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[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

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[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

Mit mehr Leuten als ursprünglich geplant machten wir uns Samstag zunächst auf den Weg nach Bluff, wo das Fährenterminal liegt. Einer vom Bus hat sich nämlich entschieden, für 3 Tage auf die Insel zu fahren und einen späteren Bus zurück nach Queenstown zu nehmen. Er tat mir allerdings etwas leid, denn die Fähre nach Stewart Island ist auch als „Grüne Fähre“ oder „Fischfütterfähre“ bekannt und das Meer war noch immer ziemlich stürmisch vom Vortag… Weitere Ausführungen sollten an dieser Stelle nicht von Nöten sein 😀

Anschließend hatte der Rest von uns noch ein wenig Zeit am Meer entlang zu schlendern und die Haare verzauseln zu lassen, bevor wir wieder zurück Richtung Invercargill fuhren. Es gab nicht wirklich viel zu sehen, neben einem Leuchtturm, einer Skulptur, die eine Maori Legende symbolisieren soll, und vielen, vielen Wellen.

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In der Maori Legende geht es grob zusammengefasst um Māui (der Name dürfte aus Disneys Moana bekannt sein), einem Halbgott, der so wie fast alle Voll- und Halbgötter des Maori Glaubens ein ziemlicher Riese gewesen sein soll. Eines Tages ging Māui mit seinen großen Brüdern fischen und weil sie ihren kleinen Bruder nicht wirklich ernst nahmen, dachte er, er müsse sich beweisen. So kam es, dass er seinen Fischerhaken, der aus dem Knochen seiner geliebten und verstorbenen Großmutter bestand, ins Wasser warf. Durch ihre Kräfte und Liebe und diesem ganzen Blabla, biss ein ziemlich großer Stachelrochen an. Māuis Brüder halfen ihm, den Brocken zur Wasserfläche zu ziehen und er bat sie, den Rochen in Ruhe zu lassen, sodass er sich um seinen Fang kümmern könnte. Diese hörten aber (natürlich) nicht auf den Kleinen und begannen ihre Versuche den Rochen zu zerlegen, wodurch die Gebirgs- und Tallandschaft der Nordinsel entstand. Die Geschichte geht noch ein Stück weiter, aber ganz grob zusammengefasst bildete sich aus dem Rochen die Nordinsel, aus dem Boot die Südinsel und aus dem Anker Stewart Island. Und deswegen heißt die Nordinsel auf Maori „Te ika a māui“ (Der Fisch des Māui), die Südinsel „Te waka a māui“ (Das Boot des Māui) und Stewart Island „Te punga o te waka a māui“ (Der Anker des Botes von Maui). Und die Skulptur soll eben jede Ankerkette darstellen, die das Boot mit dem Anker verbindet. Soviel zum geschichtlichen.

Anschließend sind wir zurück nach Invercargill gefahren, um noch eine Person aufzugabeln und haben den restlichen Tag mal wieder so ziemlich im Bus verbracht (abgesehen von ein paar kurzen Fotostops). 

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Zurück in Queenstown checkten Dominik und ich zuerst in der wohl schlechtesten Unterkunft der Stadt ein. Aber egal, zumindest ist es relativ billig. Wir waren mittelmäßig motiviert auf einen Berg zu steigen, aber unsere Motivation fiel ziemlich drastisch ab und wir endeten damit, ins „Balls and Bangles“ zu gehen, einem ziemlich geilen Doughnut, Bagel und Milchshake Laden. Wer sich vor Kalorien fürchtet, möge bei den unten angehängten Bildern die Augen fest schließen (je fester, desto besser; diese kleinen Tierchen werden Schummelnde erst recht befallen)

Um zumindest einen winzigen Teil der aufgenommenen Energie zu nutzen, schlenderten wir noch ein wenig am Wasser entlang und genossen einen endlich mal wieder malerischen Sonnenuntergang. 

Am nächsten Tag wurde ausgeschlafen. Hieß ich war um Punkt 8 putzmunter. Eine halbe Stunde später musste auch Dominik dran glauben und wir machten uns fertig für den Tag. Wir wollten hoch hinaus. Wortwörtlich. Unser Ziel lag bei dem Gondola Lookout, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Stadt, die umliegenden Gebirge und den See hat.

Allerdings sind wir ja arme geldlose Reisende und können uns den Luxus der Gondel nicht wirklich leisten (sie ist wirklich total überteuert). Und so machten wir uns daran, den zwar relativ kurzen aber dafür extrem steilen Aufstieg zu wagen. Eine gute Stunde später waren wir ziemlich außer Atem, aber dafür auch am Ziel angekommen. Und es hat sich definitiv gelohnt: die Sicht war glockenklar und es hingen nur ein paar kleine Wolken in den Bergen. 

