Archiv der Kategorie: Reisen

[Bilder, Reisen] AuPair Treffen in Bergen

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Am letzten Wochenende wurde von der Agentur ein Treffen organisiert, zu dem alle Mädels, die mit ihnen auf irgendeine Art und Weise insind eingeladen waren. Gerade für mich war dieses Treffen besonders interessant, denn ich habe ja keine andere Person in der Nähe: die nächsten (deutschen) Mädels wohnen in Trondheim und damit gute 3 Stunden entfernt von mir.

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Der eigentliche Plan war, dass meine Gasteltern am Wochenende zu einem Wochenendmarkt nach Trondheim fahren und ich dann eben von dort aus fliege. Allerdings stellte sich Donnerstagabend heraus, dass daraus nichts wird, denn die Frau, die sich normalerweise in der Zeit um die Tiere kümmert, konnte dieses Wochenende nicht. Und so kam es, dass mir Donnerstagabend noch schnell die Strecke gezeigt wurde, ich mich am Freitagmorgen hinter dem Steuer des etwa 25 Jahre alten Mitsubishi L300 Vans wiederfand – einem Auto, in dem ich zuvor noch nie gesessen habe – und mich auf der Fahrt zum Flughafen befand.

Doch sowohl das Auto als auch ich sind heil am Sandfærhus angekommen. Dem Parkplatz, auf dem ich das Auto für die 3 Tage lassen sollte. Laut meiner Gastmum sollte das die günstigste Möglichkeit sein, später fand ich jedoch heraus, dass es auch einen günstigeren Parkplatz gegeben hätte. Anders als ich bei dem Namen „hus“ (also Haus) erwartet hätte, handelte es sich beim Sandfærhus jedoch nicht um ein Parkhaus, sondern um einen großen Parkplatz. Ein Mann kam auf mich zu, nahm meine Rückkehrdaten auf, mir den Schlüssel ab und fuhr mich zum Flughafen. Das alles ging so schnell, dass ich total vergaß zu fragen, wie ich denn den Wagen zurück bekommen würde. Öhm… Ups 😅 Doch ich vertraute einfach darauf, dass keiner Interesse an so einem alten Auto haben würde und es sich von daher auch nicht lohnt es zu klauen 😂

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Als ich ein paar Stunden später in Bergen landete, war der Himmel wolkenverhangen. Doch zumindestens regnete es nicht. Meine Gastmutter hatte mir bereits im Voraus gesagt, dass Bergen eine der verregnetsten Städte sei und sie dort noch nie Sonne erlebt hätte. Dementsprechend nass waren auch meine Erwartungen. Ich stieg also in die Byban, um vom Flughafen in die Stadt zu gelangen, wo ich mich mit Saskia die ich über unsere Blogs kennengelernt habe, traf.

Bergens berühmte Häuserreihe: Bryggen

Bergen berühmteste Häuserreihe: Bryggen

Wir liefen ein wenig in der Stadt und Bryggen umher, bevor wir es uns mit einem Cappuccino bequem machten und einfach nur quatschten. Ganz ehrlich – so was hat mir total gefehlt 😂 Nachdem wir uns verabschiedet haben und ich mir ein typisch provisorisch günstiges Hostelessen gekocht habe, stieß ich auf ein paar andere Mädels der Agentur, mit denen ich bis nachts herumsaß und quatschte.

Am nächsten Morgen war ich nach einer ziemlich schlaflosen Nacht komplett gerädert. Schlaflos nicht, weil ich zu spät ins Bett bin, sondern weil 2 Leute auf meinem 4er Zimmer so dermaßen laut und pausenlos um die Wette geschnarcht haben, dass es nun keinen Baum mehr rund ums Hostel geben kann. Ehrlich – das war nicht mehr normal! Ich hätte die beiden am liebsten aus dem Fenster geworfen.

Doch die Sonne schien zum Fenster hinein (wir erinnern uns – Bergen + Sonne = quasi ein Ding der Unmöglichkeit) und zumindest das munterte meine müde Stimmung etwas auf. Eine kurze Zeit später befand ich mich mit 5 anderen Mädels (3 davon aus Trondheim und dadurch quasi „nebenan“ von mir) auf einem Boot. Wir haben entschieden eine Fjordtour zu machen, bevor es mit dem eigentlichen Programm los geht. Es war sonnig und schön und – scheißkalt 😂 Das Boot fuhr unglaublich schnell und wenn man so wie wir ziemlich lange draußen auf der Reling steht, wo der Hauptfahrtwind vorbei schießt, frieren einem ziemlich die Hände. Und die Ohren. Und die Beine. Und einfach alles 😂 Aber das war es so was von wert!

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Das Wasser war fast komplett ruhig und dadurch haben sich sowohl die Berge, Wasserfälle, Wolken und Häuser perfekt im Meer gespiegelt. So perfekt habe ich es bisher wirklich noch nie gesehen. Hier und da war ein kleines Dörfchen und ein paar Männe arbeiteten. Wenn man die Stromleitungen ignorierte, wirkte die Szene teilweise wie aus einem Film der Vergangenheit entsprungen. Als wäre die Zeit stehen geblieben und das Leben noch ein anderes. Härter, einfacher, glücklicher. Am Ende der Fahrt wurde etwas Wasser von einem Wasserfall „angezapft“ und zum Trinken verteilt. Danach hat es uns nach drinnen und zur heißen Schokolade gezogen – die kalten Knochen mussten aufgewärmt werden.

