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[Bilder, Reisen] Osterurlaub #3 – Auf der Hurtigrute von Tromsø nach Trondheim 29.-31.3.

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[Bilder, Reisen] Osterurlaub #3 – Auf der Hurtigrute von Tromsø nach Trondheim 29.-31.3.

In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag, nachdem wir einige Stunden in dem Pub verbracht haben, ging es also im tiefsten Schneegestöber auf das Postschiff. Es sind erstaunlich viele Menschen zugestiegen, weshalb es etwas dauerte, bis alle eingecheckt hatten. Unser Zimmer lag auf dem untersten Deck, zwar ohne Fenster und ohne eigenes Bad, doch für uns perfekt ausreichend. Wir gingen auch schon ziemlich schnell schlafen, denn inzwischen war es bereits fast zwei Uhr in der Frühe und am nächsten Morgen stand bereits recht zeitig ein Ausflug an.

Das Frühstücksbuffet war erstklassig: gutes Brot, Brötchen, Granola, Nüsse, hart und weich gekochte Eier, English Breakfast aus Spiegelei, Speck, Bohnen und Porridge, Obst, Gemüse, Marmeladen und so weiter. Es gab sogar Käse aus meiner Heimatregion, was mich total freute. Leider konnten wir unser Frühstück am ersten Morgen nicht allzu lange ausdehnen, denn schon bald legten wir in Harstad an und bewegten uns mit den anderen Reisenden in Richtung des bereits wartenden Busses.

Wir wurden von einem überaus freundlichen Reiseleiter begrüßt, der wie ein Grashüpfer zwischen deutsch und englisch hin und her wechselte. Hier und da baute er ein Wort der anderen Sprache ein oder direkt ein norwegisches. Es hat jedoch ziemlich viel Spaß bereitet diesem Sprachjonglieren zuzuhören und zumindest ich habe großen Respekt vor dieser Fähigkeit.

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Leider schneite es noch immer ziemlich stark, sodass die kleine Steinkirche Harstads bei unserem erstern Stopp beinahe im Schnee versank. Dennoch versprühte sie einen fesselnden Charme. Wir erfuhren einiges über die Geschichte, hatten ausreichend Zeit zum umsehen und Bilder machen und liefen anschließend die paar hundert Meter zum anliegenden Museum.

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Auf der weiteren Fahrt begann der Himmel langsam, aber stetig, mehr und mehr aufzubrechen, zwischendurch fuhr der Bus nochmal in eine dicke Schneewehe, doch schlussendlich sahen wir wieder blau und auch die Umgebung versank nicht mehr in einem schier undurchdringlichen Weiß. Der Bus fuhr auf eine Fähre, auf welcher es für jeden Gast Kaffe und eine Waffel mit brunost (norwegischer Karamellkäse) und eine leftse (in dem Fall ein sehr dünner Pallatschinken mit Butter, Zucker und Zimt) gab. Ich war selig. Und als sich der Himmel schließlich komplett aufklarte, konnte es aus meiner Sicht nicht mehr besser werden.

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An dieser Stelle möchte ich kurz von einer Dame erzählen, die mich sehr beeindruckt hat. Sie ist 83 Jahre alt und gebürtige Schwedin, ist jedoch irgendwann im Laufe ihres Lebens nach Amerika ausgewandert. Diese Dame hatte eine überaus angenehme und jugendliche Ausstrahlung und ist jedem scheinbar komplett ohne Vorbehalte begegnet. Es war sehr angenehm, sich mit ihr zu unterhalten, doch am meisten überrascht hat sie mich mit ihren Sprachkenntnissen: Dass sie schwedisch und englisch spricht, ist irgendwie selbstverständlich, norwegisch ist aufgrund der Sprachähnlichkeiten zum Schwedischen auch noch recht naheliegend. Doch wirklich beeindruckt hat sie mich, als sie mir auf deutsch antworte und einem anderen Reisenden auf französisch.

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Zurück auf dem Schiff steuerten wir an diesem Tag direkt zum Lunch und ich muss gestehen: ich hab mich total überfuttert 😆 Die Auswahl war aber auch zu verlockend und die Desserts… – kein Wunder, dass ich vor meiner Reise so viel positives vom Essen auf dem Schiff gehört habe!

Den Großteil des restlichen Nachmittags verbrachten wir in der Lounge, sprangen ab und zu auf, um ein paar Fotos zu machen, wenn die Landschaft gerade dazu einlud, quatschten, tranken Kaffee und Tee (beides im Preis inbegriffen) und ließen es uns einfach gut gehen.

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Zwischendurch legten wir in Stokmarknes an. Katha und Patrick wollten lieber an Bord bleiben und sich ein wenig ausruhen, also ging ich alleine auf Entdeckungstour. Jedoch hatten wir nur eine halbe Stunde Aufenthaltszeit, weshalb keine allzu große Tour möglich war. Doch um zur Brücke und zurück zu laufen hat es allemal gereicht und ehrlich gesagt tat es richtig gut ein bisschen die Beine zu vertreten.

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An diesem Abend wurden wir bereits in die erste Abendessensitzung gelegt, weil Katha und ich noch einen Ausflug für den Abend gebucht hatten. Jedoch gab es abends kein Buffet, sondern ein vier Gänge Menü. Da meckert man natürlich auch nicht! Insbesondere nicht, wenn es so gut geschmeckt hat. Zur ersten Vorspeise gab es einen Tomatensalt, für mich mit Avocado, für die anderen beiden mit Shrimps. Die zweite Vorspeise war bei mir eine Suppe, die ich geschmacklich null einordnen konnte und die mir leider nicht so gut bekommen ist, die anderen beiden bekamen eine Lachssuppe, die ihnen wohl mundete. Der Hauptgang bestand aus jungen Kartoffeln, für mich mit überbackenem Blumenkohl, für die anderen beiden mit irgendetwas fleischigem. Unf zum Dessert gab es eine Panna Cotta mit herrlich krachsaueren Kirschen. Patrick waren sie einen kleinen Tacken zu sauer, doch ich fand es total genial.

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Und dann hieß es auch schon für Katha und mich umziehen und von Bord gehen. Patrick stattete ich mit etwas Geld aus, welches er benutzte, um in ein Eisskulpturenmuseum zu gehen. Er war total begeistert davon und meinte, dass eine richtig coole Atmosphäre zwischen den ganzen Kunstwerken herrschte und viele sehr beeindrucktend ausgearbeitet waren.

