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[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

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[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

Mit mehr Leuten als ursprünglich geplant machten wir uns Samstag zunächst auf den Weg nach Bluff, wo das Fährenterminal liegt. Einer vom Bus hat sich nämlich entschieden, für 3 Tage auf die Insel zu fahren und einen späteren Bus zurück nach Queenstown zu nehmen. Er tat mir allerdings etwas leid, denn die Fähre nach Stewart Island ist auch als „Grüne Fähre“ oder „Fischfütterfähre“ bekannt und das Meer war noch immer ziemlich stürmisch vom Vortag… Weitere Ausführungen sollten an dieser Stelle nicht von Nöten sein 😀

Anschließend hatte der Rest von uns noch ein wenig Zeit am Meer entlang zu schlendern und die Haare verzauseln zu lassen, bevor wir wieder zurück Richtung Invercargill fuhren. Es gab nicht wirklich viel zu sehen, neben einem Leuchtturm, einer Skulptur, die eine Maori Legende symbolisieren soll, und vielen, vielen Wellen.

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In der Maori Legende geht es grob zusammengefasst um Māui (der Name dürfte aus Disneys Moana bekannt sein), einem Halbgott, der so wie fast alle Voll- und Halbgötter des Maori Glaubens ein ziemlicher Riese gewesen sein soll. Eines Tages ging Māui mit seinen großen Brüdern fischen und weil sie ihren kleinen Bruder nicht wirklich ernst nahmen, dachte er, er müsse sich beweisen. So kam es, dass er seinen Fischerhaken, der aus dem Knochen seiner geliebten und verstorbenen Großmutter bestand, ins Wasser warf. Durch ihre Kräfte und Liebe und diesem ganzen Blabla, biss ein ziemlich großer Stachelrochen an. Māuis Brüder halfen ihm, den Brocken zur Wasserfläche zu ziehen und er bat sie, den Rochen in Ruhe zu lassen, sodass er sich um seinen Fang kümmern könnte. Diese hörten aber (natürlich) nicht auf den Kleinen und begannen ihre Versuche den Rochen zu zerlegen, wodurch die Gebirgs- und Tallandschaft der Nordinsel entstand. Die Geschichte geht noch ein Stück weiter, aber ganz grob zusammengefasst bildete sich aus dem Rochen die Nordinsel, aus dem Boot die Südinsel und aus dem Anker Stewart Island. Und deswegen heißt die Nordinsel auf Maori „Te ika a māui“ (Der Fisch des Māui), die Südinsel „Te waka a māui“ (Das Boot des Māui) und Stewart Island „Te punga o te waka a māui“ (Der Anker des Botes von Maui). Und die Skulptur soll eben jede Ankerkette darstellen, die das Boot mit dem Anker verbindet. Soviel zum geschichtlichen.

Anschließend sind wir zurück nach Invercargill gefahren, um noch eine Person aufzugabeln und haben den restlichen Tag mal wieder so ziemlich im Bus verbracht (abgesehen von ein paar kurzen Fotostops). 

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Zurück in Queenstown checkten Dominik und ich zuerst in der wohl schlechtesten Unterkunft der Stadt ein. Aber egal, zumindest ist es relativ billig. Wir waren mittelmäßig motiviert auf einen Berg zu steigen, aber unsere Motivation fiel ziemlich drastisch ab und wir endeten damit, ins „Balls and Bangles“ zu gehen, einem ziemlich geilen Doughnut, Bagel und Milchshake Laden. Wer sich vor Kalorien fürchtet, möge bei den unten angehängten Bildern die Augen fest schließen (je fester, desto besser; diese kleinen Tierchen werden Schummelnde erst recht befallen)

Um zumindest einen winzigen Teil der aufgenommenen Energie zu nutzen, schlenderten wir noch ein wenig am Wasser entlang und genossen einen endlich mal wieder malerischen Sonnenuntergang. 

Am nächsten Tag wurde ausgeschlafen. Hieß ich war um Punkt 8 putzmunter. Eine halbe Stunde später musste auch Dominik dran glauben und wir machten uns fertig für den Tag. Wir wollten hoch hinaus. Wortwörtlich. Unser Ziel lag bei dem Gondola Lookout, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Stadt, die umliegenden Gebirge und den See hat.

Allerdings sind wir ja arme geldlose Reisende und können uns den Luxus der Gondel nicht wirklich leisten (sie ist wirklich total überteuert). Und so machten wir uns daran, den zwar relativ kurzen aber dafür extrem steilen Aufstieg zu wagen. Eine gute Stunde später waren wir ziemlich außer Atem, aber dafür auch am Ziel angekommen. Und es hat sich definitiv gelohnt: die Sicht war glockenklar und es hingen nur ein paar kleine Wolken in den Bergen. 

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Zuerst belohnten wir uns im Café, bevor es noch ein kleines Stück höher ging. Allerdings waren wir beide nicht motiviert die Wanderung noch um weitere 6 Stunden zu verlängern und so machten wir uns wieder zurück auf den Weg nach unten. Allerdings fanden wir es langweilig den exakt gleichen Weg zweimal zu laufen und so entschieden wir uns das letzte Stück auf einem anderen Weg zu gehen. Sagen wir es mal so: wir sahen ein paar ziemlich coole Wasserfälle und Plätze, kamen zwischendurch aber komplett vom Weg ab und kletterten über Steine, Wurzeln und Steinwände hinunter. Es war ziemlich… abenteuerlich 😀 

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Glücklicherweise fand ein ortskundiger Kiwi uns, als wir dachten auf den vermeintlich richtigen Pfad gestoßen zu sein und gab uns den Rat unseren Weg etwas weiter oben fortzusetzen. Nicht lange danach sahen wir die Häuser von Queenstown wieder auf Augenhöhe vor uns auftauchen und verließen den Wald (durch einen Hintergarten).

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostel (meine Hose war dezent schlammig und wollte dringend zumindest grob gereinigt werden), machten wir uns wieder auf die Socken. Allerdings hatten wir beide keine allzu große Lust auf noch einen Berg, und so liefen wir nur ein wenig am Ufer entlang, kauften und uns einen Cupcake, ließen uns von einer Ente ein ganzes Erdnussbuttersandwich stehlen und pilgerten schlussendlich zum Supermarkt. 

