Archiv der Kategorie: Reisen

Sommerreise #4 – Stranda Teil 1

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Sommerreise #4 – Stranda Teil 1

Die Nacht auf den Sonntag war mal wieder viel zu kurz 😂 Wir machten ein gemütliches Sonntagsfrühstück, bevor wir unsere siebentausend Sachen wieder ins Auto packten und los fuhren.

Susanne hat irgendwann vor dem Urlaubsantritt festgelegt, dass sie in jeden Fjord geht, an dem wir vorbei kommen. Wobei sie inzwischen schon zu „wo wir stoppen“ differenziert hat 😀 . Während sie und Papa also ihre Füße ins kühle Nass tauchten, entdeckte ich eine Wiese voller Walderdbeeren und wir machten ein kleines zweites Frühstück am Wasser.

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Die Landschaft sauste traumhaft schön an uns vorbei – zu schön, um alles so schnell begreifen und aufsaugen zu können. Vor einem Tunnel wurden wir böse herein gelegt. Es stand ein Schild, welches auf einen schmale und holprige Straße nach rechts verwies und einen Aussichtspunkt versprach. Wir fuhren also leichtgläubig in die Straße ein und landeten vor ein paar Steinen, die die Weiterfahrt blockierten. Uns blieb also nichts anderes übrig, als rückwärts wieder raus zu fahren, denn wenden war am Ende echt nicht drin. Links von uns massiver Fels, rechts kam nach wenigen Zentimetern Weglücke der Abhang – aber mit tollem Blick 😂 Papa schwitzte Blut und Wasser, manövrierte uns aber sicher wieder zurück auf die Straße.

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In Holm hielten wir kurz an der kleinen Holzkirche, besorgten an der nächsten Tanke etwas zu Essen und dann ging es wieder in die Berge. Ziel: Trollstigen. Die berühmte Straße mit 12% Steigung besteht aus insgesamt 11 haarnadelscharfen Kehrwenden und ist ein beliebtes Touristenziel.

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Letzteres bekamen wir auch sehr deutlich zu spüren: gerade als wir hoch fahren wollten, war es gerammelt voll. Wir mussten des Öfteren anhalten und kurz warten, bevor es endlich weiter ging, wodurch Papa seine Anfahrkünste am Berg bestens beweisen konnte 😂 Es ging wirklich nur schleppend hoch – was jedoch auch genügend Zeit zum Wasserfälle und Schluchtbewundern ließ.

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Oben angekommen war erstmal ein allgemeiner Klogang angesagt, ich kaufte mir die provisorische Postkarte und dann ging es zu den Aussichtspunkten. Allerdings war es wie auf der Straße auch hier unglaublich voll und wir entschieden, erstmal ein wenig auf den Felsen herum zu klettern. Denn hier war so gut wie keine Menschenseele unterwegs, was uns wiederum die Möglichkeit zu vielen mehr oder weniger geglückten Fotoversuchen gab. 😀

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Als wir zurück auf den angelegten Pfad kamen, waren dort deutlich weniger Menschen und auf auch der Straße war viel weniger Verkehr. Wir gingen also noch zur letzten Aussichtsplattform, dann liefen wir zurück zum Auto und fuhren weiter.

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Im Niemandsland zwischen den Kommunen Raumdal und Norddal hielten wir erneut kurz zum Bildermachen an, bevor wir die Berge durch die dauerschöne Landschaft herunter fuhren. In Gudbrandsjuvet machten wir eine Pause bei den Wasserfällen, spielten ein wenig mit den Kameras umher und tranken Tee und Kaffee in dem schrecklich modernen Café dort.

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Das letzte Stück zu unserer Unterkunft führte uns an verlockend vollen Erdbeerfeldern vorbei, bei denen wir nicht anders konnten, als eine kleine Kiste zu kaufen. Schließlich und schlussendlich kamen wir bei unserer Unterkunft an, wurden unglaublich freundlich begrüßt, aßen zu Abend und versuchten irgendwie einen Plan für die nächsten Tage zu erstellen.

Montag wurde ausgeschlafen. Zumindest bis um 9 der Wecker klingelte. Nach dem Frühstück bedurfte es etwas Anlaufzeit, doch dann packten wir die Rucksäcke und bestiegen das Auto. Wir nahmen die Fähre von Stranda nach Liabygda und von Valldal nach Eidsdal. Danach lag nur noch eine gute dreiviertel Stunde zwischen uns und dem Geirangerfjord.

Doch natürlich brauchten wir länger 😂 Beim Aussichtspunkt Kosmyra machten wir einen kurzen Klostopp und genossen die Aussicht auf den Fjord, dann ging es weiter zur Adlerkehre und dem umgeleiteten Wasserfall. Und natürlich hatten wir wie auch am Tag zuvor genau den Zeitpunkt abgepasst, als sämtliche Busse und Autos ebenfalls den Aussichtspunkt ansteuerten.

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Wir waren umgeben von vielen, vielen deutschen Rentnern, die mehr oder weniger zufrieden die ganze Szene kommentieren und einer „Mein Schiff“ Fotografin, die einlud, Bilder zu machen. Aber nur von den Fahrgästen versteht sich. Papa, Susanne und ich stiegen einen kleinen Geröllpfad hinauf und standen plötzlich ein paar Meter höher komplett alleine auf den Felsen und konnten nochmal in Ruhe die Aussicht genießen. 🙂

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Wir fuhren die neun Spitzkehren herunter bis nach Geiranger, parkten das Auto etwas außerhalb und gingen das Stück bis zur Turi-Info, fragten dieses und jenes für die nächsten Tage. Anschließend fuhren wir einen schmalen Pfad in schleppendem Tempo hoch. Wir hingen hinter einer Ausflugsgruppe, die wie eine Schafsherde den ganzen Weg versperrte und nicht mal im Traum daran dachte Platz zu machen und lieber entrüstet glotzte. Am Restaurant Vesterås Gard aßen wir ziemlich lecker und liefen zunächst zum Vesteråsfjell. Vom Aussichtspunkt aus hat man eine wunderbare Aussicht über das Örtchen und den Fjord!

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Zurück ging es durch die dösenden Ziegen bis zur Hütte und noch weiter rauf zum Storsæterfoss. Wir entschieden, die mittelschwere Strecke, anstelle der leichten zu laufen, worüber ich eigentlich ziemlich froh war – denn der andere Weg führte über eine steinerne Treppe, mit komplett verschieden hohe Stufen.

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Die Sonne brannte unheimlich stark vom Himmel und es machte nicht wirklich viel Spaß hoch zu laufen, da es so gut wie keinen Schatten auf dem Weg gab. Doch oben wurden wir nicht nur von der Aussicht und dem Wasserfall selber belohnt, sondern auch von unglaublich vielen und unglaublich süßen Heidelbeeren.

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Allerdings gingen wir erstmal zur kleinen Plattform, machten kurz Pause (und natürlich Bilder) und zogen danach weiter zum und hinter den Wasserfall. Das coole am Storsæterfoss ist nämlich, dass man direkt hinter den Wasserfall kommt. Und das ist bei der Hitze eine unglaublich willkommene Abkühlung, wenn die Sonne so fürchterlich heiß brennt.

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Auf dem Weg zurück landeten wir irgendwie im Heidelbeerfeld. Papa fragte, ob wir denn langsam weiter wollten, was Susanne sehr bestimmt verneinte. 😂 Irgendwann meinte ich „Eigentlich sollten wir zurück… Aber ich hab noch keine Lust!“ Und von Papa kam ein zustimmendes „Hmmm, so langsam…“, während er noch tiefer ins Gestrüpp kletterte. 😂

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Irgendwann rissen wir uns los und – was soll ich sagen – der Abstieg war nicht viel besser als der Aufstieg. Am Restaurant gab’s aber erstmal eine Runde Eis mit traumhaftem Ausblick und die Strapazen von zuvor waren so gut wie vergessen. 🙂

Wir fuhren anschließend ziemlich direkt zurück, verpassten jedoch genau die eine Fähre und mussten dadurch fast eine ganze Stunde auf die nächste warten, wodurch es wieder ziemlich spät wurde.

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Sommerreise #3 – Innerdalen

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Sommerreise #3 – Innerdalen

Nachdem also irgendwie unser ganzes Gepäck sicher im Auto verstaut lag, ging die wilde Fahrt los. Auf meine Empfehlung hin fuhren wir über die E6 und anschließend die 70 weiter, da wir so durch eine traumhaft schöne Berglandschaft und „das Tal der Wasserfälle“ Sunndal fuhren.

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Abgesehen von ein paar Klo-Stops und einem Opi, der am helligten Tag mit Fernlicht fuhr, passierte eigentlich nichts wirklich aufregendes. Unser Weg führte uns auch am Vinnu vorbei, welches der höchste Wasserfall Norwegens und Europas uns der sechsthöchste weltweit ist. Zumindest laut Prof. Dr. Google.