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Lustig war: ich quälte meiner Zunge ein „To koppen varm sjokolade.“ ab, der Kerl drehte sich um und gab weiter „To kaba!“ und grinste mich leicht schief an. Danke, Kaba kann ich auch 😂

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Zurück im Hostel saßen die anderen Mädels bereits beim Mittagessen. Wir gesellten uns zu ihnen – mal wieder eine rein deutsche Gruppe (jetzt mal abgesehen von den Agenturdamen 😉) Nachdem wir auf unsere Zimmer eingeteilt worden sind und kurz Zeit hatten, trafen wir uns wieder in der Lobby, um zu Bryggen zu laufen. Es gab ein wenig Geschichte zu den alten und berühmten Häuschen, danach wurden 20 deutschen Mädels gleichzeitig auf die Stadt los gelassen. Wer Probleme hatte, konnte mit den Agenturdamen reden, aber da mich das nicht betraf, zog ich die ganze Zeit mit den anderen durch die Gegend.

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Zuerst liefen wir in Richtung der Wasserfontaine kurz hinter dem Zentrum, von dort aus zu dem Blumenpavillon direkt dahinter. Die Gruppe zog gerade weiter, da sah ich aus dem Augenwinkel einen mir bekannt vorkommenden schwarzen Haarschopf auf einer Bank sitzen. Ich sah genauer hin – und tatsächlich! Dort saß eine Freundin aus der Schule, die gerade ein Auslandssemester in Oslo macht. Ich platzierte mich ziemlich direkt vor ihr. Im ersten Moment sah sie mich leicht verwundert an, bevor sich das Wiedererkennen in ihrem Gesicht ausbreitete. Wir verabredeten uns für später und ich lief zusammen mit dem Mädchen, mit dem ich mich bis dahin unterhalten und das auf mich gewartet hatte, hinter den anderen her.

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Diese standen gerade etwas unschlüssig vor „Dem blauen Stein“ und überlegten wohin es als nächstes gehen könnte. Der Entschluss fiel auf die Souvinirshops bei Bryggen.

Ehrlich gesagt tut mir die Dame aus dem ersten Shop etwas leid – plötzlich stand ein ganzer Pulk Mädels im Laden und verließ ihn wieder, ohne irgendetwas gekauft zu haben. Im zweiten oder dritten Laden verlief sich die Gruppe dann langsam und spätestens nach dem vierten hatten sich die meisten von uns verabschiedet.

Ich machte mich mit 5 anderen Mädels auf den Weg zur Bergenhus Festress, eine Festung hinter dem Hafen und Bryggen. Betreten haben wir sie jedoch nicht und sind schon recht bald zurück gelaufen. Hier trennte ich mich von den anderen AuPairs, um mich mit meiner Freundin auf einen Kaffee zu treffen.

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Wir haben uns komplett (aber wirklich komplett 😂) verquatscht, sodass ich mich viel zu spät auf den Weg zurück ins Hostel machte und als letztes ankam. Aber Zeit für ein Selfie musste sein 😁

Die Agenturdamen führten uns in ein Restaurant, in das wohl keiner von uns ansonsten gegangen wäre. Es sah von außen einfach unbeschreiblich teuer aus. Klar, günstig war es nicht (ist hier eigentlich nichts), trotzdem war das Preisleistungsverhältnis super. Doch es war schwierig etwas vegetarisches auf der Karte zu finden. Anschließend ging es in ein Studentenpub, in das man als Nicht-Student unter 20 normalerweise gar nicht darf. Aber als wir ankamen war noch nichts los und wirklich Lust lange zu warten hatten ich und 2 der Trondheimmädels auch nicht. Also gingen wir schon recht früh und machten noch ein paar Bilder mehr. Bergen bei Nacht sozusagen.

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Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Fløyen gestiegen, einem Berg direkt am Zentrum. Der Aufstieg war teilweise echt ziemlich anstrengend, hat sich aber mal wieder gelohnt. Und das Wetter (ich traue mich fast gar nicht es zu schreiben) war traumhaft. Nix vom immer verregneten Bergen zu sehen.

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Auf dem Weg fanden wir immer wieder Schilder von der unsichtbaren Hexe, die man im übrigen nicht fotografieren darf. Mit diesem Gag bezieht sich die Stadt auf seine eher unlustige Geschichte. Im Mittelalter herrschte in ganz Skandinavien wie auch in den meisten restlichen Teilen Europas rege Hexenverfolgung und in Bergen sollen noch bis heute viele ihrer Geister spuken.

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Nach ein paar verabschiedenen Worten der Agenturdamen wurden wir auf der Spitze des Berges entlassen. Ich lief ein wenig mit den anderen Trondheimmädels umher, machte Bilder und verlor den Objektivdeckel meiner Kamera: er schlitterte fröhlich klappernd die Kante runter und landete etwas weiter unten und sicher außer Reichweite im Gras. Mist.

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Ich musste mich auch schon als erstes von den anderen verabschieden, da mein Flug bereits um 3 zurück ging und man alleine zum Flughafen eine Stunde mit der Bahn braucht.

Zurück in Trondheim bekam ich mein Auto erschreckend leicht zurück – keine Papiere, kein Ausweis, nichts gebraucht. Ich frage mich, ob das mit einem VW oder einen Mercedes ebenso leicht gegangen wäre oder die Leute einfach nicht davon ausgehen, dass jemand so ein Auto klauen wollen könnte 😂

Die Rückfahrt war anstrengend – zwei Nächte mit zu wenig Schlaf und voller Aktivitäten sind doch ziemlich ermüdend. Doch ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einen Elch in freier Wildbahn gesehen. *-*

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[Bilder, Reisen, Alltag] Wochenende in Trondheim

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Nach meiner ersten Woche bin ich am Donnerstagmorgen mit meinen Gasteltern und der Kleinsten nach Trondheim gefahren. Das ist die Stadt, in der ich nur wenige Tage vorher gelandet bin und die nächste größere Stadt von unserem Haus aus gesehen. Trotzdem fährt man noch fast 3 Stunden, aber hey, Nähe ist relativ 😉
Der Grund für unseren Trip war folgender: am Freitag und Samstag war je ein Farmermarkt, auf dem meine Gasteltern verkauft haben. Und so habe ich den Donnerstag frei bekommen und am Freitag und Samstag gearbeitet. 