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Zurück im Hostel wurde endlich geduscht, was ordentliches gegessen und den restlichen Abend entspannt. 

[Bilder, Reisen] Tag 16 auf der Südinsel – Invercargill

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[Bilder, Reisen] Tag 16 auf der Südinsel – Invercargill

Wir wollten uns am Freitagmorgen eigentlich mal wieder den Sonnenaufgang anschauen, aber das Wetter wollte mal wieder nicht so ganz wie wir. Schön sah es trotzdem auch, auch wenn die Himmelsfärbung gefehlt hat. Der See hatte ein leicht dramatisches Aussehen und wirkte ziemlich mystisch. 

Der Bus wartete bereits mit den anderen vor dem Abholort, allerdings sollte die Abfahrt erst eine gute Stunde später stattfinden. Es war allerdings trotzdem gut, dass wir bereits früher da waren, denn das Anhängerbeladen stellte sich als ziemliches Puzzle heraus.

Schließlich war dann doch alles verstaut und wir machten uns auf den Weg Richtung Invercargill. Unterwegs gab es nur einen Stopp, nämlich bei irgendeinem See. Allerdings konnte man aufgrund der dichten Regenwolken nicht wirklich allzu viel sehen. 

In Invercargill selber mussten jene, die ursprünglich nach Stewart Island wollten, erfahren, dass die Fähre aufgrund der Unwetter nicht abfahren kann. Und so blieben wir alle in der Stadt mehr oder weniger stecken. 

Dominik und ich liefen ein wenig durch die Stadt, besuchten Neuseelands ältesten Tuatara (eine Tierart, die angeblich am unverändertsten von den Dinosauriern abstammt) im Museum und liefen noch ein wenig durch den Queens Park, bevor wir uns zurück in die Innenstadt und ins Burgerfuel machten.

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Burgerfuel ist eine neuseeländische Burgerkette, die verdammt leckere Kumara Fries (Süßkartoffelpommes) macht und deren Burger im Vergleich zu Mecces und Co ziemlich lecker schmecken. Ausklingen ließen wir den Abend bei einem Kombucha im Hostel und später strickte ich endlich eine Mütze, die ich bereits in Auckland angefangen und anschließend stark vernachlässigt habe, fertig.

[Bilder, Reisen] Tag 12 & 13 auf der Südinsel – Queenstown

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[Bilder, Reisen] Tag 12 & 13 auf der Südinsel – Queenstown

Sonntag ging es nach Queenstown, Neuseelands Adrenalinheimatstadt. Hier war es, wo der Bungyjump ins Leben gerufen wurde und hier ist die Stadt, in der es alleine drei verschiedene Bungysprünge gibt. Genau der richtige Ort also für einen Menschen wie mich 😉

Morgens wollten wir eigentlich den Sonnenaufgang vom „dem Wanaka Baum“ aus anschauen. Wir waren auch dort, aber es hat so dermaßen geschüttet, dass es selbst 20 Minuten nach Sonnenaufgang noch total düster draußen war. Satz mit x…

Das ist nicht „der“ Wanaka Baum, aber trotzdem 😂

Dominik konnte das Stück von Wanaka bis Queenstown leider nicht mit uns mitfahren, da sich hier mal wieder die Auswirkungen unserer Anfangsprobleme zeigten und er keinen Platz im Bus hatte. Also kam er ein paar Stunden später mit dem Intercity nach. Für ihn schien aber zumindest diese Fahrt recht angenehm gewesen zu sein: er saß nämlich in einem schönen großen Reisebus mit WLAN. 

Bevor wir wirklich aus Wanaka raus fuhren, hielt der Stray Bus noch bei „Puzzle World“, einem Museum für optische Täuschungen und einem riesigen Labyrinth. Der Teil mit den optischen  Täuschungen war ziemlich cool, aber das Labyrinth war leider zu verregnet um wirklich sein Glück darin versuchen zu wollen. 

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Danach fuhren wir den größten Teil der Strecke bis Queenstown durch. Wir hielten bei der AJ Hacket Brücke, dem Hauptsitz des Bungy Unternehmens, und schauten uns eine kurze Doku zu den Anfängen des Bungys an und wer gewollt hätte, hätte direkt von der Brücke hüpfen können. Aber erstens war das Wetter zu dem Zeitpunkt nicht unbekannt perfekt und zweitens wollten die meisten, die einen Bungy und nicht eine von den Schaukeln machen wollten, direkt den ganz großen machen. Also 134m die Schlucht runter. Und so buchten sich Christina (eine andere Deutsche) und ich einen Sprung für den nächsten Tag.

Aussicht von der Brücke

Im Hostel ging mal wieder ein kleines Drama los. Obwohl Dominik auf der Buchungsliste gestanden hatte und beim Busfahrer extra nochmal nachgefragt hatte, wurde kein Bett für ihn mit gebucht. Und so kam es, dass er, als er ein wenig später als wir ankam, nur noch mit viel Glück einen Platz für eine Nacht ergatterte. Denn in Queenstown ist momentan die Hölle los: Skihauptsaison. So endeten wir damit, ein Bett in einem Damendorm in einem Hostel etwa 8 Minuten weg buchen mussten. Das letzte verfügbare und bezahlbare Bett in der ganzen Stadt für diese Zeit. Und weil er eben keine langen Haare hat, die Stimme etwas sehr viel zu tief ist und er obenrum zu wenig, dafür aber weiter unten zu viel hat, musste ich ihm wohl oder übel mein Bett überlassen und für die letzten beiden von drei Nächten umziehen. Aber die erste Nacht schliefen wir noch im gleichen Gebäude. Wenigstens etwas.

Abends gingen wir mit ein paar anderen aus unserer Gruppe zu Fergsburger, dem angeblichen besten Burgerladen Neuseelands. Dass es dort gut sein soll, haben wohl schon mehrere gehört. Zumindest dauerte es insgesamt eine Stunde, bis wir endlich unsere Bestellungen in den Händen hielten. Da ich ja nicht unbedingt der größte Burgerexperte bin, muss ich mich hier auf das Urteil der anderen verlassen. Und das besagte so in etwa: „Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich weltverändernd. Ein guter Burger halt.“

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Montagmorgen packte ich zunächst mein Zeug für zwei Nächte zusammen, danach schlenderten wir ein wenig durch die Stadt, endeten mit einer Kanadierin aus unserer Reisegruppe und einer Britin, die sie gerade erst kennengelernt hat, bei Starbucks und gingen danach noch kurz in einen Cookieladen, bevor ich mich mit Cristina für unseren Bungy traf. 