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Schließlich bogen wir in die schmale Straße nach Innerdalen ein. Auch das ist ein totaler Geheimtipp. Wir ergatterten einen freien Parkplatz zwischen all den Wagen mit norwegischen Kennzeichen und packten unseren Proviantrucksack, bevor wir uns „in das schönste Tal Norwegens“ machten. Zunächst erwartete uns jedoch ein 4km Marsch, der irgendwie in beiden Richtungen gefühlt nur bergauf ging. 😂

Es war den ganzen Tag leicht bewölkt gewesen, doch während wir uns so am Berg empor ackerten, klarte sich der Himmel fast vollständig auf. Fast den ganzen Weg entlang wachsen mal mehr, mal weniger wilde Heidelbeeren (was wir natürlich ausnutzen mussten) und wir vermuten auch, wilde Preiselbeeren entdeckt zu haben.

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Schließlich kam der Innerdalstårnet in Sicht, ein markanter und kegelförmiger Berg, vor dem ein See und mehrere Holzhütten liegen. Dazwischen grasen Kühe und Schafe, Vögel zwitschern und es duftet verlockend nach Waffeln. Denn dafür ist die Hytte bekannt: für ihre unglaublich leckeren Waffeln mit selbst gemachter Rømme (Saure Sahne) und Marmelade. Natürlich teilten wir uns so einen Teller und dazu noch eine Kanelsnur (Zimtknoten) – ebenfalls super lecker ❤

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Wir wanderten den Weg noch ein Stückchen weiter, bis wir zu einem anderen See kamen, in den Papa und ich bis zu den Knien wateten. Frisch abgekühlt und getrocknet zogen wir noch ein Stückchen weiter und kamen über einen schiefen Trampelpfad hin zur „Dusj“, einer Dusche aus herab tropfendem Wasser. Selbstverständlich mussten wir alle drei dort Bilder machen 😂

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Der Weg zurück führte irgendwie gefühlt – wie bereits geschrieben – auch die ganze Zeit nur bergauf, doch endlich kamen wir am Auto an. Wir gingen noch schnell in Sunndalsøra einkaufen und essen, dann fuhren wir weiter bis nach Gjemnes, wo wir die nächste Nacht schliefen.

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Auf der Fahrt konnten wir die wunderschöne Berg- und Fjordlandschaft der Nordmøreregion in vollen Zügen genießen. Kaum ein anderes Auto, erst recht keine Massen von Touristen weit und breit. So liebe ich Norwegen!

Wir hatten leider ein paar Probleme das Airbnb zu finden, doch nachdem wir im Haus waren, die Fahrstrecke für den nächsten Tag besprochen hatten und uns noch ein wenig Wein und Schokolade einverleibt hatten, gingen wir recht bald ins Bett.

Sommerreise #2 – Trondheim

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Sommerreise #2 – Trondheim

Wir kamen am Mittwochabend in Trondheim an. Wirklich etwas gemacht, haben wir dann nicht mehr. Dazu waren alle zu müde. Es wurde nur der grobe Plan für den nächsten Tag gemacht und anschließend gingen alle etwas früher als am Vorabend ins Bett.

Zumindest schaffte ich es in dieser Nacht bis halb 6 zu schlafen, bevor ich aufwachte und einfach nicht mehr zur Ruhe kam. Gegen 9 machten wir uns wie am Vortag auf den Weg, dieses Mal zu Fuß in die Stadt zum Hafen. Wir kauften drei Tickets für das Boot nach Munkholmen, der kleinen Insel direkt vor der Stadt.

 

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Munkholmen ist von einer langen Geschichte geprägt. Erst wurde es für Ofperzeremonien der Wikinger verwendet, später bauten Mönche ihr Kloster darauf, in den späteten Jahren wurde es als Gefängnis benutzt und noch später als wichtiger Abwehrstützpunkt zum Schutz der Stadt. Ein geschichtsreiches Fleckchen Norwegen also. Die Sonne schien herrlich warm vom Himmel, es war fast windstill. Fast schon zu schön um wahr zu sein.

Wir sahen uns erst ein wenig auf der Insel um, tranken dann Café und schlossen uns einer Führung durch das Innere des Turmes an. Diese war leider nur auf norwegisch verfügbar, weswegen ich fleißig übersetzte und Papa und Susanne in einem Heftchen mitlesen mussten. Der ganze Turm ist schon sehr massiv gewesen, von den unteren Verließen bis hin zum Ausguck auf der Turmspitze – überall schien es von Geschichten nur so zu wimmeln! Der Guide lotste uns drei am Ende der Führung in ein kleines Häuschen neben dem eigentlichen Turm, in dem zu Kriegszeiten die Soldaten diszipliniert wurden. Hier hatten sich so einige Soldaten verewigt und ihre Weisheiten an die Wände geschrieben.

 

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Nach den ganzen Informationen mussten wir uns erstmal kurz im Meer abkühlen. Ich gestehe, ich bin nur bis zu den Knien rein und dann ganz fix wieder raus – mir war das an dem Tag eindeutig zu kalt! Und im Anschluss ging es schon wieder mit dem Boot zurück in die Stadt.

Wir flanierten ein wenig durch die Gassen, durch den Stiftsgården bis hin zum Nidaros. Jedoch machten wir recht schnell wieder Kehrt, nachdem wir die unglaublichen Menschenmengen vor der Nidaros Kathedrale gesehen hatten. Also gönnten wir uns zunächst Softeis am Fluss und gingen dann zum Dom. Jedoch war es noch immer nicht wirklich touristenarm und so stellten wir uns geschlagen in die Reihe vor dem Ticketschalter.

 

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Da des erksbischhöfliche Museum und die Kronjuwelen bereits als erstes schlossen, sahen wir uns zunächst diese beiden Museen an. Anschließend ging es in den Dom. Obwohl ich ihn mir inzwischen zum zweiten Mal ansah, überwältigte er mich erneut mit seinen gigantischen Wänden, den Glasfenstern und den Orgeln. Wie auch mit Alexandra bestiegen auch wir drei den Turm und genossen den wunderschönen Blick über die Stadt. Jedoch begann zu diesem Zeitpunkt ein recht frisches Windchen aufzukommen, das bis zum Abend Wolken vor den ganzen Himmel schob.

Von der Kathedeale aus ging es ein zweites Mal an diesem Tag über die Gamlebybru und einmal durch die Gassen von Bakklandet bis hin zum veganen Bistro „Hagen“. Wir entschieden uns das Buffet zu nehmen und schlugen uns die Bäuche mit dem unglaublich leckeren Essen voll.

 

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Im Anschluss drehten wir noch eine kleine Runde, kauften unter anderem Multebærsyltetøy (Moltebeeren-Marmelade) und liefen schließlich zurück zum Airbnb.

Überraschenderweise schlief ich erstaunlich gut in dieser zweiten Nacht in Trondheim und hätte meinen Wecker dafür aus dem Fenster schmeißen können, dass er am nächsten Morgen klingelte. Doch nach der ersten Tasse Kaffee sah die Welt schon wieder besser aus 😆

Weil wir morgens recht lange brauchten, um uns fertig zu machen, planten wir kurzfristig um und fuhren als erstes zur Nidar Fabrik. Im Schokoladenverkaufsraum probierten wir uns durch sämtliche Boxen und Schälchen durch, gingen kurz durchs Museum und kauften anschließend eine beachtliche Menge an Leckereien ein – obwohl Papa am Ende unglaublich über den Preis meckerte. Doch ich versuchte ihm zu erklären, dass wir für norwegische Verhältnisse eigentlich kaum was ausgegeben haben und wir im Laden locker das Doppelte bis Dreifache gezahlt hätten. Aber irgendwie ließ er dieses Argument nicht ganz durchgehen.

 

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Nachdem die Schokolade kühl Zuhause verladen war, ging es weiter zu Kristiansten, denn die Festung hatten wir am Vortag nicht mehr geschafft. Wir parkten jedoch in einer Seitengasse hinter dem Park, um die Parkplatzgebüren zu sparen 😀

Das erste Mal von all den Malen die ich bei der Festung war, hatte auch das Museum geöffnet, was wir natürlich ausnutzten. Papa und Susanne waren beide von den ganzen Skulpturen angetan und ich genoss es einfach, noch ein letztes Mal auf die Stadt blicken zu können.

 

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Durch den Park ging es zurück zum Auto, mit dem wir dann zur Burmaklippe fuhren. Die Burmaklippe ist ein kleiner Felsvorsprung nur wenige Kilometer außerhalb vom Stadtzentrum. Sie ist nicht besonders groß und auch nicht extrem hoch, aber trotzdem definitiv einen Abstecher wert! Jedoch ist sie ein wenig schwierig zu finden, da nichts ausgeschildert ist und es war unser Glück, dass Papa die Klippe bereits vom Boden aus gesehen hatte.

 

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Jedoch war ihm selbst die Höhe nicht ganz geheuer und er traute sich nicht bis zur Kante vor. Ich bin da um einiges schmerzloser und saß mit den Beinen schaukelnd auf der Felszunge. Papas kleiner Freund, der Muskelkater (ja, so heißt sein Tierchen tatsächlich), baumelte dank mir an diesem Tag nicht nur über der Kante, sondern hing auch kopfüber in meinen Haaren.

