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Sommerreise #4 – Stranda Teil 1

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Sommerreise #4 – Stranda Teil 1

Die Nacht auf den Sonntag war mal wieder viel zu kurz 😂 Wir machten ein gemütliches Sonntagsfrühstück, bevor wir unsere siebentausend Sachen wieder ins Auto packten und los fuhren.

Susanne hat irgendwann vor dem Urlaubsantritt festgelegt, dass sie in jeden Fjord geht, an dem wir vorbei kommen. Wobei sie inzwischen schon zu „wo wir stoppen“ differenziert hat 😀 . Während sie und Papa also ihre Füße ins kühle Nass tauchten, entdeckte ich eine Wiese voller Walderdbeeren und wir machten ein kleines zweites Frühstück am Wasser.

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Die Landschaft sauste traumhaft schön an uns vorbei – zu schön, um alles so schnell begreifen und aufsaugen zu können. Vor einem Tunnel wurden wir böse herein gelegt. Es stand ein Schild, welches auf einen schmale und holprige Straße nach rechts verwies und einen Aussichtspunkt versprach. Wir fuhren also leichtgläubig in die Straße ein und landeten vor ein paar Steinen, die die Weiterfahrt blockierten. Uns blieb also nichts anderes übrig, als rückwärts wieder raus zu fahren, denn wenden war am Ende echt nicht drin. Links von uns massiver Fels, rechts kam nach wenigen Zentimetern Weglücke der Abhang – aber mit tollem Blick 😂 Papa schwitzte Blut und Wasser, manövrierte uns aber sicher wieder zurück auf die Straße.

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In Holm hielten wir kurz an der kleinen Holzkirche, besorgten an der nächsten Tanke etwas zu Essen und dann ging es wieder in die Berge. Ziel: Trollstigen. Die berühmte Straße mit 12% Steigung besteht aus insgesamt 11 haarnadelscharfen Kehrwenden und ist ein beliebtes Touristenziel.

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Letzteres bekamen wir auch sehr deutlich zu spüren: gerade als wir hoch fahren wollten, war es gerammelt voll. Wir mussten des Öfteren anhalten und kurz warten, bevor es endlich weiter ging, wodurch Papa seine Anfahrkünste am Berg bestens beweisen konnte 😂 Es ging wirklich nur schleppend hoch – was jedoch auch genügend Zeit zum Wasserfälle und Schluchtbewundern ließ.

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Oben angekommen war erstmal ein allgemeiner Klogang angesagt, ich kaufte mir die provisorische Postkarte und dann ging es zu den Aussichtspunkten. Allerdings war es wie auf der Straße auch hier unglaublich voll und wir entschieden, erstmal ein wenig auf den Felsen herum zu klettern. Denn hier war so gut wie keine Menschenseele unterwegs, was uns wiederum die Möglichkeit zu vielen mehr oder weniger geglückten Fotoversuchen gab. 😀

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Als wir zurück auf den angelegten Pfad kamen, waren dort deutlich weniger Menschen und auf auch der Straße war viel weniger Verkehr. Wir gingen also noch zur letzten Aussichtsplattform, dann liefen wir zurück zum Auto und fuhren weiter.

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Im Niemandsland zwischen den Kommunen Raumdal und Norddal hielten wir erneut kurz zum Bildermachen an, bevor wir die Berge durch die dauerschöne Landschaft herunter fuhren. In Gudbrandsjuvet machten wir eine Pause bei den Wasserfällen, spielten ein wenig mit den Kameras umher und tranken Tee und Kaffee in dem schrecklich modernen Café dort.

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Das letzte Stück zu unserer Unterkunft führte uns an verlockend vollen Erdbeerfeldern vorbei, bei denen wir nicht anders konnten, als eine kleine Kiste zu kaufen. Schließlich und schlussendlich kamen wir bei unserer Unterkunft an, wurden unglaublich freundlich begrüßt, aßen zu Abend und versuchten irgendwie einen Plan für die nächsten Tage zu erstellen.

Montag wurde ausgeschlafen. Zumindest bis um 9 der Wecker klingelte. Nach dem Frühstück bedurfte es etwas Anlaufzeit, doch dann packten wir die Rucksäcke und bestiegen das Auto. Wir nahmen die Fähre von Stranda nach Liabygda und von Valldal nach Eidsdal. Danach lag nur noch eine gute dreiviertel Stunde zwischen uns und dem Geirangerfjord.

Doch natürlich brauchten wir länger 😂 Beim Aussichtspunkt Kosmyra machten wir einen kurzen Klostopp und genossen die Aussicht auf den Fjord, dann ging es weiter zur Adlerkehre und dem umgeleiteten Wasserfall. Und natürlich hatten wir wie auch am Tag zuvor genau den Zeitpunkt abgepasst, als sämtliche Busse und Autos ebenfalls den Aussichtspunkt ansteuerten.

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Wir waren umgeben von vielen, vielen deutschen Rentnern, die mehr oder weniger zufrieden die ganze Szene kommentieren und einer „Mein Schiff“ Fotografin, die einlud, Bilder zu machen. Aber nur von den Fahrgästen versteht sich. Papa, Susanne und ich stiegen einen kleinen Geröllpfad hinauf und standen plötzlich ein paar Meter höher komplett alleine auf den Felsen und konnten nochmal in Ruhe die Aussicht genießen. 🙂

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Wir fuhren die neun Spitzkehren herunter bis nach Geiranger, parkten das Auto etwas außerhalb und gingen das Stück bis zur Turi-Info, fragten dieses und jenes für die nächsten Tage. Anschließend fuhren wir einen schmalen Pfad in schleppendem Tempo hoch. Wir hingen hinter einer Ausflugsgruppe, die wie eine Schafsherde den ganzen Weg versperrte und nicht mal im Traum daran dachte Platz zu machen und lieber entrüstet glotzte. Am Restaurant Vesterås Gard aßen wir ziemlich lecker und liefen zunächst zum Vesteråsfjell. Vom Aussichtspunkt aus hat man eine wunderbare Aussicht über das Örtchen und den Fjord!

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Zurück ging es durch die dösenden Ziegen bis zur Hütte und noch weiter rauf zum Storsæterfoss. Wir entschieden, die mittelschwere Strecke, anstelle der leichten zu laufen, worüber ich eigentlich ziemlich froh war – denn der andere Weg führte über eine steinerne Treppe, mit komplett verschieden hohe Stufen.

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Die Sonne brannte unheimlich stark vom Himmel und es machte nicht wirklich viel Spaß hoch zu laufen, da es so gut wie keinen Schatten auf dem Weg gab. Doch oben wurden wir nicht nur von der Aussicht und dem Wasserfall selber belohnt, sondern auch von unglaublich vielen und unglaublich süßen Heidelbeeren.

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Allerdings gingen wir erstmal zur kleinen Plattform, machten kurz Pause (und natürlich Bilder) und zogen danach weiter zum und hinter den Wasserfall. Das coole am Storsæterfoss ist nämlich, dass man direkt hinter den Wasserfall kommt. Und das ist bei der Hitze eine unglaublich willkommene Abkühlung, wenn die Sonne so fürchterlich heiß brennt.

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Auf dem Weg zurück landeten wir irgendwie im Heidelbeerfeld. Papa fragte, ob wir denn langsam weiter wollten, was Susanne sehr bestimmt verneinte. 😂 Irgendwann meinte ich „Eigentlich sollten wir zurück… Aber ich hab noch keine Lust!“ Und von Papa kam ein zustimmendes „Hmmm, so langsam…“, während er noch tiefer ins Gestrüpp kletterte. 😂

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Irgendwann rissen wir uns los und – was soll ich sagen – der Abstieg war nicht viel besser als der Aufstieg. Am Restaurant gab’s aber erstmal eine Runde Eis mit traumhaftem Ausblick und die Strapazen von zuvor waren so gut wie vergessen. 🙂

Wir fuhren anschließend ziemlich direkt zurück, verpassten jedoch genau die eine Fähre und mussten dadurch fast eine ganze Stunde auf die nächste warten, wodurch es wieder ziemlich spät wurde.