Donnerstag habe ich mir also zunächst die Stadt ein wenig angeschaut. Bin ein wenig hierhin, ein wenig dorthin gelaufen und hab viele Bilder gemacht. Zuerst bin ich vom Torg, dem großen Einkaufscenter im Stadtzentrum, Richtung Hafen gelaufen. Von dort as hat es mich zunächst ein wenig durch die Innenstadt gezogen, vorbei an den ganzen kleinen Lädchen und Cafés.
Ohne es zu wissen habe ich in dem Café gegessen, in dem die Schwester meines Gastvaters arbeitet. Ich bin mindestens 3 Mal daran vorbei gelaufen und hab jedes Mal gedacht: „Boa, das sieht schon chic aus.. Aber auch teuer… Aber chic!“ Und wenn man so gefesselt von einem Café oder Restaurant oder von mir aus auch einer Imbissbude ist, sollte man definitiv rein 😉 Wie erwartet, es war teuer. Ich hab für ein belegtes Brötchen und einen Kaffee rund 130 Kronen bezahlt. Autsch 😅 Lecker war es aber ☺

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Während ich dort saß, habe ich mit einem Au Pair aus Trondheim geschrieben und sie meinte, sie würde mir die Gamle Bybru, also die alte Brücke, ganz fest ans Herz legen. Also habe ich mich auf die Suche gemacht. Und wie es nunmal häufig ist, wenn man zum ersten Mal in einer Stadt ist und keinerlei Orientierungssinn hat: mal läuft riesige Umwege. Aber hey, so bin ich auf meinem Weg an Orten vorbei gekommen, zu denen ich später nicht mehr extra laufen musste 😂 Vor der Gamle Bybru war ich z.B. in dem kleinen Park vor dem Stiftsgården, einem hölzernen Königsschloss aus dem 18. Jahrhundert. Allerdings hab ich zu diesem Zeitpunkt nicht realisiert, dass es ein Königshaus ist. Dafür habe ich die Möwe bemerkt, die es sich frech auf dem Kopf der Statue von König Olav V bequem gemacht hat. 

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Irgendwann fand ich dann die Brücke und muss zugeben, dass ich sie bezaubernd finde. Damit meine ich nicht nur die roten und geschnitzten Rahmen, sondern auch die seltsame Ruhe, die auf der Brücke herrscht. Sie darf nicht nur nicht von Autos befahren werden, sondern thront auch über dem Fluss, der sich durch ganz Trondheim schlängelt. Es stehen mehrere Bänke auf der Brücke, ein paar Fußgänger schlendern genüsslich in der Sonne, ein Fahrradfahrer schiebt sein Rad unter den Holzbögen entlang. Links von der Brücke reihen sich lauter bunt angemalte, alte Holzhäuser, die sich mehr oder weniger stark zum Wasser neigen. Irgendwo weiter hinten steht die Bakke Bybru und ganz noch weiter enrfernt kann man den Hafen und den Trondheim Fjord erahnen. Auf der gegenüberliegenden Seite ragt das Universitätsgebäute aus den Häusern empor. Ja ich gestehe, mit diesem Blick über den im Sonnenlicht glitzernden Fluss lässt sich die Zeit vergessen.

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Auf eine ganz andere Art beeindrucktend ist der massive Nidarosdom aus dem 11. Jahrhundert. Sie wurde zu Ehren und als Grabstätte des Nationalhelden St. Olav gebaut. Einem Wikingerkönig, der das Christentum in die Trondheimgegend gebracht hat. Zu Lebzeiten wurde er dafür geächtet, doch nach seinem Tod ehrte ihn die inzwischen stark gewachsene christliche Gemeinschaft. Während die Brücke eher leicht und anmutig wirkt, hinterlässt die Kathedrale durch ihre Massivität einen mindestens ebenso bleibenden Eindruck. Insbesondere die reichlich verzierte Westfront des Doms lädt zum Innehalten und Staunen ein.

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Weil ich danach nicht wusste, wie ich die verbliebene Stunde nutzen sollte, bis mein Gastvater mich abholt, bin ich in das eintrittsfreie Waffenmuseum beim Dom gegangen. Hier wird die komplette Kriegs- und Waffengeschichte der Trondheimregion ausgestellt, von den Wikingern bis in die Neuzeit. Beeindruckend war unter anderem die Sammlung alter Waffen, beschämend die ganze Nazipropaganda aus dem 2. Weltkrieg. 

Wobei, zu dem Thema fällt mir wieder die Geschichte des Hauses ein, in dem meine Gastmutter in Trondheim aufgewachsen ist: in der Zeit des 2. Weltkrieges, in der Norwegen von den Deutschen belagert wurde, wurde das Haus der Familie abgenommen und von Soldaten bewohnt. Als meine Gasteltern das Haus vor ein paar Jahrem renoviert haben, fanden sie eine Vase, ein Bild und Zeitungen aus eben jener Zeit. Nur mal so als Info am Rande 😉

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Ansonsten war mein Wochenende ereignislos. Eben weil gearbeitet. Freitag bin ich zu nichts weiter gekommen, Samstag bin ich mit der Kleinen in die Innenstadt und auf den Farmermarkt gelaufen. Und abends habe ich eine norwegische „Tradition“ kennen gelernt: Das Süßigkeitenfuttern. Ehrlich, es war schon komisch. Meine Gasteltern kamen mit einer großen Tüte voller Süßkram heim, und die Kinder rissen alle Tüten auf und machten sich über den Inhalt her. Ich saß dazwischen und war mir nicht sicher, ob sie alles öffnen dürfen oder nicht 😂 Aber sie dürfen, denn Süßigkeiten gibt es nur einmal die Woche und dann eben richtig. Mein Fazit dieses abends: totaler Zuckerschock 😅