 

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Nachdem wir wieder unten beim Auto waren, fuhren wir einmal auf die andere Seite der Stadt in die Bymarka. Hier wollten wir zum Gråkalle, dem zweithöchsten Berg in der Trondheim Region. Wieder fuhren wir ein ganzes Stück mit dem Auto, bevor wir die letzten paar Kilometer zu Fuß abliefen. Es ging teilweise ziemlich steil hoch und führte durch ein Gebiet, in dem im Winter eine Skiabfahrt ist. Jetzt lag jedoch kein Schnee, nur Fels und mooriger Boden.

Auf dem Berg selber entdeckten wir ganz viele Moltepflänzchen mit Beeren, die jedoch allesamt noch nicht reif waren. Leider! Denn obwohl die Aussicht unglaublich schön war, wurde auch irgendwann der Hunger ganz schön nagend. 😆 Wir liefen jedoch noch so weit wie möglich um die Militärstation herum, bevor wir zurück zum Parkplatz liefen. Ich regte mich derweil fürchterlich über meine Gastfamilie auf, die mal wieder alle gemachten Absprachen kurzfristig umgeschmissen hatten.

 

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Am Auto plünderten wir erst mal ein paar Scheiben Knäckebrot, bevor wir zum Supermarkt fuhren, um Sachen fürs Abendessen einzukaufen. Den restlichen Abend verbrachten wir entspannt im Haus bei Schokolade, Wein und Bilder durchsehen.

Den nächsten Morgen holten Papa und ich noch meinen Koffer von meiner Gastfamilie, tranken einen Kaffee und redeten irgendwie in einem dreisprachigen Wirrwarr miteinander. Die Kleine freute sich unendlich über den kleinen rasselnden Ball und meine Gasteltern über den Wein. Irgendwie bekamen wir sogar alles ins Auto (mehr schlecht als recht) und fuhren weiter.

Doch das ist eine andere Geschichte…

Sommerreise #1 – Røros

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Sommerreise #1 – Røros

Am Dienstag fuhr ich also mit dem Bus von Trondheim nach Røros. Die Fahrt dauerte insgesamt rund drei Stunden und führte durch die saftig grüne Landschaft Norwegens. Ich hing meinen Gedanken nach und versuchte, noch mit den letzten Tagen abzuschließen und ein kurzes Nickerchen zu machen – was aber irgendwie nicht so ganz klappen wollte.

In Røros angekommen, musste ich mich erstmal kurz orientieren und zog es schließlich vor, es mir in einem Café gemütlich zu machen, während ich auf Papa und Susanne wartete. Eineinhalb Stunden später sah ich unser Auto auf dem Parkplatz vorfahren und lief den beiden sehr freudig entgegen 🙂

Wirklich viel machten wir in Røros nicht mehr. Gegen 8 Uhr hatten wir gegessen und fuhren dann zu unserer Unterkunft – einer super urigen Hytte in den Bergen. Es gefiel uns gleich auf den ersten Blick – die gemütlich rustikale Einrichtung, die Holzwände, die ganze Hyttensammlung. Papa meckerte jedoch ein wenig über das charmante Plumsklo auf der anderen Seite der Wiese 😀 Aber zumindest gab es fließendes Wasser und Licht.

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Wir entschieden, uns erstmal ein wenig die Beine zu vertreten und eine Runde um den nahegelegenen See zu gehen. Leider war es viel zu kühl zum Baden, denn der See sah herrlich verlockend aus! Anschließend schlenderten wir noch zu der kleinen Brücke, über die wir zuvor gefahren sind und anschließend zurück zur Hytte.

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Hier saßen und redeten wir noch bis Mitternacht im kuschelig warmen Wohnzimmer – ich hatte den Ofen angezündet, bevor wir aufbrachen – und tranken Wein und heiße Schokolade, bevor wir alle drei geschafft vom Tag in die Betten fielen.

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Obwohl ich unglaublich müde war, machte ich in der Nacht kein Auge zu. Ob es am Bett oder am deutlichen Sägen aus dem Nachbarzimmer gelegen hat, sei mal dahin gestellt. Jedenfalls hielt ich es halb 8 nicht mehr aus, still im Bett zu liegen und fing schon mal an Wasser zu kochen und mich selber soweit fertig zu machen. Kurze Zeit später krabbelten auch die beiden Holzfäller aus ihren Betten und wir machten uns erstmal an ein entspanntes Frühstück. Nachdem sowohl das Auto beladen, als auch die Hytte geputzt und schließlich auch der Schlüssel wieder gefunden wurde, machten wir uns schon auf den Weg zurück nach Røros.

Hier suchten wir zunächst die Touristeninfo auf, erfuhren von einer Straßensperre und bewaffneten uns mit einem Stadtplan. Papa und Susanne probieren sich durch verschiedene Wurstsorten an einem Stand und entschieden, sich eine scheinbar recht schmackhafte Rentier- und Elchsalami zu kaufen.

Danach ging es duch die schnuckelig verspielten Gassen weiter bis zu der Holzkirche. Die Wände und Säulen dieser waren von innen wie Marmor angemalt, erst bei genauerem Hinsehen stellte man fest, dass es sich eigentlich „nur“ um Holz handelte. Und während wir so durch die Kirche schlenderten, ertönte Musik aus der Orgel über uns.

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Von der Kirche ging es weiter zum Slegghaugan, dem Schlackehaufen mit den urigen Holzhäuschen aus der Gründerzeit der Stadt in den 1600er Jahren. Man kann sich einige der Häuschen auch von innen anschauen, doch dabei sollte man definitiv auf seinen Kopf aufpassen 😆 Von der Spitze eines Schlackehaufens kann man gut über das ganze Gelände und die Gebäude sehen, jedoch entschieden wir, dass es sich für uns nicht lohnt allzu lange dort herum zu klettern und machten uns bald auf wieder auf den Weg.

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Wir schauten auch kurz beim Bergbaumuseum vorbei, gingen jedoch nicht in die Ausstellungen, und liefen dann zum Café Frøyas Hus, das auch im Reiseführer vorgeschlagen wurde. Im Büchlein wurde es wegen der Waffeln empfohlen, doch die waren ehrlich gesagt für die Katz. Viel besser war hingegen der „Weltbeste Apfelkuchen“ mit ganz vielen Honignüssen obenauf und das ganze Ambiente des Cafés.

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Wirklich lange konnten wir jedoch nicht bleiben, denn wir wollten im Anschluss zur Olavsgruve, einem ehemaligen Kupferbergwerg etwa 13km außerhalb der eigentlichen Stadt. Da wir als einziges an der nicht-norwegischsprachigen Führung teilnahmen, konnten wir den Guid sämtliche Fragen komplett problemlos stellen und uns alles privat und ausführlich erklären lassen. Es war unglaublich beeindruckend, die ganzen verschiedenen Farben zu sehen, doch nach einer Weile wurde es ziemlich frisch da unten.

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Als wir wieder nach oben kamen, schien die Sonne prall vom Himmel, kein Wölkchen war in Sicht, nur ein leichtes Windchen wehte. Wir spazierten noch ein wenig in der Umgebung umher, schauten uns die Überreste der alten Seilbahn an, mit der das Kupfer aus den Minen in die Stadt transportiert wurde und begaben uns schließlich auf den Weg zurück zum Auto.

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Wir folgten nicht dem schnellsten Weg nach Trondheim, sondern der 705, einer Straße, die durch wunderschöne Berg- und Seelandschaften führt. Es war traumhaft schön! Und mir verschlug es komplett die Sprache, als wir plötzlich an einem Rentier vorbei fuhren. Ich konnte nur noch total aufgeregt „Da, da, da!“ rufen und mit meinem Finger vor Papas Nase nach links zeigen *lol* . Auf der Weiterfahrt begegneten uns noch ein paar Mal Rentiete und zum Schluss auch eine seelig fressende Elchskuh.

Wir machten irgendwann Pause an einem Fluss und aßen am Wasser zu abend, Brötchen, Quark, Wurst, Wassermelone und Mini-Zimtschnecken, während die Sonne warm auf uns herunter schien. Danach waren es nur noch eineinhalb Stunden Fahrt, bis wir nach Trondheim kamen.

Doch das ist eine andere Geschichte…

[Bilder, Reisen] Frühjahrsreise #2 Flåm 30.4.-2.5.

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[Bilder, Reisen] Frühjahrsreise #2 Flåm 30.4.-2.5.

Montagfrüh saßen wir also im Zug Richtung Flåm. Wir fuhren erst rund 4 1/2 Stunden von Oslo nach Myrdal, wo wir etwa 20 Minuten Aufenthalt hatten und stiegen dann mit all den vielen anderen Reisenden in die Flåmbahn um.