Nach dem Einchecken und wiegen prangte mal wieder mein Gewicht mit rotem Edding auf meine Hand aufgemalt. Wuhu. Nicht. 😆 Es dauertr gefühlt noch eine ganze Ewigkeit, bis wir endlich in den Bus stiegen und zur Nevis Valley Zentrale etwa 45 Minuten außerhalb der Stadt fuhren. Ich versuchte die Fahrt so gut wie möglich zu genießen, könnte ja das letzte sein, was ich sehe. 

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Wobei ich dieses mal auf eine andere Art aufgeregt war. Komischerweise hatte ich eher Angst davor einfach nicht springen zu können und mich dadurch total zu blamieren, weil ich 1) schon einen anderen Bungy gemacht habe und 2) bei diesem keinen richtigen Kick bekommen habe. Eigentlich total albern. Aber ich war definitiv deutlich entspannter, da ich alle Abläufe schon im Groben kannte und wusste, welcher Teil für mich am unheimlichsten werden wird. 

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Es ist trotzdem ein ganz anderes Gefühl, wenn man in einer Gondel zu der Absprungplattform gefahren wird und nicht selber läuft oder wenn man Steinen entgegen springt und nicht nur dem Meer. Und natürlich wenn man etwas mehr als 8 Sekunden freien Fall hat anstelle von 2 Sekunden. Insgesamt ging aber das ganze Prozedere in der Absprunggondel sehr schnell, was gut ist. Weniger Zeit zum Nachdenken.

Aufgerufen werden – Füße zusammen gebunden bekommen – an den Seilen befestigt werden – kurzer letzter Check des Harness – in die Kamera winken – zur Plangenkante watscheln – möglichst nicht runter schauen – nochmal winken – lächeln – 3 – 2 – 1 – springen. Und danach nur noch fallen und genießen. Für mich war das dieses Mal ein ziemlich komisches Gefühl. Irgendwie habe ich erwartet, dass der Fall nach 60 oder so Metern vorbei ist, aber es ging immer weiter und weiter runter. Ich habe auch nicht erwartet, dass ich bei dem ersten Bounce wieder so hoch zurück federe beziehungsweise danach nochmal so tief falle. Aber es war ein unbeschreiblich tolles Gefühl. 

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Nachdem wir unser Geld für Bilder und Video am Schalter gelassen hatten, ging es zurück in die Innenstadt. Ich kaufte mir noch das „Queenstown Story T-Shrit“, ein T-Shrit mit einer kurzen Geschichte über die verrückten Leute, die nach Queenstown kommen und danach trafen wir uns mit einer Chinesin unseres Busses auf ein Eis. Dominik und ich teilten uns wieder 3 Kugeln, diesesmal Gingerbread, Mango und geröstete Haselnuss. 

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Wirklich viel machten wir den Abend eigentlich nicht mehr. Wir brachten mein Zeug ins andere Hostel, kochten Abendessen und quatschten noch ewig mit ein paar anderen Leuten.

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[Bilder, Reisen] Tag 11 auf der Südinsel – Wanaka

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Nach einer durchregneten Nacht hatte der Himmel auch am Sonntagmorgen noch genügend Wasser in petto. Aber ganz ehrlich? Nach all den Sonnentagen die wir hatten, trüben so ein paar graue Wolken auch niemandens Stimmung. 

Die meisten Stopps mit längeren und kürzeren Hikes haben wir geskippt, dafür war das Wetter einfach nicht gut genug. Aber die Thunder Creek Falls haben wir mitgenommen (immerhin liegen sie auch nur 2-3 Laufminuteb vom Parkplatz entfernt 😉 ) Mir hat insbesondere die türkisblaue Färbung am Fuße des Wasserfalls gefallen.


Von hier aus ging es weiter zu den Blue Pools, die aufgrund des fehlenden blauen Himmels eher grünlich aussahen. Nicht so spektakulär und schön, wie ich es mir erhofft hatte. Aber egal, denn immerhin hörte es zurück am Bus auf zu regnen.

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Unser Fahrer Hem Dog hielt kurz am Lake Wanaka Lookout, damit wir nicht mehr zur Frontscheibe laufen mussten, um gute Bilder von der sich so plötzlich verändernden Landschaft machen konnten. Der Ausblick war wirklich atemberaubend schön (zumal der Himmel ganz langsam aufbrach). 

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Bevor wir dann tatsächlich endlich nach Wanaka City rein fuhren, stoppten wir bei „The Neck“, einem Aussichtspunkt über Lake Hawea, dem See direkt neben Lake Tekapo. Hier konnte man auch wunderbar Bildwr machen, kann ich euch sagen 😀 Unser Fahrer war leicht genervt, weil einige so lange gebraucht haben…


In Lake Wanaka angekommen holten Dominik und ich uns ein Eis in der angeblich besten Eisdiele Otagos. Ob es die beste Eisdiele ist, kann ich zwar nicht beurteilen, aber das Eis war definitiv lecker 🙂 (wir hatten sea salted caramel, hokey pokey und cherry, falls es jemanden interessiert)

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Der Abend sollte allerdings für mich noch etwas unangenehm werden. Ich habe mir voe ein paar Tagen einen Mückenstich am Knöchel wund gekratzt und über den Abend heute hat sich das ganze Ding so sehr entzündet, dass ich kaun mehr laufen konnte. Ich hoffe, morgen ist es wieder besser, denn wir wollen uns den Sonnenaufgang von einem ganz bestimmten Punkt aus anschauen (und müssen dafür knapp 2km laufen)

[Bilder, Reisen] Tag 9 & 10 auf der Südinsel – Franz Josef 

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[Bilder, Reisen] Tag 9 & 10 auf der Südinsel – Franz Josef 

Fteitagmorgen packten wir mal wieder unsere sieben Sachen zusammen und begaben uns auf den Weg zum Bus. Unser erster Stopp lag bei einem Aussichtspunkt zu den Pancake Rocks, einer Felsgruppe, die so aussieht, als bestünde sie aus vielen übereinander geschichteten Felslagen. Oder eben wie viele gigantische Pancakestapel. 