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Sommerreise #2 – Trondheim

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Sommerreise #2 – Trondheim

Wir kamen am Mittwochabend in Trondheim an. Wirklich etwas gemacht, haben wir dann nicht mehr. Dazu waren alle zu müde. Es wurde nur der grobe Plan für den nächsten Tag gemacht und anschließend gingen alle etwas früher als am Vorabend ins Bett.

Zumindest schaffte ich es in dieser Nacht bis halb 6 zu schlafen, bevor ich aufwachte und einfach nicht mehr zur Ruhe kam. Gegen 9 machten wir uns wie am Vortag auf den Weg, dieses Mal zu Fuß in die Stadt zum Hafen. Wir kauften drei Tickets für das Boot nach Munkholmen, der kleinen Insel direkt vor der Stadt.

 

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Munkholmen ist von einer langen Geschichte geprägt. Erst wurde es für Ofperzeremonien der Wikinger verwendet, später bauten Mönche ihr Kloster darauf, in den späteten Jahren wurde es als Gefängnis benutzt und noch später als wichtiger Abwehrstützpunkt zum Schutz der Stadt. Ein geschichtsreiches Fleckchen Norwegen also. Die Sonne schien herrlich warm vom Himmel, es war fast windstill. Fast schon zu schön um wahr zu sein.

Wir sahen uns erst ein wenig auf der Insel um, tranken dann Café und schlossen uns einer Führung durch das Innere des Turmes an. Diese war leider nur auf norwegisch verfügbar, weswegen ich fleißig übersetzte und Papa und Susanne in einem Heftchen mitlesen mussten. Der ganze Turm ist schon sehr massiv gewesen, von den unteren Verließen bis hin zum Ausguck auf der Turmspitze – überall schien es von Geschichten nur so zu wimmeln! Der Guide lotste uns drei am Ende der Führung in ein kleines Häuschen neben dem eigentlichen Turm, in dem zu Kriegszeiten die Soldaten diszipliniert wurden. Hier hatten sich so einige Soldaten verewigt und ihre Weisheiten an die Wände geschrieben.

 

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Nach den ganzen Informationen mussten wir uns erstmal kurz im Meer abkühlen. Ich gestehe, ich bin nur bis zu den Knien rein und dann ganz fix wieder raus – mir war das an dem Tag eindeutig zu kalt! Und im Anschluss ging es schon wieder mit dem Boot zurück in die Stadt.

Wir flanierten ein wenig durch die Gassen, durch den Stiftsgården bis hin zum Nidaros. Jedoch machten wir recht schnell wieder Kehrt, nachdem wir die unglaublichen Menschenmengen vor der Nidaros Kathedrale gesehen hatten. Also gönnten wir uns zunächst Softeis am Fluss und gingen dann zum Dom. Jedoch war es noch immer nicht wirklich touristenarm und so stellten wir uns geschlagen in die Reihe vor dem Ticketschalter.

 

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Da des erksbischhöfliche Museum und die Kronjuwelen bereits als erstes schlossen, sahen wir uns zunächst diese beiden Museen an. Anschließend ging es in den Dom. Obwohl ich ihn mir inzwischen zum zweiten Mal ansah, überwältigte er mich erneut mit seinen gigantischen Wänden, den Glasfenstern und den Orgeln. Wie auch mit Alexandra bestiegen auch wir drei den Turm und genossen den wunderschönen Blick über die Stadt. Jedoch begann zu diesem Zeitpunkt ein recht frisches Windchen aufzukommen, das bis zum Abend Wolken vor den ganzen Himmel schob.

Von der Kathedeale aus ging es ein zweites Mal an diesem Tag über die Gamlebybru und einmal durch die Gassen von Bakklandet bis hin zum veganen Bistro „Hagen“. Wir entschieden uns das Buffet zu nehmen und schlugen uns die Bäuche mit dem unglaublich leckeren Essen voll.

 

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Im Anschluss drehten wir noch eine kleine Runde, kauften unter anderem Multebærsyltetøy (Moltebeeren-Marmelade) und liefen schließlich zurück zum Airbnb.

Überraschenderweise schlief ich erstaunlich gut in dieser zweiten Nacht in Trondheim und hätte meinen Wecker dafür aus dem Fenster schmeißen können, dass er am nächsten Morgen klingelte. Doch nach der ersten Tasse Kaffee sah die Welt schon wieder besser aus 😆

Weil wir morgens recht lange brauchten, um uns fertig zu machen, planten wir kurzfristig um und fuhren als erstes zur Nidar Fabrik. Im Schokoladenverkaufsraum probierten wir uns durch sämtliche Boxen und Schälchen durch, gingen kurz durchs Museum und kauften anschließend eine beachtliche Menge an Leckereien ein – obwohl Papa am Ende unglaublich über den Preis meckerte. Doch ich versuchte ihm zu erklären, dass wir für norwegische Verhältnisse eigentlich kaum was ausgegeben haben und wir im Laden locker das Doppelte bis Dreifache gezahlt hätten. Aber irgendwie ließ er dieses Argument nicht ganz durchgehen.

 

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Nachdem die Schokolade kühl Zuhause verladen war, ging es weiter zu Kristiansten, denn die Festung hatten wir am Vortag nicht mehr geschafft. Wir parkten jedoch in einer Seitengasse hinter dem Park, um die Parkplatzgebüren zu sparen 😀

Das erste Mal von all den Malen die ich bei der Festung war, hatte auch das Museum geöffnet, was wir natürlich ausnutzten. Papa und Susanne waren beide von den ganzen Skulpturen angetan und ich genoss es einfach, noch ein letztes Mal auf die Stadt blicken zu können.

 

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Durch den Park ging es zurück zum Auto, mit dem wir dann zur Burmaklippe fuhren. Die Burmaklippe ist ein kleiner Felsvorsprung nur wenige Kilometer außerhalb vom Stadtzentrum. Sie ist nicht besonders groß und auch nicht extrem hoch, aber trotzdem definitiv einen Abstecher wert! Jedoch ist sie ein wenig schwierig zu finden, da nichts ausgeschildert ist und es war unser Glück, dass Papa die Klippe bereits vom Boden aus gesehen hatte.

 

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Jedoch war ihm selbst die Höhe nicht ganz geheuer und er traute sich nicht bis zur Kante vor. Ich bin da um einiges schmerzloser und saß mit den Beinen schaukelnd auf der Felszunge. Papas kleiner Freund, der Muskelkater (ja, so heißt sein Tierchen tatsächlich), baumelte dank mir an diesem Tag nicht nur über der Kante, sondern hing auch kopfüber in meinen Haaren.

 

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Nachdem wir wieder unten beim Auto waren, fuhren wir einmal auf die andere Seite der Stadt in die Bymarka. Hier wollten wir zum Gråkalle, dem zweithöchsten Berg in der Trondheim Region. Wieder fuhren wir ein ganzes Stück mit dem Auto, bevor wir die letzten paar Kilometer zu Fuß abliefen. Es ging teilweise ziemlich steil hoch und führte durch ein Gebiet, in dem im Winter eine Skiabfahrt ist. Jetzt lag jedoch kein Schnee, nur Fels und mooriger Boden.

Auf dem Berg selber entdeckten wir ganz viele Moltepflänzchen mit Beeren, die jedoch allesamt noch nicht reif waren. Leider! Denn obwohl die Aussicht unglaublich schön war, wurde auch irgendwann der Hunger ganz schön nagend. 😆 Wir liefen jedoch noch so weit wie möglich um die Militärstation herum, bevor wir zurück zum Parkplatz liefen. Ich regte mich derweil fürchterlich über meine Gastfamilie auf, die mal wieder alle gemachten Absprachen kurzfristig umgeschmissen hatten.

 

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Am Auto plünderten wir erst mal ein paar Scheiben Knäckebrot, bevor wir zum Supermarkt fuhren, um Sachen fürs Abendessen einzukaufen. Den restlichen Abend verbrachten wir entspannt im Haus bei Schokolade, Wein und Bilder durchsehen.