Auf dem ersten Stück der Fahrt durchquerten wir das langsam aufgrünende Land, vorbei an dunkelgrünen Wäldern und entlang an dem glitzernden Wasser der Fjorde, bis wir irgendwann auf fast 1000 Meter über dem Meeresspiegel durch eine verträumte Winterlandschaft fuhren. Philipp freute sich über das Weiß, ich begegnete dem ganzen eher unbegeistert. Was nicht bedeuten soll, dass es nicht hübsch aussah, ich konnte mich nur nicht ganz so sehr über den Schnee freuen. 😂

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In Myrdal blieb noch genügend Zeit für einen Kaffee, dann kam auch schon die Bahn. Wir ergatterten einen Fensterplatz, doch irgendwie auf der unspektakuläreren Seite, weshalb ich die letzte Fahrtstunde zwischen Sitz und Tür hin und her pendelte. 😀 An einem Wasserfall stoppte die Bahn kurz und es folgte ein allgemeines Touri-Foto-Getümmel, ansonsten wurde über Lautsprecher und Infotafeln über die langsam vorbei ziehenden Dinge berichtet. Jedoch muss ich insgesamt sagen, dass ich leicht enttäuscht von der Zugfahrt war. Ich hatte mir mehr erhofft, gemessen an den ganzen Fotos, die ich mir vorher angesehen hatte. Die Landschaft war bei uns gerade erst am Wiedererwachen nach dem Winter und dementsprechend wenig blühte. Nichtsdestotrotz war es schon, doch wahrscheinlich ist die Fahrt zu einem späteren oder früheren Zeitpunkt etwas lohnender.

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In Flåm selber liefen wir zunächst zu unserer Unterkunft, dem Campingplatz und Hostel auf der anderen Brückenseite. Wir hatten für die Tage eine Hütte mit kleiner Kochzeile gebucht, mitten im Grünen und direkt am Fuß der Berge. Neben der Anlage befand sich ein kleiner abgezäunter Bereich mit vier flauschigen Zicklein und von unsrem Hüttenfenster aus konnte man auf den Bahnhof und die Berge sehen. Kurzum: es war sehr schön ☺

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Direkt am Montag liefen wir nur noch bei fast schon sommerlichem Wetter ein wenig durch die Innenstadt und entlang des Strandes, schauten durch die Souvenirläden und besuchten das Flåmsbanamuseum, bevor wir Essen kochten und uns schlafen legten.

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Für Dienstag hatten wir mehrere Wanderungen geplant: die erste führte hoch zum Brekkefoss, einem Wasserfall auf etwa 290m über dem Meeresspiegel. Leider konnte ich nirgends finden, wie hoch der eigentliche Wasserfall ist, doch lassz mich versichern: er ist ziemlich hoch 😀 Wir hatten ziemliches Glück: sowohl während unseres Aufstiegs als auch oben beim Wasserfall waren wir alleine, erst als wir uns wieder auf den Abstieg machten, begegneten uns direkt drei Gruppen. Doch nicht nur der Wasserfall an sich ist total beeindruckend, auch der Blick über das Tal ist wunderschön. Wir sind dann noch ein Stück runter geklettert und haben überlegt bis zum Becken unter dem Wasserfall zu laufen, doch schon auf halben Wege merkten wir: da ist es ziemlich sprühregenartig nass und kehrten wieder um.

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Weiter liefen wir zur Kirche im alten Stadtzenrum von Flåm, welches etwa 4km vom heutigen Flåm entfernt liegt und von dort aus entlang am Fluss wieder zurück. Wir zwangen unsere brennenden Beine noch den Hügel im Zentrum zu besteigen, bevor wir bei Kaffee und Kuchen entspannten. In dem Togetcafé konnte wir mal wieder die Unlogik des norwegischen Preis-Leistungsverhältnisses bemerken: zwei große Stücke Schokokuchen für 45 Kronen, eine Waffel für 40. Und außerordentlich gut hat letztere auch nicht geschmeckt 😅

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Abends gingen wir in einem Wikingerrestaurant essen. Für mich gab es einen unglaublich leckeren Kichererbsenburger, Philipp aß einen Wikingerburger. Dazu eine Bierplatte aus der zugehörigen Brauerei und zum Nachtisch Lofotener Mädels, ein Dessert aus Schlagsahne, Apfelkompott, Zimt und Butterkrumen. Sehr lecker! Philipp trank noch ein Bier im Wikingersaal, doch ich musste dankend verzichten, ansonsten wäre ich wohl im Sitzen weg gepennt 😂

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Mittwoch verbrachten wir bis 11 Uhr in der Hütte, bis wir auscheckten, nochmal durch die Souvenirläden schlenderten und anschließend ein wenig an der Küste entlang liefen. Dann holten wir unser Gepäck und stellten uns in die Schlange unseres nächsten Reisemittels: einem Expressboot nach Bergen. Doch das ist eine andere Geschichte.

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[Reisen] Frühlingsreise #1 Oslo 27.-30.4.

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[Reisen] Frühlingsreise #1 Oslo 27.-30.4.

Herrjemine, diese Reise begann für meinen Geschmack viel zu turbulent! Die Fahrt zum Flughafen endete in einer kleinen Odyssee, aus Missgeschicken und Orientierungslosigkeit, an deren Ende ich komplett urlaubsreif war. Vorher hatte ich einen kurzfristigen und anstrengenden Vormittag mit meiner Kleinen und noch etwas früher ein Gespräch mit meiner Gastmutter. Perfekter erster Reisetag also. 😆 Doch als ich endlich am Flughafen saß, auf das Boarding wartete und die anderen Fluggäste beobachtete, fühlte ich mich wieder etwas entspannter.

Am Osloer Flughafen bekam ich erstaunlich schnell mein Gepäck und nachdem ich mit Zug in die Stadt gefahren bin, hieß es für mich erstmal: Orientierung finden. Und das ist etwas, das mir echt schwer fällt 😀 Doch irgendwie fand ich den Weg aus dem Bahnhof zum Schlüsselfach und danach zum Airbnb. Da Philipp etwas später als ich landete, begab ich mich zuerst auf den Weg zum Supermarkt (obwohl ich eigentlich echt keine Lust mehr auf irgendwas an dem Abend hatte) und besorgte etwas Essbares für den ersten Tag – nachdem es in meiner Gastfamilie mal wieder wochenlang kein Obst gegeben hat, kann man sich vielleicht denken, wie sehr ich in der Obstabteilung zugeschlagen habe 😆 Später holte ich noch mein Brüderchen vom Bahnhof ab und den restlichen Abend geschah das große und aufregende Nichts: wir haben etwas gequatscht und sind zeitig ins Bett.

Samstag stand eine Stadttour an. Begonnen haben wir am Opernhaus, dessen Dach wir selbstverständlich hoch und runter gegangen sind. Die Architektur des Gebäudes hat uns beiden gut gefallen und es ist ziemlich cool, auf dem mehrstufigen Dach spazieren zu gehen. Im Anschluss liefen wir entlang der Hafenkante zur Festung Akershus. Wir betraten das Gelände auf der Südost-Seite, wo wir zunächst durch eine kleine Grünfläche auf das Kriegsgeschichtliche Museum zuliefen. Weiter in Richtung der eigentlichen Festung stießen wir auf eine Art Fest der militärischen Paraden. Wir durchquerten die Versammlung und liefen über die kleine Brücke, hin zu den eigentlichen Festungsgebäuden. Im Prinzip sind wir einfach einmal über entlang der Mauern um die ganze Anlage gelaufen, haben in den kleinen Shop geschaut, haben mit Blick auf den Hafen eine Kleinigkeit gegessen und sind, nach Beenden der Runde, vom Gelände in Richtung Innenstadt gezogen.

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Ich wusste zwar, dass ich keine großen Menschenmassen mehr gewöhnt bin, aber die Mengen, die sich durch die Straßen schoben, waren schon gewaltig. Doch im und um den Osloer Dom war es überraschend ruhig, die Sonne brach an komplett durch die Wolken durch und es war schon erstaunlich, ein so ruhiges Fleckchen Welt in einer geschäftigen Stadt wie Oslo zu finden.

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Zurück im Gedränge folgten wir dem Strom Richtung Schloss hinauf und machten nur kurz Halt in einem Freia Laden, um uns mit Schokolade auszustatten. Der Platz vor dem Schloss wurde gerade abgesperrt, weswegen wir recht schnell in den umliegenden Park auswichen, was aber auch kein allzu großes Problem für uns darstellte. Ich fand es nur witzig zurück zu schauen und auf die menschenüberfüllte Straße zu blicken, auf der wir uns nur wenige Momente zuvor selber befunden hatten.

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Wir nahmen die Tram zum Frognerpark, in den der Vigelandspark befindet. Das hauptsächliche Highlight dieser beiden Parks sind die unzähligen großen und kleinen Skulpturen nackter Menschen, die von einem Künstler namens Vigeland erschaffen wurden und nun entlang der Wege ausgestellt sind. Im Vigelandpark besuchten wir noch das Museum zur Osloer Entstehungsgeschichte, tranken Kaffee und genossen ein wenig die Sonne.

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Weiter ging es mit der Tram zum botanischen Garten, in dem wir uns zwar ein wenig umsehen, jedoch nur wirklich kurz, da wir beide inzwischen ziemlich K.O. von den gelaufenen Kilometern waren und noch nicht wirklich viel blühte. Dementsprechend wenig geschah auch an diesem Abend und wir gingen wieder recht früh ins Bett.

