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Monatsupdate 4 – Die Feiertage und andere Gründe zum Freuen

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Monatsupdate 4 – Die Feiertage und andere Gründe zum Freuen

Pünktlichkeit ist eine Zier, doch es geht auch ohne ihr. Oder so. Jedenfalls kommt dieser Beitrag mal wieder ein paar Tage zu spät 😀

Ich werde jetzt einfach dort fortfahren, wo ich in meinem letzten Beitrag aufgehört habe, damit ihr zumindest erfahrt, wie es mir ergangen ist. Im Anschluss werde ich wieder wie gewohnt kategorienweise schreiben. (Wer die Geschehnisse nicht mehr ganz im Kopf hat, kann einfach den letzten Abschnitt des 3. Monatsupdates lesen, um wieder auf den Stand der Dinge zu kommen.

Nachdem ich mich am 20.12. mit meiner Freundin auf einen Kaffee getroffen habe und ich im Anschluss noch ein letztes Mal über den Weihnachtsmarkt und durch die Läden geschlendert bin, machte ich mich also auf den Weg nach Hause. Dort abends angekommen fiel ich eigentlich nur noch ins Bett und schlief, und schlief, und schlief. Jetzt kommen wir zu dem Konflikt, den ich im letzten Beitrag bereits angedeutet hatte. Ich schlief nämlich aus, denkend, dass ich den 21. frei bekäme. Diese Annahme ist dadurch entstanden, dass meine Gasteltern mir gesagt hatten, dass ich nach den zwei Weihnachtsmarktwochen ein paar Tage frei bekommen solle, um die geleisteten Überstunden auszugleichen.

  • Was ich darunter verstand war: Die Tage direkt nach der Weihnachtszeit hätte ich frei.
  • Was meine Gasteltern gemeint hatten: Ich bekomme die Tage irgendwann später frei.
  • Was daraus entstand: Ziemlich großes Konfliktpotential.

Als ich also in die Küche kam, fragte meine Gastmutter ziemlich wütend, was mir den einfallen würde und wie ich denken könne, dass ich ausschlafen darf. Meine Überraschung ist vermutlich nachvollziehbar, denn ich war ja der festen Überzeugung gewesen die Tage vor Weihnachten frei zu haben. In einem kurzen Gespräch hab ich versucht zu erklären, dass es ein Missverständnis gegeben hat, aber ich hatte nicht wirklich das Gefühl, als wolle sie es recht verstehen. Den ganzen Tag war ich wie in Nebel gepackt und wusste nicht so recht, was ich machen solle. Ich entschied mich, einen Brief zu schreiben und ihn vor dem Schlafen gehen hinzulegen. Kurz zusammengefasst erklärte ich auf 2 1/2 Seiten, dass ich denke, dass es insgesamt ein Kommunikationsproblem untereinander gibt und dadurch viele der Missverständnisse entstanden sind.

Am nächsten Morgen war der Brief weg und die Stimmung war deutlich weniger angespannt als am Vortag, auch wenn sie noch nicht wieder komplett normal war. Ich machte mir ehrlich gesagt totale Sorgen, dass Weihnachten durch diese Geschehnisse total komisch werden könnte und ich direkt nach den Feiertagen raus geworfen würde, aber zum Glück hat es sich nicht so verhalten.

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Nach dieser (sehr kurz zusammengefassten) Erläuterung der Geschehnisse nach dem größten Konflikt, den ich bisher in meiner Gastfamilie hatte, komme ich nun zu erfreulicheren Dingen. Nämlich den Weihnachtsfeiertagen. Allzu sehr werde ich darauf an dieser Stelle nicht eingehen, denn ich plane noch einen separaten Beitrag zum Fest zu schreiben. Nur so viel schon vorab: Es war definitiv anders, als die Weihnachten, die ich von Zuhause kenne. Sowohl von der Dekoration, als auch vom Essen und ein paar anderen Traditionen. Aber für mehr Informationen müsst ihr euch noch ein wenig gedulden. Ebenso verhält es sich mit Silvester, denn auch hierzu wird es einen extra Beitrag geben. Nur  so viel vorab: Neujahr habe ich nicht auf der Farm verbracht, sondern mit zwei Freundinnen in Ålesund, einer kleinen aber sehr süßen Stadt in der  Møre og Romsdal Region.

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Anfang Januar sprach ich mit meiner Gastfamilie über mögliche Urlaubstage im neuen Jahr, womit der Planungsstress begann, der mich in den letzten Tagen um so manche Stunden Schlaf gebracht hat. Über Ostern kommt eine Freundin mit ihrem Freund und wir werden uns für ein paar Tage auf Kreuzfahrt (natürlich All Inclusive :-D) machen. Zwischen April und Mai kommt mein Brüderlein, was wir machen steht jedoch noch nicht fest und im Juli – ja. Da bin ich plötzlich schon fertig. Halbzeit in drei Wochen (Komisches Gefühl, das zu schreiben…) Aber: Ihr dürft euch definitiv auf viele schöne Bilder und die eine oder andere Anekdote freuen.

Der 16. Januar war für mich persönlich ein kleiner Feiertag, denn das erste Mal seit Monaten hat die Sonne ihren Weg über die Berge geschafft. Momentan merkt man von Tag zu Tag, dass es länger hell ist und das wiederum wirkt sich sehr positiv auf alles aus: die Stimmung, die Arbeitsmotivation, die Müdigkeit. Auch wenn ich es schon ein paar Mal erwähnt habe, mir kommt es vor, als könne man es gar nicht oft genug sagen: SONNE IST WICHTIG! Für mich persönlich ist es eine teilweise sehr grenzwertige Erfahrung gewesen wochenlang die Sonne nicht auf der Haut zu spüren und wenn überhaupt nur indirektes, kaltes Licht zu haben. Zwar wurde es durch den Schnee leichter, denn er fing das schwache Licht ein und gab es viel stärker wieder und ließ es länger hell erscheinen, doch nur in einem kalt-blauen Licht. Und doch graust es mir schon jetzt vor der Sommerzeit, in der die Sonne gar nicht untergeht, beziehungsweise zwar untergeht, es jedoch nie richtig dunkel wird. In dieser Zeit werde ich definitiv die Sterne vermissen, denn wenn es jetzt eine klare Nacht gibt und ich nicht einschlafen kann, schaue ich stundenlang in den Nachthimmel mit seinen tausenden und abertausenden von Sternen.

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Was gibt es ansonsten neues auf der Farm? Ein Huhn weniger und dafür einen Hahn mehr. Und viele kleine Babyziegen. Es ist zu herzerwärmend den kleinen Wesen beim Spielen und Herumtollen zuzusehen und ihr weiches weißes Fell zu berühren. Das denkt mein Gastkind auch, doch sie ist nicht allzu behutsam im Umgang mit den kleinen Wesen und wenn wir gemeinsam im Stall sind, bin ich immer hin und her gerissen zwischen der Angst, dass sie einem Zicklien weh tut und eine große Ziege sie umwirft 😀 Ansonsten wohnt gerade wieder einer der Männer hier, die vor Weihnachten beim Bau des Stalles geholfen haben und hilft nun bei den letzten Arbeiten. Manchmal kommt es dadurch zu recht lustigen Gesprächen, aber insgesamt sehe ich ihn eigentlich nur zum Lunch und Abendessen.

Mit der Sprache klappt es inzwischen auch immer besser. Wichtige Dinge werden nach wie vor auf Englisch besprochen, aber Nachrichten untereinander werden auf norwegisch geschrieben, kurze Telefonate werden auf norwegisch gehalten und auch sonst gebe ich mein bestes, mich nicht in meine sprachliche Komfortzone Englisch zu flüchten. Ich bemühe mich alles auf norwegisch zu googeln, lese norwegische Bücher, hab die komplette Reiseplanung für Ostern auf norwegisch gemacht. Gehe weiterhin einmal die Woche zur Sprachschule, arbeite die Hausaufgaben und Übungen, die ich in den restlichen Stundenwochen verpasst habe vor und nach und melde mich im Unterricht so oft wie möglich zu Wort. Eine richtige Vorzeigeschülerin. *Hust* Manchmal gehe ich zu der alten Dame, die in dem Haus am anderen Ende der Auffahrt lebt und unterhalte mich mit ihr für ein paar Stunden. Und das geht nur komplett auf norwegisch, da sie kein englisch spricht. Aber genau solche Gespräche helfen nun mal am meisten: Raus aus der Komfortzone und rein ins Unbekannte 😉 Ansonsten meinte meine Gastmutter neulich, dass sich mein Norwegisch nach dem Dialekt  von einem Ort etwa drei Stunden nördlich von Trondheim anhöre. Blöd nur, dass wir drei Stunden südlich von Trondheim leben 😀 Aber sie versicherte mir zwei weitere Dinge: 1. wäre es ziemlich schwer diesen Dialekt nachzumachen und 2. würde ich mich nicht deutsch anhören. Wenigstens etwas 😆

Am 11.1. musste ich für ein paar Behördenwege nach Kristiansund fahren und auch wenn mir meine Gastfamilie versicherte, Kristiansund sei keine so schöne Stadt, gefiel es mir eigentlich sehr gut. Auch die Fahrt nach Kristiansund an sich fand ich sehr beeindruckend. Rein Landschaftlich. Es war mal wieder eine Strecke, die wirklich Spaß zum Fahren machte: viele Kurven, wenig Verkehr, gute Straße. In Kristiansund an sich konnte ich jedoch nicht allzu viel machen, da ich mich erst kurz zuvor ziemlich ungünstig aufs Eis gelegt  hatte und das längere Laufen ziemlich weh tat.

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Eine kleine Anekdote zum Schluss – sie betrifft den wunderbaren Van, zu dem ich eine innige Hassliebe hege: Letzten Donnerstag entschied die Autobatterie mal wieder den Geist aufzugeben. Und weil mir nicht sofort jemand helfen  konnte und es keine Busverbindung nach Hause gibt, hab ich 5 Stunden in der Bücherei und 2 mit rumlaufen verbracht. Bei kuscheligen -12 Grad und Klamotten, die definitiv nicht dick genug waren. Als ich so in der Bücherei saß, die ersten beiden 50ct. Instantkaffees intus hatte und mit dem ersten Reiseführer fertig war, kam ein Mann aus der Sprachschule in die Bücherei, sah mich und fragte „Was macht du hier?“
„Ich lese im Reiseführer“
„Wolltest du heute nicht in die Stadt fahren?“
„Doch, aber das Auto springt nicht an.“
Er fängt an zu lachen „Schon wieder?“
„Ja…“
„Hast du wieder das Licht an gelassen?“
„Nein, dieses Mal nicht.“ 😀
Als schließlich endlich meine Gasteltern zur Rettung kamen, haben zunächst meine Gastmutter und ich den Bus den Berg runter geschoben, während mein Gastvater den Motor von Innen startete. Danach kam er mit dem Wagen wieder den Berg hoch gefahren und stellte sich genau vor drei andere Autos, meine Gastmutter rief mir zu, sie warte noch auf den Sohn fahre später mit dem anderen Auto heim und lief in den Supermarkt. Mein Gastvater sprang aus dem Wagen, ließ die Türe offen und rannte ihr hinterher. Ich war komplett verwirrt und wusste nicht, ob er mit ihr wartet (was eigentlich keinen Sinn gemacht hätte) und stand wie bestellt und nicht abgeholt neben dem Wagen und beobachte, wie er durch den Laden tigerte. Da kam ein Mann aus dem Supermarkt und gab mir zu verstehen, dass der Bus sein Auto zustellt. Ich stieg also ein, um es umzuparken. Durch das Fenster sah ich, wie mein Gastvter an der Kasse panisch wurde und raus gehetzt kam und auf dem Eis – mit Coffee to go in der einen und nem packen Bier in der anderen Hand – beinahe ausrutschte. Er lief zur Fahrertür, öffnete sie und sagte „Ich fahre“ (Beziehungsweise „Jeg kjører“) und ich fragte ihn, nachdem wir schon eine Weile gefahren sind, ob ich seine Kaffeetasse halten darf, um meine Finger zu enttauen  Seine erste Amtshandlung zuhause war, die Autobatterie an den Strom zu hängen wieder voll aufzuladen.

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Weihnachtsbaum nach dem Abschmücken. Ich hab noch tagelang Nadeln aus meinen Haaren gefischt.

 Wie gehabt – alle Bilder in der Übersicht
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[Alltag, Bilder] Monatsupdate #3 – Von Chaos, Frustration und noch mehr Chaos

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[Alltag, Bilder] Monatsupdate #3 – Von Chaos, Frustration und noch mehr Chaos

Inzwischen ist mein dreimonatiges schon fast einen Monat her, aber die letzten 5 Wochen waren einfach so chaotisch verrückt und anstrengend, dass ich einfach nicht zum Schreiben gekommen bin. Für diesen Monat werde ich den Bericht nicht in einzelne Themenbereiche einteilen, sondern chronologisch schreiben. Alles andere würde zu sehr verwirren. Ich hoffe, dass ich selber nichts verdrehe, da es wirklich ziemlich viel war und ich teilweise selber gar nicht mehr genau weiß, was alles passiert ist. Deswegen liegt mein Handy mit WhatsApp neben mir – denn ein paar Dinge sind auch so schon mal von mir nach außen getragen worden 😆

Kleine Vorbemerkung: Ein Wochenblock geht von Samstag – Freitag

Woche 1 Monat 3 (18.-24.11.)
Am Sonntag fuhr ich zu einer Julemesse in die Kommune. Wirklich etwas gekauft habe ich nicht, was aber auch einfach daran lag, dass es für meinen Geschmack viel zu überfüllt gewesen ist. Anschließend bin ich noch gut zwei Stunden spazieren gegangen – durch dickste Schneeflocken, die dick und schwer vom Himmel fielen. Irgendwann landete ich im Nirgendwo – direkt an einer Steilklippe und laut Google Maps fast einen Kilometer vom nächsten Weg entfernt. Upsi 😀 Das Gute war: ich konnte einfach meinen Fußspuren zurück folgen 😆

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Sonntags ist außerdem die Mutter meiner Gastmutter gekommen. Das hat für mich erstmal extrem, extrem, extrem viel Stress und auch Frustration bedeutet. Es gab scheinbar ein Missverständnis zwischen meinen Gasteltern und mir darüber, wie die Zeit ablaufen sollte. Gesagt wurde mir, dass sie kommt, um beim Bau des Stalls zu helfen. Daraus habe ich geschlossen, dass sie die meiste Zeit mit meinen Gasteltern draußen verbringen wird, vielleicht ein paar Wege erledigt und mich ihre Anwesenheit während meiner Arbeitszeit ansonsten nicht weiter beeinflusst. Tja, weit gefehlt. Es hat sich herausgestellt, dass sie hauptsächlich kommt, um nach den Kindern zu sehen und das Haus „weihnachtsfein“ zu machen. Dadurch war sie gerade in der ersten Woche eigentlich ständig daheim und hat jede bereits entstandene Routine zerstört. Meine Arbeitszeiten wurden ständig umgeworfen, teilweise sollte ich Aufgaben machen, die nicht in meinen Aufgabenbereich fielen und es war insgesamt einfach nur übermäßig stressig für mich. Es gab einige Diskussionen und kleinere Konflikte und ich stand dauerhaft unter Strom. Das wiederum hat sich natürlich total auf meine Stimmung und Motivation ausgewirkt.

Am Donnerstag kamen drei Männer (2x aus Litauen, 1x aus der Ukraine), die meinen Gasteltern beim Bau des Stalles halfen. Das wiederum hat zumindest meine Stimmung an den Abenden ein wenig aufgeheitert, weil ein wenig frische Luft in die für mich unschöne Stimmung kam. Außerdem war es am Tisch immer sehr witzig den Unterhaltungen zu folgen, es wurden nämlich sage und schreibe bis zu 5 Sprachen mehr oder weniger parallel zueinander gesprochen:

  • Englisch zwischen allen
  • Norwegisch zwischen meiner Gastfamillie, mir und einem der Männer aus Litauen (wobei davon Dialekt in meiner Gastfamilie gesprochen wurde und bokmål mit mir und dem einen Mann aus Litauen)
  • Russisch zwischen den Männern aus Litauen und dem Ukrainer
  • Litauisch zwischen den beiden Männern aus Litauen
  • Deutsch zwischen mir und dem einen Mann aus Litauen

Und da soll man bitte schön nicht den Überblick verlieren mit wem man wie sprechen soll. Manchmal sprach mich der eine Litauer auf deutsch an und ich antwortete auf norwegisch, manchmal versuchte ich deutsch mit meiner Gastfamilie zu reden, manchmal wurde ich auf russisch angesprochen, oft wurde einfach norwegisch mit allen geredet, egal ob derjenige die Sprache kennt oder nicht. Es war definitiv chaotisch und lustig 😀

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Traditionell norwegisches Essen: Rømmegrøt – Sauresahnebrei

Woche 2 Monat 3 (25.11.-1.12.)
Auch in dieser Woche war die Großmutter noch da, ebenso wie die drei Männer. Der Drang der Oma aufs Erbrechen Zeit mit der Kleinen zu verbringen schien jedoch langsam nachzulassen und ich konnte wieder einigermaßen arbeiten. Es blieb nach wie vor nervig und stressig, aber nicht mehr ganz so extrem. Während die Männer bis Samstagabend blieben, fuhr die Großmutter bereits am Morgen.

Dieser Tag war aber insgesamt verrückt: frühs bin ich schon um 7 aufgestanden (die Tage zuvor habe ich erst mittags angefangen zu arbeiten und konnte dadurch immer ausschlafen) und die Oma schaute mich ziemlich geschockt an und fragte, ob ich krank sei. Aber ich hatte nur Sprachschule. Jedoch musste ich schon zwei Stunden früher los als gewöhnlich , denn ich bin mal wieder in einen neuen Kurs gekommen. Dort war eine Frau war total fasziniert von meinen Haaren. Sie hat also eine Sträne angefasst, ohne zuvor gefragt zu haben und weil ich eher schreckhaft bei unerwarteten Berührungen bin, hab ich halblaut aufgeschrien und alle haben mich etwas schief angestarrt. Ich wurde etwa so rot wie eine Tomate und sie hat einfach nur gelacht. Außerdem hab ich es geschafft, die Batterie vom Auto leer zu bekommen, da ich das Licht nicht ausgeschaltet habe. Ich rief also meine Gastmutter an und zwei Stunden später kamen sie und einer der Ukrainer zum Helfen. Ich wiederum fand mich plötzlich in einer Gruppe Flüchtlinge wieder, die wissen wollten, warum ich nicht im (alten) Kurs war und mich leicht wegen des Autos ausgelacht haben. Auf dem Weg zurück war dann die Straße abgesperrt und plötzlich gab es einen Knall und Steinbrocken flogen durch die Luft. Sprengungsarbeiten. Ich musste also noch knapp zwanzig Minuten warten, bis alles wieder freigegeben war. 😆

Ansonsten war diese Woche ziemlich ähnlich wie die vorherige: viel Stress, da es nicht im Entferntesten den Hauch einer Routine gab und relativ viel Frustration meinerseits. Jedoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Anwesenheit der Oma auch ein gutes hatte: Sie ist eine eher strenge Persönlichkeit und hat meine Fehler beim Sprechen gnadenlos korrigiert, wodurch ich mich in den paar Tagen gefühlt ziemlich verbessert habe.

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Woche 3 Monat 3 (2.-8.12.)
Die ersten Tage dieser Woche (also bis einschließlich zum 6.12.) waren endlich mal wieder ganz normal und weniger stressig für mich. Am 7.12. fuhren meine Gastmutter, die Kleine und ich früh morgens nach Trondheim, da meine Gasteltern auf dem Weihnachtsmarkt verkauften. Im Klartext bedeutete das für mich: jeden Tag für 13 Tage von 10-8 durcharbeiten. Ganz toll. Und so entspannend nach diesen stressigen zwei vorherigen Wochen! Nein, die Tatsache, dass ich so lange Tage arbeiten sollte, wusste ich bereits länger und es war von daher okay, es gab trotzdem (mal wieder) ein Missverständnis, das mich im ersten Moment ziemlich frustrierte. Was mir nämlich am Anfang anders gesagt wurde war, dass ich zwischendurch zumindest einen Tag am Wochenende frei bekommen würde, aber das stellte sich wie gesagt mal wieder als Missverständnis heraus. Trotzdem war es im Endeffekt für mich okay so viel zu arbeiten und ich freute mich insgeheim auch ein wenig auf den Szenenwechsel.

Die ersten beiden Tage verliefen relativ gut, anstrengend, aber soweit okay. Das erste Mal seit zwei Wochen schien mir die Sonne ins Gesicht und das Wetter war eigentlich ziemlich schön. Am Donnerstag war ich noch mit meiner Gastmutter und der Kleinen einkaufen, und durch die größeren Supermärkte gab es auch einige speziellere Sachen für mich (okay, hauptsächlich meine ich damit Tofu 😆 ) Außerdem habe ich am Samstag noch drei kleine Christstollen gebacken, die seither durchziehen dürfen.

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Hello Sun, my dear old friend ☺

Woche 4 Monat 3 (9.12.-16.12.)
Übers Wochenende kamen die beiden Großen, wobei ich sie nicht wirklich viel gesehen habe, da sie die Tage mit ihrem Vater verbrachten und eigentlich nur abends und morgens ein paar Stunden da waren. Am Sonntag begann der Weihnachtsmarkt erst am frühen Nachmittag, wodurch ich den Morgen zum durch die Gegend laufen und Bilder machen nutzte. Eigentlich ging ich nur zur Kristiansten Festning in Trondheim und genoss hier den Sonnenaufgang – um kurz nach 11 😀

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Am Montag stand plötzlich wieder die Großmutter vor der Tür, um meiner Gastmutter auf dem Weihnachtsmarkt zu helfen. Ehrlich gesagt war ich davon aus zwei Gründen ziemlich genervt: 1. wusste ich davon nichts und war einfach komplett überrumpelt, als sie plötzlich in der Tür stand und 2. musste ich mich dauerhaft von dem Gedanken an ein ordentliches Bett verabschieden und auf einer dünnen Matzratze schlafen. Mein Rücken ist not amused.

Die Arbeitstage waren ansonsten ziemlich auslaugend und anstrengend. Wenn immer möglich packte ich die Kleine in den Kinderwagen und ging ein wenig mit ihr spazieren, was jedoch an zwei Tagen aufrund der Kälte erst gar nicht möglich war und an einem Tag bereits an der Eisschicht der Einfahrt scheiterte. Oh, und eines morgens war plötzlich die Glasfassung meiner Brille gebrochen. Jetzt ist sie mit Sekundenkleber geflickt 😆

An einem Abend traf ich mich nach der Arbeit mit einer Freundin in der Stadt und lief ein wenig mit ihr umher, ansonsten klappte es in dieser Woche gar nicht mich mit anderen Mädels zu treffen.

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Blick von der Gamle Bybru (alte Stadtbrücke) bei Nacht

Woche 5 Monat 3 und die ersten Tage von Monat 4 (17.-20.12.)
Samstag verbrachte ich fast den ganzen Nachmittag mit der Kleinen in der Stadt. Es war fürchterlich überfüllt und durch den ganzen Neuschnee war es ziiieemlich anstrengend, den Kinderwagen zu schieben. Aber wir hatten eine ziemlich schöne Zeit. Sie fand es toll die ganzen Leute zu beobachten und schmetterte ziemlich vielen ein glückliches „Hei!“ entgegen. Nach knapp über vier Stunden reichte es ihr jedoch auch komplett und sie wurde total quengelig. Mir sollte das Recht sein, denn ich hatte alle meine Besorgungen beendet und war eigentlich auch bereit zum nach Hause gehen. Jedoch war ich naiv genug laufen zu wollen und sagen wir es mal so: der Weg nach Hause war lang und steil und vereist. Sie hat ihr schnaufendes und fluchendes AuPair mit „Huuuuiiiii“, „Aiaiaiaiaiiiiii“ und „Brrrrrrrrm“ Rufen angefeuert.

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Sonntagfrüh begann ich wieder etwas später zu arbeiten und traf mich mit zwei Freundinnen aus Trondheim und einem anderen Au Pair, das auf der Durchreise war, in der Stadt. Es war recht schön und tat sooo unfassbar gut mit den anderen Zeit zu verbringen.

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So langsam merkte ich ziemlich deutlich, dass mir die Zeit für mich selber ziemlich fehlte und auch mein Reizbarkeitslevel deutlich gesunken war. Am letzten Tag in Trondheim wurde ich abends mit einer ordentlichen Migräne belohnt, wodurch wir entschieden, dass ich am nächsten Tag, also dem 20.12., nachkommen sollte. Mir persönlich passte das eigentlich recht gut, da ich mich so noch kurz und ein letztes Mal mit einer Freundin in der Stadt treffen konnte, bevor es zurück auf die Farm ging.


Ich muss insgesamt zu dem dritten Monat sagen, dass er extrem anstrengend und auslaugend für mich war. Es kam zu einigen Konflikten zwischen mir und meiner Gastfamilie, die in den nächsten Tagen noch besprochen werden müssen und aktuell bin ich mir nicht ganz sicher, wie es hier weiter geht. Ich fühle mich grundsätzlich schon noch wohl in der Gastfamilie und bereue es auch nicht bei ihnen zu sein, aber es gab beidseitig einige Missverständnisse und Probleme, weshalb ich gerade etwas unsicher bin, wie es weiter gehen wird.

Ich wünsche allen Menschen da draußen die es durchgehalten haben bis hierher zu lesen ein wundervolles und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! God Jul og et godt nytt år ♥

Alle Bilder in Kleinansicht

[Bilder, Reisen] Tag 20 auf der Südinsel – Lake Tekapo

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[Bilder, Reisen] Tag 20 auf der Südinsel – Lake Tekapo

Auch wenn ich jetzt schon einige Wochen zurück in Deutschland bin, so möchte ich trotzdem erst noch die letzten Neuseelandbeiträge zu Ende schreiben und veröffentlichen. Also – wohin ging es von Omarama aus?

Es ging weiter nach Lake Tekapo, beziehungsweise auch die Stadt Tekapo, die an einer Stelle des Sees liegt. Hier hat sich mal wieder einer der wenigen Vorteile vom „Mit-dem-Auto-fahren“ gezeigt, denn in Tekapo hätten wir mit dem Stray Bus nur einen kurzen Zwischenstopp gehabt. Ich finde das wirklich sehr bedauerlich, denn der Lake gehört wohl zu einem der am meisten fotografierten Seen überhaupt. Zumal – nachts kann man in der Gegend etwas ziemlich cooles machen. Aber der Reihe nach.

Zunächst machten wir uns also auf den Weg raus aus Omarama, jedoch nicht ohne an ein paar Aussichtspunkten zu halten. Auf der Fahrt von Omarama nach Tekapo hat man auch die Möglichkeit zum Mt. Cook zu fahren. Also dem höchsten Berg von Neuseeland. Wir haben uns allerdings dagegen entschieden. Einerseits, weil es ziemlich schneeing zu der Zeit war, andererseits weil uns die Fernansicht gereicht hat. So sind wir zunächst den halben Highway zum eigentlichen Lookout gefahren, um beim Peter’s Lookout am Lake Pukaki zu halten. Die Sicht war mal wieder bombastisch und wir entschieden runter zu dem Steinstrand zu laufen und dort ein paar Bilder zu machen.

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Anschließend ging es wieder zurück auf unsere eigentliche Route (also einmal den Mt. Cook Highway zurück). Wir hielten nochmal kurz an einem Aussichtspunkt am Lake Pukaki, an dem unter anderem auch Fisch verkauft wurde, und beobachteten mal wieder unsere asiatischen Freunde bei einem ihrer Fotoshootings. 😆

Ich hatte auf einer Seite den Lake Alexandrina entdeckt, einem kleinen See in der Nähe vom Lake Tekapo. Er wurde als ein traumhaft schönes Top Secret Ziel angepriesen und da zumindest ich es ganz gerne habe, wenn die angefahrenen Ziele nicht zu touristisch sind, wurde auch dieser See mitgenommen. Sag ich es mal so: die Straße war sehr abenteuerlich. Ich tuckerte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15km/h auf der einspurigen Straße entlang und hoffte die ganze Zeit inständigst, dass uns kein Auto entgegen kommen möge. Aber die Fahrt hat sich definitiv gelohnt, denn wir kamen an einem kleinen, aber tiefblauen See heraus, der von einer eingeschneiten und vereisten Landschaft umgeben lag. Es war malerisch schön. Allerdings musste man beim Laufen tierisch aufpassen, denn auf dem Boden hatte sich eine etwa 10cm dicke Eisschicht gebildet, die gar nicht so glatt aussah, wie sie tatsächlich war.

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Schlussendlich traten wir das letzte Stück der Fahrt an und kamen bei unserem Tagesendziel an. Zunächst ging es zur „Church of the Good Sheperd“, also der Kirche des guten Schäfers. Wohl dem Wahrzeichen von Tekapo. Die kleine alte Steinkirche thront etwa einhundert Meter vom Seeufer entfernt auf einem kleinen Hügel und wirkt auf eine ganz eigene Art heimisch. Doch hier treffen sich massig an Touris, die bitte alle ein Bild von und mit der Kirche haben wollen. Wenn man mal ein Bild ohne Menschen hin bekommt, hat man so eine Art Mini-Jackpot geknackt. 😉

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Als ein weiteres „Highlight“ neben dem See wird die Footbridge, also eine Fußgängerbrücke, angepriesen. Was soll ich sagen? Ist halt eine Brücke 😉 Aber die frei herum rennenden Häschen waren ziemlich niedlich 🙂

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Ansonsten gibt es in der Stadt selber nicht allzu viel zu sehen. Es lohnt sich viel mehr, den See und die umliegenden Berge zu bestaunen. Das Ufer besteht aus mittelgroßen Steine, auf denen man beim Laufen nur beschwerlich voran kommt. Im Hintergrund liegen Berge, die zumindest im Winter von einer dicken Schneeschicht bedeckt sind. Hier und da liegen ein paar Äste herum und überall laufen Menschen, die versuchen die schönsten Bilder zu machen.

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Doch es gibt noch etwas anderes, für das Tekapo bekannt ist: nämlich seinen Sternenhimmel. Der Himmel der gesamten Region steht nämlich unter „Lichtverschmutzungsschutz“, das heißt nachts wird die Belastung durch Laternen und andere Lichter so weit wie möglich reduziert, sodass man in einer klaren Nacht einen atemberaubenden Sternhimmel bewundern kann. Dafür kann man auch eine sogenannte Star Gazing Tour buchen, also eine Tour zum Sterneschauen. Genau das haben wir auch gemacht. Und so wurde uns der Sternhimmel und ein paar Sternbilder etwas näher gebracht, während wir zunächst auf einer Plattform standen und später in einem Whirlpool entspannen konnten. Es war wirklich sehr, sehr beeindruckend und einfach unbeschreiblich schön.

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[Bilder, Reisen] Tag 19 auf der Südinsel – Omarama

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[Bilder, Reisen] Tag 19 auf der Südinsel – Omarama

Ab jetzt sind wir nicht mehr mit dem Stray-Bus unterwegs, sondern reisen auf eigene Faust. Das hatte verschiedene Gründe, beziehungsweise einen Hauptgrund, aus dem die anderen resultierten. Am Anfang hab ich ja mal geschrieben, dass wir ziemliche Probleme mit dem Reiseunternehmen hatten, da alle meine Buchungen plötzlich gelöscht waren. Das wiederum hatte ja auch zur Folge, dass wir einige Male fast irgendwo stecken geblieben wären und dass wir für Dominik einmal einen Fernbus buchen mussten. Jedenfalls sind wir durch eben jene Löschung auch nur bis zu einem Zwischenstopp auf dem Bus gewesen und wären danach stecken geblieben. So kamen wir also dazu, etwas mehr Geld für ein Auto ausgeben zu müssen. Hat für Dominik den Vorteil, dass er auch mal in den Genuss vom Roadtrip-Leben kommt und für mich den Nachteil, dass ich fahren muss (denn der Herr hat, anders als ich ihn gebeten habe, keinen internationalen Führerschein mitgebracht)

Jeeedenfalls fuhr ich am Montagmorgen mit dem Bus zum Flughafen, um unseren Mietwagen abzuholen, während Dominik mit unserem Gepäck im Hostel wartete. Nachdem beides, also er und unser Zeug, sicher im Auto verstaut war, kehrten wir Queenstown ein letztes Mal den Rücken zu. 

Unser erster kurzer Stopp lag in Arrowtown, einer historischen Goldminenstadt. Ich kann mir vorstellen, dass das Städtchen an einem schönen Herbsttag malerisch schön und verträumt aussieht, aber bei kühlwindigem Nieselregen bereitet das durch die Straßen schlendern nicht allzu viel Freude. Doch der Kaffee hier war gut 😆

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In Cromwell, der angeblichen Obst- und Gemüsehochburg, stoppten wir für ein paar schnelle Fotos am nahe gelegenen Lake Dunstan, bevor wir unseren Weg fortsetzten. 

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Er führte uns über den Lindis Pass, Neuseelands höchsten Highway Punkt. Ich hatte ehrlich gesagt ziemliche Bedenken ihn zu befahren, zumal das Wetter in den letzten Wochen ziemlich unberechenbar gewesen ist. Doch zum Glück waren die Straßen gut geräumt (ist hier nicht unbedingt Standard) und der Schnee lag nur auf den umliegenden Hügeln und Gebirgen. Es war ziemlich lustig die Asiaten zu beobachten: im Tourbus angefahren stiegen sie schnatternd und kreischend am Aussichtspunkt aus, legen sich einer nach dem anderen fast auf die Nase, machten Bilder, auf denen sie Schnee in die Luft werfen etc. und säubern ihre Hände anschließend mit Desinfektionstüchern, bevor sie wieder in den Bus steigen. Aber Hauptsache die Bilder sehen nach Winterspaß aus 😆

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Weiter ging unser Weg zum Lake Benmore, der im Internet für sein wunderschön blaues Wasser angepriesen wurde. Wir vertraten uns die Beine ein wenig am Ufer, stiefelten auf einen Hügel und gingen anschließend zum Auto zurück, mit dem wir schließlich ins Hostel fuhren.

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Unser Hostel lag irgendwo im Nirgendwo vor Omarama, und der Backpacker-Teil bestand aus ein paar Wellblechhütten. Abet es gab kostenloses WLAN, welches viel, viel besser als die meisten Verbindungen in größeren Städten war. Insgesamt war es ein ziemlich schöner Ort: von Bergen umgeben, abgelegen und vor allem total unbewohnt. Eben mitten im Nirgendwo. 

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Und welchen Vorteil hat ein Ort, von dem die nächste richtige Zivilisation 15 Minuten Autofahrt in die eine und gut eine Stunde in die andere Richtung entfernt ist? Richtig. Man sieht einen unbeschreiblichen Sternenhimmel. (Was dachtest du denn? 😉 ) Man konnten die Milchstraße total klar erkennen, ebenso wie viel mehr Sterne, als ich je mit einem Mal gesehen habe. Leider kann man das auf den Bildern nicht so gut erkennen, so gewesen ist es aber trotzdem 😉 Oh, und eine Sternschnuppe haben wir auch gesehen. 


Ein Überblick der Bilder in klein:

[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

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[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

Mit mehr Leuten als ursprünglich geplant machten wir uns Samstag zunächst auf den Weg nach Bluff, wo das Fährenterminal liegt. Einer vom Bus hat sich nämlich entschieden, für 3 Tage auf die Insel zu fahren und einen späteren Bus zurück nach Queenstown zu nehmen. Er tat mir allerdings etwas leid, denn die Fähre nach Stewart Island ist auch als „Grüne Fähre“ oder „Fischfütterfähre“ bekannt und das Meer war noch immer ziemlich stürmisch vom Vortag… Weitere Ausführungen sollten an dieser Stelle nicht von Nöten sein 😀

Anschließend hatte der Rest von uns noch ein wenig Zeit am Meer entlang zu schlendern und die Haare verzauseln zu lassen, bevor wir wieder zurück Richtung Invercargill fuhren. Es gab nicht wirklich viel zu sehen, neben einem Leuchtturm, einer Skulptur, die eine Maori Legende symbolisieren soll, und vielen, vielen Wellen.

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In der Maori Legende geht es grob zusammengefasst um Māui (der Name dürfte aus Disneys Moana bekannt sein), einem Halbgott, der so wie fast alle Voll- und Halbgötter des Maori Glaubens ein ziemlicher Riese gewesen sein soll. Eines Tages ging Māui mit seinen großen Brüdern fischen und weil sie ihren kleinen Bruder nicht wirklich ernst nahmen, dachte er, er müsse sich beweisen. So kam es, dass er seinen Fischerhaken, der aus dem Knochen seiner geliebten und verstorbenen Großmutter bestand, ins Wasser warf. Durch ihre Kräfte und Liebe und diesem ganzen Blabla, biss ein ziemlich großer Stachelrochen an. Māuis Brüder halfen ihm, den Brocken zur Wasserfläche zu ziehen und er bat sie, den Rochen in Ruhe zu lassen, sodass er sich um seinen Fang kümmern könnte. Diese hörten aber (natürlich) nicht auf den Kleinen und begannen ihre Versuche den Rochen zu zerlegen, wodurch die Gebirgs- und Tallandschaft der Nordinsel entstand. Die Geschichte geht noch ein Stück weiter, aber ganz grob zusammengefasst bildete sich aus dem Rochen die Nordinsel, aus dem Boot die Südinsel und aus dem Anker Stewart Island. Und deswegen heißt die Nordinsel auf Maori „Te ika a māui“ (Der Fisch des Māui), die Südinsel „Te waka a māui“ (Das Boot des Māui) und Stewart Island „Te punga o te waka a māui“ (Der Anker des Botes von Maui). Und die Skulptur soll eben jede Ankerkette darstellen, die das Boot mit dem Anker verbindet. Soviel zum geschichtlichen.

Anschließend sind wir zurück nach Invercargill gefahren, um noch eine Person aufzugabeln und haben den restlichen Tag mal wieder so ziemlich im Bus verbracht (abgesehen von ein paar kurzen Fotostops). 

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Zurück in Queenstown checkten Dominik und ich zuerst in der wohl schlechtesten Unterkunft der Stadt ein. Aber egal, zumindest ist es relativ billig. Wir waren mittelmäßig motiviert auf einen Berg zu steigen, aber unsere Motivation fiel ziemlich drastisch ab und wir endeten damit, ins „Balls and Bangles“ zu gehen, einem ziemlich geilen Doughnut, Bagel und Milchshake Laden. Wer sich vor Kalorien fürchtet, möge bei den unten angehängten Bildern die Augen fest schließen (je fester, desto besser; diese kleinen Tierchen werden Schummelnde erst recht befallen)

Um zumindest einen winzigen Teil der aufgenommenen Energie zu nutzen, schlenderten wir noch ein wenig am Wasser entlang und genossen einen endlich mal wieder malerischen Sonnenuntergang. 

Am nächsten Tag wurde ausgeschlafen. Hieß ich war um Punkt 8 putzmunter. Eine halbe Stunde später musste auch Dominik dran glauben und wir machten uns fertig für den Tag. Wir wollten hoch hinaus. Wortwörtlich. Unser Ziel lag bei dem Gondola Lookout, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Stadt, die umliegenden Gebirge und den See hat.

Allerdings sind wir ja arme geldlose Reisende und können uns den Luxus der Gondel nicht wirklich leisten (sie ist wirklich total überteuert). Und so machten wir uns daran, den zwar relativ kurzen aber dafür extrem steilen Aufstieg zu wagen. Eine gute Stunde später waren wir ziemlich außer Atem, aber dafür auch am Ziel angekommen. Und es hat sich definitiv gelohnt: die Sicht war glockenklar und es hingen nur ein paar kleine Wolken in den Bergen. 

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Zuerst belohnten wir uns im Café, bevor es noch ein kleines Stück höher ging. Allerdings waren wir beide nicht motiviert die Wanderung noch um weitere 6 Stunden zu verlängern und so machten wir uns wieder zurück auf den Weg nach unten. Allerdings fanden wir es langweilig den exakt gleichen Weg zweimal zu laufen und so entschieden wir uns das letzte Stück auf einem anderen Weg zu gehen. Sagen wir es mal so: wir sahen ein paar ziemlich coole Wasserfälle und Plätze, kamen zwischendurch aber komplett vom Weg ab und kletterten über Steine, Wurzeln und Steinwände hinunter. Es war ziemlich… abenteuerlich 😀 

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Glücklicherweise fand ein ortskundiger Kiwi uns, als wir dachten auf den vermeintlich richtigen Pfad gestoßen zu sein und gab uns den Rat unseren Weg etwas weiter oben fortzusetzen. Nicht lange danach sahen wir die Häuser von Queenstown wieder auf Augenhöhe vor uns auftauchen und verließen den Wald (durch einen Hintergarten).

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostel (meine Hose war dezent schlammig und wollte dringend zumindest grob gereinigt werden), machten wir uns wieder auf die Socken. Allerdings hatten wir beide keine allzu große Lust auf noch einen Berg, und so liefen wir nur ein wenig am Ufer entlang, kauften und uns einen Cupcake, ließen uns von einer Ente ein ganzes Erdnussbuttersandwich stehlen und pilgerten schlussendlich zum Supermarkt. 

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Zurück im Hostel wurde endlich geduscht, was ordentliches gegessen und den restlichen Abend entspannt. 

[Bilder, Reisen] Tag 15 auf der Südinsel – Te Anau

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[Bilder, Reisen] Tag 15 auf der Südinsel – Te Anau

Ich glaube, Donnerstagfrüh haben uns alle Leute, die mit uns auf einem Zimmer waren, insgeheim verflucht. Auch wenn wir so leise wie möglich waren, irgendwie hört man es ja doch, wenn um 5:30 die Wecker klingeln und alle verbliebenen Sachen zusammen gepackt werden. Als wir wenig später an der Bushaltestelle standen, trafen wir neben altbekannten auch auf noch neue Gesichter, die jedoch alle gleichermaßen müde aussahen. 

Die Zeit im Bus habe ich genutzt die noch nicht fertig geschriebenen Blogbeiträge zu vervollständigen, während die meisten anderen sehlig vor sich hin gesäuselt haben. Kurz nach neun waren wir dann auch schon in Te Anau und während die anderen weiter Richtung Milford Sound fuhren, machten wir uns auf den Weg zum Hostel.

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Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie angehem es nach 2 Wochen Massencheck-In ist, die einzigen Personen an der Rezeption zu sein und überhaupt mal wieder in einem kleinen Hostel zu schlafen. Zumal das Hostel super schön gelegen ist. Direkt am See und noch relativ zentral. 

Da wir noch keinen richtigen Plan hatten, gingen wir zunächst zum Infocenter, wo wir erfuhren, dass es im nahegelegenen Nationalpark bald eine Vogelführung und Fütterung gibt. Also machten wir uns auf den Weg, der ein ganzes Stück am See entlang führte und uns schließlich bei dem Wildlifecenter ankommen ließ. Wir waren gerade so genau rechtzeitig da 😀

Zuerst ging es zu den Takahe, einem neuseeländischen Vogel, der lange Zeit als ausgestorben galt und dessen Population erst langsam wieder am wachsen ist. Der eher bläuliche Vogel mit den kurzen kräftigen Beinen besitzt zwar Flügel, ist aber trotzdem flugunfähig.

Weiter bei den Enten, die übertrieben zutraulich waren, konnten wir uns ein paar Körner auf die Hand geben lassen und die Vögel so füttern. Es war recht lustig, da sich die Enten teilweise nicht mal das kleinste bisschen Korn gegönnt und sich total im Futterneid gekappelt haben.

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Weiter bei den Kaka durften wir zwar nicht selber in den Käfig, aber es war trotzdem interessant den schlauen Vögeln und ihren Spielereien zuzusehen. In einem letzten Käfig gab es Kakariki, überaus kleine aber schlaue Vögel, die wohl von Zeit zu Zeit gewitzte Fluchtversuche unternehmen.

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Ansonsten sind wir noch ein wenig am See und im Wald umher gelaufen, haben uns aber schließlich vom mal stärker, mal schwächer werdenden Regen zunächst in das Stadtzentum und schließlich ins Hostel treiben lassen. Es ist ziemlich schade, dass das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat. Ich hätte gerne einen der Tracks gemacht, aber das hätte heute nicht allzu viel Spaß bereitet. 

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Hier alle Bilder in klein

[Bilder, Reisen] Tag 14 auf der Südinsel – Milford Sound

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[Bilder, Reisen] Tag 14 auf der Südinsel – Milford Sound

Auch wenn wir ein Busticket für den „Deep South“, also den unteren Süden, haben, entschieden wir Milford Sound als Tagestrip von Queenstown aus zu machen. Dafür gab es verschiedene Gründe. Einerseits hatten wir keine Lust auf das Hostel dort unten, aber hauptsächlich wollten wir auch etwas Zeit in Te Anau verbringen, was wir ansonsten nicht geschafft hätten. Und so bestiegen wir am Mittwochmorgen den Reisebus Richtung Milford Sound. 

Ich kann euch sagen, nach zwei Wochen im winzigen und klapprigen Straybus war es purer Luxus in einem großen Bus zu sitzen, der außerdem auch noch ein Fensterdach und eine Außenkamera hatte. Ja, total unnötige Spielereien, aber total schöne unnötige Spielereien 😉

Da der Weg zum Milford Sound nunmal nicht an Te Anau vorbei führt, sahen wir diesen Ort schon kurz, hielten es aber ehrlich gesagt nicht für notwendig so wie die anderen aufzusteigen und Bilder zu machen. Ander Zwischenstopps auf der Fahrt war unter anderem auch am Filmset der Großen Schlacht im Herr der Ringe. Es sah ziemlich komisch aus, wie nacheinander mehrere Busse anhielten, die Leute ausschwärmten, Bilder machten und wieder zurück in den Bus stiegen.

Ein weiterer Halt lag beim Mirror Lake, einem See, dessen Oberfläche so ruhig und wortwörtlich spiegelglatt ist, dass sich die Berge perfekt darin spiegeln. Ansonsten hielten wir an ein-zwei Stellen, an denen man einfach einen schönen Ausblick hatte beziehungsweise sich von den Keas ärgern lassen konnte. Die neuseeländischen Papageien sind ziemlich gewitzt und schlau. Oh, und übrigens auch sehr ungezogen. Sehr zur Belustigung unsererseits hüpften ein paar der Vögel auf ein Autodach und begannen auf der Antenne herum zu beißen. Die Mädels im Auto fanden das allerdings nicht so lustig und versuchten in Keisen fahrend die Vögel wiedee vom Dach zu bekommen. Ziemlich erfolglos. 

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In Milford Sound selber war das Wetter wie wohl zu 80% der Zeit im Jahr: regnerisch. Angeblich ist Milford Sound der feuchteste Ort auf Erden. Aber egal ob es der feuchteste Ort ist oder nur einer der feuchtesten, es ist dort definitiv sehr nass 😀

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Doch das macht auch in gewisser Weise den größten Reiz dieses Ortes aus. Denn Milford Sound besteht zu großen Teilen aus Wasserfällen und eben diese sind bei viel Regen natürlich deutlich größer und häufiger vertreten. Und mit den ganzen Regenwolken im Hintergrund erhält dieser Ort fast schon ein mystisches Aussehen. Wir fuhren sehr nah an einen der größeren Wasserfälle ran, wenn man gewollt hätte, hätte man sich einfach direkt auf dem Deck einseifen und abduschen können. Ziemlich cool 🙂

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Auf der Rückfahrt passierte eigentlich nichts weiter spannendes. Ich schaute mir ein wenig die Sterne durch das Dachfenster an und das war es auch fast schon. Wir sind zurück in Queenstown wieder zeitig ins Bett gegangen, denn auch an unserem nächsten Reisetag mussten wir wieder früh raus. 

[Bilder, Reisen] Tag 12 & 13 auf der Südinsel – Queenstown

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[Bilder, Reisen] Tag 12 & 13 auf der Südinsel – Queenstown

Sonntag ging es nach Queenstown, Neuseelands Adrenalinheimatstadt. Hier war es, wo der Bungyjump ins Leben gerufen wurde und hier ist die Stadt, in der es alleine drei verschiedene Bungysprünge gibt. Genau der richtige Ort also für einen Menschen wie mich 😉

Morgens wollten wir eigentlich den Sonnenaufgang vom „dem Wanaka Baum“ aus anschauen. Wir waren auch dort, aber es hat so dermaßen geschüttet, dass es selbst 20 Minuten nach Sonnenaufgang noch total düster draußen war. Satz mit x…

Das ist nicht „der“ Wanaka Baum, aber trotzdem 😂

Dominik konnte das Stück von Wanaka bis Queenstown leider nicht mit uns mitfahren, da sich hier mal wieder die Auswirkungen unserer Anfangsprobleme zeigten und er keinen Platz im Bus hatte. Also kam er ein paar Stunden später mit dem Intercity nach. Für ihn schien aber zumindest diese Fahrt recht angenehm gewesen zu sein: er saß nämlich in einem schönen großen Reisebus mit WLAN. 

Bevor wir wirklich aus Wanaka raus fuhren, hielt der Stray Bus noch bei „Puzzle World“, einem Museum für optische Täuschungen und einem riesigen Labyrinth. Der Teil mit den optischen  Täuschungen war ziemlich cool, aber das Labyrinth war leider zu verregnet um wirklich sein Glück darin versuchen zu wollen. 

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Danach fuhren wir den größten Teil der Strecke bis Queenstown durch. Wir hielten bei der AJ Hacket Brücke, dem Hauptsitz des Bungy Unternehmens, und schauten uns eine kurze Doku zu den Anfängen des Bungys an und wer gewollt hätte, hätte direkt von der Brücke hüpfen können. Aber erstens war das Wetter zu dem Zeitpunkt nicht unbekannt perfekt und zweitens wollten die meisten, die einen Bungy und nicht eine von den Schaukeln machen wollten, direkt den ganz großen machen. Also 134m die Schlucht runter. Und so buchten sich Christina (eine andere Deutsche) und ich einen Sprung für den nächsten Tag.

Aussicht von der Brücke

Im Hostel ging mal wieder ein kleines Drama los. Obwohl Dominik auf der Buchungsliste gestanden hatte und beim Busfahrer extra nochmal nachgefragt hatte, wurde kein Bett für ihn mit gebucht. Und so kam es, dass er, als er ein wenig später als wir ankam, nur noch mit viel Glück einen Platz für eine Nacht ergatterte. Denn in Queenstown ist momentan die Hölle los: Skihauptsaison. So endeten wir damit, ein Bett in einem Damendorm in einem Hostel etwa 8 Minuten weg buchen mussten. Das letzte verfügbare und bezahlbare Bett in der ganzen Stadt für diese Zeit. Und weil er eben keine langen Haare hat, die Stimme etwas sehr viel zu tief ist und er obenrum zu wenig, dafür aber weiter unten zu viel hat, musste ich ihm wohl oder übel mein Bett überlassen und für die letzten beiden von drei Nächten umziehen. Aber die erste Nacht schliefen wir noch im gleichen Gebäude. Wenigstens etwas.

Abends gingen wir mit ein paar anderen aus unserer Gruppe zu Fergsburger, dem angeblichen besten Burgerladen Neuseelands. Dass es dort gut sein soll, haben wohl schon mehrere gehört. Zumindest dauerte es insgesamt eine Stunde, bis wir endlich unsere Bestellungen in den Händen hielten. Da ich ja nicht unbedingt der größte Burgerexperte bin, muss ich mich hier auf das Urteil der anderen verlassen. Und das besagte so in etwa: „Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich weltverändernd. Ein guter Burger halt.“

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Montagmorgen packte ich zunächst mein Zeug für zwei Nächte zusammen, danach schlenderten wir ein wenig durch die Stadt, endeten mit einer Kanadierin aus unserer Reisegruppe und einer Britin, die sie gerade erst kennengelernt hat, bei Starbucks und gingen danach noch kurz in einen Cookieladen, bevor ich mich mit Cristina für unseren Bungy traf. 

Nach dem Einchecken und wiegen prangte mal wieder mein Gewicht mit rotem Edding auf meine Hand aufgemalt. Wuhu. Nicht. 😆 Es dauertr gefühlt noch eine ganze Ewigkeit, bis wir endlich in den Bus stiegen und zur Nevis Valley Zentrale etwa 45 Minuten außerhalb der Stadt fuhren. Ich versuchte die Fahrt so gut wie möglich zu genießen, könnte ja das letzte sein, was ich sehe. 

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Wobei ich dieses mal auf eine andere Art aufgeregt war. Komischerweise hatte ich eher Angst davor einfach nicht springen zu können und mich dadurch total zu blamieren, weil ich 1) schon einen anderen Bungy gemacht habe und 2) bei diesem keinen richtigen Kick bekommen habe. Eigentlich total albern. Aber ich war definitiv deutlich entspannter, da ich alle Abläufe schon im Groben kannte und wusste, welcher Teil für mich am unheimlichsten werden wird. 

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Es ist trotzdem ein ganz anderes Gefühl, wenn man in einer Gondel zu der Absprungplattform gefahren wird und nicht selber läuft oder wenn man Steinen entgegen springt und nicht nur dem Meer. Und natürlich wenn man etwas mehr als 8 Sekunden freien Fall hat anstelle von 2 Sekunden. Insgesamt ging aber das ganze Prozedere in der Absprunggondel sehr schnell, was gut ist. Weniger Zeit zum Nachdenken.

Aufgerufen werden – Füße zusammen gebunden bekommen – an den Seilen befestigt werden – kurzer letzter Check des Harness – in die Kamera winken – zur Plangenkante watscheln – möglichst nicht runter schauen – nochmal winken – lächeln – 3 – 2 – 1 – springen. Und danach nur noch fallen und genießen. Für mich war das dieses Mal ein ziemlich komisches Gefühl. Irgendwie habe ich erwartet, dass der Fall nach 60 oder so Metern vorbei ist, aber es ging immer weiter und weiter runter. Ich habe auch nicht erwartet, dass ich bei dem ersten Bounce wieder so hoch zurück federe beziehungsweise danach nochmal so tief falle. Aber es war ein unbeschreiblich tolles Gefühl. 

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Nachdem wir unser Geld für Bilder und Video am Schalter gelassen hatten, ging es zurück in die Innenstadt. Ich kaufte mir noch das „Queenstown Story T-Shrit“, ein T-Shrit mit einer kurzen Geschichte über die verrückten Leute, die nach Queenstown kommen und danach trafen wir uns mit einer Chinesin unseres Busses auf ein Eis. Dominik und ich teilten uns wieder 3 Kugeln, diesesmal Gingerbread, Mango und geröstete Haselnuss. 

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Wirklich viel machten wir den Abend eigentlich nicht mehr. Wir brachten mein Zeug ins andere Hostel, kochten Abendessen und quatschten noch ewig mit ein paar anderen Leuten.

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[Bilder, Reisen] Tag 11 auf der Südinsel – Wanaka

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Nach einer durchregneten Nacht hatte der Himmel auch am Sonntagmorgen noch genügend Wasser in petto. Aber ganz ehrlich? Nach all den Sonnentagen die wir hatten, trüben so ein paar graue Wolken auch niemandens Stimmung. 

Die meisten Stopps mit längeren und kürzeren Hikes haben wir geskippt, dafür war das Wetter einfach nicht gut genug. Aber die Thunder Creek Falls haben wir mitgenommen (immerhin liegen sie auch nur 2-3 Laufminuteb vom Parkplatz entfernt 😉 ) Mir hat insbesondere die türkisblaue Färbung am Fuße des Wasserfalls gefallen.


Von hier aus ging es weiter zu den Blue Pools, die aufgrund des fehlenden blauen Himmels eher grünlich aussahen. Nicht so spektakulär und schön, wie ich es mir erhofft hatte. Aber egal, denn immerhin hörte es zurück am Bus auf zu regnen.

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Unser Fahrer Hem Dog hielt kurz am Lake Wanaka Lookout, damit wir nicht mehr zur Frontscheibe laufen mussten, um gute Bilder von der sich so plötzlich verändernden Landschaft machen konnten. Der Ausblick war wirklich atemberaubend schön (zumal der Himmel ganz langsam aufbrach). 

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Bevor wir dann tatsächlich endlich nach Wanaka City rein fuhren, stoppten wir bei „The Neck“, einem Aussichtspunkt über Lake Hawea, dem See direkt neben Lake Tekapo. Hier konnte man auch wunderbar Bildwr machen, kann ich euch sagen 😀 Unser Fahrer war leicht genervt, weil einige so lange gebraucht haben…


In Lake Wanaka angekommen holten Dominik und ich uns ein Eis in der angeblich besten Eisdiele Otagos. Ob es die beste Eisdiele ist, kann ich zwar nicht beurteilen, aber das Eis war definitiv lecker 🙂 (wir hatten sea salted caramel, hokey pokey und cherry, falls es jemanden interessiert)

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Der Abend sollte allerdings für mich noch etwas unangenehm werden. Ich habe mir voe ein paar Tagen einen Mückenstich am Knöchel wund gekratzt und über den Abend heute hat sich das ganze Ding so sehr entzündet, dass ich kaun mehr laufen konnte. Ich hoffe, morgen ist es wieder besser, denn wir wollen uns den Sonnenaufgang von einem ganz bestimmten Punkt aus anschauen (und müssen dafür knapp 2km laufen)

[Bilder, Reisen] Tag 9 & 10 auf der Südinsel – Franz Josef 

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[Bilder, Reisen] Tag 9 & 10 auf der Südinsel – Franz Josef 

Fteitagmorgen packten wir mal wieder unsere sieben Sachen zusammen und begaben uns auf den Weg zum Bus. Unser erster Stopp lag bei einem Aussichtspunkt zu den Pancake Rocks, einer Felsgruppe, die so aussieht, als bestünde sie aus vielen übereinander geschichteten Felslagen. Oder eben wie viele gigantische Pancakestapel. 

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Anschließend fuhren wir zu dem kleinen Nationalpark, in dem die besagten Felsen liegen und liefen auf dem Pfad, der sich durch die Steine und am Meer entlang schlängelt. Als wir an einem der Aussichtspunkte stoppten und aufs Meer schauten, konnten wir sogar ein paar Delfine entdecken. Allerdings waren sie so weit weg, dass man sie nicht auf einem Bild festhalten konnte. 

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Anschließend fuhren wir weiter nach Greymouth, wo wir nicht nur unsere Lunchpause machten, sondern auch ein Warehouse zum Einkaufen vorfanden. Das war zumindest für mich sehr gut, denn mir fehlten neben Handschuhen und Mütze auch noch warme Socken :lol:. Und es gab gerade Kinderüberaschungseier im Angebot 😀

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Schon eine Stunde später ging es weiter. Wir hielten kurz am Straßenrand an, da man von unserer Route nach Franz Josef den Mount Cook sehen konnte, Neuseelands höchsten Berg. Hab ich schon mal erwähnt wie glockenklar die Sicht gewesen ist? 

Insgesamt ist es heute erstaunlich warm gewesen. Wenn ich an meinen Urlaub gedacht habe, habe ich mich nie ohne meine dicke Ski-Jacke rumlaufen gesehen. Aber heute blieb sie sogar die meiste Zeit im Bus liegen, während mir die Sonne auf den Kopf schien.

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Kurz nach vier kamen wir endlich in Franz Josef an. Unser Hostel erscheint von außen ziemlich unscheinbar und klein, aber die Anlage ist für neuseeländische Verhältnisse riesig. Es gibt neben den ganzen verschiedenen ’standardmäßigen‘ Räumen auch eine Bar und ein Restaurant, in dem Samstags einige Gewinnspiele stattfinden werden. Mal schauen, ob wir etwas gewinnen 😉

Ansonsten haben wir uns nur noch ein wenig im Ort umgesehen, die Färbung des Schnees beim Sonnenuntergang genossen und den restlichen Tag so ziemlich entspannt. 

Für Samstag hatten wir ganz besondere Pläne: wir wollten den Heli Hike auf dem Franz Josef Gletscher machen. Das bedeutet erst mit dem Helikopter auf den Gletscher fliegen, dort anschließend 3-4 Stunden wandern und anschließend zurück fliegen. Eines meiner absoluten Want-to-do’s auf der Südinsel. Das Problem bei dem Heli-Hike ist allerdings, dass er eine etwa 60%ige Chance hat gecancelt zu werden.

Doch wir hatten riesiges Glück und so machten wir uns um 8:30 zum Check-in. Wir wurden mit Jacken, wasserfesten Hosen, Stiefeln und Spikes ausgestattet und schon ging es zum Helikopter. Leider war ich etwas zu schwer, um in der ersten Reihe zu sitzen (hier bitte ein gemeinschaftlich mitfühlendes Ohhhhh…), aber trotzdem genoss ich den Flug in vollen Zügen. 

Heli und Mond

Auf dem Gletscher angekommen hieß es zunächst die Spikes an den Stiefel zu befestigen und dann ging es auch schon los. Während unser Guide ab einem bestimmten Punkt im T-Shirt herum lief, froren mir gefühlt die Zehen ab. Aber das war es mehr als nur wert. Ich kann es gar nicht so recht in Worte fassen, wie es sich anfühlt auf einem Gletscher zu wandern. Während man läuft, kommt einem die ganze Landschaft gar nicht so extrem groß vor. Es ist einfach alles ewig weiß-blau-grau. Doch entdeckt man ein paar andere Menschen, realisiert man erst so wirklich, wie winzig klein man doch eigentlich ist. 

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Jede Ecke sieht atemberaubend anders aus: an einigen Stellen ist das Eis einfach weiß und rau, an der nächsten leuchtend blau und spiegelglatt und sieht im Sonnenlicht fast aus wie das Meer. Hier findet sich etwas vom Gletscher abgetragenen Stein und zu feinstem Felssand gemahlenen Staub, dort poltert ein Eisbrocken mit lautem Rumoren den Abhang hinab und legt mit etwas Glück ein neues noch unausgeglichenes Stück blaues Eis frei. Während man meistens genug Platz zum entspannten Laufen hat, muss man sich manchmal durch die engsten Spalten und Löcher zwischen massivstem Eis hindurch quetschen. Ich habe unserem Guide direkt gesagt, dass, egal was passiert, meine Kamera zuerst gerettet werden muss :lol:.

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Die Zeit war leider viel zu schnell zu Ende und wir mussten uns zurück in die echte Welt begeben. Doch das auf dem Gletscher Erlebte wird garantiert so schnell keiner von uns vergessen. 

Auf dem Rückflug

Dominik und ich sind anschließend zum Wildlife Center gegangen, wo man unter anderem auch Kiwis sehen kann. Was soll ich groß dazu sagen, die Kiwis waren cool drauf und ziemlich süß, aber wirklich seinen Preid wert war das zu Sehende nicht. 

Kurze Zeit später machten wir uns auf den Weg zu dem Spa bei dem Heli-Hike Unternehmen, denn da wir den Flug mitgemacht haben, bekamen wir dazu kostenlosen Eintritt. Die Chinesin unserer Gruppe hat mir beigebracht, wie man mit den Händen auf chinesisch bis zehn zählt 😀

Dominik ging abends zum All you can eat Pizzaessen (und verdonnerte mich anschließend dazu es zumindest hier kurz zu erwähnen 😀 ). Er meinte, es war ziemlich lecker, beschwerte sich danach aber ewig darüber, dass er zu viel gegessen habe. 

Ich plante in der Zwischenzeit unser weiteres Vorgehen und unsere Aktivitäten. Oh, und ich aß einen meiner absoluten Lieblingscookies 😀