meine Abenteur warten muesst.

Cheers, Elisa ♥

Kurzmitteilung

How to be a Kiwi – #1 Fußbekleidung

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Wer längere Zeit in Neuseeland unterwegs ist, dem wird gerade im Sommer die viele nackte Haut unterhalb des Knöchels auffallen – denn Neuseeländer laufen liebend gerne Barfuß. Egal ob Regen oder Sonnenschein, oft sieht man ziemlich viele freie Zehen durch die Gegend laufen. Insbesondere Kinder scheinen eine regelrechte Schuhallergie zu haben.

In wortwörtlich fünf Schritten vom Deutschen zum Kiwi

Schritt 1 – Egal wie das Wetter ist, festes Schuhwerk ist ein Muss. Immerhin könnte man ja in etwas treten oder etwas könnte auf die Zehen fallen. Lieber vorsorgen und die Füße den ganzen Tag im Schuhgefängnis einsperren.

Schritt 2 – Bei schönem Wetter und Sonnenschein werden die festen Schuhe gegen ordentliche Sandalen oder – wenn man an den Strand geht – gute Flipflops ausgetauscht. Aber dann dürfen die Füße in dieser Art von Fußbekleidung unter keinen Umständen besockt sein. Sobald sich der Himmel zuzieht und es kühler wird, wird direkt wieder zu geschlossenem Schuhwerk gewechselt.

Schritt 3 – Egal bei welchen Temperaturen, im Haus wird barfuß gelaufen (so tritt man auch nicht in ganz so viel Dreck und die Socken bleiben länger sauber). Auch bei stärkerem Wind wird manchmal zu Sandalen und Flipflops gegriffen, doch bei Regen werden geschlossene Schuhe definitiv vorgezogen. Am Strand oder im Garten bleiben die Füße frei.

Schritt 4 – Die sogenannten „Jandals“ (Kiwi-Wort für Flipflops) werden bei Wind und Wetter angezogen und bei schönem Wetter ausgezogen. Trotzdem sind sie immer dabei. Jungs dieser Stufe kombinieren bei kalten Temperaturen gerne Shorts mit hochgezogenen Tennissocken und Adiletten. Frauen dieser Stufe tauschen ihre Jandals in der Regel erst bei 8-10°C gegen geschlossenes Schuhwerk ein. Insgesamt wird recht viel barfuß umher gelaufen und auch einige Wege barfuß erledigt.

Schritt 5 – Die Füße sind so gut wie immer von Bekleidung befreit. Schuhe und Jandals bleiben direkt daheim liegen und die Füße werden maximal bei Wanderungen oder besonderen Anlässen eingesperrt. Die Fußsohlen sind wie Leder und werden von nichts so schnell durchdrungen.


Ich würde sagen, dass ich mich aktuell auf Stufe 4 befinde. Auto fahre ich inzwischen bevorzugt barfuß (was hier sogar erlaubt ist) und laufe insgesamt sehr viel barfuß umher. Ohne Schuhe in den Supermarkt gehen finde ich nach wie vor noch etwas befremdlich, doch oftmals hab ich gar keine Lust die Jandals wieder anzuziehen und so passiert das auch recht oft.

Das „schönste“ Erlebnis hatte ich erst vor etwa einer Woche, als ich abends noch mal schnell in die Bücherei gefahren bin. Ich hab mit meinen Jandals das Haus verlassen und musste noch mal kurz vom Auto zurück nach drinnen, um meinen Büchereiausweis zu holen. Dabei hab ich wohl meine Schuhe vor der Haustür ausgezogen. Das Ende vom Lied: Ich bin zurück zum Auto gegangen, losgefahren und hab dann vor der Bücherei meine Schuhe gesucht – und sie auf Partout nicht finden können! Öhm, ja. Jetzt weiß ich zumindest, dass der Teppich in der Bücherei wunderbar weich ist. 😂

Blogreihe – How to be a Kiwi

Statusmitteilung

Hey ✌

Ich möchte versuchen euch in einer kurzen Blog-Reihe ein paar Eigenheiten der Neuseeländer näher zu bringen und wie man je 5 Schritten zu einem waschechten Kiwi wird. Geplant ist, dass ich dazu etwa 10 Beiträge veröffentliche, aber je nach Ideen, Zeit und Beliebtheit können es auch mehr oder weniger werden. Wer noch Anregungen hat, darf sie gerne in die Kommentarbox schreiben und ich schaue, was ich daraus mache 😉 Dazu kommen immer noch ein paar Anekdoten aus meiner Erfahrungskiste und vielleicht auch manchmal von den Erfahrungen meiner Freunde. Wir werden sehen. Genaueres ist noch nicht geplant, also ganz easy-going und ganz nach Kiwi-Manier (wo wir schon dabei sind) 😀

[Bilder] High Tea in Devenport

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[Bilder] High Tea in Devenport

Um wirklich verstehen zu können, was ein High Tea ist und woran wir da teilgenommen haben, werde ich einen kurzen theoretisch-historischen Exkurs starten, bevor ich zu unserem eigentlichen Erlebnis komme. Wer also kein Interesse daran hat, woher der Begriff „High Tea“ als solches kommt und warum der Tee hoch ist, der scolle jetzt einfach weiter bis zu den Bildern.

Um die Entstehung des High Tea wirklich begreifen zu können, müssen wir zunächst zu den Ursprüngen des britischen Afternoon Teas zurückgehen, also zu der Entstehung der Englischen Teezeremonie. Tee an sich ist in England bereits seit dem 17. Jahrhundert beliebt und begehrt, wirklich populär wurde Tea als Mahlzeit jedoch erst im 18./19. Jahrhundert. Insbesondere geprägt wurde es jedoch in den 1840ern durch Anna von Bedford, die eine enge Freundin von Königin Victoria war, sich in der Zeit zwischen Lunch und Dinner schwächlich fühlte, sich Kuchen und Tee bestellte und anschließend von dem belebenden Effekt einer Mahlzeit zwischen den Mahlzeiten schwärmte.

Kuchen und Tee gewannen in den höheren Kreisen der Englischen Gesellschaft schnell an großer Beliebtheit, bildeten sie doch einen angenehmen Lückenfüller zwischen dem Lunch und der oft erst am späten Abend eingenommenen letzten Mahlzeit. Ein klassisches Afternoon Tea der damaligen Zeit umfasste neben Tee Sandwiches, Scones, Kuchen, Sahne und Marmelade und wurde nicht selten als ein soziales Event zelebriert.

Zur damaligen Zeit hatte Tee jedoch definitiv noch seinen Preis und war somit nur für die oberen Gesellschaftskreise in großen Mengen erschwinglich. In den unteren Klassen konnte man ihn nicht einfach für einen Snack verschwenden. Wenn die Männer der Arbeiterfamilien nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag gegen 6 Uhr am Abend nach Hause kamen, hätten sie so wie so gar keine Zeit gehabt, sich vorher bequem hinzusetzen und ein Tässchen Tee mit Gebäck zu genießen. Dennoch wollten auch solche Familien in den Genuss von Tee kommen und so wurde dieser ganz einfach in ihr Abendessen einbezogen. Vermutlich kommt der Begriff High Tea daher, dass dieser „Tea“ up high, also hoch oben am Tisch zu sich genommen wurde und nicht bequem auf Sofas oder Sesseln lungernd. Eben wie ein normales Abendessen.

Das High Tea bestand zumeist aus deftigen Gerichten, die gut sättigen und nach einem langen Tag möglichst schnell wieder Energie zur Verfügung stellten. Ein klassisches Tea bestand also aus Brot (oder nennen wir es lieber Toast 😉 ), Gemüse, Käse, eventuell Fleisch und natürlich einer großen Tasse Tee. In einigen Variationen des High Teas wurden auch Pies, Kartoffeln oder Cracker beigelegt. Doch natürlich hing die Zusammensetzung der Mahlzeit auch stark vom Vermögen der Familie ab.

Später übernahmen auch die oberen Schichten der britischen Gesellschaft eine Art High Tea für ihre Abendmahlzeit. Hauptsächlich, weil es leicht vor- und zuzubereiten war und so eine einfache Alternative für solche Tage bot, an denen die Angestellten nicht verfügbar waren. Doch natürlich wurde dieses High Tea noch erweitert und so fanden auch edlere Sachen wie Taube (okay, inwiefern das edel ist, mag ich Infrage stellen), Kalb, Lachs und diverse Früchte Platz. Ein Upgrade zum low-Hig Tea sozusagen:

„A well-understood ‚high tea‘ should have cold roast beef at the top of the table, a cold Yorkshire pie at the bottom and a mighty ham in the middle. The side dishes will comprise soused mackerel, pickled salmon (in due season), sausages and potatoes, etc., etc., rivers of tea, coffee and ale, with dry and buttered toast, sally-lunns, scones, muffins and crumpets, jam and marmalade.” (the Daily Telegraph 1893)

Frei übersetzt: „Ein gut verstandenes ‚High Tea‘ sollte einen kalten Rinderbraten am Anfang, einen Yorkshire Pudding (eine Art Mürbeteig gefüllt mit Gehacktes und anschließend gebacken) am  Ende und einen mächtigen Schinken in der Mitte des Tisches beinhalten. Die Beilagen bestehen aus eingelegter Makrele und Lachs, Würstchen und Kartoffeln, etc., etc., Bächen aus Tee, Kaffee und Ale, und trockenem und gebuttertem Toast, Sally Lunns (süße Hefebrötchen), Scones, Muffins und Crumpets (kleine Hefegebäcke), Gelee und Marmelade“

Man sieht also, es gab in der Vergangenheit definitiv einen merkbaren Unterschied zwischen Afternoon Tea und High Tea. Ersteres war ein oft soziales und tägliches Event der reicheren Schichten, das die Zeit zwischen Lunch und Dinner überbrückte, während  letzteres eine notwendige Mahlzeit in den Arbeiterfamilien war.

Noch bis heute wird ein klassisches High Tea in einigen Teilen des britischen Nordens und Schottlands durchgeführt. Aber auch in den anderen Teilen wird das Abendessen oft Tea genannt. Oder eben auch in Neuseeland.

Der heutige Begriff High Tea beschreibt jedoch nicht mehr das rustikale Abendessen von früher, sondern hat sich international eher als die Bezeichnung für einen klassisch viktorianischen Afternoon Tea durchgesetzt. Also bevor jetzt falsche Erwartungen aufkommen – wir hatten kein füllendes britisches Essen mit viel Fleisch, sondern eben einen Afternoon Tea mit kleinen Snacks und Gebäcken.

Quellen: www.afternoontea.co.uk, www.thespruce.com

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Wer sich für den ganzen Hintergrundquatsch nicht interessiert hat, kann ganz einfach hier wieder mit dem Lesen beginnen. Wir hatten entschieden, unseren High Tea in Devenport einzunehmen und zuvor mit der Fähre vom Stadtzentrum bis dorthin über zu setzen. Bevor es dann wirklich in das Hotel ging, in das High Tea stattfinden würde, beschlossen wir, in einen kleinen Schokokladenladen zu gehen, der seine eigenen Pralinen etc. herstellt. Mit je zwei Pralinen im Gepäck ging es dann zum eigentlichen Highlight des Tages.

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Unsere Schirme stellten wir vor der Tür ab, bevor wir in ein anderes Zeitalter eintauchten. Die ganze kleine Villa war im viktorianischen Stil gestaltet und die Zimmer verbreiteten ein angenehm altertümlich-romantisches Flair. Wir wurden aufgefordert unsere Hüte für das High Tea auszuwählen und anschließend in den relativ kleinen und gemütlichen Essbereich zu folgen. Ich finde, dass uns der beste Tisch eingedeckt worden ist: In einer kleinen Ecke und nicht mitten im Raum saßen wir direkt am Fenster, von dem aus man in den kleinen Garten unter dem Haus schauen konnte. Eine wunderbar grüne Aussicht.

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Blick in eines der Hotelzimmer

Der Tisch war bereits zu einigen Teilen eingedeckt: in der linken hinteren Ecke befand sich eine Etagere mit kleinen Cupcakes, Zitronen-Pralinen und Yo-Yos (zwei Mürbeteigkekse mit einer Creme dazwischen) oben und kleinen Blätterteigsternen in der unteren Etage.  In der rechten Ecke befand sich ein Teller mit  Rührei und Gurkensandwiches – natürlich ohne Rinde 😉 – und Mini-Brötchen mit Rührei und Sprossen. Dazwischen befanden sich eine Schale mit geschlagener Sahne, eine mit Marmelade, eine Karaffe mit Zitronenwasser, ein Schälchen mit Würfelzucker und ein kleines Kännchen mit Milch für den Tee. Uns wurde die Teeliste überreicht und jede konnte sich die bevorzugte Sorte auswählen.

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Kurz darauf wurden uns Scones frisch aus dem Ofen gebracht, die wir aufschnitten und mit Sahne und Marmelade bestrichen. Ihnen folgte ein Gläschen Champagner für jede von uns, ebenso wie der georderte Tee und kleinen Egg-Pies mit getrockneten Tomaten. Wir aßen und unterhielten uns und aßen noch ein wenig mehr – das ist nicht übertrieben, wir saßen tatsächlich etwa drei Stunden in unserem Eckchen und zelebrierten unseren High Tea. Oh, und wir schossen natürlich auch einige Fotos von uns und unseren Hüten. 😀

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Ausklingen ließen wir den Nachmittag am Pier, wo der Wind unsere Haare zerzauste und wir uns endlich über unsere Pralinen her machten. Ein sehr, sehr leckerer Tag kann ich euch sagen 😉

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[Reisen, Bilder] Dolphine and Whale Safari

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[Reisen, Bilder] Dolphine and Whale Safari

Wir gingen auf Delfin-Safari, wir gingen auf Wal-Safari ♪ Während ich das schreibe, habe ich die Melodie der Hörversion der englischen Kindergeschichte „We are going on a bear hunt“ im Kopf rauf und runter spielen. Ja, man merkt ich bin kinderenglischgeschädigt 😀 – Aber egal. Jedenfalls sind Celina und ich am 26. Februar endlich gemeinsam zum Delfin und Walschauen gefahren. Etwas, das wir schon ewig geplant hatten und das gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlug: 1. Den Hauraki Gulf ein wenig erkunden und 2. Wale und Delfine sehen 

Das Wetter zeigte sich an jenem Sonntag mal von seiner besten Seite: der strahlendblauste Himmel, den man sich vorstellen kann und ein leichtes Lüftchen, das die brennende Sonne etwas abmilderte. Die Crew des Bootes, das muss hier an dieser Stelle definitiv erwähnt werden, war super lieb und hilfsbereit und ist während des Trips immer wieder mit Sonnencreme rum gekommen und hat jedem etwas auf die Hand gekleckst, der sie nicht rechtzeitig weggezogen hat. Man konnte auch jederzeit Fragen über Delfine, Wale, Haie, Pinguine, das Unter- und Überwasserleben allgemein, den Golf und was weiß ich noch stellen und hat super liebe und ausführliche Fragen bekommen. Man merkte einfach – die Leute, die diese Trips durchführen und betreuen, tun es mit Herz, Leib und Seele.

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Der Käpten war auch eine ziemlich coole Socke. Zum Beispiel sagte er relativ am Anfang „Die Leute auf der Vorderseite des Bootes mögen gewarnt sein, dass es recht nass dort werden kann und dass sie sich bitte nicht bei mir beschweren sollen. Ich hab es ihnen gesagt.“ Wir fuhren weiter und er sagte „Achtung, gleich wird es nass“, wenige Sekundenbruchteile bevor eine riesige Welle über die Bootsnase auf das Deck schwappte und alle ziemlich durchnässte. Glücklicherweise hatte ich genug Zeit, meine Kameratasche zu schließen. Das wäre sonst eher unoptimal gewesen. Und auch ansonsten hatte er ziemlich coole Sprüche drauf, von denen die meisten aufgeschrieben eh nicht mehr wirken würden. Fakt ist: er hat den Trip definitiv sehr bereichert. Weniger bereichert hat den Ausflug ein asiatisch aussehender junger Herr, der sich unbedingt selber präsentieren wollte und sich wie der größte Affe aufgespielt hat. Sag ich es mal so – Celina und ich haben insgeheim gehofft, dass er von einer riesigen Welle getroffen wird (über Bord gehen wäre zwar auch eine schöne Genugtuung gewesen, aber dadurch hätte sich am Ende alles verzögert, bis er wieder aus dem Wasser gefischt worden wäre – und das hätte uns wahrscheinlich noch mehr genervt 😆 )

Auf der 4 1/2 stündigen Tour wurde es jedenfalls nie langweilig – am Anfang rettete man seine Wertsachen vor riesigen Wasserschwalls, danach kamen die ersten Pinguine in Sicht. Der Käpten erklärte, wenn man Wale und Delfine finden möchte, muss man die Augen nach Tölpeln auf halten, denn diese haben die gleiche Beute und geben deswegen wichtige Hinweise auf die gesuchten Wasserbewohner. Also richteten sich alle Augen auf den Himmel und den Streifen kurz über der Wasseroberfläche. Einmal kam ein Hai an einer Seite unter dem Bootes in Sicht und dann – endlich: Der erste Wal.

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Leider hatte unser Freund nicht unbedingt großes Interesse an unserem kleinen Boot und blieb in einiger Entfernung zu uns. Dennoch – man konnte seine Rückenflosse, die Schwanzflosse und seinen „Fußabdruck“, also die Spuren seiner Schwanzflosse im Wasser, deutlich sehen. Und natürlich seine Wasserfontänen, von denen ich sogar ein, zwei Bilder hinbekommen habe (Ja, darauf bin ich sehr stolz!)

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Dieses Pinguinbild ist – wie man vielleicht sehen kann – nicht von mir aufgenommen. Aber da hatte ich einfach kein Glück und werde eines von den Whale & Dolphin Safari – Menschen nutzen (und dabei gleich mal die Werbetrommel drehen 😉 )

Irgendwann zog dieser Wal weiter und wir fanden noch einen anderen, den wir ein Stück begleiteten, bevor wir uns auf die Suche nach Delfinen machten. Es dauerte nicht lange, schon verkündete der Steuermann, er sähe in der Ferne einige Delfine im Wasser umher tollen. Alle Augen richteten sich in die angegebene Richtung, doch es dauerte noch einige sich schier endlos ziehende Momente, bis man sie tatsächlich sehen konnte. Plötzlich ging alles ziemlich schnell: Wir befanden uns in einer Gruppe von etwa 70-100 Tieren, der Käpten stellte den Motor ab und wir konnten beobachten, wie die Delfine neugierig spielend um das Boot und unseren Augen umher schwammen. Für mich, einem total von Delfinen faszinierten Menschen, war dieser Moment geradezu magisch und verzaubernd.

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Nach einer viel zu schnell vergangenen kleinen Ewigkeit startete der Käpten wieder den Motor und wir suchten unseren Weg aus der Gruppe heraus. Doch so wirklich gehen lassen, wollten uns die Delfine auch nicht und so schwamm zunächst die ganze Gruppe und bei zunehmender Fahrgeschwindigkeit immer weniger Delfine ein Stück mit uns. Und nun konnten wir auch endlich ihre richtigen, hohen Sprünge mehrfach beobachten. Was vorher nur vereinzelt vorgekommen ist, war nun für die Säugetiere notwendig, um beim schnellen Schwimmen genügend Luft zu schnappen. Es war ein so tolles und beeindruckendes und fesselndes Schauspiel, dass man einfach nicht in Bildern oder Worten so festhalten kann, wie es ausgesehen hat.

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Schließlich legten wir wieder im Hafen an, verließen das Boot und waren noch komplett im Zauber der Tiere gefangen, während wir uns wieder dem Festlandleben stellen mussten. Es ist schon verrückt, wie glücklich mich dieser Trip rückblickend noch immer macht und wie sehr ich ihn genossen und geliebt habe. Auch wenn er nicht unbedingt günstig ist – ich empfehle ihn jedem weiter, der in Auckland ist und gerne Delfine und Wale direkt vor der Stadt sehen möchte ♥

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[Bilder, Reisen] Coromandel: Vom Filmset zu kochenden Wasserpfützen

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[Bilder, Reisen] Coromandel: Vom Filmset zu kochenden Wasserpfützen

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich nie einen Beitrag zu unserem Coromandel-Wochenende verfasst habe. Was aber einfach daran lag, dass danach einiges drunter und drüber ging und ich ganz andere Sorgen hatte. Doch besser spät als nie, würde ich mal sagen 😉

Der Trip fand bereits im Dezember letzten Jahres statt. Celina und ich sind mit drei anderen Mädels, die wir vorher noch nicht kannten, auf die  Reise gegangen. Direkt am ersten Tag sind wir zu den Cathedral Coves gefahren. Sie sind aus dem dritten zweiten Narnia Film recht bekannt, als Peter, Suse, Edmond und Lucy aus dem Bahnhof zurück nach Narnia gelangen und aus dieser Höhle raus treten. Ganz so schönes Wetter wie im Film hatten wir leider nicht. Um ehrlich zu sein – es war ziemlich wolkig, windig und hat auch ein wenig geregnet zwischendurch. Doch das konnte die wunderschöne Landschaft auch nicht ihres Reizes berauben.

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Drei von uns haben auch eine ziemlich blöd-lustige Aktion gestartet. Natürlich hatte keine von uns eine Ahnung, wann denn Ebbe und Flut sein werden. Und so sind wir kurzerhand auf einen Strandteil hinter der Cove gerannt. Zu diesem Zeitpunkt kamen schon einige höhere Wellen rein, die sich an den Felsen brachen, doch wir sind noch ziemlich locker, und trockenen Fußes auf der anderen Seite angekommen. Nach einigen Minuten fiel uns auf: „Wartet mal, die Wellen werden ziemlich schnell viel höher! Vielleicht wäre es gar nicht mal so blöd, möglichst schnell wieder auf die andere Seite zu gelangen!“ (Wir befanden uns zu dem Zeitpunkt in einer Sackgasse), doch gerade als wir los wollten, wurden wir von ein paar Kiwis gebeten, ein Gruppenbild von ihnen zu machen. Obwohl wir uns natürlich beeilten, schienen die Wellen noch ein wenig höher geworden zu sein. Wir versuchten eine kleine Welle abzupassen – und verschätzten uns komplett. Ich bin noch einigermaßen trocken und mit nur einer nassen Hose glimpflich davon gekommen. Die andern beiden waren deutlich nasser – vom Scheitel bis zu den Zehen. 😀 Man könnte ja jetzt einfach sagen: Ist doch nur Wasser und das trocknet doch ganz schnell! Ja, das stimmt auch. Aber es ist doch ziemlich unangenehm, wenn es leicht stürmisch ist und gleichzeitig ganz fein regnet. Das macht schon mit trockener Kleidung keinen allzu großen Spaß. 😀

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Doch zum Glück war das schlechte Wetter nicht von langer Dauer und die Welt sah an Tag zwei schon viel blauer und wärmer aus. Es war zwar immer noch recht windig, aber definitiv viel, viel angenehmer als am Vortag. Unser erstes Ziel war der Hot Water Beach. Aufgrund von heißen unterirdischen Steinschichten gibt es an einem kleinen Stück dieses Strandes die berühmt berüchtigten heißen Wasserquellen. Um eine von ihnen zu finden nehme sich der Suchende eine Schaufel und beginne zu graben und zu buddeln. Wenn er Glück hat, hebt er ein wohl temperiertes Loch aus. Wenn er Pech hat, ist das Wasser entweder komplett kalt oder es kommt kochend aus der Erde heraus (Das ist übrigens wirklich fies, wenn man ausprobieren will, ob das Wasser angenehm ist und man anschließend einen halb gegarten Zeh hat…) Leider ist der Hot Water Beach wirklich kein Geheimtipp und so tummeln sich auf ziemlich kleinem Raum extrem viele Menschen und suhlen sich in ihren Schlammlöchern – es ist cooler, als es sich jetzt vielleicht anhören mag 😀 Am Ende hatten zumindest wir ein ganz gutes Loch ausgehoben: Das Wasser an sich war kalt, doch es lief an einer Seite raus, während von oben neues, warmes Wasser nach floss ^_^

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Anschließend sind wir noch zum Hahei Beach gefahren. Außer uns war nur eine andere Gruppe an dem weißsandigen Strand. Es war himmlisch ❤ Weißer Sand, super blaues Wasser, strahlender Sonnenschein – egal was ich jetzt schreiben würde, es würde diesem Strand nicht gerecht werden. Vor unserer Fahrt zurück haben wir uns noch kurz den Cooks Beach angeschaut, aber da es langsam windiger wurde und sich zu zog entschieden wir, uns auf den Rückweg zu machen.

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