Sonntag standen wir zunächst um 10 Uhr wartend vor dem Ticketcenter, weil sich unsere Fahrkarten nicht am Schalter ausdrucken ließen. Danach ging es zur Touristeninfo, wo wir uns unseren Freifahrtschein für den Tag holten: die Oslokarte. Kostenloser Eintritt in sämtliche Museen, hier und da Rabatte, kostenloser Nahverkehr. Wir liefen also wieder zum Hafen (von dem Philipp versicherte, er wäre gaaaanz nah – meine Füße jubelierten auf dem Asphalt 😆 ) und nahmen das erste Boot, um nach Bygdøya über zu setzen.

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Auf der Halbinsel folgten wir dem allgemeinen Pulk den Hügel hinauf. Einige bogen ab, doch ebenso wie scheinbar die meisten steuerten auch wir auf das Norwegische Folksmuseum zu. Bei dem Museum werden Häuser und Höfe der norwegischen Geschichte in einer riesigen Anlage ansgestellt, ebenso wie ein Kirchennachbau und eine Osloer Altstadt mit Wohnzimmern aus dem 18.-20. Jahrhundert. Etwas enttäuschend fanden wir, dass man die meisten Häuser nicht betreten konnte. Wenn man durch Fenster und Lugen linste, konnte man zwar Möbel erahnen, doch das Wahre war das irgendwie auch nicht. In einem Häuschen wurden frische Lefse gemacht, eine Art süßes Fladenbot, das mit Butter bestreichen serviert wird. Davon haben wir uns eine geteilt und Himmel – sie war verdammt lecker. Wer also in das Museum geht und überlegt, ob es sich lohnt das Geld auszugeben: macht es 😀

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In der „Gamleby“, also der Altstadt konnte man die meisten Häuser betreten und in die Wohnzimmer von vor 50, 70, 100… Jahren schauen. Das war ziemlich cool, wenn auch sich meine Beine nicht wirklich über die Treppenstufen freuten 😆 In einem kleinen Laden konnte man Süßigkeiten kaufen, doch da entschieden wir uns gegen. Lieber tranken wir einen Kaffee mit Waffel und Eis nach unserem nächsten Museumsstopp: dem Wikingerschiffsmuseum.

Hier wurden insgesamt drei Schiffe, oder besser gesagt ihre Überreste, ausgestellt. Insbesondere Philipp war überrascht davon überrascht, wie groß die Schiffe gewesen sind und es war beeindruckend die ganzen alten Schmuckstücke, Schnitzereien, Stoffreste und teils auch Skelette sehen zu können. Hinter einem Schiff wurde in Abständen ein Video per Beamer an die Wände geworfen und plötzlich befand man sich nicht mehr in einem Museum auf dem norwegischen Festland, sondern stach mit seiner Mannschaft auf See.

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Nachdem wir also eine kleine Kaffeepause eingelegt hatten, entschieden wir nicht mit dem Boot, sondern mit dem Bus zum Hafen zu fahren und dort mit dem Schiff nach Hovedøya über zu setzen. Hovedøya ist eine kleine Insel ziemlich direkt vor der Stadt mit einer alten Klosterruine, Stränden und viel Grün. Es machte ziemlichen Spaß, auf den Mauern herum zu klettern, was natürlich die meisten trotz Verbotsschild taten. Doch dieses war ja auch auf norwegisch 😉 Die Sonne schien warm vom Himmel herab und ein paar Möwen zogen lachend ihre Kreise. Das Meer erstrahlte tiefblau und eine erfrischende Brise wehte. Gefühlt hätte fast Sommer sein können.

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Zurück in der Stadt flanierten wir noch ein Stück an der Hafenkante entlang, dann gingen wir chic Essen. Fein und lecker, aber danach noch nicht ganz satt. 😅 Wir nahmen dann den Bus Richtung Grünerloka, dem „Hipster“ Stadtteil und liefen durch diesen zurück zu unserer Unterkunft.

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Montag standen wir schon zeitig auf, packten unsere Sachen zusammen und begaben uns auf den Weg zum Bahnhof. Wenig später und mit heißem Kaffee und Gebäck ausgestattet saßen wir im Zug auf dem Weg nach Flåm. Doch das ist eine andere Geschichte.

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[Bilder, Reisen] Osterurlaub #4 Trondheim 31.3.-2.4.

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[Bilder, Reisen] Osterurlaub #4 Trondheim 31.3.-2.4.

Wir verließen also am Samstag nach dem Frühstück das Boot und machten uns auf den Weg zum Airbnb. Aufgrund unseres Sparkurses und weil es eh keine allzu gute Verbindung gab, entschieden wir zu laufen. Anders als in Tromsø schneite es in Trondheim zum Glück nicht und die Wege waren schon recht weit abgetaut. Das machte es deutlich leichter! Dafür war aber auch die Strecke um einiges länger. 😆

Doch es war ein schöner Weg. Wir liefen fast die ganze Zeit am Hafen entlang und ganz kurz an der Innenstadt vorbei. So leer hab ich die Straßen noch nie gesehen! Kaum ein anderer Mensch, kein Auto weit und breit, alles war wie ausgestorben. Total gespenstisch! Es hat nur noch die Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“ und ein vorbeifliegendes Büschel vertrockneten Grases (oder von mir aus auch Algen) gefehlt.

Nachdem wir unsere letzte Unterkunft bezogen und alles ein wenig inspiriert hatten, begaben wir uns wieder auf den Weg in die Innenstadt. Samstag hatten zum Glück alle Supermärkte und einige andere größere Läden bis zum späten Nachmittag geöffnet, sodass wir Lebensmittel einkaufen und ein bisschen durch die Läden schlundern konnten. Inzwischen waren auch mehr Menschen unterwegs, jedoch noch immer deutlich weniger als gewöhnlich. Glücklicherweise hatten meine Lieblingsläden offen, sodass ich Katha und Patrick zumindest dise zeigen konnte. Doch bereits um vier machten die ersten zu, um fünf die nächsten und um sechs fand ein großes Menschenraustreiben statt. Das war dann auch unser Zeichen zum Aufbruch und wir liefen zurück zu unserer Unterkunft.

Am Sonntag schliefen wir erstmal aus und nach einem langgezogenen Brunch zeigte ich den beiden ein wenig die Stadt. Das ich mich recht gut auskenne hatte den Vorteil, dass wir nicht ewig durch die Gegend irren mussten und (wenn aufgrund der Glättesituation nötig) recht leicht ausweichen konnten. Wir liefen also zunächst ein wenig am Nidelva entlang, beobachteten dort ein paar Enten und kamen schließlich von hinten auf den Stadtteil Bakklandet zu. Wir bogen jedoch vor den schnuckeligen Häuschen ab und liefen den Berg bis zur Festung Kristiansten empor. Hier genossen wir neben der Sonne und der Aussicht auch noch ein Kvikk-Lusj, bevor wir uns wieder auf den Weg in die Innenstadt machten. Nun ging es tatsächlich nach Bakklandet und ich war ehrlich gesagt total überrascht, dass sogar ein paar Cafés geöffnet hatten (immerhin war noch Ostern und normalerweise hat in der Zeit alles zu). Von der Gamle Bybru machten wir natürlich die typischen Touribilder, bevor wir zum krönenden Anschluss zum Nidaros Dom gingen.

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Inzwischen war es auch ziemlich kalt und ich freute mich ehrlich gesagt den ganzen Rückweg wie eine Königin auf ein warmes Essen (welches natürlich zunächst erst gekocht werden musste) 😆 Abends wurde nur noch ein wenig gequatscht, doch es ging schon recht zeitig ins Bett, da Katha und Patrick bereits um kurz nach sieben zum Bus mussten.

Ich stand zwar am Montagmorgen mit den beiden auf, legte mich jedoch direkt für zwei weitere Stunden Schlaf ins Bett, sobald die Haustür zugefallen war. Die Nächte zuvor sind definitiv allesamt zu kurz gewesen!

Und dann war der Urlaub auch schon fast wieder zu Ende. Mit zugegebenermaßen ziemlich gemischten Gefühlen saß ich im Bus zurück nach Hause. Einerseits war ich ziemlich traurig darüber, dass Katha und Patrick bereits im Flugzeug nach Kopenhagen saßen und dieser so perfekt unperfekte Urlaub bereits vorbei war und ich wusste, dass ich ihre Gesellschaft ziemlich vermissen würde. Andererseits freute ich mich auch schon wieder auf die Einsamkeit auf der Farm (zumindest ein bisschen), wenn ich auch wusste, dass die Umstellung nach elf Tagen mit Freunden und Menschen um mich herum wohl ziemlich schwer sein würde. Trotzdem – ich freute mich auf die Ruhe, den Blick aus meinem Fenster, ja sogar auf meine Gastfamilie und die Arbeit. Und ich war wieder zuversichtlicher darauf, dass dieses Jahr die richtige Entscheidung gewesen ist und im großen und ganzen eine sehr positive Erfahrung sein wird. Der Abstand zu meiner Gastfamilie hat mir gut getan: das Rauskommen, auf andere Gedanken kommen, wieder ganz uneingeschränkt ich sein können, ohne mir Gedanken zu machen, wie es auf sie wirken könnte. Ja, es ist an der Zeit zurück zu kehren.