[Bilder, Reisen] Weintrinken im kleinen Paradies

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[Bilder, Reisen] Weintrinken im kleinen Paradies

Waiheke – die kleine Insel etwa eine halbe Stunde vor Auckland wird von vielen als kleines Paradies bezeichnet. Hier scheint öfter die Sonne, es ist durchschnittlich 3° wärmer als in der Stadt und – fast noch wichtiger – der Wein fließt in Strömen. Doch auch wenn die Insel dafür bekannt ist, hier kann man nicht nur einen guten Tropfen genießen, sondern auch wunderbar wandern gehen. Und das machte ich am letzten Maiwochenende. Ich packte meinen Rucksack und stiefelte ein wenig (planlos) an der Küste entlang.

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Doch das wollte ich nicht an beiden Tagen machen. Nachdem ich am Samstag also wandern gegangen bin, gab es am Sonntag Wein in Strömen für mich. Und natürlich für alle Anderen der Tour 😉 Wir fuhren insgesamt 3 verschiedene Weingärten an und verkosteten 13 verschiedene Weine. Wobei ich beim letzten aussetzen musste. Sonst wäre ich wohl vom Stuhl gekippt.

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[Bilder, Reisen] In Neuseelands klein Wellywood

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[Bilder, Reisen] In Neuseelands klein Wellywood

Wenn man so verdrehte Arbeitszeiten wie ich hatte hat und teilweise einige Tage unter der Woche hintereinander frei hatte, bin ich für ein paar Tage alleine nach Wellington geflogen. Auch wenn Auckland beschämend oft für die Hauptstadt gehalten wird, ist es eigentlich Wellington. Und gleichzeitig ist Wellinton auch die Stadt, in der Sir Peter Jackson, der Regisseur der „Der Herr der Ringe“ Reihe und vieler anderer Filme ist, seine Hauptstudios hat. Und das merkt man schon am Flughafen, denn man wird von einem netten Vogel und Gandalf in Empfang genommen.

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Am Dienstagabend bin ich direkt ins Te Papa, dem neuseeländischen Nationalmuseum, gegangen. Einen Teil der Ausstellung fand ich besonders interessant, da hier die Figuren wichtige ANZAC Soldaten in 4 facher Größe und ihre Geschichte ausgestellt wurden. Abends konnte ich einen super schönen Blick über den Hafen und einen Teil der Stadt genießen.

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Am nächsten Tag nahm ich an einer „Herr der Ringe“ – Nerd – Filmsettour teil. Was viele nämlich nicht wissen: Wellington ist die Filmindustriehochburg Neuseelands und viele der Szenen wurden in und um die Stadt herum gedreht und immerhin ist Sir Peter Jackson auch aus Wellington 😉  In Neuseeland gibt es eine „So verlassen, wie es gefunden wurde“ Regelung. Dadurch ist kein einziges Filmset mehr so, wie zum Drehzeitpunkt und an einigen Orten braucht es einiges an Phantasie, um sich Gandalf, Frodo und Co. dort vorzustellen.

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Am Ende der Tour ging es zu den Weta Caves, dem Produktionsort der meisten Kostüme von in Neuseeland gedrehten Filmen. Leider durfte man in der Produktionshalle, in der die Originalrequisiten ausgestellt sind, keine Bilder machen. Dafür fand nachts in Wellington noch ein Lichtfestival statt, bei dem verschiedene Künstler verschiedene Lichtskulpturen ausstellten.

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Donnerstagfrüh sah das Wetter leider ziemlich bescheiden aus. Ich bin erst mit dem Cable Car den Berg hoch gefahren und danach ins Cable Car Museum gegangen. Von hier oben hatte man einen unglaublich guten Blick über die Stadt – trotz Regenwolken. In dem Museum gab es unter anderem eine Modelleisenbahn, die ziemlich deutsch aussah. Und an dem die „Bergtabahn“ erklärt wird 😀 Ich habe entschieden, von dem Cable Car aus nach unten zu laufen und mir das Geld für die Bahn zu sparen. So landete ich unter anderem auch in einer süßen kleinen Parfümerie.

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Für den restlichen Tag hab ich mir eine Stadttour gebucht, die unter anderem zum Botanischen Garten, dem Bee Hive (so wird der Teil des Parlamentgebäudes aufgrund seiner Ähnlichkeit zu einem Bienenkorb genannt),der Old St. Pauls Church (die weltweit älteste Kirche aus Holz),  ein paar Stränden und dem Mt. Victoria führte. Es war ziemlich cool, da ich als einzige Person eine Tour zu der Uhrzeit gebucht habe und sie so alleine genießen konnte.