Den nächsten Morgen holten Papa und ich noch meinen Koffer von meiner Gastfamilie, tranken einen Kaffee und redeten irgendwie in einem dreisprachigen Wirrwarr miteinander. Die Kleine freute sich unendlich über den kleinen rasselnden Ball und meine Gasteltern über den Wein. Irgendwie bekamen wir sogar alles ins Auto (mehr schlecht als recht) und fuhren weiter.

Doch das ist eine andere Geschichte…

[Gedanken] Ein kleiner Ausflug in mein Zuhause

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[Gedanken] Ein kleiner Ausflug in mein Zuhause

Du reihst dich mit dem Auto in eine kleine Warteschlange ein. Links unter dir glitzert das dunkelblaue Meer, ein erfrischender Wind weht und ein paar Möwen ziehen lachend ihre Kreise. Die Anzeigentafel gibt an, dass die nächste Fähre in 12 Minuten geht. Hier und dort stehen ein paar Menschen neben ihren Autos und drehen ihr Gesicht der Sonne entgegen, du kurbelst das Fenster herunter, schließt die Augen und genießt das warme Gefühl auf der Haut.

Die Fähre legt an und ein paar Autos fahren dir entgegen. Langsam kommt auch deine Reihe ins Rollen und ein Mann winkt dich zu der Mittelbahn. Du schaltest den Motor ab, zahlst für den Transfer und wartest.

Auf der anderen Seite fährt eine geschlossene Karawane durch den Ort: die Hauptstraße führt nur in eine Richtung. Sie führt auf eine kleine Anhöhung, jetzt glänzt das Meer auf deiner rechten Seite, dunkelblau und voll wie zuvor. Dein Blick gleitet etwas weiter in die Ferne, hier reihen sich mehrere Berge neben und hintereinander. Ein sanftes Lächeln liegt auf deinem Gesicht und ein warmes Gefühl durchströmt deinen Körper, ihre Form würdest du inzwischen überall heraus ernennen.

An der Kreuzung fährt etwa eine Hälfte der Fahrer weiter gerade aus, doch du folgst mit der anderen Hälfte der rechten Straße. Links von dir türmt sich hoher Fels auf, der teils von gefrorenen Wasserläufen bedeckt wird und rechts stehen vereinzelt Bäume, darunter liegt das Meer. Die Straße ist von Schlaglöchern und Unterspülungen gezeichnet und du bist froh, in einem recht hoch gelegten Minivan zu sitzen. Obwohl du nicht allzu schnell fährst, federst und wippst du stark in deinem Sitz.

Eine schier nie endende Aneinanderreihung scharfer und schwacher Kurven begleitet dich auf der Fahrt. Hier und dort stehen auf beiden Seiten vereinzelte Häuser und Höfe. Ein Fischer sitzt auf den Steinen und versucht sein Glück, während auf dem Meer bereits das erste kleine Boot schippert.

Eine Kurve noch, dann öffnet sich die Sicht: Du siehst ein paar Wiesen und Felder, auf der rechten Seite schaust du auf mehrere Gebäude herab. Ein sanftes Kribbeln durchläuft deinen Körper, du bist fast Zuhause angekommen. Die Straße führt links herum, du drückst den Blinker herunter und lässt dich ein wenig ausrollen. Hinter dem Briefkastenhäuschen drehst du das Lenkrad nach rechts. Jetzt siehst du links das Meer und die Berge im Hintergrund. An ihrem Fuß liegt eine winzige Ortschaft.

Aus den Bäumen fliegen ein paar Spatzen und Krähen empor, als das Auto den Weg herunter tuckelt. Du kommst an einem kleinen Wohnhaus vorbei, dahinter folgt das rote Stallgebäude. Ihm gegenüber, auf deiner rechten Seite steht ein kleines Gewächshaus und ein paar Beete, in denen die inzwischen bräunlichen Gerippe der Pflanzen aus dem Vorjahr stehen, dahinter folgt ein Geräteschuppen, vor dem ein roter Traktor steht. Er hat noch die Schneeketten an seinen Reifen.

Vier weiße und ein schwarzes Huhn scharen im Kies und flattern aufgeregt davon, als der Wagen auf die Wiese fährt. Vor einer wettergezeichnteten Holzbank kommt er zum stehen. Du fühlst noch kurz dem schwachen Vibrieren nach, das von dem knatternden Motor ausgeht, bevor du den Schlüssel umdrehst. Du machst dir nicht die Mühe ihn abzuziehen und auf das Amaturenbrett zu legen, sonst würde er wieder vom nächsten Fahrer gesucht werden.

Mit einem schwungvollen Hops springst du aus dem Auto und dehnst kurz deinen Rücken durch. Die Hühner kommen inzwischen zurück auf die Wiese und beginnen erneut zu scharen.

Dein Blick gleitet zum Wohnhaus. Die weiße Farbe weist an vielen Stellen einen gräulichen Schimmer auf oder bröckelt vom Holz. Unter der Dachrinne liegen mehrere Vogelnester, um die ein eifriges Treiben herrscht. Du beobachtest kurz das Spektalel, dann richtest du deine Aufmerksamkeit ein kleines Stück weiter in die Ferne. Nun siehst du das gelbe Nachbarhaus, dahinter liegt das Meer.

Du drehst du deinen Kopf noch etwas weiter nach links, wo das kleine alte Lebensmittelhäuschen auf seinen Pfählen liegt. Es wird nicht mehr genutzt und zwei der kleinen Fensterscheiben sind zerbrochen. Dahinter liegt der Stall des Nachbarn, vor dem gerade ein Milchlaster befüllt wird.

Du gehst zum Wohnhaus und drückst die Tür auf, die sich knarrend öffnet. Bereits im Flur steigt dir ein markanter Duft aus der Küche in die Nase. Du streifst die Schühe ab und versuchst leise die Küchentür zu öffnen. Doch sie gibt das gewohnt laute Knallen von sich, sobald der Falle aus der Halterung gleitet, gefolgt von dem Quietschen der Angeln, sobald sie aufschwingt.

Du betrittst die große Essküche. Auf dem Herd steht ein riesiger dampfender Topf, der wohl der Grund für den starken Geruch beinhaltet. Du hebst den Deckel an und blickst auf ein paar Schafsknochen, die in ihrer eigenen Brühe vor sich hin köcheln. Die Sonne scheint durch die Fenster gegenüber von der Tür und fällt auf die vielen jungen Pflänzchen, die erst bei milderen Temperaturen in den Garten dürfen. Das Holz der Küchenschränke hat im Licht fast schon einen goldenen Schimmer.

Es herrscht ein wohnliches Chaos aus Handschuhen, Spielsachen und Topflappen, das feinsäuberlich von der Jüngsten kreiert worden ist. Aus dem großen Wohnzimmer ertönt der Fernsehr, im Kleinen telefoniert deine Gastmutter. Du gehst auf das Waschbecken zu, hinter dem sich die grüne Fliesentapete im Stil der 80er bereits stellenweise von der Wand löst und greifst nach dem Resteeimer. Mit einem Handzeichen gibst du deiner Gastmutter zu verstehen, den Eimer zu den Hühnern zu bringen.

Du verlässt das Haus erst durch eine quietschende, dann durch eine knarrende Tür und läufst den Weg hinauf zum Stall. Die Hühner folgen dir aufgeregt, sobald sie den Eimer in deiner Hand erkannt haben. Vor der Stalltür stellst du ihn ab und drehst dann den schweren Eisenschlüssel im Schloss, um die Tür zu öffnen. Staubkörner tanzen im einfallenden Licht der Sonne und ein heimeliger Duft nach Heu steigt in deine Nase.