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(Dieser letzte Abschnitt ist tatsächlich größtenteils auf der Busfahrt entstanden, während mir die Sonne ins Gesicht schien und ich die letzten Tage, Wochen, Monate Revue passieren ließ)

[Bilder, Reisen] Osterurlaub #3 – Auf der Hurtigrute von Tromsø nach Trondheim 29.-31.3.

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[Bilder, Reisen] Osterurlaub #3 – Auf der Hurtigrute von Tromsø nach Trondheim 29.-31.3.

In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag, nachdem wir einige Stunden in dem Pub verbracht haben, ging es also im tiefsten Schneegestöber auf das Postschiff. Es sind erstaunlich viele Menschen zugestiegen, weshalb es etwas dauerte, bis alle eingecheckt hatten. Unser Zimmer lag auf dem untersten Deck, zwar ohne Fenster und ohne eigenes Bad, doch für uns perfekt ausreichend. Wir gingen auch schon ziemlich schnell schlafen, denn inzwischen war es bereits fast zwei Uhr in der Frühe und am nächsten Morgen stand bereits recht zeitig ein Ausflug an.

Das Frühstücksbuffet war erstklassig: gutes Brot, Brötchen, Granola, Nüsse, hart und weich gekochte Eier, English Breakfast aus Spiegelei, Speck, Bohnen und Porridge, Obst, Gemüse, Marmeladen und so weiter. Es gab sogar Käse aus meiner Heimatregion, was mich total freute. Leider konnten wir unser Frühstück am ersten Morgen nicht allzu lange ausdehnen, denn schon bald legten wir in Harstad an und bewegten uns mit den anderen Reisenden in Richtung des bereits wartenden Busses.

Wir wurden von einem überaus freundlichen Reiseleiter begrüßt, der wie ein Grashüpfer zwischen deutsch und englisch hin und her wechselte. Hier und da baute er ein Wort der anderen Sprache ein oder direkt ein norwegisches. Es hat jedoch ziemlich viel Spaß bereitet diesem Sprachjonglieren zuzuhören und zumindest ich habe großen Respekt vor dieser Fähigkeit.

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Leider schneite es noch immer ziemlich stark, sodass die kleine Steinkirche Harstads bei unserem erstern Stopp beinahe im Schnee versank. Dennoch versprühte sie einen fesselnden Charme. Wir erfuhren einiges über die Geschichte, hatten ausreichend Zeit zum umsehen und Bilder machen und liefen anschließend die paar hundert Meter zum anliegenden Museum.

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Auf der weiteren Fahrt begann der Himmel langsam, aber stetig, mehr und mehr aufzubrechen, zwischendurch fuhr der Bus nochmal in eine dicke Schneewehe, doch schlussendlich sahen wir wieder blau und auch die Umgebung versank nicht mehr in einem schier undurchdringlichen Weiß. Der Bus fuhr auf eine Fähre, auf welcher es für jeden Gast Kaffe und eine Waffel mit brunost (norwegischer Karamellkäse) und eine leftse (in dem Fall ein sehr dünner Pallatschinken mit Butter, Zucker und Zimt) gab. Ich war selig. Und als sich der Himmel schließlich komplett aufklarte, konnte es aus meiner Sicht nicht mehr besser werden.

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An dieser Stelle möchte ich kurz von einer Dame erzählen, die mich sehr beeindruckt hat. Sie ist 83 Jahre alt und gebürtige Schwedin, ist jedoch irgendwann im Laufe ihres Lebens nach Amerika ausgewandert. Diese Dame hatte eine überaus angenehme und jugendliche Ausstrahlung und ist jedem scheinbar komplett ohne Vorbehalte begegnet. Es war sehr angenehm, sich mit ihr zu unterhalten, doch am meisten überrascht hat sie mich mit ihren Sprachkenntnissen: Dass sie schwedisch und englisch spricht, ist irgendwie selbstverständlich, norwegisch ist aufgrund der Sprachähnlichkeiten zum Schwedischen auch noch recht naheliegend. Doch wirklich beeindruckt hat sie mich, als sie mir auf deutsch antworte und einem anderen Reisenden auf französisch.

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Zurück auf dem Schiff steuerten wir an diesem Tag direkt zum Lunch und ich muss gestehen: ich hab mich total überfuttert 😆 Die Auswahl war aber auch zu verlockend und die Desserts… – kein Wunder, dass ich vor meiner Reise so viel positives vom Essen auf dem Schiff gehört habe!

Den Großteil des restlichen Nachmittags verbrachten wir in der Lounge, sprangen ab und zu auf, um ein paar Fotos zu machen, wenn die Landschaft gerade dazu einlud, quatschten, tranken Kaffee und Tee (beides im Preis inbegriffen) und ließen es uns einfach gut gehen.

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Zwischendurch legten wir in Stokmarknes an. Katha und Patrick wollten lieber an Bord bleiben und sich ein wenig ausruhen, also ging ich alleine auf Entdeckungstour. Jedoch hatten wir nur eine halbe Stunde Aufenthaltszeit, weshalb keine allzu große Tour möglich war. Doch um zur Brücke und zurück zu laufen hat es allemal gereicht und ehrlich gesagt tat es richtig gut ein bisschen die Beine zu vertreten.

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An diesem Abend wurden wir bereits in die erste Abendessensitzung gelegt, weil Katha und ich noch einen Ausflug für den Abend gebucht hatten. Jedoch gab es abends kein Buffet, sondern ein vier Gänge Menü. Da meckert man natürlich auch nicht! Insbesondere nicht, wenn es so gut geschmeckt hat. Zur ersten Vorspeise gab es einen Tomatensalt, für mich mit Avocado, für die anderen beiden mit Shrimps. Die zweite Vorspeise war bei mir eine Suppe, die ich geschmacklich null einordnen konnte und die mir leider nicht so gut bekommen ist, die anderen beiden bekamen eine Lachssuppe, die ihnen wohl mundete. Der Hauptgang bestand aus jungen Kartoffeln, für mich mit überbackenem Blumenkohl, für die anderen beiden mit irgendetwas fleischigem. Unf zum Dessert gab es eine Panna Cotta mit herrlich krachsaueren Kirschen. Patrick waren sie einen kleinen Tacken zu sauer, doch ich fand es total genial.

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Und dann hieß es auch schon für Katha und mich umziehen und von Bord gehen. Patrick stattete ich mit etwas Geld aus, welches er benutzte, um in ein Eisskulpturenmuseum zu gehen. Er war total begeistert davon und meinte, dass eine richtig coole Atmosphäre zwischen den ganzen Kunstwerken herrschte und viele sehr beeindrucktend ausgearbeitet waren.

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Katha und ich bestiegen mit vier anderen Frauen und einem Mann einen Minibus und fuhren zunächst eine gute dreiviertel Stunde zu einem Gehöft. Dort wurden uns Pferde zugeteilt und wir sollten aufsteigen. Ich für meinen Teil muss leider sagen, dass ich total enttäuscht von diesem Ausflug war. Neben mir hatte nur eine andere Frau Reiterfahrung und man merkte, dass die Pferde ziemlich abgestumpft waren und eigentlich gar keinen Bock hatten. Obwoh die Tour „Lofoten zu Pferd“ hieß, haben wir nicht allzu viel gesehen. Uns wurde eine Ferienhaussiedlung gezeigt und angepriesen, es ging kurz am Strand entlang und über ein paar Felsen. Alles in einer Reihe und mit lustlos trottenden Pferden. Da ich angegeben hab, leichte Reiterfahrung zu haben, dachte man anscheinend, ich würde gerne auf einem zickigen Pferd sitzen (ich mag es gar nicht reiten nennen). Doch, so enttäuschend der Ausflug an sich für mich war, muss ich zugeben, dass die Landschaft trotzdem wunderschön war und es zeitlich perfekt war, da wir genau in den Sonnenuntergang ritten.

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Im Anschluss an diesen Ausflug wurde es auch auf dem Schiff lustiger: die anderen Reisenden vom Pferderitt sprachen uns ständig an und wir wurden viel mehr in die „Reisecommunity“ aufgenommen. Also hatte alles mindestens einen wirklich großen Vorteil 😁

Am Freitagmorgen war der Himmel zunächst noch enttäuschend wolkenverhangen, doch bereits nach dem Frühstück klarte es sich merklich auf. Wir passierten ein kleines altes Fischerdorf, das sein öffentliches Bad gut einsehbar auf einen Felsen vorverlegt hatte. Und kurze Zeit später, so etwa gegen halb 10, passierten wir den 66sten Nordgrad und damit den Polarkreis. Um diesen Anlass zu feiern, gab es eine Stunde später eine kleine Zeremonie. Auf der Fahrt nordwärts wurde den zu weihenden Menschen Eiswasser in den Nacken gekippt, auf der Rückfahrt durften Mutige einen Löffel Lebertran einnehmen (und den Fischlöffel anschließend als Souvenir behalten). Ich war erst total enttäuscht, weil Lebertran aufgrund seiner fischigen Herkunft für mich raus fällt, doch als ich meine Situation in einem ruhigen Moment bei einem Crew-Mitglied ansprach und vorschlug Meerwasser stattdessen einzunehmen, bekam ich auch so einen Löffel. Ohne Meerwasser 🙂

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Für alle Reisenden war der ganze Tag ein Schiffstag. Es gab nur drei Aufenthalte, bei denen es sich lohnte von Bord zu gehen und von diesen drei Möglichkeiten konnten wir nur zwei nutzen, da die dritte in unsere Abendessenszeit fiel. Die anderen beiden nutzen wir natürlich so lange wie möglich um uns die Beine zu vertreten und die Ortschaften zu erkunden.