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[Bilder, Reisen] Mit Reifen unter glühender Kacke

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[Bilder, Reisen] Mit Reifen unter glühender Kacke

Anfang Mai fuhren wir zu den Waitomocaves, den wohl bekanntesten Glühwürmchenhöhlen in Neuseeland. Wir machten die sogenannte Black Water Rafting Tour. Eine Tour, bei der man mit schwarzen Reifen ausgestattet und vom Neoprenanzug einigermaßen gewärmt im etwa 3° kalten Fluss umher schippert und Wasserfälle herunter hopst. Ehrlich – es hat super viel Spaß gemacht und sobald man seine Körperteile nicht mehr gefühlt hat, war es auch nicht mehr so kalt 😀

Es war unbeschreiblich schön, unter der Höhlendecke auf dem Wasser zu schweben und über sich die Glühwürmchen zu sehen, die wie die Sterne an der Decke hingen. Wobei ja eigentlich gar nicht die Würmer selber glühen, sondern vielmehr ihre Exkremente. Aber leuchtende Würmerkacke hört sich einfach nicht so schön an 😀

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Leider waren die Leiter der Gruppe miserabel und haben es kaum hinbekommen ordentliche Bilder zu machen…

[Bilder, Reisen] Auf den Wellen reiten in Raglan

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[Bilder, Reisen] Auf den Wellen reiten in Raglan

In Raglan ist eine der bekanntesten Surfgegenden in Neuseeland. Zumindest wenn man es so gar nicht kann und es relativ leicht und ruhig ausprobieren möchte 😀 Und genau das hatten auch Celina und ich Ende April gemacht. Wir sind einfach mal zu zweit und relativ spontan nach Raglan gefahren um uns zumindest ein Mal in unseren Leben auf Surfbretter zu stellen.

Bevor wir zu der Surfschule gefahren sind, stoppten wir bei den Bridal Veil Falls zwischen, einem 55 Meter hohen und ziemlich coolen Wasserfall. Diesen Wasserfall kann man sowohl von ganz oben, auf halber Höhe und vom Boden aus ansehen kann. Auch wenn es unzählige Wasserfälle in Neuseeland gibt und man sich irgendwann wohl an ihnen satt gesehen hat, dieser hier verdient es definitiv einen kurzen Besuch abgestattet zu bekommen.

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Etwas in Eile checkten wir danach in unser Hostel ein, das gleichzeitig auch unsere Surfschule war. Eine Theoriestunde später ging es auch schon ins Meer und nächsten beiden nasskalten Stunden versuchten wir unsere Körper in eine aufrechte Stellung zu bekommen und möglichst eine ganze Miniwelle zu reiten. Erstaunlicherweise hat das auch ziemlich gut geklappt und wenn man mal eine ganze Welle geritten ist – das Gefühl dabei – einfach unbeschreiblich 🙂 Bilder gibt es von unseren Versuchen allerdings nicht.

Am nächsten Tag – und mit ordentlich viel Aua in den Beinen – machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Auckland. Der State Highway 1, der einmal von Nord nach Süd und von Süd nach Nord führt und so ziemlich die Hauptverbindungsstraße der Nordinsel ist, führt einmal durch Hamilton. Einer Stadt eine Stunde südlich von Auckland, in der die Hamilton Gardens liegen. Die Gärten sind wirklich riesig und wunderschön angelegt. Obwohl es Herbst war und dadurch viele Blumen nicht geblüht haben, lohnte sich der Besuch total.

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Anschließend fuhren wir zu dem Hakarimata Track und liefen bis zum untersten Aussichtspunkt. Nicht allzu spaßig, wenn man eh schon unglaublich schwere Beine hat 😀

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[Bilder, Reisen] Osterwochenende in Napier mit Unwetter und Kidnapper 

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[Bilder, Reisen] Osterwochenende in Napier mit Unwetter und Kidnapper 

*** Bevor es zum eigentlichen Beitrag geht – ich springe jetzt zeitlich ein wenig zurück, denn es fehlen noch ein paar Orte, die ich in Neuseeland besucht habe und zu denen ich bisher einfach noch nicht die Zeit hatte etwas zu schreiben ***


Erstmal vorweg: Nein, uns ist auf unserem Wochenendtrip nichts schlimmes passiert, es gab weder größere Stürme während des Trips noch wurde jemand von uns entführt. Trotzdem passt diese Überschrift. Warum? Darum:

Wir haben das lange Osterwochenende dafür genutzt, uns auf den Weg in das etwa 6-7 Stunden südlich von Auckland liegende Napier zu machen. Ursprünglich hatten wir geplant am Donnerstagabend das erste Stückchen zu fahren, aber das Wetter und Zyklop Cook haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. So sind wir erst am Freitag in aller Frühe los gefahren.

Am Nachmittag kamen wir also in unserem Hostel an. Die anderen fanden es okay, aber mir hat es wirklich gut gefallen: es war ein liebevoll im Reiterhof-Thema eingerichtetes Gebäude mit einem gemütlichen Außenbereich, Hängematten und Lichterketten. Ziemlich genau mein Wohlfühlgeschmack 😄 Anschließend sind wir an den Strand gefahren. Man sah die Auswirkungen des Unwetters ziemlich deutlich: das Meer war eine schmutzig-braune Brühe, überall lag übermäßig viel Treibgut umher und an der Strandpromenade standen einige Bäume traurig über ihren herabgefallenen Ästen.

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Doch die Stadt Napier an sich hat es mir komplett angetan. Sie ist komplett im Art Deco Stil der 30er Jahre gehalten. Bei einem Erdbeben im Jahre 1931 ist die Stadt komplett zerstört worden, eine komplette Labdzunge ist einfach von der einen auf die andere Sekunde aus dem Meer gepoppt und hat die Küste komplett verändert. Napiers Bewohner standen vor Trümmern – und bauten ihre Stadt wieder neu auf. Der damals moderne Stil prägt bis heute das Bild der Innenstadt und macht Napier zu einem absoluten Schmuckstück. Außerdem habe ich noch nie an einem Fleck so viele Oldtimer als Altagswagen umher fahren sehen – und Oldies sieht man eh schon viel mehr als bei uns.