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Katha und ich bestiegen mit vier anderen Frauen und einem Mann einen Minibus und fuhren zunächst eine gute dreiviertel Stunde zu einem Gehöft. Dort wurden uns Pferde zugeteilt und wir sollten aufsteigen. Ich für meinen Teil muss leider sagen, dass ich total enttäuscht von diesem Ausflug war. Neben mir hatte nur eine andere Frau Reiterfahrung und man merkte, dass die Pferde ziemlich abgestumpft waren und eigentlich gar keinen Bock hatten. Obwoh die Tour „Lofoten zu Pferd“ hieß, haben wir nicht allzu viel gesehen. Uns wurde eine Ferienhaussiedlung gezeigt und angepriesen, es ging kurz am Strand entlang und über ein paar Felsen. Alles in einer Reihe und mit lustlos trottenden Pferden. Da ich angegeben hab, leichte Reiterfahrung zu haben, dachte man anscheinend, ich würde gerne auf einem zickigen Pferd sitzen (ich mag es gar nicht reiten nennen). Doch, so enttäuschend der Ausflug an sich für mich war, muss ich zugeben, dass die Landschaft trotzdem wunderschön war und es zeitlich perfekt war, da wir genau in den Sonnenuntergang ritten.

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Im Anschluss an diesen Ausflug wurde es auch auf dem Schiff lustiger: die anderen Reisenden vom Pferderitt sprachen uns ständig an und wir wurden viel mehr in die „Reisecommunity“ aufgenommen. Also hatte alles mindestens einen wirklich großen Vorteil 😁

Am Freitagmorgen war der Himmel zunächst noch enttäuschend wolkenverhangen, doch bereits nach dem Frühstück klarte es sich merklich auf. Wir passierten ein kleines altes Fischerdorf, das sein öffentliches Bad gut einsehbar auf einen Felsen vorverlegt hatte. Und kurze Zeit später, so etwa gegen halb 10, passierten wir den 66sten Nordgrad und damit den Polarkreis. Um diesen Anlass zu feiern, gab es eine Stunde später eine kleine Zeremonie. Auf der Fahrt nordwärts wurde den zu weihenden Menschen Eiswasser in den Nacken gekippt, auf der Rückfahrt durften Mutige einen Löffel Lebertran einnehmen (und den Fischlöffel anschließend als Souvenir behalten). Ich war erst total enttäuscht, weil Lebertran aufgrund seiner fischigen Herkunft für mich raus fällt, doch als ich meine Situation in einem ruhigen Moment bei einem Crew-Mitglied ansprach und vorschlug Meerwasser stattdessen einzunehmen, bekam ich auch so einen Löffel. Ohne Meerwasser 🙂

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Für alle Reisenden war der ganze Tag ein Schiffstag. Es gab nur drei Aufenthalte, bei denen es sich lohnte von Bord zu gehen und von diesen drei Möglichkeiten konnten wir nur zwei nutzen, da die dritte in unsere Abendessenszeit fiel. Die anderen beiden nutzen wir natürlich so lange wie möglich um uns die Beine zu vertreten und die Ortschaften zu erkunden.

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Die erste Ortschaft war das Fischerstädtchen Sandnessjøen. Obwohl wir bereits früher als geplant anlegten, blieb nur eine knappe Dreiviertelstunde zum Erkunden. Und diese nutzten wir, um Bilder mit und von dem unbeschreibbar ruhigen und klaren Wasser zu machen. Besonders Katha und Patrick waren davon fasziniert, dass man bis zum Grund sehen und Fische, Seesterne, Krabben und Seeigel beobachten konnte. Diesbezüglich bin ich wohl inzwischen etwas verwöhnt, aber das bedeutet nicht, dass ich nicht auch komplett verzaubert von dem türkisfarbenen Nass gewesen bin. Nein, es war zu schön, um auch nur einen Bruchteil davon in Worte oder Bilder fassen zu können.

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Die zweite Möglichkeit das Festland zu betreten bekamen wir in Brønnøysund, wo wir sogar etwas mehr als eine Stunde Zeit zum umsehen hatten. Und diese Zeit nutzten wir auch voll aus: zuerst ging es zu der kleinen Kirche, von dort aus liefen wir langsam entlang am Pier zurück zum Schiff. Es war keine sehr große Runde, doch ähnlich wie in Sandnessjøen bestach auch hier das Wasser durch seine Klarheit und Farben. In dem kleinen Fjordseitenarm wurden wir Zeugen des bunten Treibens von verschiedenen Wasservögeln, die in großen und kleinen Kreisen über das Wasser flogen, landeten und neue Runden zogen. Auch dieses Städtchen hatte durch seine idyllische Verspieltheit und die Umgebung einen schier magischen Schleier über sich liegen.

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Abends gab erst einen Bildbuchsonnenuntergang (den Katha und Patrick verschliefen) und fast direkt im Anschluss ein „special Dinner“. Obwohl die klassische Hurtigrutenstrecke von Bergen nach Kirkenes nach Bergen führt, ist es auch populär von Bergen nach Kirkenes nach Trondheim zu fahren, also einfach den letzten Tag ausfallen zu lassen. Und so fielen Abschiedsmenü und Osteressen zusammen und statt dem standardmäßigen 4 Gänge Menü wurden 5 Gänge aufgetischt. Da kam es zumindest mir sehr gelegen, dass wir in der zweiten Abendessensrunde plaziert waren, denn ehrlich gesagt hab ich mich schon beim Lunch total überfuttert (wie zu eigentlich jeder Mahlzeit an Bord 😂).

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Die erste Vorspeise bestand aus einem Kartoffelsalat mit Fisch, für mich wurde er mit etwas mehr Gemüse zu Tisch gebracht. Zweite Vorspeise war eine gelbe Erbsensuppe, als Hauptgang gab es Kabeljau mit Rote-Bete-Weizen für die Mehrheit und sehr viel Ofengemüse für die Vegetarier. Etwas seltsam waren dabei die heißen Weintrauben 😀 Zum Zwischengang wurde Käse gereicht und das absolute Highlight – eine Baiser-Bidquit-Eistorte – wurde vor unseren Augen flambiert.

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Noch bevor das Essen gänzlich beendet war, ertönte eine Durchsage, dass auf der linken Rückseite des Schiffes Polarlichter zu sehen wären. Ich kann euch sagen: ein Evakuationsalarm hätte den Speisesaal nicht schneller leer fegen können. Stark war das Leuchten jedoch nicht zu sehen, nur ein gründlicher Schimmer, der bereits binnen weniger Sekunden verlosch. Ich hab es nicht einmal geschafft, ein Bild aufzunehmen. Wir entschieden also zum Dessert zurück zu gehen, da wussten wir wenigstens, was wir bekommen.😀 Zudem tat es uns ein wenig für die Crew leid, deren Arbeit ein so abruptes Ende nahm. Etwas später versuchten wir erneut Lichter zu entdecken, doch selbst mit dem besten Willen war nichts mehr am Himmel zu entdecken.