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Die erste Ortschaft war das Fischerstädtchen Sandnessjøen. Obwohl wir bereits früher als geplant anlegten, blieb nur eine knappe Dreiviertelstunde zum Erkunden. Und diese nutzten wir, um Bilder mit und von dem unbeschreibbar ruhigen und klaren Wasser zu machen. Besonders Katha und Patrick waren davon fasziniert, dass man bis zum Grund sehen und Fische, Seesterne, Krabben und Seeigel beobachten konnte. Diesbezüglich bin ich wohl inzwischen etwas verwöhnt, aber das bedeutet nicht, dass ich nicht auch komplett verzaubert von dem türkisfarbenen Nass gewesen bin. Nein, es war zu schön, um auch nur einen Bruchteil davon in Worte oder Bilder fassen zu können.

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Die zweite Möglichkeit das Festland zu betreten bekamen wir in Brønnøysund, wo wir sogar etwas mehr als eine Stunde Zeit zum umsehen hatten. Und diese Zeit nutzten wir auch voll aus: zuerst ging es zu der kleinen Kirche, von dort aus liefen wir langsam entlang am Pier zurück zum Schiff. Es war keine sehr große Runde, doch ähnlich wie in Sandnessjøen bestach auch hier das Wasser durch seine Klarheit und Farben. In dem kleinen Fjordseitenarm wurden wir Zeugen des bunten Treibens von verschiedenen Wasservögeln, die in großen und kleinen Kreisen über das Wasser flogen, landeten und neue Runden zogen. Auch dieses Städtchen hatte durch seine idyllische Verspieltheit und die Umgebung einen schier magischen Schleier über sich liegen.

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Abends gab erst einen Bildbuchsonnenuntergang (den Katha und Patrick verschliefen) und fast direkt im Anschluss ein „special Dinner“. Obwohl die klassische Hurtigrutenstrecke von Bergen nach Kirkenes nach Bergen führt, ist es auch populär von Bergen nach Kirkenes nach Trondheim zu fahren, also einfach den letzten Tag ausfallen zu lassen. Und so fielen Abschiedsmenü und Osteressen zusammen und statt dem standardmäßigen 4 Gänge Menü wurden 5 Gänge aufgetischt. Da kam es zumindest mir sehr gelegen, dass wir in der zweiten Abendessensrunde plaziert waren, denn ehrlich gesagt hab ich mich schon beim Lunch total überfuttert (wie zu eigentlich jeder Mahlzeit an Bord 😂).

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Die erste Vorspeise bestand aus einem Kartoffelsalat mit Fisch, für mich wurde er mit etwas mehr Gemüse zu Tisch gebracht. Zweite Vorspeise war eine gelbe Erbsensuppe, als Hauptgang gab es Kabeljau mit Rote-Bete-Weizen für die Mehrheit und sehr viel Ofengemüse für die Vegetarier. Etwas seltsam waren dabei die heißen Weintrauben 😀 Zum Zwischengang wurde Käse gereicht und das absolute Highlight – eine Baiser-Bidquit-Eistorte – wurde vor unseren Augen flambiert.

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Noch bevor das Essen gänzlich beendet war, ertönte eine Durchsage, dass auf der linken Rückseite des Schiffes Polarlichter zu sehen wären. Ich kann euch sagen: ein Evakuationsalarm hätte den Speisesaal nicht schneller leer fegen können. Stark war das Leuchten jedoch nicht zu sehen, nur ein gründlicher Schimmer, der bereits binnen weniger Sekunden verlosch. Ich hab es nicht einmal geschafft, ein Bild aufzunehmen. Wir entschieden also zum Dessert zurück zu gehen, da wussten wir wenigstens, was wir bekommen.😀 Zudem tat es uns ein wenig für die Crew leid, deren Arbeit ein so abruptes Ende nahm. Etwas später versuchten wir erneut Lichter zu entdecken, doch selbst mit dem besten Willen war nichts mehr am Himmel zu entdecken.

Insgesamt fielen wir drei wohl auf dem Schiff ziemlich auf, oder besser gesagt: deutlich aus dem Reisenderaster. Wir waren nicht nur die mit Abstand am Jüngsten, sondern oft auch die, die hier und da durch kleine, aber stets als sympathisch-belustigend aufgenommene, aus der Menge stachen. Nicht zu vergessen natürlich auch meine Haare, die (wenn sie zu einem legeren Dutt gebunden sind) mich fast 2 Meter groß machen und an die Türen und teils auch Decken stießen ließen. Doch insgesamt glaube ich, dass die meisten Reisenden und auch Angestellten uns als lustiges und sympathisches Trüppchen wahrgenommen haben. Immerhin kam es immer wieder zu sehr lustigen Späßen und auch ernsteren Gesprächen mit den anderen Passagieren und der Crew. Ja, ich kann sagen: die gesamte Hurtigrutenfahrt wird mir als sehr positiv im Gedächtnis bleiben.

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Müde wie wir drei waren, legten wir uns an unserem letzten Abend schon zeitig schlafen. Zeitig am Samstag legte das Schiff in Trondheim an, wir frühstückten noch in aller Ruhe und verabschiedeten uns von einigen Mitreisenden, dann begaben wir uns zur letzten Station des Urlaubs: meine ab-und-zu Heimatstadt Trondheim. Doch das ist eine andere Geschichte.

[Bilder, Reisen] Osterurlaub #2 Tromsø 26.3.-29.3.

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[Bilder, Reisen] Osterurlaub #2 Tromsø 26.3.-29.3.

Katha, Patrick und ich kamen also am Montagabend in Tromsø an. Es war bereits fast dunkel und – es schneite wie verrückt. Wer sich die Arbeit alles zu lesen sparen möchte bekommt hier eine super kurze Zusammenfassung: die meiste Zeit unseres Aufenthaltes sahen wir mehr Schneeflocken als Himmel 😆

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Montagabend machten wir eigentlich nicht mehr allzu viel. Nachdem wir unser Airbnb bezogen hatten, wurde ein sehr einfaches Abendessen gekocht (Nudeln mit Instanttomatensuppe als Sauce 😛) und sich nach noch ein wenig Gequatsche schlafen gelegt. Ich muss sagen, dass diese erste Nacht nicht wirklich erholsam war. Vor unserem Fenster gab es bis etwa 2 Uhr morgens eine lebhafte Diskussion zwischen mindestens zwei Männern und irgendwann nachts kam jemand in die Küche, an die unser Zimmer angrenzte, und öffnete und schloss lautstark die Schränke.

Dementsprechend dauerte es am Dienstag etwas länger, bis wir alle wach genug zum Aufstehen waren. Bevor wir jedoch frühstücken konnten, mussten überhaupt erstmal Lebensmittel einkaufen gehen. Also wurde unser Frühstück eher zu einem Spätstück abgeändert – aber dafür war es ein gutes 😁

Den Tag über stampften wir durch den Schnee, freuten uns über jedes blaue Fitzelchen Himmel und gingen es insgesamt eher entspannt an. Wir begannen bei der Ølbar, der ältesten Brauerei von Troms, die ursprünglich mal eine deutsche Bäckerei gewesen ist. Gekauft haben wir jedoch nichts (das konnten wir uns gar nicht leisten), sondern sind nur wie eine Schneewehe mal eben rein und danach wieder raus geweht. Weiter ging es mehr oder weniger im Slalom durch die Gässchen, zur Tromsø Kathedrale, entlang des Hafens und des Piers, durch die Einkaufssträßchen, vorbei an der Bücherei, zum Perspektivet Museum.

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Das Perspektivet wurde als Fotografiemuseum beschrieben, dementsprechend hattem wir die Erwartung entweder auf Bilder von arktischen Tieren zu treffen oder etwas über die Entwicklung der Fotografie im Laufe der Zeit zu erfahren. Stattdessen fanden wir alte Bilder von norwegischen Familien und Sami vor, zu denen leider nicht allzu viele Informationen standen. Das war etwas enttäuschend, doch da das Museum keinen Eintritt gekostet hatte, war es auch nicht weiter dramatisch.

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Tatsächlich klarte sich der Himmel danach ein bisschen auf und wir flanieren gemütlich an der Hafenkante entlang und nach einer kurzen Kaffeepause begaben wir uns auf den Weg zur Tromsøbybru, der etwa einen Kilometer Brücke, die von der Tromsø Insel zum Festland führt. Auf dieser Seite der Stadt befindet sich die Ishavenkatedrale, einer Kirche, die durch ihr modernes Desin heraus sticht.

