Schlagwort-Archive: Roadtrip

[Bilder, Reisen] Tag 19 auf der Südinsel – Omarama

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[Bilder, Reisen] Tag 19 auf der Südinsel – Omarama

Ab jetzt sind wir nicht mehr mit dem Stray-Bus unterwegs, sondern reisen auf eigene Faust. Das hatte verschiedene Gründe, beziehungsweise einen Hauptgrund, aus dem die anderen resultierten. Am Anfang hab ich ja mal geschrieben, dass wir ziemliche Probleme mit dem Reiseunternehmen hatten, da alle meine Buchungen plötzlich gelöscht waren. Das wiederum hatte ja auch zur Folge, dass wir einige Male fast irgendwo stecken geblieben wären und dass wir für Dominik einmal einen Fernbus buchen mussten. Jedenfalls sind wir durch eben jene Löschung auch nur bis zu einem Zwischenstopp auf dem Bus gewesen und wären danach stecken geblieben. So kamen wir also dazu, etwas mehr Geld für ein Auto ausgeben zu müssen. Hat für Dominik den Vorteil, dass er auch mal in den Genuss vom Roadtrip-Leben kommt und für mich den Nachteil, dass ich fahren muss (denn der Herr hat, anders als ich ihn gebeten habe, keinen internationalen Führerschein mitgebracht)

Jeeedenfalls fuhr ich am Montagmorgen mit dem Bus zum Flughafen, um unseren Mietwagen abzuholen, während Dominik mit unserem Gepäck im Hostel wartete. Nachdem beides, also er und unser Zeug, sicher im Auto verstaut war, kehrten wir Queenstown ein letztes Mal den Rücken zu. 

Unser erster kurzer Stopp lag in Arrowtown, einer historischen Goldminenstadt. Ich kann mir vorstellen, dass das Städtchen an einem schönen Herbsttag malerisch schön und verträumt aussieht, aber bei kühlwindigem Nieselregen bereitet das durch die Straßen schlendern nicht allzu viel Freude. Doch der Kaffee hier war gut 😆

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In Cromwell, der angeblichen Obst- und Gemüsehochburg, stoppten wir für ein paar schnelle Fotos am nahe gelegenen Lake Dunstan, bevor wir unseren Weg fortsetzten. 

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Er führte uns über den Lindis Pass, Neuseelands höchsten Highway Punkt. Ich hatte ehrlich gesagt ziemliche Bedenken ihn zu befahren, zumal das Wetter in den letzten Wochen ziemlich unberechenbar gewesen ist. Doch zum Glück waren die Straßen gut geräumt (ist hier nicht unbedingt Standard) und der Schnee lag nur auf den umliegenden Hügeln und Gebirgen. Es war ziemlich lustig die Asiaten zu beobachten: im Tourbus angefahren stiegen sie schnatternd und kreischend am Aussichtspunkt aus, legen sich einer nach dem anderen fast auf die Nase, machten Bilder, auf denen sie Schnee in die Luft werfen etc. und säubern ihre Hände anschließend mit Desinfektionstüchern, bevor sie wieder in den Bus steigen. Aber Hauptsache die Bilder sehen nach Winterspaß aus 😆

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Weiter ging unser Weg zum Lake Benmore, der im Internet für sein wunderschön blaues Wasser angepriesen wurde. Wir vertraten uns die Beine ein wenig am Ufer, stiefelten auf einen Hügel und gingen anschließend zum Auto zurück, mit dem wir schließlich ins Hostel fuhren.

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Unser Hostel lag irgendwo im Nirgendwo vor Omarama, und der Backpacker-Teil bestand aus ein paar Wellblechhütten. Abet es gab kostenloses WLAN, welches viel, viel besser als die meisten Verbindungen in größeren Städten war. Insgesamt war es ein ziemlich schöner Ort: von Bergen umgeben, abgelegen und vor allem total unbewohnt. Eben mitten im Nirgendwo. 

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Und welchen Vorteil hat ein Ort, von dem die nächste richtige Zivilisation 15 Minuten Autofahrt in die eine und gut eine Stunde in die andere Richtung entfernt ist? Richtig. Man sieht einen unbeschreiblichen Sternenhimmel. (Was dachtest du denn? 😉 ) Man konnten die Milchstraße total klar erkennen, ebenso wie viel mehr Sterne, als ich je mit einem Mal gesehen habe. Leider kann man das auf den Bildern nicht so gut erkennen, so gewesen ist es aber trotzdem 😉 Oh, und eine Sternschnuppe haben wir auch gesehen. 


Ein Überblick der Bilder in klein:

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[Bilder, Reisen] Lake Taupo 2.0 – Vom Movieset zum Freien Fall

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[Bilder, Reisen] Lake Taupo 2.0 – Vom Movieset zum Freien Fall

Anfang April habe ich etwas gemacht, von dem ich mir eigentlich immer ziemlich sicher war es nicht während meines AuPair Jahres zu machen: ich bin für einen  Wochenendtrip zwei Mal zum gleichen Ort gefahren. 

