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Sommerreise #4 – Stranda Teil 1

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Sommerreise #4 – Stranda Teil 1

Die Nacht auf den Sonntag war mal wieder viel zu kurz 😂 Wir machten ein gemütliches Sonntagsfrühstück, bevor wir unsere siebentausend Sachen wieder ins Auto packten und los fuhren.

Susanne hat irgendwann vor dem Urlaubsantritt festgelegt, dass sie in jeden Fjord geht, an dem wir vorbei kommen. Wobei sie inzwischen schon zu „wo wir stoppen“ differenziert hat 😀 . Während sie und Papa also ihre Füße ins kühle Nass tauchten, entdeckte ich eine Wiese voller Walderdbeeren und wir machten ein kleines zweites Frühstück am Wasser.

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Die Landschaft sauste traumhaft schön an uns vorbei – zu schön, um alles so schnell begreifen und aufsaugen zu können. Vor einem Tunnel wurden wir böse herein gelegt. Es stand ein Schild, welches auf einen schmale und holprige Straße nach rechts verwies und einen Aussichtspunkt versprach. Wir fuhren also leichtgläubig in die Straße ein und landeten vor ein paar Steinen, die die Weiterfahrt blockierten. Uns blieb also nichts anderes übrig, als rückwärts wieder raus zu fahren, denn wenden war am Ende echt nicht drin. Links von uns massiver Fels, rechts kam nach wenigen Zentimetern Weglücke der Abhang – aber mit tollem Blick 😂 Papa schwitzte Blut und Wasser, manövrierte uns aber sicher wieder zurück auf die Straße.

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In Holm hielten wir kurz an der kleinen Holzkirche, besorgten an der nächsten Tanke etwas zu Essen und dann ging es wieder in die Berge. Ziel: Trollstigen. Die berühmte Straße mit 12% Steigung besteht aus insgesamt 11 haarnadelscharfen Kehrwenden und ist ein beliebtes Touristenziel.

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Letzteres bekamen wir auch sehr deutlich zu spüren: gerade als wir hoch fahren wollten, war es gerammelt voll. Wir mussten des Öfteren anhalten und kurz warten, bevor es endlich weiter ging, wodurch Papa seine Anfahrkünste am Berg bestens beweisen konnte 😂 Es ging wirklich nur schleppend hoch – was jedoch auch genügend Zeit zum Wasserfälle und Schluchtbewundern ließ.

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Oben angekommen war erstmal ein allgemeiner Klogang angesagt, ich kaufte mir die provisorische Postkarte und dann ging es zu den Aussichtspunkten. Allerdings war es wie auf der Straße auch hier unglaublich voll und wir entschieden, erstmal ein wenig auf den Felsen herum zu klettern. Denn hier war so gut wie keine Menschenseele unterwegs, was uns wiederum die Möglichkeit zu vielen mehr oder weniger geglückten Fotoversuchen gab. 😀

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Als wir zurück auf den angelegten Pfad kamen, waren dort deutlich weniger Menschen und auf auch der Straße war viel weniger Verkehr. Wir gingen also noch zur letzten Aussichtsplattform, dann liefen wir zurück zum Auto und fuhren weiter.

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Im Niemandsland zwischen den Kommunen Raumdal und Norddal hielten wir erneut kurz zum Bildermachen an, bevor wir die Berge durch die dauerschöne Landschaft herunter fuhren. In Gudbrandsjuvet machten wir eine Pause bei den Wasserfällen, spielten ein wenig mit den Kameras umher und tranken Tee und Kaffee in dem schrecklich modernen Café dort.

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Das letzte Stück zu unserer Unterkunft führte uns an verlockend vollen Erdbeerfeldern vorbei, bei denen wir nicht anders konnten, als eine kleine Kiste zu kaufen. Schließlich und schlussendlich kamen wir bei unserer Unterkunft an, wurden unglaublich freundlich begrüßt, aßen zu Abend und versuchten irgendwie einen Plan für die nächsten Tage zu erstellen.

Montag wurde ausgeschlafen. Zumindest bis um 9 der Wecker klingelte. Nach dem Frühstück bedurfte es etwas Anlaufzeit, doch dann packten wir die Rucksäcke und bestiegen das Auto. Wir nahmen die Fähre von Stranda nach Liabygda und von Valldal nach Eidsdal. Danach lag nur noch eine gute dreiviertel Stunde zwischen uns und dem Geirangerfjord.

Doch natürlich brauchten wir länger 😂 Beim Aussichtspunkt Kosmyra machten wir einen kurzen Klostopp und genossen die Aussicht auf den Fjord, dann ging es weiter zur Adlerkehre und dem umgeleiteten Wasserfall. Und natürlich hatten wir wie auch am Tag zuvor genau den Zeitpunkt abgepasst, als sämtliche Busse und Autos ebenfalls den Aussichtspunkt ansteuerten.