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Zuerst belohnten wir uns im Café, bevor es noch ein kleines Stück höher ging. Allerdings waren wir beide nicht motiviert die Wanderung noch um weitere 6 Stunden zu verlängern und so machten wir uns wieder zurück auf den Weg nach unten. Allerdings fanden wir es langweilig den exakt gleichen Weg zweimal zu laufen und so entschieden wir uns das letzte Stück auf einem anderen Weg zu gehen. Sagen wir es mal so: wir sahen ein paar ziemlich coole Wasserfälle und Plätze, kamen zwischendurch aber komplett vom Weg ab und kletterten über Steine, Wurzeln und Steinwände hinunter. Es war ziemlich… abenteuerlich 😀 

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Glücklicherweise fand ein ortskundiger Kiwi uns, als wir dachten auf den vermeintlich richtigen Pfad gestoßen zu sein und gab uns den Rat unseren Weg etwas weiter oben fortzusetzen. Nicht lange danach sahen wir die Häuser von Queenstown wieder auf Augenhöhe vor uns auftauchen und verließen den Wald (durch einen Hintergarten).

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostel (meine Hose war dezent schlammig und wollte dringend zumindest grob gereinigt werden), machten wir uns wieder auf die Socken. Allerdings hatten wir beide keine allzu große Lust auf noch einen Berg, und so liefen wir nur ein wenig am Ufer entlang, kauften und uns einen Cupcake, ließen uns von einer Ente ein ganzes Erdnussbuttersandwich stehlen und pilgerten schlussendlich zum Supermarkt. 

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Zurück im Hostel wurde endlich geduscht, was ordentliches gegessen und den restlichen Abend entspannt. 

[Bilder, Reisen] Tag 12 & 13 auf der Südinsel – Queenstown

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[Bilder, Reisen] Tag 12 & 13 auf der Südinsel – Queenstown

Sonntag ging es nach Queenstown, Neuseelands Adrenalinheimatstadt. Hier war es, wo der Bungyjump ins Leben gerufen wurde und hier ist die Stadt, in der es alleine drei verschiedene Bungysprünge gibt. Genau der richtige Ort also für einen Menschen wie mich 😉

Morgens wollten wir eigentlich den Sonnenaufgang vom „dem Wanaka Baum“ aus anschauen. Wir waren auch dort, aber es hat so dermaßen geschüttet, dass es selbst 20 Minuten nach Sonnenaufgang noch total düster draußen war. Satz mit x…

Das ist nicht „der“ Wanaka Baum, aber trotzdem 😂

Dominik konnte das Stück von Wanaka bis Queenstown leider nicht mit uns mitfahren, da sich hier mal wieder die Auswirkungen unserer Anfangsprobleme zeigten und er keinen Platz im Bus hatte. Also kam er ein paar Stunden später mit dem Intercity nach. Für ihn schien aber zumindest diese Fahrt recht angenehm gewesen zu sein: er saß nämlich in einem schönen großen Reisebus mit WLAN. 

Bevor wir wirklich aus Wanaka raus fuhren, hielt der Stray Bus noch bei „Puzzle World“, einem Museum für optische Täuschungen und einem riesigen Labyrinth. Der Teil mit den optischen  Täuschungen war ziemlich cool, aber das Labyrinth war leider zu verregnet um wirklich sein Glück darin versuchen zu wollen. 

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Danach fuhren wir den größten Teil der Strecke bis Queenstown durch. Wir hielten bei der AJ Hacket Brücke, dem Hauptsitz des Bungy Unternehmens, und schauten uns eine kurze Doku zu den Anfängen des Bungys an und wer gewollt hätte, hätte direkt von der Brücke hüpfen können. Aber erstens war das Wetter zu dem Zeitpunkt nicht unbekannt perfekt und zweitens wollten die meisten, die einen Bungy und nicht eine von den Schaukeln machen wollten, direkt den ganz großen machen. Also 134m die Schlucht runter. Und so buchten sich Christina (eine andere Deutsche) und ich einen Sprung für den nächsten Tag.

Aussicht von der Brücke

Im Hostel ging mal wieder ein kleines Drama los. Obwohl Dominik auf der Buchungsliste gestanden hatte und beim Busfahrer extra nochmal nachgefragt hatte, wurde kein Bett für ihn mit gebucht. Und so kam es, dass er, als er ein wenig später als wir ankam, nur noch mit viel Glück einen Platz für eine Nacht ergatterte. Denn in Queenstown ist momentan die Hölle los: Skihauptsaison. So endeten wir damit, ein Bett in einem Damendorm in einem Hostel etwa 8 Minuten weg buchen mussten. Das letzte verfügbare und bezahlbare Bett in der ganzen Stadt für diese Zeit. Und weil er eben keine langen Haare hat, die Stimme etwas sehr viel zu tief ist und er obenrum zu wenig, dafür aber weiter unten zu viel hat, musste ich ihm wohl oder übel mein Bett überlassen und für die letzten beiden von drei Nächten umziehen. Aber die erste Nacht schliefen wir noch im gleichen Gebäude. Wenigstens etwas.

Abends gingen wir mit ein paar anderen aus unserer Gruppe zu Fergsburger, dem angeblichen besten Burgerladen Neuseelands. Dass es dort gut sein soll, haben wohl schon mehrere gehört. Zumindest dauerte es insgesamt eine Stunde, bis wir endlich unsere Bestellungen in den Händen hielten. Da ich ja nicht unbedingt der größte Burgerexperte bin, muss ich mich hier auf das Urteil der anderen verlassen. Und das besagte so in etwa: „Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich weltverändernd. Ein guter Burger halt.“

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Montagmorgen packte ich zunächst mein Zeug für zwei Nächte zusammen, danach schlenderten wir ein wenig durch die Stadt, endeten mit einer Kanadierin aus unserer Reisegruppe und einer Britin, die sie gerade erst kennengelernt hat, bei Starbucks und gingen danach noch kurz in einen Cookieladen, bevor ich mich mit Cristina für unseren Bungy traf. 

Nach dem Einchecken und wiegen prangte mal wieder mein Gewicht mit rotem Edding auf meine Hand aufgemalt. Wuhu. Nicht. 😆 Es dauertr gefühlt noch eine ganze Ewigkeit, bis wir endlich in den Bus stiegen und zur Nevis Valley Zentrale etwa 45 Minuten außerhalb der Stadt fuhren. Ich versuchte die Fahrt so gut wie möglich zu genießen, könnte ja das letzte sein, was ich sehe. 

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Wobei ich dieses mal auf eine andere Art aufgeregt war. Komischerweise hatte ich eher Angst davor einfach nicht springen zu können und mich dadurch total zu blamieren, weil ich 1) schon einen anderen Bungy gemacht habe und 2) bei diesem keinen richtigen Kick bekommen habe. Eigentlich total albern. Aber ich war definitiv deutlich entspannter, da ich alle Abläufe schon im Groben kannte und wusste, welcher Teil für mich am unheimlichsten werden wird. 

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Es ist trotzdem ein ganz anderes Gefühl, wenn man in einer Gondel zu der Absprungplattform gefahren wird und nicht selber läuft oder wenn man Steinen entgegen springt und nicht nur dem Meer. Und natürlich wenn man etwas mehr als 8 Sekunden freien Fall hat anstelle von 2 Sekunden. Insgesamt ging aber das ganze Prozedere in der Absprunggondel sehr schnell, was gut ist. Weniger Zeit zum Nachdenken.

Aufgerufen werden – Füße zusammen gebunden bekommen – an den Seilen befestigt werden – kurzer letzter Check des Harness – in die Kamera winken – zur Plangenkante watscheln – möglichst nicht runter schauen – nochmal winken – lächeln – 3 – 2 – 1 – springen. Und danach nur noch fallen und genießen. Für mich war das dieses Mal ein ziemlich komisches Gefühl. Irgendwie habe ich erwartet, dass der Fall nach 60 oder so Metern vorbei ist, aber es ging immer weiter und weiter runter. Ich habe auch nicht erwartet, dass ich bei dem ersten Bounce wieder so hoch zurück federe beziehungsweise danach nochmal so tief falle. Aber es war ein unbeschreiblich tolles Gefühl. 

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Nachdem wir unser Geld für Bilder und Video am Schalter gelassen hatten, ging es zurück in die Innenstadt. Ich kaufte mir noch das „Queenstown Story T-Shrit“, ein T-Shrit mit einer kurzen Geschichte über die verrückten Leute, die nach Queenstown kommen und danach trafen wir uns mit einer Chinesin unseres Busses auf ein Eis. Dominik und ich teilten uns wieder 3 Kugeln, diesesmal Gingerbread, Mango und geröstete Haselnuss. 

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Wirklich viel machten wir den Abend eigentlich nicht mehr. Wir brachten mein Zeug ins andere Hostel, kochten Abendessen und quatschten noch ewig mit ein paar anderen Leuten.

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