Du schließt die Holztür hinter dir, der Riegel schnappt mit einem lauten Klacken zu. Du gehst die paar Schritte zur gegenüberliegenden Tür. Wenn du sie öffnen würdest, würdest du den Geruch frischer Farbe wahrnehmen und auf einige Farbtöpfe stoßen. Rechts von dir ertönt ein hungriges Muhen, links hörst du Hufgetrappel und viele piepsende Stimmchen.

Du beschließt, zuerst den Kälbern einen kurzen Besuch abzustatten. 5 schwarze und ein brauner felliger Kopf schauen kurz zwischen den Holzlatten hindurch, bevor sich ihre Besitzer umdrehen. Du beobachtest kurz, wie die Kälber sich misstrauisch an die gegenüberliegende Wand drängen, bevor sie langsam zurück in Richtung Gang kommen. Ein oder zwei Tiere muhen dir neugierig zu.

Nach einer Weile drehst du dich um und folgst dem Gang zum gegenüberliegenden Ende. Unterwegs füllst du einen kleinen Eimer mit Hühnerfuttergranulat. Das aufgeregte Piepsen wird beim Rascheln des Futtersackes lauter. Du entriegelst die Gittertür und betrittst den Küken- und Junghühnerstall. Noch bevor du die Tür geschlossen hast, sitzen die ersten Tiere im Eimer. Du befüllst alle Futterspender und Schälchen und schaust ein wenig dem wuseligen Kampf ums Futter zu. Sobald alles satt ist, nimmst du ein Küken in die Hand und fährst mit vorsichtigen Bewegungen über die weichen, gelben Federn, während der kleine Schnabel an der Handfläche knabbert.

Von der Tür neben dem Hühnergehege ertönt ein kräftiges Hämmern. Du setzt den kleinen Piepmatz in die Kükenkiste und trittst wieder in den Gang. Hinter der Holztüre zu deiner Rechten ertönt ein Mähen. Du schiebst den Riegel hoch und öffnest die Tür einen Spalt weit. Ein paar Ziegenköpfe drehen sich zu dir und ihre Nüstern versuchen heraus zu finden, ob du ihnen etwas essbares bringst. Sobald du zwischen den beiden Zäunen stehst, beginnen hungrige Nasen an dein Hosenbein zu stupsen und hungrige Mäuler an deinen Schnürsenkeln zu knabbern. Du gehst in die Hocke und streichst über weiche Nasen, darauf bedacht nicht gebissen zu werden. Irgendwann richtest du dich langsam auf, gehst zurück in den Gang, vorbei an dem leiser gewordenen Piepsen der Küken, rechts hin zur Tür.

Du schaust nochmal kurz in das andere Hühnergehege, sammelst drei Eier ein. Sie liegen groß und zerbrechlich in deiner Hand. Auf einem hat die schwarze Henne gesessen, es fühlt sich noch ganz warm an. Kurz überlegst du, die Eier direkt ins Haus zu bringen, doch dann legst du sie in die kleine Schale draußen im Gang.

Als du die Stalltür öffnest, scheint dir die warme Sonne direkt ins Gesicht. Du lauscht kurz – der Bach rauscht, ein paar Vögel zwitschern, auf der Straße fährt ein Laster vorbei. Du folgst dem Geräusch die Ausfahrt hinauf und überquerst die Straße. Nun gelangst du auf einen kleinen Pfad, der vom Regen ganz aufgeweicht und von den Traktorrädern komplett zerwühlt ist.

Du folgst dem Pfad den Hügel hinauf und auf den Waldrand zu. Dabei achtest du darauf, möglichst wenig in Schlammlöcher zu treten. Der Boden unter deinen Füßen macht schmatzende Geräusche. Hier oben weht ein etwas stärkerer Wind. Er bläst über dein Gesicht und bringt deine Haare sanft zum tanzen.

An einer schmalen Stelle springst du über den Bachlauf und stehst im Wald. Hinter dir liegt die Wiese, darunter dein Zuhaus und das tiefblaue Meer. Der Wind rauscht in den Bäumen, irgendwo klopft ein Specht. Du hockst dich über den Boden, beobachtest Käfer, die über Baumstämme und Moos krabbeln, entdeckst ein feines Spinnennetz, das sanft im Takt der Bäume mitwippt. Die ganze Welt da draußen scheint still zu stehen. Du schließt die Augen und atmest tief die klare Luft ein.


Die Idee für diesen Post habe ich bei Icelandexploration gefunden, einem Blog über das AuPair Leben auf einer Farm in Island, auf dem ich sehr gerne mitlese. Vorbeischauen lohnt sich definitiv mal 🙂

[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

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[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

Mit mehr Leuten als ursprünglich geplant machten wir uns Samstag zunächst auf den Weg nach Bluff, wo das Fährenterminal liegt. Einer vom Bus hat sich nämlich entschieden, für 3 Tage auf die Insel zu fahren und einen späteren Bus zurück nach Queenstown zu nehmen. Er tat mir allerdings etwas leid, denn die Fähre nach Stewart Island ist auch als „Grüne Fähre“ oder „Fischfütterfähre“ bekannt und das Meer war noch immer ziemlich stürmisch vom Vortag… Weitere Ausführungen sollten an dieser Stelle nicht von Nöten sein 😀

Anschließend hatte der Rest von uns noch ein wenig Zeit am Meer entlang zu schlendern und die Haare verzauseln zu lassen, bevor wir wieder zurück Richtung Invercargill fuhren. Es gab nicht wirklich viel zu sehen, neben einem Leuchtturm, einer Skulptur, die eine Maori Legende symbolisieren soll, und vielen, vielen Wellen.

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In der Maori Legende geht es grob zusammengefasst um Māui (der Name dürfte aus Disneys Moana bekannt sein), einem Halbgott, der so wie fast alle Voll- und Halbgötter des Maori Glaubens ein ziemlicher Riese gewesen sein soll. Eines Tages ging Māui mit seinen großen Brüdern fischen und weil sie ihren kleinen Bruder nicht wirklich ernst nahmen, dachte er, er müsse sich beweisen. So kam es, dass er seinen Fischerhaken, der aus dem Knochen seiner geliebten und verstorbenen Großmutter bestand, ins Wasser warf. Durch ihre Kräfte und Liebe und diesem ganzen Blabla, biss ein ziemlich großer Stachelrochen an. Māuis Brüder halfen ihm, den Brocken zur Wasserfläche zu ziehen und er bat sie, den Rochen in Ruhe zu lassen, sodass er sich um seinen Fang kümmern könnte. Diese hörten aber (natürlich) nicht auf den Kleinen und begannen ihre Versuche den Rochen zu zerlegen, wodurch die Gebirgs- und Tallandschaft der Nordinsel entstand. Die Geschichte geht noch ein Stück weiter, aber ganz grob zusammengefasst bildete sich aus dem Rochen die Nordinsel, aus dem Boot die Südinsel und aus dem Anker Stewart Island. Und deswegen heißt die Nordinsel auf Maori „Te ika a māui“ (Der Fisch des Māui), die Südinsel „Te waka a māui“ (Das Boot des Māui) und Stewart Island „Te punga o te waka a māui“ (Der Anker des Botes von Maui). Und die Skulptur soll eben jede Ankerkette darstellen, die das Boot mit dem Anker verbindet. Soviel zum geschichtlichen.

Anschließend sind wir zurück nach Invercargill gefahren, um noch eine Person aufzugabeln und haben den restlichen Tag mal wieder so ziemlich im Bus verbracht (abgesehen von ein paar kurzen Fotostops). 

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Zurück in Queenstown checkten Dominik und ich zuerst in der wohl schlechtesten Unterkunft der Stadt ein. Aber egal, zumindest ist es relativ billig. Wir waren mittelmäßig motiviert auf einen Berg zu steigen, aber unsere Motivation fiel ziemlich drastisch ab und wir endeten damit, ins „Balls and Bangles“ zu gehen, einem ziemlich geilen Doughnut, Bagel und Milchshake Laden. Wer sich vor Kalorien fürchtet, möge bei den unten angehängten Bildern die Augen fest schließen (je fester, desto besser; diese kleinen Tierchen werden Schummelnde erst recht befallen)

Um zumindest einen winzigen Teil der aufgenommenen Energie zu nutzen, schlenderten wir noch ein wenig am Wasser entlang und genossen einen endlich mal wieder malerischen Sonnenuntergang. 