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Vor der Ishavenkatedrale machten wir einen etwas längeren Stopp, doch leider konnten wir die bunten Fenster auf der Rückseite nur recht undeutlich erkennen. Es war einfach zu hell. Dennoch hat es mir das Gebäude angetan.

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Eigentlich wollten wir auch noch mit der Gondel zur Fjellstua, einem Berg, von dem aus man die Innenstadt überblicken kann. Doch aufgrund der eher eingeschränkten Sichtverhältnisse und der inzwischen untergehenden Sonne entschieden wir uns vorerst dagegen.

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Mittwochfrüh sah es zunächst herrlich klar aus, doch kaum hatten wir fertig gefrühstückt, zog sich der Himmel komplett zu – und den ganzen Tag sah man die Hand vor Augen kaum, so sehr schneite es. Unser Plan auf die Fjellstua zu fahren fiel also erneut ins Wasser – nein Pardon, in den Schnee.

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Wir entschieden also in einen Abstecher in eines der bezahlten Museen zu machen, waren jedoch ähnlich enttäuscht wie von dem Fotografiemuseum. Doch immerhin wir konnten auf die Art eineinhalb Stunden warm und trocken verbringen.

Ein Vorteil des Schnees war: das Wetter war einschätzbar. Und man konnte auf Schneehügel klettern, die in echt 4-5 Meter hoch waren, auf Bildern jedoch eher wie Maulwurfshügel wirkten. Doch er verhinderte leider auch jede andere Aktivität. Der restliche Tag bestand also tatsächlich nur noch aus Souveniershoping.

Abends schleppten wir irgendwie unser Gepäck vom Airbnb in die Innenstadt. 2km, ein Backpack, ein heiler Koffer und ein kaputter Koffer. Wenn das keine Kampfansage ist! Bis zur Ankunft unseres Schiffes warteten wir in einem Pub, spielten Karten und aßen ziemlich leckere Bratkartoffeln.

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Gegen Mitternacht zogen drei Schneemonster zum Pier, um zum nächsten Abenteuer zu starten. Doch das ist eine andere Geschichte.

[Bilder, Reisen] Osterurlaub in Norwegen #1 Tondheim 23.-26.3.

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[Bilder, Reisen] Osterurlaub in Norwegen #1 Tondheim 23.-26.3.

Zuerst: Ich wünsche euch allen ein frohes Ostern, wo auch immer ihr gerade seid und was ihr vor habt, ein paar entspannte freie Tage und vielleicht sogar schönes frühlingshaftes Wetter. (Ironischerweise sitze ich auf dem Sofa, während ich das schreibe und beobachte durch das Fenster, wie Trondheim in einer dicken Regenwolkensuppe versinkt. 😀 )

So wie wahrscheinlich ein Großteil der Norweger fährt auch meine Gastfamilie über die Osterzeit in påskeferie (påske = Ostern). Üblicherweise geht dieser Trip auf eine hytte in den Bergen und ist mit viiiieeel Skifahren verbunden. Diese Hytte ist (traditionell gesehen) so primitiv wie möglich und richtig schön koselig, was in ihrem Fall bedeutet, dass sie aus 2 Zimmern und einem Wohnzimmer mit Kochzeile besteht. Als Klo dient ein Eimer, Strom gibt’s nur von der Autobatterie. Meine Gastmutter gestand mir, dass sie nicht so gerne über Ostern zu der Hytte fährt, da in den Bergen natürlich noch sehr hoher Schnee liegt (um genau zu sein gerade rund 2 Meter) und sie sich an dem ewigen Weiß schon recht lange satt gesehen hat. Zudem man eben wirklich nur per Ski voran kommen kann. Doch weil es Tradition ist und die Kinder den Schnee in den Bergen so lieben, wird Ostern natürlich trotzdem dort gefeiert. Ebenso traditionell ist übrigens der „påskekrim“ und jeder waschechte nordmann muss über Ostern zumindest einen Krimi lesen. Gut, dass ich kein waschechter Norweger bin, denn Krimis kann ich nicht wirklich viel abgewinnen. Ich hab mich stattdessen für einen Fantasyroman eines Schriftstellers aus meiner Region entschieden. Zählt in meinen Augen auch fast 😂

Jedenfalls wurde mir frei gestellt, ob ich mit auf die Hytte kommen möchte oder nicht. Da meine beste Freundin und ihr Freund mich gerne besuchen wollten (und mir 8 Tage auf engstem Raum mit meiner Gastfamilie ohnehin zu viel des Guten geworden wären), entschied mich dankend dagegen und stattdessen dafür mit Katha und Patrick zu verreisen.

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Nach Wochen der Planung, Buchung und des Wartens ist es nun also endlich so weit. Also fast, denn auf die beiden treffe ich erst am Montagabend. Trotzdem bin ich genau genommen bereits seit Freitagabend im Urlaub. Nach der Arbeit nahm ich die letzte Busverbindung von der Farm nach Trondheim und 4 Stunden und zwei Umstiege später war ich dann endlich in unserem Haus angekommen. Ich verabredete mich noch für den nächsten Tag mit Mareike und Juliane, zwei AuPair-Freundinnen aus Trondheim und war eigentlich schon fast im Bett, als ich draußen ein grünliches Schimmern entdeckte.

Binnen weniger Sekunden war ich mitsamt Kamera und Pyjama auf dem Balkon und versuchte ein paar gute Bilder von den Polarlichtern über der Stadt zu bekommen. Wirklich geglückt ist es mir allerdings nicht: die Polarlichter waren zwar deutlich zu sehen und tanzten wild über den Nachthimmel, doch nach gerade einmal fünf Minuten war das ganze Schauspiel bereits vorbei und eine dichte Wolkenwand schob sich Richtung Norden.

Es ist wohl ein allbekanntes Phänomen, dass man an den Tagen, an denen man endlich mal ausschlafen könnte, bereits super früh aufwacht. Ich schaffe es lustigerweise sogar, noch früher als an meinen Arbeitstagen aufzuwachen. Anstatt also wie erhofft bis 9 Uhr im Land der Träume zu verbringen, war ich bereits um 7 putzmunter. 😀 Und das, als absoluter Morgenmuffel.

Um viertel vor zehn machte ich mich dann auf den Weg zum Ausverkaufsort der Nidar Fabrik, einem Schokoladenladen, in dem man das braune Gold nicht nur für norwegische Verhältnisse super günstig bekommt, sondern auch einiges zur Verkostung angeboten wird. Nidar gehört neben Freia zu den größten Naschereiproduzenten in Norwegen und produziert neben Schokolade in allen möglichen Formen und Geschmacksrichtungen auch Lakritze oder Naschgummis, doch hauptsächlich eben Schokolade. Ich war echt froh ausreichend gefrühstückt zu haben, denn ansonsten wäre mir wohl von dem ganzen Süßkram ziemlich übel geworden 😆

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Nachdem wir uns mit Naschereien eingedeckt hatten, liefen wir mit ein paar kleineren Umwegen in die Innenstadt, tranken Kaffee, aßen kostenlose Waffeln und schlenderten durch ein paar Läden. Abends kochten wir gemeinsam unser Abendessen, da auch Mareikes und Julianes Gastfamilien bereits im Urlaub waren und es gemeinsam einfach viel kuscheliger und gemütlicher ist. Nachts versuchten wir unser Glück nochmal Polarlichter zu sehen, doch es war viel zu bewölkt um irgendetwas erkennen zu können.

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Sonntag konnte ich aus erster Reihe beobachten, wie sich eine dicke Regenwand über Trondheim schob – und dort erstmal den ganzen Vormittag bis Abend blieb. Die Motivation zum Rausgehen war entsprechend des abwechselnden Schnee-Hagel-Regens draußen gleich null, doch das war auch okay, so konnte ich den Morgen zum entspannen nutzen.

Doch am frühen Nachmittag kamen Mareike und Juliane, noch immer hing eine dicke Wolkendecke über der Stadt. Unser Plan zumindest an dem Abend Polarlichter zu sehen schien somit gefährlich ins Wanken zu geraten.

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Nach unserem provisorischen Gequatsche bereiteten wir einen Hefeteig vor, mit der Intention Ostergebäcke zu backen, um zumindest ein wenig heimliches Gefühl zu bekommen. Es war definitiv lustig und chaotisch, doch schließlich gab es Osterkränzchen und Zöpfe, gefüllt mit Nutella, Marmelade und ganz klassisch ohne alles – leeeecker 😍

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Und nachts – wie von Zauberhand – verschwanden alle Wolken. Doch wirklich zu sehen war draußen nichts. Dennoch gingen wir auf den Balkon und plötzlich bot sich uns ein totales Farbenschauspiel, direkt über der Stadt und dem Nidaros. Die Lichter tanzten und pulsierten am Himmel.

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Montag gönnte ich es mir schön lange auszuschlafen, bevor ich meine sieben Sachen zusammen packte und mich mitsamt meines 14kg schweren Backpacks in die Stadt machte. Mein Rücken jubelierte. Und wenige Stunden später traf ich am Flughafen auf Katha und Patrick und wir flogen gemeinsam nach Tromsø. Doch das ist eine andere Geschichte.