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Wir waren umgeben von vielen, vielen deutschen Rentnern, die mehr oder weniger zufrieden die ganze Szene kommentieren und einer „Mein Schiff“ Fotografin, die einlud, Bilder zu machen. Aber nur von den Fahrgästen versteht sich. Papa, Susanne und ich stiegen einen kleinen Geröllpfad hinauf und standen plötzlich ein paar Meter höher komplett alleine auf den Felsen und konnten nochmal in Ruhe die Aussicht genießen. 🙂

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Wir fuhren die neun Spitzkehren herunter bis nach Geiranger, parkten das Auto etwas außerhalb und gingen das Stück bis zur Turi-Info, fragten dieses und jenes für die nächsten Tage. Anschließend fuhren wir einen schmalen Pfad in schleppendem Tempo hoch. Wir hingen hinter einer Ausflugsgruppe, die wie eine Schafsherde den ganzen Weg versperrte und nicht mal im Traum daran dachte Platz zu machen und lieber entrüstet glotzte. Am Restaurant Vesterås Gard aßen wir ziemlich lecker und liefen zunächst zum Vesteråsfjell. Vom Aussichtspunkt aus hat man eine wunderbare Aussicht über das Örtchen und den Fjord!

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Zurück ging es durch die dösenden Ziegen bis zur Hütte und noch weiter rauf zum Storsæterfoss. Wir entschieden, die mittelschwere Strecke, anstelle der leichten zu laufen, worüber ich eigentlich ziemlich froh war – denn der andere Weg führte über eine steinerne Treppe, mit komplett verschieden hohe Stufen.

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Die Sonne brannte unheimlich stark vom Himmel und es machte nicht wirklich viel Spaß hoch zu laufen, da es so gut wie keinen Schatten auf dem Weg gab. Doch oben wurden wir nicht nur von der Aussicht und dem Wasserfall selber belohnt, sondern auch von unglaublich vielen und unglaublich süßen Heidelbeeren.

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Allerdings gingen wir erstmal zur kleinen Plattform, machten kurz Pause (und natürlich Bilder) und zogen danach weiter zum und hinter den Wasserfall. Das coole am Storsæterfoss ist nämlich, dass man direkt hinter den Wasserfall kommt. Und das ist bei der Hitze eine unglaublich willkommene Abkühlung, wenn die Sonne so fürchterlich heiß brennt.

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Auf dem Weg zurück landeten wir irgendwie im Heidelbeerfeld. Papa fragte, ob wir denn langsam weiter wollten, was Susanne sehr bestimmt verneinte. 😂 Irgendwann meinte ich „Eigentlich sollten wir zurück… Aber ich hab noch keine Lust!“ Und von Papa kam ein zustimmendes „Hmmm, so langsam…“, während er noch tiefer ins Gestrüpp kletterte. 😂

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Irgendwann rissen wir uns los und – was soll ich sagen – der Abstieg war nicht viel besser als der Aufstieg. Am Restaurant gab’s aber erstmal eine Runde Eis mit traumhaftem Ausblick und die Strapazen von zuvor waren so gut wie vergessen. 🙂

Wir fuhren anschließend ziemlich direkt zurück, verpassten jedoch genau die eine Fähre und mussten dadurch fast eine ganze Stunde auf die nächste warten, wodurch es wieder ziemlich spät wurde.

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[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

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[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

Mit mehr Leuten als ursprünglich geplant machten wir uns Samstag zunächst auf den Weg nach Bluff, wo das Fährenterminal liegt. Einer vom Bus hat sich nämlich entschieden, für 3 Tage auf die Insel zu fahren und einen späteren Bus zurück nach Queenstown zu nehmen. Er tat mir allerdings etwas leid, denn die Fähre nach Stewart Island ist auch als „Grüne Fähre“ oder „Fischfütterfähre“ bekannt und das Meer war noch immer ziemlich stürmisch vom Vortag… Weitere Ausführungen sollten an dieser Stelle nicht von Nöten sein 😀

Anschließend hatte der Rest von uns noch ein wenig Zeit am Meer entlang zu schlendern und die Haare verzauseln zu lassen, bevor wir wieder zurück Richtung Invercargill fuhren. Es gab nicht wirklich viel zu sehen, neben einem Leuchtturm, einer Skulptur, die eine Maori Legende symbolisieren soll, und vielen, vielen Wellen.