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Zum Sonnenuntergang sind wir zum Bluff Hill Lookout gefahren. Die Straße dort hin war – sagen wir es mal vorsichtig – recht kurvig und schmal, was einige lustig-aufregende Situation verursachte. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich 3 Mal vor Schreck halblaut aufgeschrien, wenn uns plötzlich ein Auto aus einer uneinsehbaren Kurve entgegen geschossen kam und wir anschließend am Abgrund mit der linken Autoseite leicht über dem Nichts gleitend aneinander vorbei gefahren sind. Denn aus irgendeinem Grund kamen uns nur dicke SUVs entgegen und immer an den schmalsten Kurven. Nicht cool sag ich euch.

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Eigentlich hatten wir auf einen schönen und farbenkräftigen Sonnenuntergang gehofft, aber irgendwie war es ein eher enttäuschender Anblick. Und wie wir so am Hügel saßen und auf das Meer schauten meinte ich plötzlich: Ich hab gerade total Lust hier runter zu rollen. Im ersten Moment schauten mich die anderen an, als hätte ich den Verstand verloren. Doch keine 2 Minuten später rollten 4 von uns tatsächlich den kleinen Abhang hinunter. Und eins kann ich euch sagen: es hat verdammt viel Spaß gemacht 😆

Samstag haben wir uns neben der Innenstad von Napier auch ein paar der Gärten angeschaut, die sich wahrscheinlich normalerweise auch total lohnen. Allerdings sahen sie durch das Unwetter eher wüst aus und wir entschieden schon bald unsere Zeit anderweitig zu verbringen.

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Also ging es auf zu einer Wanderung am Te Mata Peak, einer Felsgruppe, von der aus man nicht nur eine tolle Aussicht hat, sondern auch wundervolle Bilder machen kann. Aber erst mal heißt es hinkommen, gelle? Tja, und das hat sich für uns als ziemlich schwierig ergeben, da wir eigentlich hin wandern wollten, aber irgendwie den Beginn der richtigen Route nicht gefunden haben und uns ganz dezent verlaufen haben. Öhm – upsi 😅 Irgendwann haben wir es dann doch geschafft und zumindest ich war doppelt und dreifach stolz und froh am Ziel angekommen zu sein. Am Ende wurden wir sogar mit einem Regenbogen belohnt, mit dem ein recht lustiges Photo von mir entstanden ist, bei dem man sich fragt: Isst sie den Regenbogen oder kotzt sie ihn aus?

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Ursprünglich hatten wir für Sonntag eine Tour gebucht, bei der wir mit einem Traktor zum Cape Kidnappers gefahren wären. Allerdings war der Strand noch nicht vom Sturm geräumt und so mussten wir die deutlich teurere Tour im Omitourbus buchen. Cool war es trotzdem, denn es gab verdammt leckere Brownies und Zitronenkuchen 😆

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Das Cape Kidnappers ist insbesondere für seine Tölpelkolinien bekannt. Wir waren jedoch erst nach der Hauptbrutzeit da, wodurch der Fels am Ende ziemlich ruhig und verlassen da lag. Gelohnt hat sich die Tour aber trotzdem, denn auf der Fahrt durch den privaten Park konnte man die wunderschöne Landschaft, Steilküsten und saftig grüne Hügel sehen. Irgendwie so typisch Neuseeland eben 😉

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Wir schlenderten am Nachmittag noch ein wenig durch die Stadt und gingen ein letztes Mal an den Strand. Eigentlich wollten wir danach in eine kleine Stadt fahren, die für irgendwas bekannt sein soll. Wir gaben die Adresse im Navi ein und – landeten mitten im Nirgendwo vor einer Schafsherde. Öhm.. Irgendwas ist hier aber gewaltig schief gelaufen, oder? Eine weitere halbe Stunde Fahrtzeit später kamen wir an einem Strand heraus, dessen Namen wir zwar nie heraus gefunden haben, der aber dafür ziemlich schön aussah. Und das ist doch die Hauptsache 😉 (Übrigens – die eigentlich angepeilte Stadt haben wir nie  gefunden)

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Montag ging es wieder zurück Richtung Auckland. Wir hielten bei einem Wasserfall, der ziemlich beeindruckend aussah (von dem ich aber mal wieder nicht den Namen kenne 😆 ) und ansonsten passierte nichts weiter erwähnenswertes.

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[Bilder, Reisen] Die Letzten Tage in Neuseeland – Auckland

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[Bilder, Reisen] Die Letzten Tage in Neuseeland – Auckland

Am Tag nach Lake Tekapo sind wir nur noch nach Christchurch gefahren. Aber anstatt der angeblich benötigten 3 Stunden, waren wir etwas mehr als 5 Stunden unterwegs. Dementsprechend fertig und gerädert war ich, als wir im Hostel ankamen und war nicht mehr wirklich zu irgendetwas zu gebrauchen.

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Und dann ging es auch schon zurück  nach Auckland und ein letztes Mal in meine Gastfamilie. Ich musste noch ein paar Dinge organisieren und aussortieren, Konto auflösen und so weiter. An unserem vorletzten Tag fuhren wir mit dem Zug in die Innenstadt.

Zunächst gingen wir auf die Fähre und setzten nach Devenport über. Vom Pier aus liefen wir zum Mt. Victoria, von dem aus man einen ziemlich guten Blick über das Meer, ein paar der nahe liegenden Inseln, Auckland City und den Hafen hat. Wir hatten mal wieder ziemliches Glück mit dem Wetter. Es war zwar wolkig und ein klein wenig windig, aber die Sicht war schön klar und es hat nur ganz kurz genieselt.

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Zurück in der Stadt sind wir ganz kurz ins Dessert Café gegangen, bevor wir auf den Skytower gefahren sind. Ursprünglich wollten wir die Tickets online vorkaufen, da sie dort dank einer Sonderaktion günstiger waren. Das hat allerdings nicht geklappt und so mussten wir dann an der Kasse nach einer Vergünstigung fragen und hoffen, dass wir durchkommen. Sind wir netterweise und haben dabei noch ein wenig Geld mehr gespart. 😆 Vom Skytower aus haben wir uns dann erst die Stadt bei Licht angeschaut und anschließend noch bis nach dem Sonnenuntergang gewartet (der leider aufgrund einer dicken Wolkendecke nicht allzu spektakulär war) und sind oben geblieben, bis die Lichter der Stadt für Erhellung sorgten.