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Anschließend fuhren wir zu dem kleinen Nationalpark, in dem die besagten Felsen liegen und liefen auf dem Pfad, der sich durch die Steine und am Meer entlang schlängelt. Als wir an einem der Aussichtspunkte stoppten und aufs Meer schauten, konnten wir sogar ein paar Delfine entdecken. Allerdings waren sie so weit weg, dass man sie nicht auf einem Bild festhalten konnte. 

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Anschließend fuhren wir weiter nach Greymouth, wo wir nicht nur unsere Lunchpause machten, sondern auch ein Warehouse zum Einkaufen vorfanden. Das war zumindest für mich sehr gut, denn mir fehlten neben Handschuhen und Mütze auch noch warme Socken :lol:. Und es gab gerade Kinderüberaschungseier im Angebot 😀

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Schon eine Stunde später ging es weiter. Wir hielten kurz am Straßenrand an, da man von unserer Route nach Franz Josef den Mount Cook sehen konnte, Neuseelands höchsten Berg. Hab ich schon mal erwähnt wie glockenklar die Sicht gewesen ist? 

Insgesamt ist es heute erstaunlich warm gewesen. Wenn ich an meinen Urlaub gedacht habe, habe ich mich nie ohne meine dicke Ski-Jacke rumlaufen gesehen. Aber heute blieb sie sogar die meiste Zeit im Bus liegen, während mir die Sonne auf den Kopf schien.

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Kurz nach vier kamen wir endlich in Franz Josef an. Unser Hostel erscheint von außen ziemlich unscheinbar und klein, aber die Anlage ist für neuseeländische Verhältnisse riesig. Es gibt neben den ganzen verschiedenen ’standardmäßigen‘ Räumen auch eine Bar und ein Restaurant, in dem Samstags einige Gewinnspiele stattfinden werden. Mal schauen, ob wir etwas gewinnen 😉

Ansonsten haben wir uns nur noch ein wenig im Ort umgesehen, die Färbung des Schnees beim Sonnenuntergang genossen und den restlichen Tag so ziemlich entspannt. 

Für Samstag hatten wir ganz besondere Pläne: wir wollten den Heli Hike auf dem Franz Josef Gletscher machen. Das bedeutet erst mit dem Helikopter auf den Gletscher fliegen, dort anschließend 3-4 Stunden wandern und anschließend zurück fliegen. Eines meiner absoluten Want-to-do’s auf der Südinsel. Das Problem bei dem Heli-Hike ist allerdings, dass er eine etwa 60%ige Chance hat gecancelt zu werden.

Doch wir hatten riesiges Glück und so machten wir uns um 8:30 zum Check-in. Wir wurden mit Jacken, wasserfesten Hosen, Stiefeln und Spikes ausgestattet und schon ging es zum Helikopter. Leider war ich etwas zu schwer, um in der ersten Reihe zu sitzen (hier bitte ein gemeinschaftlich mitfühlendes Ohhhhh…), aber trotzdem genoss ich den Flug in vollen Zügen. 

Heli und Mond

Auf dem Gletscher angekommen hieß es zunächst die Spikes an den Stiefel zu befestigen und dann ging es auch schon los. Während unser Guide ab einem bestimmten Punkt im T-Shirt herum lief, froren mir gefühlt die Zehen ab. Aber das war es mehr als nur wert. Ich kann es gar nicht so recht in Worte fassen, wie es sich anfühlt auf einem Gletscher zu wandern. Während man läuft, kommt einem die ganze Landschaft gar nicht so extrem groß vor. Es ist einfach alles ewig weiß-blau-grau. Doch entdeckt man ein paar andere Menschen, realisiert man erst so wirklich, wie winzig klein man doch eigentlich ist. 

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Jede Ecke sieht atemberaubend anders aus: an einigen Stellen ist das Eis einfach weiß und rau, an der nächsten leuchtend blau und spiegelglatt und sieht im Sonnenlicht fast aus wie das Meer. Hier findet sich etwas vom Gletscher abgetragenen Stein und zu feinstem Felssand gemahlenen Staub, dort poltert ein Eisbrocken mit lautem Rumoren den Abhang hinab und legt mit etwas Glück ein neues noch unausgeglichenes Stück blaues Eis frei. Während man meistens genug Platz zum entspannten Laufen hat, muss man sich manchmal durch die engsten Spalten und Löcher zwischen massivstem Eis hindurch quetschen. Ich habe unserem Guide direkt gesagt, dass, egal was passiert, meine Kamera zuerst gerettet werden muss :lol:.

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Die Zeit war leider viel zu schnell zu Ende und wir mussten uns zurück in die echte Welt begeben. Doch das auf dem Gletscher Erlebte wird garantiert so schnell keiner von uns vergessen. 

Auf dem Rückflug

Dominik und ich sind anschließend zum Wildlife Center gegangen, wo man unter anderem auch Kiwis sehen kann. Was soll ich groß dazu sagen, die Kiwis waren cool drauf und ziemlich süß, aber wirklich seinen Preid wert war das zu Sehende nicht. 

Kurze Zeit später machten wir uns auf den Weg zu dem Spa bei dem Heli-Hike Unternehmen, denn da wir den Flug mitgemacht haben, bekamen wir dazu kostenlosen Eintritt. Die Chinesin unserer Gruppe hat mir beigebracht, wie man mit den Händen auf chinesisch bis zehn zählt 😀

Dominik ging abends zum All you can eat Pizzaessen (und verdonnerte mich anschließend dazu es zumindest hier kurz zu erwähnen 😀 ). Er meinte, es war ziemlich lecker, beschwerte sich danach aber ewig darüber, dass er zu viel gegessen habe. 