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In der Maori Legende geht es grob zusammengefasst um Māui (der Name dürfte aus Disneys Moana bekannt sein), einem Halbgott, der so wie fast alle Voll- und Halbgötter des Maori Glaubens ein ziemlicher Riese gewesen sein soll. Eines Tages ging Māui mit seinen großen Brüdern fischen und weil sie ihren kleinen Bruder nicht wirklich ernst nahmen, dachte er, er müsse sich beweisen. So kam es, dass er seinen Fischerhaken, der aus dem Knochen seiner geliebten und verstorbenen Großmutter bestand, ins Wasser warf. Durch ihre Kräfte und Liebe und diesem ganzen Blabla, biss ein ziemlich großer Stachelrochen an. Māuis Brüder halfen ihm, den Brocken zur Wasserfläche zu ziehen und er bat sie, den Rochen in Ruhe zu lassen, sodass er sich um seinen Fang kümmern könnte. Diese hörten aber (natürlich) nicht auf den Kleinen und begannen ihre Versuche den Rochen zu zerlegen, wodurch die Gebirgs- und Tallandschaft der Nordinsel entstand. Die Geschichte geht noch ein Stück weiter, aber ganz grob zusammengefasst bildete sich aus dem Rochen die Nordinsel, aus dem Boot die Südinsel und aus dem Anker Stewart Island. Und deswegen heißt die Nordinsel auf Maori „Te ika a māui“ (Der Fisch des Māui), die Südinsel „Te waka a māui“ (Das Boot des Māui) und Stewart Island „Te punga o te waka a māui“ (Der Anker des Botes von Maui). Und die Skulptur soll eben jede Ankerkette darstellen, die das Boot mit dem Anker verbindet. Soviel zum geschichtlichen.

Anschließend sind wir zurück nach Invercargill gefahren, um noch eine Person aufzugabeln und haben den restlichen Tag mal wieder so ziemlich im Bus verbracht (abgesehen von ein paar kurzen Fotostops). 

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Zurück in Queenstown checkten Dominik und ich zuerst in der wohl schlechtesten Unterkunft der Stadt ein. Aber egal, zumindest ist es relativ billig. Wir waren mittelmäßig motiviert auf einen Berg zu steigen, aber unsere Motivation fiel ziemlich drastisch ab und wir endeten damit, ins „Balls and Bangles“ zu gehen, einem ziemlich geilen Doughnut, Bagel und Milchshake Laden. Wer sich vor Kalorien fürchtet, möge bei den unten angehängten Bildern die Augen fest schließen (je fester, desto besser; diese kleinen Tierchen werden Schummelnde erst recht befallen)

Um zumindest einen winzigen Teil der aufgenommenen Energie zu nutzen, schlenderten wir noch ein wenig am Wasser entlang und genossen einen endlich mal wieder malerischen Sonnenuntergang. 

Am nächsten Tag wurde ausgeschlafen. Hieß ich war um Punkt 8 putzmunter. Eine halbe Stunde später musste auch Dominik dran glauben und wir machten uns fertig für den Tag. Wir wollten hoch hinaus. Wortwörtlich. Unser Ziel lag bei dem Gondola Lookout, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Stadt, die umliegenden Gebirge und den See hat.

Allerdings sind wir ja arme geldlose Reisende und können uns den Luxus der Gondel nicht wirklich leisten (sie ist wirklich total überteuert). Und so machten wir uns daran, den zwar relativ kurzen aber dafür extrem steilen Aufstieg zu wagen. Eine gute Stunde später waren wir ziemlich außer Atem, aber dafür auch am Ziel angekommen. Und es hat sich definitiv gelohnt: die Sicht war glockenklar und es hingen nur ein paar kleine Wolken in den Bergen. 

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Zuerst belohnten wir uns im Café, bevor es noch ein kleines Stück höher ging. Allerdings waren wir beide nicht motiviert die Wanderung noch um weitere 6 Stunden zu verlängern und so machten wir uns wieder zurück auf den Weg nach unten. Allerdings fanden wir es langweilig den exakt gleichen Weg zweimal zu laufen und so entschieden wir uns das letzte Stück auf einem anderen Weg zu gehen. Sagen wir es mal so: wir sahen ein paar ziemlich coole Wasserfälle und Plätze, kamen zwischendurch aber komplett vom Weg ab und kletterten über Steine, Wurzeln und Steinwände hinunter. Es war ziemlich… abenteuerlich 😀 

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Glücklicherweise fand ein ortskundiger Kiwi uns, als wir dachten auf den vermeintlich richtigen Pfad gestoßen zu sein und gab uns den Rat unseren Weg etwas weiter oben fortzusetzen. Nicht lange danach sahen wir die Häuser von Queenstown wieder auf Augenhöhe vor uns auftauchen und verließen den Wald (durch einen Hintergarten).

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostel (meine Hose war dezent schlammig und wollte dringend zumindest grob gereinigt werden), machten wir uns wieder auf die Socken. Allerdings hatten wir beide keine allzu große Lust auf noch einen Berg, und so liefen wir nur ein wenig am Ufer entlang, kauften und uns einen Cupcake, ließen uns von einer Ente ein ganzes Erdnussbuttersandwich stehlen und pilgerten schlussendlich zum Supermarkt. 

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Zurück im Hostel wurde endlich geduscht, was ordentliches gegessen und den restlichen Abend entspannt.