Irgendwann letztes Jahr war ich schon mal beim Lake Taupo, dem riesigen See ziemlich in der Mitte der Nordinsel. Damals hatte ich eine Bustour gebucht, die rückblickend gesehen einfach total überteuert gewesen ist. Aber das ist ein anderes Thema. Bei dem zweiten Ausflug haben wir alles selber organisiert und ein paar ziemlich coole Dinge gesehen und erlebt.

Unser erster Halt war bei den Aratiatia Rapids und dem Aratiatia Dam. Beides befindet sich im Waikato River, in dessen Verlauf auch die Huka Falls liegen. Die Aratiatia Rapids sind unter anderem aus den Hobbitfilmen bekannt, und zwar an der Stelle, an der die Zwerge in ihren Fässern vor den Elben fliehen. Doch zunächst fließt nicht viel Wasser über die Steine. Erst wenn der Alarm ertönt wird der Damm geöffnet – und zwar genau drei Mal am Tag (im Winter, im Sommer sogar vier Mal täglich) – und das Wasser füllt die einzelnen Stufen. Das dauert länger, als ich eigentlich erwartet hätte, aber sobald alle Steine unter dem Strom liegen, erkennt man die Ähnlichkeit zum Film unverkennbar und kann sich nur zu lebhaft vorstellen, wie die Zwerge den Bach runter gehen. 

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Anschließend hielten wir beim Huka Honey Hive, einem extrem überteuerten aber gehypten Honigladen ziemlich direkt neben dem Wasserfall. Gekauft haben wir nichts – aber probiert 😆 Es gab unter anderem Honig, Honigbier, Honigeis, Honigwaben, Honigbonbons, Honigcremes etc. Und mein Highlight: eine Photowand, bei der man sich in ein Bienchen verwandeln konnte. 😀

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Unser letzter Tagesstop lag bei den Huka Falls, den Wasserfällen mit der größten fließenden Wassermasse in Neuseeland. Ich bin bei den Huka Falls schon mal gewesen, von daher wusste ich schon von vornherein, dass die Wasserfälle meiner Meinung nach nicht allzu sehenswert sind: Einfach nur laut, viel Wasser und viel zu Tourismusüberlaufen. Doch was ist das nicht in Neuseeland?

Den Sonnenuntergang genossen wir in den Otumuheke Streams, einer heißen Quelle mit zwei kleinen Wasserfällen in einer Kurve des Waikato Rivers. Es war mein persönliches Tageshighlight – wenig Touristen und eher Einheimische, die in der Dunkelheit in den Pools saßen und sich unterhielten. Und nach unserem durchfrorenen Tag genau der richtige Abschluss. 

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Am nächsten Morgen teilte sich unsere Gruppe. Die anderen vier machten eine Bootstour auf Lake Tauo (darüber habe ich hier schon mal geschrieben), während ich mich alleine auf den Weg machte, um mich aus einem fliegenden Flugzeug zu stürzen. 

Nein, ich bin nicht lebensmüde und ja ich mag mein Leben eigentlich ganz gerne. Trotzdem wollte ich einmal kennenlernen, wie es sich anfühlt 15,000ft in die Tiefe zu stürzen und sich zumindest eine Minute im freien Fall zu befinden. Und was soll ich sagen? Ich fand es genial! Vorher ging es mir wie beim Bungy eher so, dass ich ziemlich entspannt war.

Zur selben Zeit wie ich sprangen auch zwei andere Mädels, allerdings nur von 12,000ft, und ihnen konnte man deutlich ansehen, dass sie nervöser waren und noch nicht allzu viel Vertrauen in die ganze Aktion hatten. Ich war nicht wirklich aufgeregt-nervös, sondern eher vorfreudig-hibbelig und wäre am liebsten direkt und ohne Sicherheitseinweisung aus dem Flugzeug gehüpft.

Schließlich hieß es wiegen, Harness an, komische Fragen des Sprunginszruktoren fürs Video beantworten, ins Flugzeug steigen. Abhebung, fliegen, die Aussicht genießen, die anderen Nacheinander aus dem Flugzeug fallen sehen. Höher steigen, zur Tür robben, einen kleinen Herzinfarkt bekommen, und fallen. Fallen, fallen, fallen. Die Landschaft unter einem größer werden sehen, nicht begreifen können, was gerade passiert. Spüren wie die Leine gezogen wird, der Fallschirm aufgeht, die Beine vom Ruck in die Luft gerissen werden, und über die Landschaft gleiten. Den Fallschirm selber lenken, Kreise ziehen, den Landeplatz zu schnell näher kommen sehen, und landen. Mit den anderwn quatschen, sich über den Fall austauschen, die Instruktoren reden, aufs Video anschauen. Ins kleine Kino gehen, sein Video anschauen, sich kaputt lachen, nicht begreifen, dass es schon vorbei sein soll.

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Die Limosine brachte mich anschließend zurück in die Innenstadt und ich traf mich wieder mit den anderen. Gemeinsam machten wir uns schließlich auf den Weg zurück nach Auckland, wobei wir noch bei den Blue Springs hielten (Auch dort bin ich zuvor schon mal gewesen, hier steht mehr dazu). Allerdings sind wir nur die kurze Strecke gelaufen, um ein wenig Zeit zu sparen.

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