Am nächsten Tag wurde ausgeschlafen. Hieß ich war um Punkt 8 putzmunter. Eine halbe Stunde später musste auch Dominik dran glauben und wir machten uns fertig für den Tag. Wir wollten hoch hinaus. Wortwörtlich. Unser Ziel lag bei dem Gondola Lookout, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Stadt, die umliegenden Gebirge und den See hat.

Allerdings sind wir ja arme geldlose Reisende und können uns den Luxus der Gondel nicht wirklich leisten (sie ist wirklich total überteuert). Und so machten wir uns daran, den zwar relativ kurzen aber dafür extrem steilen Aufstieg zu wagen. Eine gute Stunde später waren wir ziemlich außer Atem, aber dafür auch am Ziel angekommen. Und es hat sich definitiv gelohnt: die Sicht war glockenklar und es hingen nur ein paar kleine Wolken in den Bergen. 

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Zuerst belohnten wir uns im Café, bevor es noch ein kleines Stück höher ging. Allerdings waren wir beide nicht motiviert die Wanderung noch um weitere 6 Stunden zu verlängern und so machten wir uns wieder zurück auf den Weg nach unten. Allerdings fanden wir es langweilig den exakt gleichen Weg zweimal zu laufen und so entschieden wir uns das letzte Stück auf einem anderen Weg zu gehen. Sagen wir es mal so: wir sahen ein paar ziemlich coole Wasserfälle und Plätze, kamen zwischendurch aber komplett vom Weg ab und kletterten über Steine, Wurzeln und Steinwände hinunter. Es war ziemlich… abenteuerlich 😀 

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Glücklicherweise fand ein ortskundiger Kiwi uns, als wir dachten auf den vermeintlich richtigen Pfad gestoßen zu sein und gab uns den Rat unseren Weg etwas weiter oben fortzusetzen. Nicht lange danach sahen wir die Häuser von Queenstown wieder auf Augenhöhe vor uns auftauchen und verließen den Wald (durch einen Hintergarten).

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostel (meine Hose war dezent schlammig und wollte dringend zumindest grob gereinigt werden), machten wir uns wieder auf die Socken. Allerdings hatten wir beide keine allzu große Lust auf noch einen Berg, und so liefen wir nur ein wenig am Ufer entlang, kauften und uns einen Cupcake, ließen uns von einer Ente ein ganzes Erdnussbuttersandwich stehlen und pilgerten schlussendlich zum Supermarkt. 

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Zurück im Hostel wurde endlich geduscht, was ordentliches gegessen und den restlichen Abend entspannt. 

[Bilder, Reisen] Tag 16 auf der Südinsel – Invercargill

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[Bilder, Reisen] Tag 16 auf der Südinsel – Invercargill

Wir wollten uns am Freitagmorgen eigentlich mal wieder den Sonnenaufgang anschauen, aber das Wetter wollte mal wieder nicht so ganz wie wir. Schön sah es trotzdem auch, auch wenn die Himmelsfärbung gefehlt hat. Der See hatte ein leicht dramatisches Aussehen und wirkte ziemlich mystisch. 

Der Bus wartete bereits mit den anderen vor dem Abholort, allerdings sollte die Abfahrt erst eine gute Stunde später stattfinden. Es war allerdings trotzdem gut, dass wir bereits früher da waren, denn das Anhängerbeladen stellte sich als ziemliches Puzzle heraus.

Schließlich war dann doch alles verstaut und wir machten uns auf den Weg Richtung Invercargill. Unterwegs gab es nur einen Stopp, nämlich bei irgendeinem See. Allerdings konnte man aufgrund der dichten Regenwolken nicht wirklich allzu viel sehen. 

In Invercargill selber mussten jene, die ursprünglich nach Stewart Island wollten, erfahren, dass die Fähre aufgrund der Unwetter nicht abfahren kann. Und so blieben wir alle in der Stadt mehr oder weniger stecken. 

Dominik und ich liefen ein wenig durch die Stadt, besuchten Neuseelands ältesten Tuatara (eine Tierart, die angeblich am unverändertsten von den Dinosauriern abstammt) im Museum und liefen noch ein wenig durch den Queens Park, bevor wir uns zurück in die Innenstadt und ins Burgerfuel machten.

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Burgerfuel ist eine neuseeländische Burgerkette, die verdammt leckere Kumara Fries (Süßkartoffelpommes) macht und deren Burger im Vergleich zu Mecces und Co ziemlich lecker schmecken. Ausklingen ließen wir den Abend bei einem Kombucha im Hostel und später strickte ich endlich eine Mütze, die ich bereits in Auckland angefangen und anschließend stark vernachlässigt habe, fertig.

[Bilder, Reisen] Tag 12 & 13 auf der Südinsel – Queenstown

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[Bilder, Reisen] Tag 12 & 13 auf der Südinsel – Queenstown

Sonntag ging es nach Queenstown, Neuseelands Adrenalinheimatstadt. Hier war es, wo der Bungyjump ins Leben gerufen wurde und hier ist die Stadt, in der es alleine drei verschiedene Bungysprünge gibt. Genau der richtige Ort also für einen Menschen wie mich 😉

Morgens wollten wir eigentlich den Sonnenaufgang vom „dem Wanaka Baum“ aus anschauen. Wir waren auch dort, aber es hat so dermaßen geschüttet, dass es selbst 20 Minuten nach Sonnenaufgang noch total düster draußen war. Satz mit x…

Das ist nicht „der“ Wanaka Baum, aber trotzdem 😂

Dominik konnte das Stück von Wanaka bis Queenstown leider nicht mit uns mitfahren, da sich hier mal wieder die Auswirkungen unserer Anfangsprobleme zeigten und er keinen Platz im Bus hatte. Also kam er ein paar Stunden später mit dem Intercity nach. Für ihn schien aber zumindest diese Fahrt recht angenehm gewesen zu sein: er saß nämlich in einem schönen großen Reisebus mit WLAN. 

Bevor wir wirklich aus Wanaka raus fuhren, hielt der Stray Bus noch bei „Puzzle World“, einem Museum für optische Täuschungen und einem riesigen Labyrinth. Der Teil mit den optischen  Täuschungen war ziemlich cool, aber das Labyrinth war leider zu verregnet um wirklich sein Glück darin versuchen zu wollen. 

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Danach fuhren wir den größten Teil der Strecke bis Queenstown durch. Wir hielten bei der AJ Hacket Brücke, dem Hauptsitz des Bungy Unternehmens, und schauten uns eine kurze Doku zu den Anfängen des Bungys an und wer gewollt hätte, hätte direkt von der Brücke hüpfen können. Aber erstens war das Wetter zu dem Zeitpunkt nicht unbekannt perfekt und zweitens wollten die meisten, die einen Bungy und nicht eine von den Schaukeln machen wollten, direkt den ganz großen machen. Also 134m die Schlucht runter. Und so buchten sich Christina (eine andere Deutsche) und ich einen Sprung für den nächsten Tag.

Aussicht von der Brücke

Im Hostel ging mal wieder ein kleines Drama los. Obwohl Dominik auf der Buchungsliste gestanden hatte und beim Busfahrer extra nochmal nachgefragt hatte, wurde kein Bett für ihn mit gebucht. Und so kam es, dass er, als er ein wenig später als wir ankam, nur noch mit viel Glück einen Platz für eine Nacht ergatterte. Denn in Queenstown ist momentan die Hölle los: Skihauptsaison. So endeten wir damit, ein Bett in einem Damendorm in einem Hostel etwa 8 Minuten weg buchen mussten. Das letzte verfügbare und bezahlbare Bett in der ganzen Stadt für diese Zeit. Und weil er eben keine langen Haare hat, die Stimme etwas sehr viel zu tief ist und er obenrum zu wenig, dafür aber weiter unten zu viel hat, musste ich ihm wohl oder übel mein Bett überlassen und für die letzten beiden von drei Nächten umziehen. Aber die erste Nacht schliefen wir noch im gleichen Gebäude. Wenigstens etwas.

Abends gingen wir mit ein paar anderen aus unserer Gruppe zu Fergsburger, dem angeblichen besten Burgerladen Neuseelands. Dass es dort gut sein soll, haben wohl schon mehrere gehört. Zumindest dauerte es insgesamt eine Stunde, bis wir endlich unsere Bestellungen in den Händen hielten. Da ich ja nicht unbedingt der größte Burgerexperte bin, muss ich mich hier auf das Urteil der anderen verlassen. Und das besagte so in etwa: „Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich weltverändernd. Ein guter Burger halt.“

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Montagmorgen packte ich zunächst mein Zeug für zwei Nächte zusammen, danach schlenderten wir ein wenig durch die Stadt, endeten mit einer Kanadierin aus unserer Reisegruppe und einer Britin, die sie gerade erst kennengelernt hat, bei Starbucks und gingen danach noch kurz in einen Cookieladen, bevor ich mich mit Cristina für unseren Bungy traf. 

Nach dem Einchecken und wiegen prangte mal wieder mein Gewicht mit rotem Edding auf meine Hand aufgemalt. Wuhu. Nicht. 😆 Es dauertr gefühlt noch eine ganze Ewigkeit, bis wir endlich in den Bus stiegen und zur Nevis Valley Zentrale etwa 45 Minuten außerhalb der Stadt fuhren. Ich versuchte die Fahrt so gut wie möglich zu genießen, könnte ja das letzte sein, was ich sehe. 

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Wobei ich dieses mal auf eine andere Art aufgeregt war. Komischerweise hatte ich eher Angst davor einfach nicht springen zu können und mich dadurch total zu blamieren, weil ich 1) schon einen anderen Bungy gemacht habe und 2) bei diesem keinen richtigen Kick bekommen habe. Eigentlich total albern. Aber ich war definitiv deutlich entspannter, da ich alle Abläufe schon im Groben kannte und wusste, welcher Teil für mich am unheimlichsten werden wird. 

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Es ist trotzdem ein ganz anderes Gefühl, wenn man in einer Gondel zu der Absprungplattform gefahren wird und nicht selber läuft oder wenn man Steinen entgegen springt und nicht nur dem Meer. Und natürlich wenn man etwas mehr als 8 Sekunden freien Fall hat anstelle von 2 Sekunden. Insgesamt ging aber das ganze Prozedere in der Absprunggondel sehr schnell, was gut ist. Weniger Zeit zum Nachdenken.

Aufgerufen werden – Füße zusammen gebunden bekommen – an den Seilen befestigt werden – kurzer letzter Check des Harness – in die Kamera winken – zur Plangenkante watscheln – möglichst nicht runter schauen – nochmal winken – lächeln – 3 – 2 – 1 – springen. Und danach nur noch fallen und genießen. Für mich war das dieses Mal ein ziemlich komisches Gefühl. Irgendwie habe ich erwartet, dass der Fall nach 60 oder so Metern vorbei ist, aber es ging immer weiter und weiter runter. Ich habe auch nicht erwartet, dass ich bei dem ersten Bounce wieder so hoch zurück federe beziehungsweise danach nochmal so tief falle. Aber es war ein unbeschreiblich tolles Gefühl. 

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Nachdem wir unser Geld für Bilder und Video am Schalter gelassen hatten, ging es zurück in die Innenstadt. Ich kaufte mir noch das „Queenstown Story T-Shrit“, ein T-Shrit mit einer kurzen Geschichte über die verrückten Leute, die nach Queenstown kommen und danach trafen wir uns mit einer Chinesin unseres Busses auf ein Eis. Dominik und ich teilten uns wieder 3 Kugeln, diesesmal Gingerbread, Mango und geröstete Haselnuss. 

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Wirklich viel machten wir den Abend eigentlich nicht mehr. Wir brachten mein Zeug ins andere Hostel, kochten Abendessen und quatschten noch ewig mit ein paar anderen Leuten.

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Alle Bilder in klein

[Bilder, Reisen] Tag 11 auf der Südinsel – Wanaka

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Nach einer durchregneten Nacht hatte der Himmel auch am Sonntagmorgen noch genügend Wasser in petto. Aber ganz ehrlich? Nach all den Sonnentagen die wir hatten, trüben so ein paar graue Wolken auch niemandens Stimmung. 

Die meisten Stopps mit längeren und kürzeren Hikes haben wir geskippt, dafür war das Wetter einfach nicht gut genug. Aber die Thunder Creek Falls haben wir mitgenommen (immerhin liegen sie auch nur 2-3 Laufminuteb vom Parkplatz entfernt 😉 ) Mir hat insbesondere die türkisblaue Färbung am Fuße des Wasserfalls gefallen.


Von hier aus ging es weiter zu den Blue Pools, die aufgrund des fehlenden blauen Himmels eher grünlich aussahen. Nicht so spektakulär und schön, wie ich es mir erhofft hatte. Aber egal, denn immerhin hörte es zurück am Bus auf zu regnen.

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Unser Fahrer Hem Dog hielt kurz am Lake Wanaka Lookout, damit wir nicht mehr zur Frontscheibe laufen mussten, um gute Bilder von der sich so plötzlich verändernden Landschaft machen konnten. Der Ausblick war wirklich atemberaubend schön (zumal der Himmel ganz langsam aufbrach). 

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Bevor wir dann tatsächlich endlich nach Wanaka City rein fuhren, stoppten wir bei „The Neck“, einem Aussichtspunkt über Lake Hawea, dem See direkt neben Lake Tekapo. Hier konnte man auch wunderbar Bildwr machen, kann ich euch sagen 😀 Unser Fahrer war leicht genervt, weil einige so lange gebraucht haben…


In Lake Wanaka angekommen holten Dominik und ich uns ein Eis in der angeblich besten Eisdiele Otagos. Ob es die beste Eisdiele ist, kann ich zwar nicht beurteilen, aber das Eis war definitiv lecker 🙂 (wir hatten sea salted caramel, hokey pokey und cherry, falls es jemanden interessiert)

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Der Abend sollte allerdings für mich noch etwas unangenehm werden. Ich habe mir voe ein paar Tagen einen Mückenstich am Knöchel wund gekratzt und über den Abend heute hat sich das ganze Ding so sehr entzündet, dass ich kaun mehr laufen konnte. Ich hoffe, morgen ist es wieder besser, denn wir wollen uns den Sonnenaufgang von einem ganz bestimmten Punkt aus anschauen (und müssen dafür knapp 2km laufen)

[Bilder, Reisen] Tag 9 & 10 auf der Südinsel – Franz Josef 

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[Bilder, Reisen] Tag 9 & 10 auf der Südinsel – Franz Josef 

Fteitagmorgen packten wir mal wieder unsere sieben Sachen zusammen und begaben uns auf den Weg zum Bus. Unser erster Stopp lag bei einem Aussichtspunkt zu den Pancake Rocks, einer Felsgruppe, die so aussieht, als bestünde sie aus vielen übereinander geschichteten Felslagen. Oder eben wie viele gigantische Pancakestapel. 

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Anschließend fuhren wir zu dem kleinen Nationalpark, in dem die besagten Felsen liegen und liefen auf dem Pfad, der sich durch die Steine und am Meer entlang schlängelt. Als wir an einem der Aussichtspunkte stoppten und aufs Meer schauten, konnten wir sogar ein paar Delfine entdecken. Allerdings waren sie so weit weg, dass man sie nicht auf einem Bild festhalten konnte. 

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Anschließend fuhren wir weiter nach Greymouth, wo wir nicht nur unsere Lunchpause machten, sondern auch ein Warehouse zum Einkaufen vorfanden. Das war zumindest für mich sehr gut, denn mir fehlten neben Handschuhen und Mütze auch noch warme Socken :lol:. Und es gab gerade Kinderüberaschungseier im Angebot 😀

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Schon eine Stunde später ging es weiter. Wir hielten kurz am Straßenrand an, da man von unserer Route nach Franz Josef den Mount Cook sehen konnte, Neuseelands höchsten Berg. Hab ich schon mal erwähnt wie glockenklar die Sicht gewesen ist? 

Insgesamt ist es heute erstaunlich warm gewesen. Wenn ich an meinen Urlaub gedacht habe, habe ich mich nie ohne meine dicke Ski-Jacke rumlaufen gesehen. Aber heute blieb sie sogar die meiste Zeit im Bus liegen, während mir die Sonne auf den Kopf schien.

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Kurz nach vier kamen wir endlich in Franz Josef an. Unser Hostel erscheint von außen ziemlich unscheinbar und klein, aber die Anlage ist für neuseeländische Verhältnisse riesig. Es gibt neben den ganzen verschiedenen ’standardmäßigen‘ Räumen auch eine Bar und ein Restaurant, in dem Samstags einige Gewinnspiele stattfinden werden. Mal schauen, ob wir etwas gewinnen 😉

Ansonsten haben wir uns nur noch ein wenig im Ort umgesehen, die Färbung des Schnees beim Sonnenuntergang genossen und den restlichen Tag so ziemlich entspannt. 

Für Samstag hatten wir ganz besondere Pläne: wir wollten den Heli Hike auf dem Franz Josef Gletscher machen. Das bedeutet erst mit dem Helikopter auf den Gletscher fliegen, dort anschließend 3-4 Stunden wandern und anschließend zurück fliegen. Eines meiner absoluten Want-to-do’s auf der Südinsel. Das Problem bei dem Heli-Hike ist allerdings, dass er eine etwa 60%ige Chance hat gecancelt zu werden.

Doch wir hatten riesiges Glück und so machten wir uns um 8:30 zum Check-in. Wir wurden mit Jacken, wasserfesten Hosen, Stiefeln und Spikes ausgestattet und schon ging es zum Helikopter. Leider war ich etwas zu schwer, um in der ersten Reihe zu sitzen (hier bitte ein gemeinschaftlich mitfühlendes Ohhhhh…), aber trotzdem genoss ich den Flug in vollen Zügen. 

Heli und Mond

Auf dem Gletscher angekommen hieß es zunächst die Spikes an den Stiefel zu befestigen und dann ging es auch schon los. Während unser Guide ab einem bestimmten Punkt im T-Shirt herum lief, froren mir gefühlt die Zehen ab. Aber das war es mehr als nur wert. Ich kann es gar nicht so recht in Worte fassen, wie es sich anfühlt auf einem Gletscher zu wandern. Während man läuft, kommt einem die ganze Landschaft gar nicht so extrem groß vor. Es ist einfach alles ewig weiß-blau-grau. Doch entdeckt man ein paar andere Menschen, realisiert man erst so wirklich, wie winzig klein man doch eigentlich ist. 

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Jede Ecke sieht atemberaubend anders aus: an einigen Stellen ist das Eis einfach weiß und rau, an der nächsten leuchtend blau und spiegelglatt und sieht im Sonnenlicht fast aus wie das Meer. Hier findet sich etwas vom Gletscher abgetragenen Stein und zu feinstem Felssand gemahlenen Staub, dort poltert ein Eisbrocken mit lautem Rumoren den Abhang hinab und legt mit etwas Glück ein neues noch unausgeglichenes Stück blaues Eis frei. Während man meistens genug Platz zum entspannten Laufen hat, muss man sich manchmal durch die engsten Spalten und Löcher zwischen massivstem Eis hindurch quetschen. Ich habe unserem Guide direkt gesagt, dass, egal was passiert, meine Kamera zuerst gerettet werden muss :lol:.

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Die Zeit war leider viel zu schnell zu Ende und wir mussten uns zurück in die echte Welt begeben. Doch das auf dem Gletscher Erlebte wird garantiert so schnell keiner von uns vergessen. 

Auf dem Rückflug

Dominik und ich sind anschließend zum Wildlife Center gegangen, wo man unter anderem auch Kiwis sehen kann. Was soll ich groß dazu sagen, die Kiwis waren cool drauf und ziemlich süß, aber wirklich seinen Preid wert war das zu Sehende nicht. 

Kurze Zeit später machten wir uns auf den Weg zu dem Spa bei dem Heli-Hike Unternehmen, denn da wir den Flug mitgemacht haben, bekamen wir dazu kostenlosen Eintritt. Die Chinesin unserer Gruppe hat mir beigebracht, wie man mit den Händen auf chinesisch bis zehn zählt 😀

Dominik ging abends zum All you can eat Pizzaessen (und verdonnerte mich anschließend dazu es zumindest hier kurz zu erwähnen 😀 ). Er meinte, es war ziemlich lecker, beschwerte sich danach aber ewig darüber, dass er zu viel gegessen habe. 

Ich plante in der Zwischenzeit unser weiteres Vorgehen und unsere Aktivitäten. Oh, und ich aß einen meiner absoluten Lieblingscookies 😀

[Bilder, Reisen] Tag 6 & 7 auf der Südinsel – Abel Tasman

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[Bilder, Reisen] Tag 6 & 7 auf der Südinsel – Abel Tasman

Nach einer ziemlich unverholsamen Nacht mit vielen wirren Träumen hieß es Dienstagmorgen irgendwie die Zeit rum bekommen. Die Lust etwas zu unternehmen ist uns ehrlich gesagt komplett vergangen, was wahrscheinlich sogar ziemlich verständlich ist. Also saßen wir 2 Stunden in dem Gemeinschaftszimmer und zumindest ich hatte stark damit zu kämpfen nicht komplett durchzudrehen.

Allerdings ging es nicht nur uns so: ein anderer Reisender, der schon mit uns von Christchurch nach Picton gefahren ist, hatte ein ähnliches Problem. Alle seiner Onlinebuchungen waren komplett gelöscht und dadurch hatte auch er keinen Platz mehr im Bus sicher. Da mein Lösungssuchen bereits einen Tag früher als bei ihm angefangen hatte, konnte ich ihm zumindest alle möglichen und realistischen Lösungsideen aufzeigen. Keine wäre wirklich ideal gewesen, aber denoch besser als festzusitzen.

Irgendwann war es also 12. Wir gingen zum Bus und fanden drei weitere Mädels, die in einer ähnlichen Situation wie wir steckten: zwei von ihnen waren auf der Liste, aber die Buchung der dritten war wie von Geisterhand aus dem System radiert und sie waren mindestens genauso genervt und aufgeschmissen wie wir. Zu unserem Glück entschieden aber die beiden, die einen Platz im Bus sicher hatten, mit ihrer Freundin in Picton zu bleiben und so konnten Dominik (der eh einen Platz hatte), ich und der andere Reisende uns nun doch mit auf den Weg nach Abel Tasman machen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal erst so angespannt war, um mich direkt danach komplett erleichtert und leicht aufgelöst zu fühlen. Aber komplett in trockenen Tüchern waren wir zu diesem Zeitpunkt trotzdem noch nicht.

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Auf der Fahrt hielten wir kurz in Nelson zwischen. Der andere Kerl mit dem gleichen Problem meinte, er habe sich bei Stray per Email beschwert und habe jetzt einen Paltz sicher. Ich versuchte das gleiche, allerdings mit deutlich weniger Erfolg. In Nelson hatten Zeit uns kurz am Fluss die Beine zu vertreten, dann ging es auch schon weiter Richtung Abel Tasman National Park.

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Unser Hostel liegt wortwörtlich direkt vor dem Eingang zum Abel Tasman National Park. Zeit die Umgebung zu erkunden hatten wir jedoch nicht mehr, da die Sonne gerade am Horizont verschwand. Aber der Abend war trotzdem noch sehr schön, fast alle Leute vom Reisebus saßen zusammen am Lagerfeuer in der Küche und quatschten über Gott und die Welt.

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Mittwochmorgen standen wir um 9 vor der Rezeption und warteten auf unseren Pick-Up für unsere Tagesaktivität. Wir hatten und ein Wassertaxi gebucht, das uns zum Anchorage Hut bringen sollte, von wo aus wir 12,5km zurück zum Hostel laufen wollten. Zunächst ging es aufs Boot, das von einem Traktor zum Meer gezogen wurde. Von dort aus ging es zunächst zum Split Apple Rock, einen runden und in der Mitte gespaltenen Felsen im Meer. Anschließend stoppten wir kurz in einer Bucht, in der eine relativ große Gruppe von Robben und Babyrobben lustig planschend im Wasser herum tollten. Ehrlich, diese Tiere sind einfach so niedlich und knuffig 🙂

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Schließlich ging es zum Anchorage Hut und unsere Wanderung begann. Der Weg war, im Vergleich zu dem Snout Track, relativ leicht zu laufen. Es ging zunächst ein ziemlich steiles Stück bergauf, aber die restliche Strecke lief sich relativ locker mit nur einigen kleineren Auf- und Anstiegen. Es gab Stellen, an denen man nichts außer Bäumen oder Fels sah, während man an anderen Stellen direkt über dem Meer entlang lief. Wir sind auch ein paar mal vom Haupttrack zu einem der Strände und Bays abgebogen und haben einfach das Wetter genossen, das viel schöner und sonniger als vorhergesagt war.

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Zurück im Hostel gab es zunächst Lunch, bevor wir weiter in die andere Richtung liefen und dort in einem kleinen Shop einen Kaffee für mich kauften und uns ein wenig an den Strand setzten. Abends schauten wir uns noch den knallpinken Himmel beim Sonnenuntergang an und verbrachten den restlichen Abend ebenso wie den Abend zuvor, noch immer nicht wissend wie lange wir hier bleiben.

Sah mal nicht allzu schlecht aus

[Bilder, Reisen] Tag 4 & 5 auf der Südinsel – Picton

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[Bilder, Reisen] Tag 4 & 5 auf der Südinsel – Picton

Sonntagmorgen klingelte um 6:30 der Wecker. In aller Stille und Dunkelheit, um den letzten auf unserem Zimmer nicht zu wecken, packten wir unsere Koffer zusammen und ich verfluchte mich selber insgeheim ein wenig, weil ich so viel Zeug dabei habe. Aber diese Erkenntnis kommt wie immer etwas zu spät und so wird einfach noch ein wenig mehr gequetscht, um den Reißverschluss zuzubekommen.

Wenig später sitzen wir schon im Bus – und bleiben dort für die nächsten 8 1/2 Stunden (abgesehen von zwei kurzen Stopps). Ich kann euch sagen: in einem verhältnismäßig kleinen Reisebus so lange festzusitzen, ohne zu wissen wohin mit seinen ellenlangen Beinen, nervt. Denn der Bus sieht auch ein wenig anders aus, als ich erwartet hatte. Anstatt eines normalen Reisebusses fährt ein übergroßer Tourbus, in dem das Gepäck im Anhänger hinterher poltert.  

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Nach 4 Stunden Fahrt, wovon 3 durch die südlichen Alpen führten, stoppten wir in Murchison zwischen. Ich war echt froh mich endlich wieder bewegen zu können 😀 Von dort aus fuhren wir das letzte Stück bis Picton, abgesehen von einem kurzen Drop-Off Stopp, durch. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich froh, dass wir diese lange Strecke jetzt schon hinter uns haben. 

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In Picton angekommen checkten wir zunächst in das „Villa“-Hostel ein, anschließend machten wir uns mit 4 anderen aus der Gruppe auf den kurzen Walk von Shelly Beach zu Bobs Bay, während die Sonne langsam hinter den Bergen unter ging. Auf dem Weg zu der Wanderroute sagen wir sogar einen Rochen, der über die Steine des Piers entlang glitt. Der Rückweg von der Bucht war dafür ziemlich abenteuerlich: der Boden war unendlich schlammig und man ist teilweise mehr geschlittert als tatsächlich gelaufen 😀

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Montag nutzten wir nicht die Gelegenheit aufzuschlafen, sondern standen kurz nach 7 auf um den Sonnenaufgang anzuschauen. Es war etwas wolkig und nebelig und – ehrlich gesagt – auch ziemlich frisch, doch trotzdem war der Sonnenaufgang einfach malerisch schön. Die Sonne ging nicht wirklich über dem Hafen auf, sondern irgendwo hinter den Bergen auf der rechten Seite. Trotzdem – die Wolken verfärbten sich und insgesamt wirkte das gesamte Bild fast zu perfekt. 

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Anschließend ging es zum zuvor übersprungenen Frühstück zurück ins Hostel und von dort aus weiter ins Edwin Fox Museum, einem Museum über das 8. Älteste Schiff der Welt, das heute noch erhalten ist. Das einst stolze und in den 1850ern gebaute Schiff sieht heute allerdings eher heruntergewirtschaftet aus, was wohl zum größten Teil daran liegt, dass es viele Jahre zum Kohletransport missbraucht wurde und anschließend ziemlich lange in einer Bucht herum lag. Heute kann man den trockengelegten Schiffskörper wieder betreten und sich zumindest ein wenig in die Geschichte des Segelschiffes hinein fühlen. 

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Wir kehrten anschließend ins Hostel zurück, um uns mit etwas Lunch versorgt auf den Snout Hiking Track zu begeben. Hierbei handelt es sich um eine etwa 15 Kilometer Wanderung zur wortwörtlichen Schnauze einer Landzunge auf der rechten Seite des Hafens. Der Weg erwies sich als relativ anspruchsvoll, was wohl zum Teil auch am schlammigen Untergrund gemixt mit dem ständigen Auf und Ab gelegen haben könnte. Aber die Aussicht vom Ende des Weges war diese Anstrengung definitiv mehr als Wert. Man hatte einen atemberaubenden Blick über das Meer und die ganzen anderen Buchten und Ausbuchtungen. Es war wirklich wunder, wunderschön. ❤

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Doch irgendwann hieß es zurück zu gehen und weil mein kleiner Zeh entschieden hatte mich mit einer Blase zu ärgern, legte ich das erste Stück barfuß zurück. Allerdings auch nur so lange, bis ich an einigen Stellen das Profil meiner Schuhe komplett vermisste, da ich auf dem Schlamm schlichtweg nicht von der Stelle kam. 

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Anschließend belohnten wir uns mit einem kleinen Gebäckstück und einem heißen Getränk in einem der Cafés direkt am Hafen – mit erstklassigem Blick auf das Meer.

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Ich würde gerne sagen, der Sonntag war ein komplett perfekter Tag. Doch leider kann ich das nicht, denn am Abend bekam der ganze Zauber einen ziemlich großen Dämpfer. Ich hatte den letzten Busfahrer gefragt, ob ich den nächsten Bus einfach über ihn reservieren könnte, was er mir bestätigte. Als ich jedoch auf meinem Onlineprofil nachschaute, war kein Busplatz für mich reserviert und alle anderen Plätze waren schon vergeben. Ich rief kurzerhand bei dem Busunternehmen an und mir wurde mitgeteilt, dass nichts vom Busfahrer gekommen sei und dadurch kein Platz für mich reserviert ist. Jetzt stehe ich auf der Warteliste und hoffe, dass morgen irgendjemand nicht im Bus ist, der sich eigentlich eingetragen hatte. Wir sind bereits alle anderen Möglichkeiten durchgegangen und grundsätzlich könnten wir die Tour zumindest zeitlich noch gerade so schaffen, allerdings werden wir dann laut aktuellen Buchungen in Mount Cook eine Station vor unserem Ziel und einen Tag vor unserem Rückflug stecken bleiben. Mit einem ziemlich ungewissen Gefühl und einer ziemlichen Anspannung vor morgen lege ich mich jetzt ins Bett und hoffe einfach, dass sich alles zum Guten wendet.
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