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Der Rückweg war nach auckländer Manier mal wieder wunderbar chaotisch. Wir wollten ganz normal mit dem Zug fahren, allerdings ist der ganze Schienenverkehr lahm gelegt worden und so mussten wir zunächst herausfinden welchen Bus wir nehmen können, danach die Haltestelle finden (mein Handy  hat freundlicherweise mal wieder den Geist aufgegeben) und dann im dunkeln den richtigen Stopp finden. 😀

Ja, und dann ging es am nächsten schon wieder zum Flughafen. Dieses Mal allerdings mit einem eher trüben Beigeschmack. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mich auf den Flug gefreut hätte. Um genau zu sein, hätte ich mich am liebsten irgendwo versteckt und wäre einfach in Neuseeland, meiner zweiten Heimat, geblieben. Es war ziemlich schwer für mich, mich von meiner Gastfamilie zu verabschieden, zumal ich wusste, dass darauf gute 23 Stunden Flugzeit und 4 Stunden Aufenthalt in den USA folgen würden. Und ganz ehrlich? Darauf hatte ich wirklich keinen Bock 😛

[Bilder, Reisen] Tag 20 auf der Südinsel – Lake Tekapo

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[Bilder, Reisen] Tag 20 auf der Südinsel – Lake Tekapo

Auch wenn ich jetzt schon einige Wochen zurück in Deutschland bin, so möchte ich trotzdem erst noch die letzten Neuseelandbeiträge zu Ende schreiben und veröffentlichen. Also – wohin ging es von Omarama aus?

Es ging weiter nach Lake Tekapo, beziehungsweise auch die Stadt Tekapo, die an einer Stelle des Sees liegt. Hier hat sich mal wieder einer der wenigen Vorteile vom „Mit-dem-Auto-fahren“ gezeigt, denn in Tekapo hätten wir mit dem Stray Bus nur einen kurzen Zwischenstopp gehabt. Ich finde das wirklich sehr bedauerlich, denn der Lake gehört wohl zu einem der am meisten fotografierten Seen überhaupt. Zumal – nachts kann man in der Gegend etwas ziemlich cooles machen. Aber der Reihe nach.

Zunächst machten wir uns also auf den Weg raus aus Omarama, jedoch nicht ohne an ein paar Aussichtspunkten zu halten. Auf der Fahrt von Omarama nach Tekapo hat man auch die Möglichkeit zum Mt. Cook zu fahren. Also dem höchsten Berg von Neuseeland. Wir haben uns allerdings dagegen entschieden. Einerseits, weil es ziemlich schneeing zu der Zeit war, andererseits weil uns die Fernansicht gereicht hat. So sind wir zunächst den halben Highway zum eigentlichen Lookout gefahren, um beim Peter’s Lookout am Lake Pukaki zu halten. Die Sicht war mal wieder bombastisch und wir entschieden runter zu dem Steinstrand zu laufen und dort ein paar Bilder zu machen.

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Anschließend ging es wieder zurück auf unsere eigentliche Route (also einmal den Mt. Cook Highway zurück). Wir hielten nochmal kurz an einem Aussichtspunkt am Lake Pukaki, an dem unter anderem auch Fisch verkauft wurde, und beobachteten mal wieder unsere asiatischen Freunde bei einem ihrer Fotoshootings. 😆

Ich hatte auf einer Seite den Lake Alexandrina entdeckt, einem kleinen See in der Nähe vom Lake Tekapo. Er wurde als ein traumhaft schönes Top Secret Ziel angepriesen und da zumindest ich es ganz gerne habe, wenn die angefahrenen Ziele nicht zu touristisch sind, wurde auch dieser See mitgenommen. Sag ich es mal so: die Straße war sehr abenteuerlich. Ich tuckerte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15km/h auf der einspurigen Straße entlang und hoffte die ganze Zeit inständigst, dass uns kein Auto entgegen kommen möge. Aber die Fahrt hat sich definitiv gelohnt, denn wir kamen an einem kleinen, aber tiefblauen See heraus, der von einer eingeschneiten und vereisten Landschaft umgeben lag. Es war malerisch schön. Allerdings musste man beim Laufen tierisch aufpassen, denn auf dem Boden hatte sich eine etwa 10cm dicke Eisschicht gebildet, die gar nicht so glatt aussah, wie sie tatsächlich war.

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Schlussendlich traten wir das letzte Stück der Fahrt an und kamen bei unserem Tagesendziel an. Zunächst ging es zur „Church of the Good Sheperd“, also der Kirche des guten Schäfers. Wohl dem Wahrzeichen von Tekapo. Die kleine alte Steinkirche thront etwa einhundert Meter vom Seeufer entfernt auf einem kleinen Hügel und wirkt auf eine ganz eigene Art heimisch. Doch hier treffen sich massig an Touris, die bitte alle ein Bild von und mit der Kirche haben wollen. Wenn man mal ein Bild ohne Menschen hin bekommt, hat man so eine Art Mini-Jackpot geknackt. 😉

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Als ein weiteres „Highlight“ neben dem See wird die Footbridge, also eine Fußgängerbrücke, angepriesen. Was soll ich sagen? Ist halt eine Brücke 😉 Aber die frei herum rennenden Häschen waren ziemlich niedlich 🙂

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Ansonsten gibt es in der Stadt selber nicht allzu viel zu sehen. Es lohnt sich viel mehr, den See und die umliegenden Berge zu bestaunen. Das Ufer besteht aus mittelgroßen Steine, auf denen man beim Laufen nur beschwerlich voran kommt. Im Hintergrund liegen Berge, die zumindest im Winter von einer dicken Schneeschicht bedeckt sind. Hier und da liegen ein paar Äste herum und überall laufen Menschen, die versuchen die schönsten Bilder zu machen.