Insgesamt fielen wir drei wohl auf dem Schiff ziemlich auf, oder besser gesagt: deutlich aus dem Reisenderaster. Wir waren nicht nur die mit Abstand am Jüngsten, sondern oft auch die, die hier und da durch kleine, aber stets als sympathisch-belustigend aufgenommene, aus der Menge stachen. Nicht zu vergessen natürlich auch meine Haare, die (wenn sie zu einem legeren Dutt gebunden sind) mich fast 2 Meter groß machen und an die Türen und teils auch Decken stießen ließen. Doch insgesamt glaube ich, dass die meisten Reisenden und auch Angestellten uns als lustiges und sympathisches Trüppchen wahrgenommen haben. Immerhin kam es immer wieder zu sehr lustigen Späßen und auch ernsteren Gesprächen mit den anderen Passagieren und der Crew. Ja, ich kann sagen: die gesamte Hurtigrutenfahrt wird mir als sehr positiv im Gedächtnis bleiben.

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Müde wie wir drei waren, legten wir uns an unserem letzten Abend schon zeitig schlafen. Zeitig am Samstag legte das Schiff in Trondheim an, wir frühstückten noch in aller Ruhe und verabschiedeten uns von einigen Mitreisenden, dann begaben wir uns zur letzten Station des Urlaubs: meine ab-und-zu Heimatstadt Trondheim. Doch das ist eine andere Geschichte.

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[Bilder, Reisen] Osterurlaub #2 Tromsø 26.3.-29.3.

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[Bilder, Reisen] Osterurlaub #2 Tromsø 26.3.-29.3.

Katha, Patrick und ich kamen also am Montagabend in Tromsø an. Es war bereits fast dunkel und – es schneite wie verrückt. Wer sich die Arbeit alles zu lesen sparen möchte bekommt hier eine super kurze Zusammenfassung: die meiste Zeit unseres Aufenthaltes sahen wir mehr Schneeflocken als Himmel 😆

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Montagabend machten wir eigentlich nicht mehr allzu viel. Nachdem wir unser Airbnb bezogen hatten, wurde ein sehr einfaches Abendessen gekocht (Nudeln mit Instanttomatensuppe als Sauce 😛) und sich nach noch ein wenig Gequatsche schlafen gelegt. Ich muss sagen, dass diese erste Nacht nicht wirklich erholsam war. Vor unserem Fenster gab es bis etwa 2 Uhr morgens eine lebhafte Diskussion zwischen mindestens zwei Männern und irgendwann nachts kam jemand in die Küche, an die unser Zimmer angrenzte, und öffnete und schloss lautstark die Schränke.

Dementsprechend dauerte es am Dienstag etwas länger, bis wir alle wach genug zum Aufstehen waren. Bevor wir jedoch frühstücken konnten, mussten überhaupt erstmal Lebensmittel einkaufen gehen. Also wurde unser Frühstück eher zu einem Spätstück abgeändert – aber dafür war es ein gutes 😁

Den Tag über stampften wir durch den Schnee, freuten uns über jedes blaue Fitzelchen Himmel und gingen es insgesamt eher entspannt an. Wir begannen bei der Ølbar, der ältesten Brauerei von Troms, die ursprünglich mal eine deutsche Bäckerei gewesen ist. Gekauft haben wir jedoch nichts (das konnten wir uns gar nicht leisten), sondern sind nur wie eine Schneewehe mal eben rein und danach wieder raus geweht. Weiter ging es mehr oder weniger im Slalom durch die Gässchen, zur Tromsø Kathedrale, entlang des Hafens und des Piers, durch die Einkaufssträßchen, vorbei an der Bücherei, zum Perspektivet Museum.

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Das Perspektivet wurde als Fotografiemuseum beschrieben, dementsprechend hattem wir die Erwartung entweder auf Bilder von arktischen Tieren zu treffen oder etwas über die Entwicklung der Fotografie im Laufe der Zeit zu erfahren. Stattdessen fanden wir alte Bilder von norwegischen Familien und Sami vor, zu denen leider nicht allzu viele Informationen standen. Das war etwas enttäuschend, doch da das Museum keinen Eintritt gekostet hatte, war es auch nicht weiter dramatisch.

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Tatsächlich klarte sich der Himmel danach ein bisschen auf und wir flanieren gemütlich an der Hafenkante entlang und nach einer kurzen Kaffeepause begaben wir uns auf den Weg zur Tromsøbybru, der etwa einen Kilometer Brücke, die von der Tromsø Insel zum Festland führt. Auf dieser Seite der Stadt befindet sich die Ishavenkatedrale, einer Kirche, die durch ihr modernes Desin heraus sticht.

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Vor der Ishavenkatedrale machten wir einen etwas längeren Stopp, doch leider konnten wir die bunten Fenster auf der Rückseite nur recht undeutlich erkennen. Es war einfach zu hell. Dennoch hat es mir das Gebäude angetan.

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Eigentlich wollten wir auch noch mit der Gondel zur Fjellstua, einem Berg, von dem aus man die Innenstadt überblicken kann. Doch aufgrund der eher eingeschränkten Sichtverhältnisse und der inzwischen untergehenden Sonne entschieden wir uns vorerst dagegen.

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Mittwochfrüh sah es zunächst herrlich klar aus, doch kaum hatten wir fertig gefrühstückt, zog sich der Himmel komplett zu – und den ganzen Tag sah man die Hand vor Augen kaum, so sehr schneite es. Unser Plan auf die Fjellstua zu fahren fiel also erneut ins Wasser – nein Pardon, in den Schnee.

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Wir entschieden also in einen Abstecher in eines der bezahlten Museen zu machen, waren jedoch ähnlich enttäuscht wie von dem Fotografiemuseum. Doch immerhin wir konnten auf die Art eineinhalb Stunden warm und trocken verbringen.

Ein Vorteil des Schnees war: das Wetter war einschätzbar. Und man konnte auf Schneehügel klettern, die in echt 4-5 Meter hoch waren, auf Bildern jedoch eher wie Maulwurfshügel wirkten. Doch er verhinderte leider auch jede andere Aktivität. Der restliche Tag bestand also tatsächlich nur noch aus Souveniershoping.

Abends schleppten wir irgendwie unser Gepäck vom Airbnb in die Innenstadt. 2km, ein Backpack, ein heiler Koffer und ein kaputter Koffer. Wenn das keine Kampfansage ist! Bis zur Ankunft unseres Schiffes warteten wir in einem Pub, spielten Karten und aßen ziemlich leckere Bratkartoffeln.

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Gegen Mitternacht zogen drei Schneemonster zum Pier, um zum nächsten Abenteuer zu starten. Doch das ist eine andere Geschichte.

[Bilder, Reisen] Osterurlaub in Norwegen #1 Tondheim 23.-26.3.

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[Bilder, Reisen] Osterurlaub in Norwegen #1 Tondheim 23.-26.3.

Zuerst: Ich wünsche euch allen ein frohes Ostern, wo auch immer ihr gerade seid und was ihr vor habt, ein paar entspannte freie Tage und vielleicht sogar schönes frühlingshaftes Wetter. (Ironischerweise sitze ich auf dem Sofa, während ich das schreibe und beobachte durch das Fenster, wie Trondheim in einer dicken Regenwolkensuppe versinkt. 😀 )

So wie wahrscheinlich ein Großteil der Norweger fährt auch meine Gastfamilie über die Osterzeit in påskeferie (påske = Ostern). Üblicherweise geht dieser Trip auf eine hytte in den Bergen und ist mit viiiieeel Skifahren verbunden. Diese Hytte ist (traditionell gesehen) so primitiv wie möglich und richtig schön koselig, was in ihrem Fall bedeutet, dass sie aus 2 Zimmern und einem Wohnzimmer mit Kochzeile besteht. Als Klo dient ein Eimer, Strom gibt’s nur von der Autobatterie. Meine Gastmutter gestand mir, dass sie nicht so gerne über Ostern zu der Hytte fährt, da in den Bergen natürlich noch sehr hoher Schnee liegt (um genau zu sein gerade rund 2 Meter) und sie sich an dem ewigen Weiß schon recht lange satt gesehen hat. Zudem man eben wirklich nur per Ski voran kommen kann. Doch weil es Tradition ist und die Kinder den Schnee in den Bergen so lieben, wird Ostern natürlich trotzdem dort gefeiert. Ebenso traditionell ist übrigens der „påskekrim“ und jeder waschechte nordmann muss über Ostern zumindest einen Krimi lesen. Gut, dass ich kein waschechter Norweger bin, denn Krimis kann ich nicht wirklich viel abgewinnen. Ich hab mich stattdessen für einen Fantasyroman eines Schriftstellers aus meiner Region entschieden. Zählt in meinen Augen auch fast 😂

Jedenfalls wurde mir frei gestellt, ob ich mit auf die Hytte kommen möchte oder nicht. Da meine beste Freundin und ihr Freund mich gerne besuchen wollten (und mir 8 Tage auf engstem Raum mit meiner Gastfamilie ohnehin zu viel des Guten geworden wären), entschied mich dankend dagegen und stattdessen dafür mit Katha und Patrick zu verreisen.

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Nach Wochen der Planung, Buchung und des Wartens ist es nun also endlich so weit. Also fast, denn auf die beiden treffe ich erst am Montagabend. Trotzdem bin ich genau genommen bereits seit Freitagabend im Urlaub. Nach der Arbeit nahm ich die letzte Busverbindung von der Farm nach Trondheim und 4 Stunden und zwei Umstiege später war ich dann endlich in unserem Haus angekommen. Ich verabredete mich noch für den nächsten Tag mit Mareike und Juliane, zwei AuPair-Freundinnen aus Trondheim und war eigentlich schon fast im Bett, als ich draußen ein grünliches Schimmern entdeckte.

Binnen weniger Sekunden war ich mitsamt Kamera und Pyjama auf dem Balkon und versuchte ein paar gute Bilder von den Polarlichtern über der Stadt zu bekommen. Wirklich geglückt ist es mir allerdings nicht: die Polarlichter waren zwar deutlich zu sehen und tanzten wild über den Nachthimmel, doch nach gerade einmal fünf Minuten war das ganze Schauspiel bereits vorbei und eine dichte Wolkenwand schob sich Richtung Norden.

Es ist wohl ein allbekanntes Phänomen, dass man an den Tagen, an denen man endlich mal ausschlafen könnte, bereits super früh aufwacht. Ich schaffe es lustigerweise sogar, noch früher als an meinen Arbeitstagen aufzuwachen. Anstatt also wie erhofft bis 9 Uhr im Land der Träume zu verbringen, war ich bereits um 7 putzmunter. 😀 Und das, als absoluter Morgenmuffel.

Um viertel vor zehn machte ich mich dann auf den Weg zum Ausverkaufsort der Nidar Fabrik, einem Schokoladenladen, in dem man das braune Gold nicht nur für norwegische Verhältnisse super günstig bekommt, sondern auch einiges zur Verkostung angeboten wird. Nidar gehört neben Freia zu den größten Naschereiproduzenten in Norwegen und produziert neben Schokolade in allen möglichen Formen und Geschmacksrichtungen auch Lakritze oder Naschgummis, doch hauptsächlich eben Schokolade. Ich war echt froh ausreichend gefrühstückt zu haben, denn ansonsten wäre mir wohl von dem ganzen Süßkram ziemlich übel geworden 😆

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Nachdem wir uns mit Naschereien eingedeckt hatten, liefen wir mit ein paar kleineren Umwegen in die Innenstadt, tranken Kaffee, aßen kostenlose Waffeln und schlenderten durch ein paar Läden. Abends kochten wir gemeinsam unser Abendessen, da auch Mareikes und Julianes Gastfamilien bereits im Urlaub waren und es gemeinsam einfach viel kuscheliger und gemütlicher ist. Nachts versuchten wir unser Glück nochmal Polarlichter zu sehen, doch es war viel zu bewölkt um irgendetwas erkennen zu können.

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Sonntag konnte ich aus erster Reihe beobachten, wie sich eine dicke Regenwand über Trondheim schob – und dort erstmal den ganzen Vormittag bis Abend blieb. Die Motivation zum Rausgehen war entsprechend des abwechselnden Schnee-Hagel-Regens draußen gleich null, doch das war auch okay, so konnte ich den Morgen zum entspannen nutzen.

Doch am frühen Nachmittag kamen Mareike und Juliane, noch immer hing eine dicke Wolkendecke über der Stadt. Unser Plan zumindest an dem Abend Polarlichter zu sehen schien somit gefährlich ins Wanken zu geraten.

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Nach unserem provisorischen Gequatsche bereiteten wir einen Hefeteig vor, mit der Intention Ostergebäcke zu backen, um zumindest ein wenig heimliches Gefühl zu bekommen. Es war definitiv lustig und chaotisch, doch schließlich gab es Osterkränzchen und Zöpfe, gefüllt mit Nutella, Marmelade und ganz klassisch ohne alles – leeeecker 😍

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Und nachts – wie von Zauberhand – verschwanden alle Wolken. Doch wirklich zu sehen war draußen nichts. Dennoch gingen wir auf den Balkon und plötzlich bot sich uns ein totales Farbenschauspiel, direkt über der Stadt und dem Nidaros. Die Lichter tanzten und pulsierten am Himmel.

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Montag gönnte ich es mir schön lange auszuschlafen, bevor ich meine sieben Sachen zusammen packte und mich mitsamt meines 14kg schweren Backpacks in die Stadt machte. Mein Rücken jubelierte. Und wenige Stunden später traf ich am Flughafen auf Katha und Patrick und wir flogen gemeinsam nach Tromsø. Doch das ist eine andere Geschichte.

[Bilder, Gedanken] Monatsupdate #6 – Die ersten Frühlingsgefühle

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[Bilder, Gedanken] Monatsupdate #6 – Die ersten Frühlingsgefühle

Ein ganzes halbes Jahr – so lange bin ich schon in Norwegen. Und auch wenn ich Jojo Moyes Buch nie gelesen habe, vermute ich, dass es insgesamt spannender ist, als meine bisherigen Erlebnisse hier 😀 Eigentlich könnte auch dieser Monat unter dem gleichen Titel wie der letzte veröffentlicht werden. Doch halt, ein paar Kleinigkeiten sind schon passiert – wenn auch nichts weltbewegendes (Aber Kleinvieh macht auch Mist)

Der Stall (ja, er bekommt einen extra Absatz) ist endlich, endlich, endlich fertig. Nach insgesamt 5 1/2 Monaten und 3 Monate später als geplant. Die Kühe haben Einzugsrecht erhalten – und jetzt kommt die bittersüße Ironie: sie mögen den Stall nicht. Vielleicht habe ich es schon Mal erwähnt, vielleicht auch nicht. Bei den Tieren handelt es sich um Galloway Rinder (genauer gesagt um Black Belted Galloways), welche ziemlich wetterresitent sind und – zumindest bei uns – eigentlich das ganze Jahr draußen stehen. Dadurch wiederum handelt es sich um Kühe, die wild sind und ihre Freiheiten schätzen (und sie sind sehr misstrauisch gegenüber Menschen – doch das ist verständlich, wenn man bedenkt, dass meistens mehrere von ihnen auf Nimmerwiedersehen verschwin… Aber ich schweife ab.) Jedenfalls klagen meine Gasteltern nun darüber, dass die Tiere zwar im Stall fressen, danach jedoch so schnell wie möglich wieder in die Weiten ihrer Weide entschwinden. Trotzdem: er – ist – fertig! Wobei, fertig ist auch relativ. Der Boden rund herum muss noch begradigt werden, aber das geht erst im Frühjahr, denn momentan ist hier alles noch tiefgefroren, das Silo fehlt noch, aber auch das kann erst nach Enttauen des Bodens aufgestellt werden und hier und da fallen immer wieder größere und kleinere Kleinigkeiten auf, die noch erledigt werden müssen. Aber ich bleibe dabei: Er ist vollbracht.

 

 

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Über das Thema „gefrorener Boden“ leite ich nun galant über zum Wetter. Das gehört ja inzwischen ebenso in meine Updates, wie mein ewiges Palaver. Während in den meisten Teilen Deutschlands bereits der Frühling an der Tagesordnung zu seien scheint, liegt hier noch fast flächendeckend Schnee. An der einen oder anderen Stelle lugt ein kleines Fitzelchen braunes Gras hindurch, doch ansonsten bestimmt noch ein schier undurchdringliches Weiß das Gesamtbild. Doch da es tagsüber zumindest um die Null Grad wird und die Sonne scheint, beginnen die obersten Schichten des Schnees zu schmelzen – und gefrieren wieder, sobald die Sonne weg ist. Auf den Wegen könnte man problemlos wilde Schlittschuhrennen veranstalten und ich behaupte, man käme so um einiges angenehmer und ungefährlicher als auf normalen Schuhen voran. Eigentlich sollte es diese Woche wärmer werden, doch am Montag begann es, trotz versprochener acht Plusgrade, wieder zu schneien.

 

 

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Bei unserer Fensterbank in der Küche handelt es sich seit Wochen eher um eine Aufzuchtsstation junger Pflänzchen. Im letzten Herbst haben wir ein Gewächshaus im Garten aufgebaut, welches nun auf seinen Gebrauch wartet. Aber auch der scheitert mal wieder an den kalten Temperaturen (gerade nachts werden es gerne nochmal unter -10 °C). Jedenfalls tummelt sich unter zwei Aufzuchtslampen alles mögliche von Artischocke bis Zucchini und verdrängt nach und nach alles, was eigentlich Gewohnheitsrecht im Fenster gehabt hätte. Ich kam auf die Idee, ein paar der getrockneten Kichererbsen zu pflanzen und zur Überraschung von meiner Gastmutter und mir entwickeln sie sich ziemlich gut (dazu sollte man vielleicht sagen, dass es sich um recht alte Kichererbsen handelte und wir eigentlich dachten, dass sie nicht mehr genügend Power zum Wachsen hätten).

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Dennoch: man merkt, dass der Frühling kommt. Das erste Huhn hat vor zwei Tagen begonnen Eier zu legen und ich hoffe inständig, dass sich die anderen ein Beispiel an ihm nehmen. Und auch die anderen Vögelchen sind bereits in bester Laune, fliegen lustig umher und zwitschern aufgeregt ihre Lieder. Nun muss nur noch der Schnee verschwinden.

 

 

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Wie gewohnt alle Bilder im Kleinformat

[Alltag, Bilder] Monatsupdate 5 – Ein kleiner Hauch von nicht viel Neuem

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[Alltag, Bilder] Monatsupdate 5 – Ein kleiner Hauch von nicht viel Neuem

Und mal wieder ein paar Tage zu spät. 😀 Und auch wenn ich das jedes Mal sage: Es hatte seine Gründe. Immerhin lag ich zwei Wochen lang so ziemlich komplett flach und hab gefühlt alles einmal durch. Ein komplettes Imunsystemsupdate sozusagen 😀 Dadurch gibt es auch nicht allzu viel zu berichten, trotzdem ein allgemeines kurzes Update.

Nach dem großen Streit mit meiner Gastfamilie lief es eine ganze Weile recht gut, aber irgendwie war oder ist nach wie vor der Wurm drin. Es hat also noch zwei weitere Male recht heftig gescheppert, aber seither läuft es eigentlich ziemlich gut. Wir mussten nur wieder einmal feststellen: Es hapert nach wie vor an einer ausreichenden Kommunikation miteinander. Dadurch sind wiederum beidseitig Probleme entstanden und ja – dann kommt, was kommen muss: Es kracht. Viel genauer möchte ich hier nicht eingehen, da es nur meine Sichtweise darstellen würde und es eh nichts mehr ändern würde. Was sich aber definitiv sagen lässt: wir haben daraus gelernt und viele Dinge werden schneller angesprochen. Immerhin lässt es sich nicht abstreiten, dass wir hier ziemlich aufeinander hocken und zumindest ich kaum eine Möglichkeit habe Dampf abzulassen.

Während der Winterolympiade war es immer ein hin und her der meisten Medaillen zwischen meinem Gastvater und mir: Wenn Deutschland vorne lag, habe ich mich gefreut, wenn Norwegen vorne lag mein Gastvater. Und es wurden immer Tipps abgegeben, welches Land eine bessere Chance auf ein neues Stück Edelmetall hat 😀

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In diesem Beitrag möchte ich auch dem Auto einen extra Absatz widmen. Ich hab ja bereits in meinem letzten Update geschrieben, dass das Auto nicht mehr das jüngste und zuverlässigste Gefährt ist. Nunja. Es ist ein paar Tage auf Höchstform gefahren, bevor es einen lauten Knall gab und seither keinen Mucks mehr von sich gibt. Nur ein klägliches Husten gibt der Motor ab und zu von sich, aber bewegt werden kann es nur noch durch Muskelkraft. Daraus wiederum ergibt sich das Problem für mich, dass ich hier noch mehr fest sitze. Kein Auto = keine Möglichkeit, etwas zu unternehmen. „Dann nimm doch einen Bus!“, höre ich jetzt die meisten denken. Ja meine lieben, das würde ich sogar, wenn es nicht nur vier Busse täglich in jede Richtung gäbe und sie nicht so blöd fahren würden, dass ich entweder nur eine Stunde oder 6 Stunden + doppelt so lange Rückreise hätte.

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Und was macht die Sprache? Nun denn, dadurch, dass ich recht lange krank war, ist auch der Sprachkurs in den letzten Wochen für mich flach gefallen. Ich lese nach wie vor viel auf norwegisch und höre gelegentlich ein Hörbuch, aber momentan habe ich irgendwie eine Lernflaute. Darf auch mal sein. Mit meiner Gastfamilie versuche ich so viele Dinge wie möglich auf norwegisch zu besprechen, aber (glaubt es oder nicht) meistens wechselt meine Gastmutter dann ins Englische, was leider auch nicht allzu hilfreich ist. Lustig ist es nur beim Fernsehen: Viele amerikanische Serien und Filme laufen auf englisch mit Untertiteln. Ich lese automatisch die Untertitel mit und verstehe so gut wie alles, auch wenn ich nicht dem Gesprochenen zuhöre. Und mein Gehirn dreht Pirouetten, wenn ich versuche auf englisch zu hören und auf norwegisch zu lesen 😆

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Was gibt es ansonsten neues auf der Farm? Die Zahl der Zicklein hat sich inzwischen auf drei reduziert, alle anderen sind an Krankheiten oder Hufen zugrunde gegangen. Ein totes Tierchen lag eines morgens vor der Stalltür und keiner kann sich erklären, wie es dort hin gekommen sein könnte, da die Tür (ausnahmsweise mal) nicht aufgetreten gewesen ist. Der Stallbau geht langsam dem Endspurt zu. Endlich! Ursprünglich sollte er schon im Dezember bezugsbereit sein und seit bestimmt 3 Wochen ist er wohl so gut wie fertig. Öhm, ja, okay 😀

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Und nun zum Wetter. Es ist und bleibt wechselhaft bei uns: den einen Tag kann es strahlend blauen Himmel geben und das Thermometer bis auf 5 Grad ansteigen, nur um wenige Minuten zu schneien, als würde Frau Holle sämtliches Bettzeug ausschütteln. Am nächsten Tag sind es beißende Minusgrade mit Hagel und Schnee und der angetaute Schneematsch vom Vortag verwandelt sich in eine 1A Schlittschuhbahn. Auf dem Weg wohlgemerkt. An vielen Tagen kommt man weder per Auto noch zu Fuß die Auffahrt rauf und es wird gemunkelt, dass dies der eisreichste Winter seit langem in dieser Region ist. Na vielen Dank 😀 Aber eine Sache hat sich gehalten: An sonnigen Tagen schiebe ich mir den Schaukelstuhl ans Fenster, nehme mir die Kleine auf den Schoß und lasse mir mit geschlossenen Augen das Gesicht anscheinen. So lange, bis es dem Floh reicht und sie sich aus meiner Zwangsumarmung befreien kann 😆

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Und noch etwas Schönes zum Schluss (eigentlich mehrere  schöne Etwasse)
1. Die kleine kann fast meinen Namen sagen (und natürlich møøø, bæææ, mama, papa, oppa (eigentlich Koppa für Tasse), kykilyky (kikierikie), piep, lys (Licht), ash (pfui) und so weiter 😀 )
2. Meine beiden Reisen während dieses Jahres und die abschießende Reise sind in Sack und Tüten und bereits zu großen Teilen organisiert.

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[Bilder, Reisen] Tag 20 auf der Südinsel – Lake Tekapo

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[Bilder, Reisen] Tag 20 auf der Südinsel – Lake Tekapo

Auch wenn ich jetzt schon einige Wochen zurück in Deutschland bin, so möchte ich trotzdem erst noch die letzten Neuseelandbeiträge zu Ende schreiben und veröffentlichen. Also – wohin ging es von Omarama aus?

Es ging weiter nach Lake Tekapo, beziehungsweise auch die Stadt Tekapo, die an einer Stelle des Sees liegt. Hier hat sich mal wieder einer der wenigen Vorteile vom „Mit-dem-Auto-fahren“ gezeigt, denn in Tekapo hätten wir mit dem Stray Bus nur einen kurzen Zwischenstopp gehabt. Ich finde das wirklich sehr bedauerlich, denn der Lake gehört wohl zu einem der am meisten fotografierten Seen überhaupt. Zumal – nachts kann man in der Gegend etwas ziemlich cooles machen. Aber der Reihe nach.

Zunächst machten wir uns also auf den Weg raus aus Omarama, jedoch nicht ohne an ein paar Aussichtspunkten zu halten. Auf der Fahrt von Omarama nach Tekapo hat man auch die Möglichkeit zum Mt. Cook zu fahren. Also dem höchsten Berg von Neuseeland. Wir haben uns allerdings dagegen entschieden. Einerseits, weil es ziemlich schneeing zu der Zeit war, andererseits weil uns die Fernansicht gereicht hat. So sind wir zunächst den halben Highway zum eigentlichen Lookout gefahren, um beim Peter’s Lookout am Lake Pukaki zu halten. Die Sicht war mal wieder bombastisch und wir entschieden runter zu dem Steinstrand zu laufen und dort ein paar Bilder zu machen.

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Anschließend ging es wieder zurück auf unsere eigentliche Route (also einmal den Mt. Cook Highway zurück). Wir hielten nochmal kurz an einem Aussichtspunkt am Lake Pukaki, an dem unter anderem auch Fisch verkauft wurde, und beobachteten mal wieder unsere asiatischen Freunde bei einem ihrer Fotoshootings. 😆

Ich hatte auf einer Seite den Lake Alexandrina entdeckt, einem kleinen See in der Nähe vom Lake Tekapo. Er wurde als ein traumhaft schönes Top Secret Ziel angepriesen und da zumindest ich es ganz gerne habe, wenn die angefahrenen Ziele nicht zu touristisch sind, wurde auch dieser See mitgenommen. Sag ich es mal so: die Straße war sehr abenteuerlich. Ich tuckerte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15km/h auf der einspurigen Straße entlang und hoffte die ganze Zeit inständigst, dass uns kein Auto entgegen kommen möge. Aber die Fahrt hat sich definitiv gelohnt, denn wir kamen an einem kleinen, aber tiefblauen See heraus, der von einer eingeschneiten und vereisten Landschaft umgeben lag. Es war malerisch schön. Allerdings musste man beim Laufen tierisch aufpassen, denn auf dem Boden hatte sich eine etwa 10cm dicke Eisschicht gebildet, die gar nicht so glatt aussah, wie sie tatsächlich war.

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Schlussendlich traten wir das letzte Stück der Fahrt an und kamen bei unserem Tagesendziel an. Zunächst ging es zur „Church of the Good Sheperd“, also der Kirche des guten Schäfers. Wohl dem Wahrzeichen von Tekapo. Die kleine alte Steinkirche thront etwa einhundert Meter vom Seeufer entfernt auf einem kleinen Hügel und wirkt auf eine ganz eigene Art heimisch. Doch hier treffen sich massig an Touris, die bitte alle ein Bild von und mit der Kirche haben wollen. Wenn man mal ein Bild ohne Menschen hin bekommt, hat man so eine Art Mini-Jackpot geknackt. 😉

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Als ein weiteres „Highlight“ neben dem See wird die Footbridge, also eine Fußgängerbrücke, angepriesen. Was soll ich sagen? Ist halt eine Brücke 😉 Aber die frei herum rennenden Häschen waren ziemlich niedlich 🙂

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Ansonsten gibt es in der Stadt selber nicht allzu viel zu sehen. Es lohnt sich viel mehr, den See und die umliegenden Berge zu bestaunen. Das Ufer besteht aus mittelgroßen Steine, auf denen man beim Laufen nur beschwerlich voran kommt. Im Hintergrund liegen Berge, die zumindest im Winter von einer dicken Schneeschicht bedeckt sind. Hier und da liegen ein paar Äste herum und überall laufen Menschen, die versuchen die schönsten Bilder zu machen.

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Doch es gibt noch etwas anderes, für das Tekapo bekannt ist: nämlich seinen Sternenhimmel. Der Himmel der gesamten Region steht nämlich unter „Lichtverschmutzungsschutz“, das heißt nachts wird die Belastung durch Laternen und andere Lichter so weit wie möglich reduziert, sodass man in einer klaren Nacht einen atemberaubenden Sternhimmel bewundern kann. Dafür kann man auch eine sogenannte Star Gazing Tour buchen, also eine Tour zum Sterneschauen. Genau das haben wir auch gemacht. Und so wurde uns der Sternhimmel und ein paar Sternbilder etwas näher gebracht, während wir zunächst auf einer Plattform standen und später in einem Whirlpool entspannen konnten. Es war wirklich sehr, sehr beeindruckend und einfach unbeschreiblich schön.

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[Bilder, Reisen] Tag 19 auf der Südinsel – Omarama

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[Bilder, Reisen] Tag 19 auf der Südinsel – Omarama

Ab jetzt sind wir nicht mehr mit dem Stray-Bus unterwegs, sondern reisen auf eigene Faust. Das hatte verschiedene Gründe, beziehungsweise einen Hauptgrund, aus dem die anderen resultierten. Am Anfang hab ich ja mal geschrieben, dass wir ziemliche Probleme mit dem Reiseunternehmen hatten, da alle meine Buchungen plötzlich gelöscht waren. Das wiederum hatte ja auch zur Folge, dass wir einige Male fast irgendwo stecken geblieben wären und dass wir für Dominik einmal einen Fernbus buchen mussten. Jedenfalls sind wir durch eben jene Löschung auch nur bis zu einem Zwischenstopp auf dem Bus gewesen und wären danach stecken geblieben. So kamen wir also dazu, etwas mehr Geld für ein Auto ausgeben zu müssen. Hat für Dominik den Vorteil, dass er auch mal in den Genuss vom Roadtrip-Leben kommt und für mich den Nachteil, dass ich fahren muss (denn der Herr hat, anders als ich ihn gebeten habe, keinen internationalen Führerschein mitgebracht)

Jeeedenfalls fuhr ich am Montagmorgen mit dem Bus zum Flughafen, um unseren Mietwagen abzuholen, während Dominik mit unserem Gepäck im Hostel wartete. Nachdem beides, also er und unser Zeug, sicher im Auto verstaut war, kehrten wir Queenstown ein letztes Mal den Rücken zu. 

Unser erster kurzer Stopp lag in Arrowtown, einer historischen Goldminenstadt. Ich kann mir vorstellen, dass das Städtchen an einem schönen Herbsttag malerisch schön und verträumt aussieht, aber bei kühlwindigem Nieselregen bereitet das durch die Straßen schlendern nicht allzu viel Freude. Doch der Kaffee hier war gut 😆

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In Cromwell, der angeblichen Obst- und Gemüsehochburg, stoppten wir für ein paar schnelle Fotos am nahe gelegenen Lake Dunstan, bevor wir unseren Weg fortsetzten. 

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Er führte uns über den Lindis Pass, Neuseelands höchsten Highway Punkt. Ich hatte ehrlich gesagt ziemliche Bedenken ihn zu befahren, zumal das Wetter in den letzten Wochen ziemlich unberechenbar gewesen ist. Doch zum Glück waren die Straßen gut geräumt (ist hier nicht unbedingt Standard) und der Schnee lag nur auf den umliegenden Hügeln und Gebirgen. Es war ziemlich lustig die Asiaten zu beobachten: im Tourbus angefahren stiegen sie schnatternd und kreischend am Aussichtspunkt aus, legen sich einer nach dem anderen fast auf die Nase, machten Bilder, auf denen sie Schnee in die Luft werfen etc. und säubern ihre Hände anschließend mit Desinfektionstüchern, bevor sie wieder in den Bus steigen. Aber Hauptsache die Bilder sehen nach Winterspaß aus 😆

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Weiter ging unser Weg zum Lake Benmore, der im Internet für sein wunderschön blaues Wasser angepriesen wurde. Wir vertraten uns die Beine ein wenig am Ufer, stiefelten auf einen Hügel und gingen anschließend zum Auto zurück, mit dem wir schließlich ins Hostel fuhren.

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Unser Hostel lag irgendwo im Nirgendwo vor Omarama, und der Backpacker-Teil bestand aus ein paar Wellblechhütten. Abet es gab kostenloses WLAN, welches viel, viel besser als die meisten Verbindungen in größeren Städten war. Insgesamt war es ein ziemlich schöner Ort: von Bergen umgeben, abgelegen und vor allem total unbewohnt. Eben mitten im Nirgendwo. 

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Und welchen Vorteil hat ein Ort, von dem die nächste richtige Zivilisation 15 Minuten Autofahrt in die eine und gut eine Stunde in die andere Richtung entfernt ist? Richtig. Man sieht einen unbeschreiblichen Sternenhimmel. (Was dachtest du denn? 😉 ) Man konnten die Milchstraße total klar erkennen, ebenso wie viel mehr Sterne, als ich je mit einem Mal gesehen habe. Leider kann man das auf den Bildern nicht so gut erkennen, so gewesen ist es aber trotzdem 😉 Oh, und eine Sternschnuppe haben wir auch gesehen. 


Ein Überblick der Bilder in klein:

[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

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[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

Mit mehr Leuten als ursprünglich geplant machten wir uns Samstag zunächst auf den Weg nach Bluff, wo das Fährenterminal liegt. Einer vom Bus hat sich nämlich entschieden, für 3 Tage auf die Insel zu fahren und einen späteren Bus zurück nach Queenstown zu nehmen. Er tat mir allerdings etwas leid, denn die Fähre nach Stewart Island ist auch als „Grüne Fähre“ oder „Fischfütterfähre“ bekannt und das Meer war noch immer ziemlich stürmisch vom Vortag… Weitere Ausführungen sollten an dieser Stelle nicht von Nöten sein 😀

Anschließend hatte der Rest von uns noch ein wenig Zeit am Meer entlang zu schlendern und die Haare verzauseln zu lassen, bevor wir wieder zurück Richtung Invercargill fuhren. Es gab nicht wirklich viel zu sehen, neben einem Leuchtturm, einer Skulptur, die eine Maori Legende symbolisieren soll, und vielen, vielen Wellen.

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In der Maori Legende geht es grob zusammengefasst um Māui (der Name dürfte aus Disneys Moana bekannt sein), einem Halbgott, der so wie fast alle Voll- und Halbgötter des Maori Glaubens ein ziemlicher Riese gewesen sein soll. Eines Tages ging Māui mit seinen großen Brüdern fischen und weil sie ihren kleinen Bruder nicht wirklich ernst nahmen, dachte er, er müsse sich beweisen. So kam es, dass er seinen Fischerhaken, der aus dem Knochen seiner geliebten und verstorbenen Großmutter bestand, ins Wasser warf. Durch ihre Kräfte und Liebe und diesem ganzen Blabla, biss ein ziemlich großer Stachelrochen an. Māuis Brüder halfen ihm, den Brocken zur Wasserfläche zu ziehen und er bat sie, den Rochen in Ruhe zu lassen, sodass er sich um seinen Fang kümmern könnte. Diese hörten aber (natürlich) nicht auf den Kleinen und begannen ihre Versuche den Rochen zu zerlegen, wodurch die Gebirgs- und Tallandschaft der Nordinsel entstand. Die Geschichte geht noch ein Stück weiter, aber ganz grob zusammengefasst bildete sich aus dem Rochen die Nordinsel, aus dem Boot die Südinsel und aus dem Anker Stewart Island. Und deswegen heißt die Nordinsel auf Maori „Te ika a māui“ (Der Fisch des Māui), die Südinsel „Te waka a māui“ (Das Boot des Māui) und Stewart Island „Te punga o te waka a māui“ (Der Anker des Botes von Maui). Und die Skulptur soll eben jede Ankerkette darstellen, die das Boot mit dem Anker verbindet. Soviel zum geschichtlichen.

Anschließend sind wir zurück nach Invercargill gefahren, um noch eine Person aufzugabeln und haben den restlichen Tag mal wieder so ziemlich im Bus verbracht (abgesehen von ein paar kurzen Fotostops). 

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Zurück in Queenstown checkten Dominik und ich zuerst in der wohl schlechtesten Unterkunft der Stadt ein. Aber egal, zumindest ist es relativ billig. Wir waren mittelmäßig motiviert auf einen Berg zu steigen, aber unsere Motivation fiel ziemlich drastisch ab und wir endeten damit, ins „Balls and Bangles“ zu gehen, einem ziemlich geilen Doughnut, Bagel und Milchshake Laden. Wer sich vor Kalorien fürchtet, möge bei den unten angehängten Bildern die Augen fest schließen (je fester, desto besser; diese kleinen Tierchen werden Schummelnde erst recht befallen)

Um zumindest einen winzigen Teil der aufgenommenen Energie zu nutzen, schlenderten wir noch ein wenig am Wasser entlang und genossen einen endlich mal wieder malerischen Sonnenuntergang. 

Am nächsten Tag wurde ausgeschlafen. Hieß ich war um Punkt 8 putzmunter. Eine halbe Stunde später musste auch Dominik dran glauben und wir machten uns fertig für den Tag. Wir wollten hoch hinaus. Wortwörtlich. Unser Ziel lag bei dem Gondola Lookout, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Stadt, die umliegenden Gebirge und den See hat.

Allerdings sind wir ja arme geldlose Reisende und können uns den Luxus der Gondel nicht wirklich leisten (sie ist wirklich total überteuert). Und so machten wir uns daran, den zwar relativ kurzen aber dafür extrem steilen Aufstieg zu wagen. Eine gute Stunde später waren wir ziemlich außer Atem, aber dafür auch am Ziel angekommen. Und es hat sich definitiv gelohnt: die Sicht war glockenklar und es hingen nur ein paar kleine Wolken in den Bergen. 

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Zuerst belohnten wir uns im Café, bevor es noch ein kleines Stück höher ging. Allerdings waren wir beide nicht motiviert die Wanderung noch um weitere 6 Stunden zu verlängern und so machten wir uns wieder zurück auf den Weg nach unten. Allerdings fanden wir es langweilig den exakt gleichen Weg zweimal zu laufen und so entschieden wir uns das letzte Stück auf einem anderen Weg zu gehen. Sagen wir es mal so: wir sahen ein paar ziemlich coole Wasserfälle und Plätze, kamen zwischendurch aber komplett vom Weg ab und kletterten über Steine, Wurzeln und Steinwände hinunter. Es war ziemlich… abenteuerlich 😀 

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Glücklicherweise fand ein ortskundiger Kiwi uns, als wir dachten auf den vermeintlich richtigen Pfad gestoßen zu sein und gab uns den Rat unseren Weg etwas weiter oben fortzusetzen. Nicht lange danach sahen wir die Häuser von Queenstown wieder auf Augenhöhe vor uns auftauchen und verließen den Wald (durch einen Hintergarten).

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostel (meine Hose war dezent schlammig und wollte dringend zumindest grob gereinigt werden), machten wir uns wieder auf die Socken. Allerdings hatten wir beide keine allzu große Lust auf noch einen Berg, und so liefen wir nur ein wenig am Ufer entlang, kauften und uns einen Cupcake, ließen uns von einer Ente ein ganzes Erdnussbuttersandwich stehlen und pilgerten schlussendlich zum Supermarkt. 

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Zurück im Hostel wurde endlich geduscht, was ordentliches gegessen und den restlichen Abend entspannt.