Ich plante in der Zwischenzeit unser weiteres Vorgehen und unsere Aktivitäten. Oh, und ich aß einen meiner absoluten Lieblingscookies 😀

[Bilder, Reisen] Tag 6 & 7 auf der Südinsel – Abel Tasman

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[Bilder, Reisen] Tag 6 & 7 auf der Südinsel – Abel Tasman

Nach einer ziemlich unverholsamen Nacht mit vielen wirren Träumen hieß es Dienstagmorgen irgendwie die Zeit rum bekommen. Die Lust etwas zu unternehmen ist uns ehrlich gesagt komplett vergangen, was wahrscheinlich sogar ziemlich verständlich ist. Also saßen wir 2 Stunden in dem Gemeinschaftszimmer und zumindest ich hatte stark damit zu kämpfen nicht komplett durchzudrehen.

Allerdings ging es nicht nur uns so: ein anderer Reisender, der schon mit uns von Christchurch nach Picton gefahren ist, hatte ein ähnliches Problem. Alle seiner Onlinebuchungen waren komplett gelöscht und dadurch hatte auch er keinen Platz mehr im Bus sicher. Da mein Lösungssuchen bereits einen Tag früher als bei ihm angefangen hatte, konnte ich ihm zumindest alle möglichen und realistischen Lösungsideen aufzeigen. Keine wäre wirklich ideal gewesen, aber denoch besser als festzusitzen.

Irgendwann war es also 12. Wir gingen zum Bus und fanden drei weitere Mädels, die in einer ähnlichen Situation wie wir steckten: zwei von ihnen waren auf der Liste, aber die Buchung der dritten war wie von Geisterhand aus dem System radiert und sie waren mindestens genauso genervt und aufgeschmissen wie wir. Zu unserem Glück entschieden aber die beiden, die einen Platz im Bus sicher hatten, mit ihrer Freundin in Picton zu bleiben und so konnten Dominik (der eh einen Platz hatte), ich und der andere Reisende uns nun doch mit auf den Weg nach Abel Tasman machen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal erst so angespannt war, um mich direkt danach komplett erleichtert und leicht aufgelöst zu fühlen. Aber komplett in trockenen Tüchern waren wir zu diesem Zeitpunkt trotzdem noch nicht.

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Auf der Fahrt hielten wir kurz in Nelson zwischen. Der andere Kerl mit dem gleichen Problem meinte, er habe sich bei Stray per Email beschwert und habe jetzt einen Paltz sicher. Ich versuchte das gleiche, allerdings mit deutlich weniger Erfolg. In Nelson hatten Zeit uns kurz am Fluss die Beine zu vertreten, dann ging es auch schon weiter Richtung Abel Tasman National Park.

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Unser Hostel liegt wortwörtlich direkt vor dem Eingang zum Abel Tasman National Park. Zeit die Umgebung zu erkunden hatten wir jedoch nicht mehr, da die Sonne gerade am Horizont verschwand. Aber der Abend war trotzdem noch sehr schön, fast alle Leute vom Reisebus saßen zusammen am Lagerfeuer in der Küche und quatschten über Gott und die Welt.

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Mittwochmorgen standen wir um 9 vor der Rezeption und warteten auf unseren Pick-Up für unsere Tagesaktivität. Wir hatten und ein Wassertaxi gebucht, das uns zum Anchorage Hut bringen sollte, von wo aus wir 12,5km zurück zum Hostel laufen wollten. Zunächst ging es aufs Boot, das von einem Traktor zum Meer gezogen wurde. Von dort aus ging es zunächst zum Split Apple Rock, einen runden und in der Mitte gespaltenen Felsen im Meer. Anschließend stoppten wir kurz in einer Bucht, in der eine relativ große Gruppe von Robben und Babyrobben lustig planschend im Wasser herum tollten. Ehrlich, diese Tiere sind einfach so niedlich und knuffig 🙂

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Schließlich ging es zum Anchorage Hut und unsere Wanderung begann. Der Weg war, im Vergleich zu dem Snout Track, relativ leicht zu laufen. Es ging zunächst ein ziemlich steiles Stück bergauf, aber die restliche Strecke lief sich relativ locker mit nur einigen kleineren Auf- und Anstiegen. Es gab Stellen, an denen man nichts außer Bäumen oder Fels sah, während man an anderen Stellen direkt über dem Meer entlang lief. Wir sind auch ein paar mal vom Haupttrack zu einem der Strände und Bays abgebogen und haben einfach das Wetter genossen, das viel schöner und sonniger als vorhergesagt war.

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Zurück im Hostel gab es zunächst Lunch, bevor wir weiter in die andere Richtung liefen und dort in einem kleinen Shop einen Kaffee für mich kauften und uns ein wenig an den Strand setzten. Abends schauten wir uns noch den knallpinken Himmel beim Sonnenuntergang an und verbrachten den restlichen Abend ebenso wie den Abend zuvor, noch immer nicht wissend wie lange wir hier bleiben.

Sah mal nicht allzu schlecht aus

[Bilder, Reisen] Tag 4 & 5 auf der Südinsel – Picton

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[Bilder, Reisen] Tag 4 & 5 auf der Südinsel – Picton

Sonntagmorgen klingelte um 6:30 der Wecker. In aller Stille und Dunkelheit, um den letzten auf unserem Zimmer nicht zu wecken, packten wir unsere Koffer zusammen und ich verfluchte mich selber insgeheim ein wenig, weil ich so viel Zeug dabei habe. Aber diese Erkenntnis kommt wie immer etwas zu spät und so wird einfach noch ein wenig mehr gequetscht, um den Reißverschluss zuzubekommen.

Wenig später sitzen wir schon im Bus – und bleiben dort für die nächsten 8 1/2 Stunden (abgesehen von zwei kurzen Stopps). Ich kann euch sagen: in einem verhältnismäßig kleinen Reisebus so lange festzusitzen, ohne zu wissen wohin mit seinen ellenlangen Beinen, nervt. Denn der Bus sieht auch ein wenig anders aus, als ich erwartet hatte. Anstatt eines normalen Reisebusses fährt ein übergroßer Tourbus, in dem das Gepäck im Anhänger hinterher poltert.  

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Nach 4 Stunden Fahrt, wovon 3 durch die südlichen Alpen führten, stoppten wir in Murchison zwischen. Ich war echt froh mich endlich wieder bewegen zu können 😀 Von dort aus fuhren wir das letzte Stück bis Picton, abgesehen von einem kurzen Drop-Off Stopp, durch. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich froh, dass wir diese lange Strecke jetzt schon hinter uns haben. 

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In Picton angekommen checkten wir zunächst in das „Villa“-Hostel ein, anschließend machten wir uns mit 4 anderen aus der Gruppe auf den kurzen Walk von Shelly Beach zu Bobs Bay, während die Sonne langsam hinter den Bergen unter ging. Auf dem Weg zu der Wanderroute sagen wir sogar einen Rochen, der über die Steine des Piers entlang glitt. Der Rückweg von der Bucht war dafür ziemlich abenteuerlich: der Boden war unendlich schlammig und man ist teilweise mehr geschlittert als tatsächlich gelaufen 😀

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Montag nutzten wir nicht die Gelegenheit aufzuschlafen, sondern standen kurz nach 7 auf um den Sonnenaufgang anzuschauen. Es war etwas wolkig und nebelig und – ehrlich gesagt – auch ziemlich frisch, doch trotzdem war der Sonnenaufgang einfach malerisch schön. Die Sonne ging nicht wirklich über dem Hafen auf, sondern irgendwo hinter den Bergen auf der rechten Seite. Trotzdem – die Wolken verfärbten sich und insgesamt wirkte das gesamte Bild fast zu perfekt. 

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Anschließend ging es zum zuvor übersprungenen Frühstück zurück ins Hostel und von dort aus weiter ins Edwin Fox Museum, einem Museum über das 8. Älteste Schiff der Welt, das heute noch erhalten ist. Das einst stolze und in den 1850ern gebaute Schiff sieht heute allerdings eher heruntergewirtschaftet aus, was wohl zum größten Teil daran liegt, dass es viele Jahre zum Kohletransport missbraucht wurde und anschließend ziemlich lange in einer Bucht herum lag. Heute kann man den trockengelegten Schiffskörper wieder betreten und sich zumindest ein wenig in die Geschichte des Segelschiffes hinein fühlen. 

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Wir kehrten anschließend ins Hostel zurück, um uns mit etwas Lunch versorgt auf den Snout Hiking Track zu begeben. Hierbei handelt es sich um eine etwa 15 Kilometer Wanderung zur wortwörtlichen Schnauze einer Landzunge auf der rechten Seite des Hafens. Der Weg erwies sich als relativ anspruchsvoll, was wohl zum Teil auch am schlammigen Untergrund gemixt mit dem ständigen Auf und Ab gelegen haben könnte. Aber die Aussicht vom Ende des Weges war diese Anstrengung definitiv mehr als Wert. Man hatte einen atemberaubenden Blick über das Meer und die ganzen anderen Buchten und Ausbuchtungen. Es war wirklich wunder, wunderschön. ❤

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Doch irgendwann hieß es zurück zu gehen und weil mein kleiner Zeh entschieden hatte mich mit einer Blase zu ärgern, legte ich das erste Stück barfuß zurück. Allerdings auch nur so lange, bis ich an einigen Stellen das Profil meiner Schuhe komplett vermisste, da ich auf dem Schlamm schlichtweg nicht von der Stelle kam. 

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Anschließend belohnten wir uns mit einem kleinen Gebäckstück und einem heißen Getränk in einem der Cafés direkt am Hafen – mit erstklassigem Blick auf das Meer.

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Ich würde gerne sagen, der Sonntag war ein komplett perfekter Tag. Doch leider kann ich das nicht, denn am Abend bekam der ganze Zauber einen ziemlich großen Dämpfer. Ich hatte den letzten Busfahrer gefragt, ob ich den nächsten Bus einfach über ihn reservieren könnte, was er mir bestätigte. Als ich jedoch auf meinem Onlineprofil nachschaute, war kein Busplatz für mich reserviert und alle anderen Plätze waren schon vergeben. Ich rief kurzerhand bei dem Busunternehmen an und mir wurde mitgeteilt, dass nichts vom Busfahrer gekommen sei und dadurch kein Platz für mich reserviert ist. Jetzt stehe ich auf der Warteliste und hoffe, dass morgen irgendjemand nicht im Bus ist, der sich eigentlich eingetragen hatte. Wir sind bereits alle anderen Möglichkeiten durchgegangen und grundsätzlich könnten wir die Tour zumindest zeitlich noch gerade so schaffen, allerdings werden wir dann laut aktuellen Buchungen in Mount Cook eine Station vor unserem Ziel und einen Tag vor unserem Rückflug stecken bleiben. Mit einem ziemlich ungewissen Gefühl und einer ziemlichen Anspannung vor morgen lege ich mich jetzt ins Bett und hoffe einfach, dass sich alles zum Guten wendet.
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[Bilder, Reisen] Tag 1-3 auf der Südinsel – Christchurch

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[Bilder, Reisen] Tag 1-3 auf der Südinsel – Christchurch

Wie in meinem letzten Beitrag bereits angedeutet, bin ich aktuell auf der Südinsel unterwegs. Abschlussfahrt, sozusagen. Und mit mir reist ein Kumpel aus Deutschland, der am Dienstag losgeflogen und Donnerstag gelandet ist. Wer jetzt denken mag „Heeeeey, ab in den Süden, der Sonne hinterher…“ (oder wie das Lied nochmal ging), täuscht sich. Neuseeland liegt auf der Südhalbkugel der Erde und somit ist der Norden wärmer als der Süden. Also – ab in den Winter des kühlen Südens Neuseelands!

Die Ankunft meines Kumpels war auch ein klein wenig stressiger, als es hätte sein müssen. Wir sind zu verschiedenen Zeiten von Auckland aus geflogen. Ich als erstes um 2, er planmäßig um 5. Während bei mir der Himmel nur leicht wolkenverhangen war, sah das Wetter nur kurze Zeit später so schlecht aus, dass sämtliche Flüge verschoben oder gecancelt werden mussten. Blöd war nur, dass ich meinen Kumpel nicht kontaktieren konnte, da der Herr sein kostenloses WLAN bereits am Anfang aufgebraucht hatte. Und so saß ich im Hostel und versuchte leicht panisch irgendwelche Informationen herauszufinden, ob und wann sein Flieger geht. 

Aber irgendwann schrieb er mir doch noch, und zwar als er ein paar Stunden später als ursprünglich geplant in Christchurch gelandet ist.

Das Hostel unserer ersten beiden Nächte ist auch wirklich spitze: zentral, verhältnismäßig günstig, sauber, super freundliche Mitarbeiter und – ein riesiger Bonus für jemanden, der seit einem Jahr nur noch Toast sieht – morgens wird frisches Brot gebacken. Der perfekte Ort, um hier anzukommen.

Ja, das Brot war leicht verbrannt. Aber wie schon gesagt: Broooooot ♡

Was gibt es ansonsten allgemeines zu Christchurch zu sagen? Die Stadt hat mich in ihren Bann gezogen. Vom ersten Moment an fühle ich mich hier irgendwie Zuhause, angekommen, einfach da. Ich weiß nicht, ob es einfach das allgemeine Gefühl ist, das Reisende manchmal befällt, wenn sie sich an einem Ort sofort wohl fühlen, ohne sich an irgendeinen Umstand gewöhnen zu müssen. Vielleicht ist es auch nur das altbekannte Reisefieber, das mich inzwischen gepackt hat. Ich weiß es nicht. Fest steht nur: ich mag diese Stadt unendlich gerne und bin fast schon etwas traurig, dass ich hier nur so kurz bleiben kann.

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Freitag ging es für uns als erstes mit dem Bus zur Gondola, einer Gondel, die auf die Spitze einer Bergkette führt. Von dort oben hat man einen Atemberaubenden Blick über das gesamte Canterbury Gebiet, Christchurch, die südlichen Alpen und den Lyttelton Hafen. Wir hatten zu dieser Zeit sogar ziemliches Glück mit dem Wetter – es nieselte mal hin und wieder ganz leicht, aber verglichen mit den Regenfällen, die wir von dort oben sehen konnten, war das wirklich gar nichts.

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Neben der Aussichtsplattform gibt es dort oben auch noch einen Souvenirshop (natürlich 😉 ), einen Zeittunnel (der irgendwie ziemlich unheimlich war) und ein Café. Und natürlich ein paar Wanderwege – schön durch den Schlamm. Bevor wir wieder in die Gondel durften, mussten wir erstmal unsere Schuhe säubern.

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Von der Gondel aus machten wir uns wieder zurück auf den Weg in die Stadt. Hier bestiegen wir die feuerrote Tram, die zum ersten Mal in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eröffnet wurde. Die damals noch pferdgezogene Bummelbahn dient heute als Attraktion für eine Stadtrundfahrt und ganz ehrlich – ich persönlich finde die vor sich hin tuckelnde Bahn überaus charmant. Zumal man mit einem Ticket die Tram so oft besteigen und verlassen kann, wie man möchte. 

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Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit ein wenig Bummeln in der Container Mall, einer Aneinanderreihung von bunt angemalten Schiffscontainern, in denen diverse Läden Einzug gehalten haben. Ursprünglich wurde die Container Mall notgedrungen errichtet, nachdem die komplette Stadt bei einem Erdbeben zerstört worden ist. Und irgendwie haben die Leute Gefallen daran gefunden und so findet man noch immer hier und dort ein paar Containerläden. 

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Samstagfrüh mussten wir zunächst aus unserem Hostel in ein anderes umziehen. Ich fand das ehrlich gesagt ziemlich traurig, doch unser Bus fährt nunmal von dem anderen Hostel aus ab. Nachdem wir unsere Koffer eine gute Viertelstunde durch die Gegend geschoben hatten, waren wir schon da. Einchecken konnten wir zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht und so stellten wir nur unsere Koffer ab und machten uns auf den Weg zurück in die Stadt.

Unser erstes Ziel war der Hagley Park, der größte Park innerhalb einer Stadt Neuseelands. Und der Park ist wirklich riesig. Es gibt diverse Gärten, den Avon River, Brücken, Teiche und einen großen Springbrunnen. An einem Teich fütterte eine Familie gerade die Enten und Möwen, was ein ziemliches Spektakel gab. 

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Ansonsten ist der Botanische Garten total sehenswert, ebenso wie die diversen Skulpturen, die im ganzen Park verteilt stehen. Oh, und der Sportplatz beim College. Denn dort wurde grade Rugby gespielt (auch wenn ich die Regeln ehrlich gesagt immernoch nicht so wirklich kapiere 😆 )

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Von dort aus gingen wir in das Canterbury Museum, welches praktischerweise eintrittsfrei ist. Mir persönlich hat die Christchurch Ave. am besten gefallen. Hier wurden Läden von vor 150 Jahren ausgestellt und mir, als eh schon eher nostalgischer Mensch, hat das wirklich gut gefallen. 😀

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Vom Museum aus ging es weiter zum Bus, mit dem wir ein Stück aus Christchurch City Richtung des Stadtteils New Brighton fuhren. Hier gingen wir auf den Pier, der insgesamt 300 Meter vom Strand ins Wasser reicht. Ich kann euch sagen: es war verdammt windig 😀 

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Scheinbar ist das Pier ein ziemlicher Fischerhotspot, denn den ganzen Steg entlang standen unzählige Fischer, die ihre Ruhten ins Wasser hielten. Aber wirklich lange haben wir es wirklich nicht an der Spitze ausgehalten und haben schon ziemlich bald an den Strand gesetzt und sind schließlich in die Stadt zurück gefahren. 

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[Reisen, Bilder] Lake Taupo

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[Reisen, Bilder] Lake Taupo

Am ersten Dezemberwochenende ging es per Bus und Organisation zum Lake Taupo, einem riesigen See in der Mitte der Nordinsel.

Auf unserem Weg dorthin haben wir zunächst an den Blue Springs angehalten. Das kristallklare Wasser des Flusses erzeugt eine beeindruckende blaue Farbe. Es ist einfach atemberaubend schön! Wir sind dem Fluss auf einem etwa 4km langen Weg bis zu seinem Ursprung gefolgt. Nach einer recht langen Pause – die viele der Mitfahrenden zum Alkoholkonsum genutzt haben – ging es den selben Weg wieder zurück zum Bus.

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Anschließend machten wir uns an den verbliebenen Weg zum Lake Taupo. Unser Hostel lag direkt am See und trotzdem direkt im Stadtcenter. Aus einem unserer Fenster hatten wir Wasserblick, das andere Fenster zeigte zu einer der Pubstraßen – was sich nachts als überaus laut herausstellte und die Nachtruhe deutlich verkürzte. Abends gab es Pizza am See mit Sonnenuntergang. Wir saßen im trockenen Gras, das sich seinen Weg durch die Hosen bahnte und den restlichen Abend ziemlich pikste 😀

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Nach einer recht lauten und dadurch schlaflosen Nacht ging es am nächsten Morgen nach einem recht späten Frühstück ganz nach neuseeländischer Gelassenheit eine Stunde später als geplant zum Otumuheke Stream, einer natürlichen heißen Quelle beim Lake Taupo. Das Wasser war wirklich unglaublich warm! Aber auch nur an ein paar Stellen bei dem kleinen Wasserfall. Das restliche Gewässer war ziemlich frisch. Was aber auch nicht zu unangenehm zur Abkühlung danach gewesen ist. 😆

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Danach ging es zurück zum Lake Taupo, wo wir erst eine kurze Lunchpause hatten, bevor es mit einem Boot auf den See zu einer Tour ging.Dabei durften natürlich auch die berühmten Maori Rock Carvings nicht fehlen. Die Schnitzerei zeigt ein Abbild von Ngatoroirangi, einem visionären Maori-Navigator und Entdecker, der vor über 1.000 Jahren die Stämme der Tuwharetoa und der Te Arawain in die Region von Taupo führte. Um dem multikulturellen Charakter Neuseelands Rechnung zu tragen, schnitzte Matahi außerdem zwei kleinere Figuren im keltischen Design in die Felsen. Das Hauptbild über 10 Meter hohe Steinbild ist heute eines der wichtigsten Attraktionen am See.

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Leider ging es dann auch schon wieder zurück nach Auckland. Der versprochene Besuch bei den Huka Falls und die Möglichkeit einen Bungee Jump zu machen, wurden leider einfach gecancelt.

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#ErdbeerenimDezember♥

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[Bilder, Reisen] Wochenende an den Kitekite Falls & Piha sowie Lake Pupuke & Takapuna Beach

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[Bilder, Reisen] Wochenende an den Kitekite Falls & Piha sowie Lake Pupuke & Takapuna Beach

Am Wochenende des 23. und 24. Oktobers sind eine Freundin und ich am Samstag sowie am Sonntag gemeinsam unterwegs gewesen. Samstag ging es zu den Kitekite Falls und anschließend nach Piha, am Sonntag sind wir über die Harbour Bridge zum Lake Pupuke und anschließend an den Takapuna Beach gefahren.
Vor der Fahrt nach Piha hatte ich ehrlich gesagt etwas Bammel. 1. hat mein Auto sich nicht mehr wirklich gesund angehört und 2. ist die Straße nach Piha einfach sehr schwer zu fahren: viele, enge Kurven, teils recht steil, nicht unbedingt der heilste Asphalt. Wir haben mal wieder viele andere Fahrer hinter uns gesammelt und immer mal wieder vorbei fahren lassen 😀

Vom Parkplatz bei den Wasserfällen ging es durch ein Stück Wald bis zu den Kitekite Falls. Bevor man in den eigentlichen Wald konnte, wurde man an einer kleinen Station aufgefordert, seine Schuhe zu reinigen und zu desinfizieren, um die Kauri Bäume zu schützen. Danach liegen etwa 40 Minuten Fußweg vor den Besuchern, um an den etwa 80 Meter hohen Wasserfällen anzukommen. Hier ist zunächst etwas Kletterkunst gefragt, denn einen wirklich festen Weg bis direkt runter und vor die Wasserfälle gibt es nicht. Während ich über die rutschig-nassen Äste schlitterte, hatte ich keine Angst vor nassen Füßen, sondern eher davor, dass meine Kamera ins Wasser fallen könnte 😀 Aber es ist zum Glück alles gut gegangen. 😉

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Nachdem wir unsere Bilder gemacht und ein wenig das Rauschen genossen haben, ging es den Weg zurück zum Auto und nach einer kurzen Weiterfahrt auf Parkplatzjagd. Wortwörtlich gesagt: Wir sind eine kleine Ewigkeit rum gefahren, bis es ENDLICH geklappt hat 😀 Doch danach konnten wir endlich zum Strand laufen. Was soll ich sagen? Piha hat seinen Reiz und seine Magie in meinen Augen seit meinem ersten Besuch in keiner Weise verloren. Wir sind nach einem Picknick auf den Dünen auf den Lion Rock gestiegen, anschließend ein wenig am Strand umher gelaufen, Wellen geschaut.

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Am Sonntag sind wir über die Harbour Bridge in den Stadtteil Takapuna gefahren. Leider war von dem wunderbaren Samstagswetter nicht mehr viel übrig und der Himmel hielt sich eher bedeckt. Zunächst ging es zu einem der Parkplätze des Lake Pupuke. Ein Junge ging gerade mit seinem Stand Up Paddle Board in Richtung Ufer, aber uns zog es eher in die entgegengesetzte Richtung zu den schwarzen Schwänen.

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Eigentlich wollten wir eine Runde am See entlang gehen, aber wir merkten recht bald, dass es keinen richtigen Gehweg gibt. Deswegen sind wir recht bald zurück zum Auto gegangen, um uns ein schönes Plätzchen am Strand zu suchen. Wir befürchteten jedoch, dass es beginnen könnte zu regnen, weswegen wir uns zunächst ein Café suchten und nicht schlecht staunten, als wir an eine Straße namens „The Strand“ ankamen. Wie ich im Endeffekt heraus fand, bedeutet das „Strand“ im Altenglischen etwas ähnliches , wie im heutigen Deutschen, nämlich Ufer oder langgestreckter Streifen. Aber genug geklugscheißert 😉 Am Ende ging es noch Mal ans Meer, bevor wir uns vom langsam beginnenden Nieselregen vertreiben ließen. Kaum waren wir am Auto und unter seinem sicheren Dach, begann es wie verrückt zu regnen.

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Und wie eigentlich immer kommen hier nochmal alle Bilder in Miniatur