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Doch es gibt noch etwas anderes, für das Tekapo bekannt ist: nämlich seinen Sternenhimmel. Der Himmel der gesamten Region steht nämlich unter „Lichtverschmutzungsschutz“, das heißt nachts wird die Belastung durch Laternen und andere Lichter so weit wie möglich reduziert, sodass man in einer klaren Nacht einen atemberaubenden Sternhimmel bewundern kann. Dafür kann man auch eine sogenannte Star Gazing Tour buchen, also eine Tour zum Sterneschauen. Genau das haben wir auch gemacht. Und so wurde uns der Sternhimmel und ein paar Sternbilder etwas näher gebracht, während wir zunächst auf einer Plattform standen und später in einem Whirlpool entspannen konnten. Es war wirklich sehr, sehr beeindruckend und einfach unbeschreiblich schön.

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[Bilder, Reisen] Tag 19 auf der Südinsel – Omarama

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[Bilder, Reisen] Tag 19 auf der Südinsel – Omarama

Ab jetzt sind wir nicht mehr mit dem Stray-Bus unterwegs, sondern reisen auf eigene Faust. Das hatte verschiedene Gründe, beziehungsweise einen Hauptgrund, aus dem die anderen resultierten. Am Anfang hab ich ja mal geschrieben, dass wir ziemliche Probleme mit dem Reiseunternehmen hatten, da alle meine Buchungen plötzlich gelöscht waren. Das wiederum hatte ja auch zur Folge, dass wir einige Male fast irgendwo stecken geblieben wären und dass wir für Dominik einmal einen Fernbus buchen mussten. Jedenfalls sind wir durch eben jene Löschung auch nur bis zu einem Zwischenstopp auf dem Bus gewesen und wären danach stecken geblieben. So kamen wir also dazu, etwas mehr Geld für ein Auto ausgeben zu müssen. Hat für Dominik den Vorteil, dass er auch mal in den Genuss vom Roadtrip-Leben kommt und für mich den Nachteil, dass ich fahren muss (denn der Herr hat, anders als ich ihn gebeten habe, keinen internationalen Führerschein mitgebracht)

Jeeedenfalls fuhr ich am Montagmorgen mit dem Bus zum Flughafen, um unseren Mietwagen abzuholen, während Dominik mit unserem Gepäck im Hostel wartete. Nachdem beides, also er und unser Zeug, sicher im Auto verstaut war, kehrten wir Queenstown ein letztes Mal den Rücken zu. 

Unser erster kurzer Stopp lag in Arrowtown, einer historischen Goldminenstadt. Ich kann mir vorstellen, dass das Städtchen an einem schönen Herbsttag malerisch schön und verträumt aussieht, aber bei kühlwindigem Nieselregen bereitet das durch die Straßen schlendern nicht allzu viel Freude. Doch der Kaffee hier war gut 😆

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In Cromwell, der angeblichen Obst- und Gemüsehochburg, stoppten wir für ein paar schnelle Fotos am nahe gelegenen Lake Dunstan, bevor wir unseren Weg fortsetzten. 

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Er führte uns über den Lindis Pass, Neuseelands höchsten Highway Punkt. Ich hatte ehrlich gesagt ziemliche Bedenken ihn zu befahren, zumal das Wetter in den letzten Wochen ziemlich unberechenbar gewesen ist. Doch zum Glück waren die Straßen gut geräumt (ist hier nicht unbedingt Standard) und der Schnee lag nur auf den umliegenden Hügeln und Gebirgen. Es war ziemlich lustig die Asiaten zu beobachten: im Tourbus angefahren stiegen sie schnatternd und kreischend am Aussichtspunkt aus, legen sich einer nach dem anderen fast auf die Nase, machten Bilder, auf denen sie Schnee in die Luft werfen etc. und säubern ihre Hände anschließend mit Desinfektionstüchern, bevor sie wieder in den Bus steigen. Aber Hauptsache die Bilder sehen nach Winterspaß aus 😆

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Weiter ging unser Weg zum Lake Benmore, der im Internet für sein wunderschön blaues Wasser angepriesen wurde. Wir vertraten uns die Beine ein wenig am Ufer, stiefelten auf einen Hügel und gingen anschließend zum Auto zurück, mit dem wir schließlich ins Hostel fuhren.

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Unser Hostel lag irgendwo im Nirgendwo vor Omarama, und der Backpacker-Teil bestand aus ein paar Wellblechhütten. Abet es gab kostenloses WLAN, welches viel, viel besser als die meisten Verbindungen in größeren Städten war. Insgesamt war es ein ziemlich schöner Ort: von Bergen umgeben, abgelegen und vor allem total unbewohnt. Eben mitten im Nirgendwo. 

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Und welchen Vorteil hat ein Ort, von dem die nächste richtige Zivilisation 15 Minuten Autofahrt in die eine und gut eine Stunde in die andere Richtung entfernt ist? Richtig. Man sieht einen unbeschreiblichen Sternenhimmel. (Was dachtest du denn? 😉 ) Man konnten die Milchstraße total klar erkennen, ebenso wie viel mehr Sterne, als ich je mit einem Mal gesehen habe. Leider kann man das auf den Bildern nicht so gut erkennen, so gewesen ist es aber trotzdem 😉 Oh, und eine Sternschnuppe haben wir auch gesehen. 


Ein Überblick der Bilder in klein: