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[Bilder, Reisen] Osterwochenende in Napier mit Unwetter und Kidnapper 

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[Bilder, Reisen] Osterwochenende in Napier mit Unwetter und Kidnapper 

*** Bevor es zum eigentlichen Beitrag geht – ich springe jetzt zeitlich ein wenig zurück, denn es fehlen noch ein paar Orte, die ich in Neuseeland besucht habe und zu denen ich bisher einfach noch nicht die Zeit hatte etwas zu schreiben ***


Erstmal vorweg: Nein, uns ist auf unserem Wochenendtrip nichts schlimmes passiert, es gab weder größere Stürme während des Trips noch wurde jemand von uns entführt. Trotzdem passt diese Überschrift. Warum? Darum:

Wir haben das lange Osterwochenende dafür genutzt, uns auf den Weg in das etwa 6-7 Stunden südlich von Auckland liegende Napier zu machen. Ursprünglich hatten wir geplant am Donnerstagabend das erste Stückchen zu fahren, aber das Wetter und Zyklop Cook haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. So sind wir erst am Freitag in aller Frühe los gefahren.

Am Nachmittag kamen wir also in unserem Hostel an. Die anderen fanden es okay, aber mir hat es wirklich gut gefallen: es war ein liebevoll im Reiterhof-Thema eingerichtetes Gebäude mit einem gemütlichen Außenbereich, Hängematten und Lichterketten. Ziemlich genau mein Wohlfühlgeschmack 😄 Anschließend sind wir an den Strand gefahren. Man sah die Auswirkungen des Unwetters ziemlich deutlich: das Meer war eine schmutzig-braune Brühe, überall lag übermäßig viel Treibgut umher und an der Strandpromenade standen einige Bäume traurig über ihren herabgefallenen Ästen.

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Doch die Stadt Napier an sich hat es mir komplett angetan. Sie ist komplett im Art Deco Stil der 30er Jahre gehalten. Bei einem Erdbeben im Jahre 1931 ist die Stadt komplett zerstört worden, eine komplette Labdzunge ist einfach von der einen auf die andere Sekunde aus dem Meer gepoppt und hat die Küste komplett verändert. Napiers Bewohner standen vor Trümmern – und bauten ihre Stadt wieder neu auf. Der damals moderne Stil prägt bis heute das Bild der Innenstadt und macht Napier zu einem absoluten Schmuckstück. Außerdem habe ich noch nie an einem Fleck so viele Oldtimer als Altagswagen umher fahren sehen – und Oldies sieht man eh schon viel mehr als bei uns.

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Zum Sonnenuntergang sind wir zum Bluff Hill Lookout gefahren. Die Straße dort hin war – sagen wir es mal vorsichtig – recht kurvig und schmal, was einige lustig-aufregende Situation verursachte. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich 3 Mal vor Schreck halblaut aufgeschrien, wenn uns plötzlich ein Auto aus einer uneinsehbaren Kurve entgegen geschossen kam und wir anschließend am Abgrund mit der linken Autoseite leicht über dem Nichts gleitend aneinander vorbei gefahren sind. Denn aus irgendeinem Grund kamen uns nur dicke SUVs entgegen und immer an den schmalsten Kurven. Nicht cool sag ich euch.

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Eigentlich hatten wir auf einen schönen und farbenkräftigen Sonnenuntergang gehofft, aber irgendwie war es ein eher enttäuschender Anblick. Und wie wir so am Hügel saßen und auf das Meer schauten meinte ich plötzlich: Ich hab gerade total Lust hier runter zu rollen. Im ersten Moment schauten mich die anderen an, als hätte ich den Verstand verloren. Doch keine 2 Minuten später rollten 4 von uns tatsächlich den kleinen Abhang hinunter. Und eins kann ich euch sagen: es hat verdammt viel Spaß gemacht 😆

Samstag haben wir uns neben der Innenstad von Napier auch ein paar der Gärten angeschaut, die sich wahrscheinlich normalerweise auch total lohnen. Allerdings sahen sie durch das Unwetter eher wüst aus und wir entschieden schon bald unsere Zeit anderweitig zu verbringen.

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Also ging es auf zu einer Wanderung am Te Mata Peak, einer Felsgruppe, von der aus man nicht nur eine tolle Aussicht hat, sondern auch wundervolle Bilder machen kann. Aber erst mal heißt es hinkommen, gelle? Tja, und das hat sich für uns als ziemlich schwierig ergeben, da wir eigentlich hin wandern wollten, aber irgendwie den Beginn der richtigen Route nicht gefunden haben und uns ganz dezent verlaufen haben. Öhm – upsi 😅 Irgendwann haben wir es dann doch geschafft und zumindest ich war doppelt und dreifach stolz und froh am Ziel angekommen zu sein. Am Ende wurden wir sogar mit einem Regenbogen belohnt, mit dem ein recht lustiges Photo von mir entstanden ist, bei dem man sich fragt: Isst sie den Regenbogen oder kotzt sie ihn aus?

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Ursprünglich hatten wir für Sonntag eine Tour gebucht, bei der wir mit einem Traktor zum Cape Kidnappers gefahren wären. Allerdings war der Strand noch nicht vom Sturm geräumt und so mussten wir die deutlich teurere Tour im Omitourbus buchen. Cool war es trotzdem, denn es gab verdammt leckere Brownies und Zitronenkuchen 😆

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Das Cape Kidnappers ist insbesondere für seine Tölpelkolinien bekannt. Wir waren jedoch erst nach der Hauptbrutzeit da, wodurch der Fels am Ende ziemlich ruhig und verlassen da lag. Gelohnt hat sich die Tour aber trotzdem, denn auf der Fahrt durch den privaten Park konnte man die wunderschöne Landschaft, Steilküsten und saftig grüne Hügel sehen. Irgendwie so typisch Neuseeland eben 😉

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Wir schlenderten am Nachmittag noch ein wenig durch die Stadt und gingen ein letztes Mal an den Strand. Eigentlich wollten wir danach in eine kleine Stadt fahren, die für irgendwas bekannt sein soll. Wir gaben die Adresse im Navi ein und – landeten mitten im Nirgendwo vor einer Schafsherde. Öhm.. Irgendwas ist hier aber gewaltig schief gelaufen, oder? Eine weitere halbe Stunde Fahrtzeit später kamen wir an einem Strand heraus, dessen Namen wir zwar nie heraus gefunden haben, der aber dafür ziemlich schön aussah. Und das ist doch die Hauptsache 😉 (Übrigens – die eigentlich angepeilte Stadt haben wir nie  gefunden)

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Montag ging es wieder zurück Richtung Auckland. Wir hielten bei einem Wasserfall, der ziemlich beeindruckend aussah (von dem ich aber mal wieder nicht den Namen kenne 😆 ) und ansonsten passierte nichts weiter erwähnenswertes.

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[Bilder, Reisen] Tag 15 auf der Südinsel – Te Anau

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[Bilder, Reisen] Tag 15 auf der Südinsel – Te Anau

Ich glaube, Donnerstagfrüh haben uns alle Leute, die mit uns auf einem Zimmer waren, insgeheim verflucht. Auch wenn wir so leise wie möglich waren, irgendwie hört man es ja doch, wenn um 5:30 die Wecker klingeln und alle verbliebenen Sachen zusammen gepackt werden. Als wir wenig später an der Bushaltestelle standen, trafen wir neben altbekannten auch auf noch neue Gesichter, die jedoch alle gleichermaßen müde aussahen. 

Die Zeit im Bus habe ich genutzt die noch nicht fertig geschriebenen Blogbeiträge zu vervollständigen, während die meisten anderen sehlig vor sich hin gesäuselt haben. Kurz nach neun waren wir dann auch schon in Te Anau und während die anderen weiter Richtung Milford Sound fuhren, machten wir uns auf den Weg zum Hostel.

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Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie angehem es nach 2 Wochen Massencheck-In ist, die einzigen Personen an der Rezeption zu sein und überhaupt mal wieder in einem kleinen Hostel zu schlafen. Zumal das Hostel super schön gelegen ist. Direkt am See und noch relativ zentral. 

Da wir noch keinen richtigen Plan hatten, gingen wir zunächst zum Infocenter, wo wir erfuhren, dass es im nahegelegenen Nationalpark bald eine Vogelführung und Fütterung gibt. Also machten wir uns auf den Weg, der ein ganzes Stück am See entlang führte und uns schließlich bei dem Wildlifecenter ankommen ließ. Wir waren gerade so genau rechtzeitig da 😀

Zuerst ging es zu den Takahe, einem neuseeländischen Vogel, der lange Zeit als ausgestorben galt und dessen Population erst langsam wieder am wachsen ist. Der eher bläuliche Vogel mit den kurzen kräftigen Beinen besitzt zwar Flügel, ist aber trotzdem flugunfähig.

Weiter bei den Enten, die übertrieben zutraulich waren, konnten wir uns ein paar Körner auf die Hand geben lassen und die Vögel so füttern. Es war recht lustig, da sich die Enten teilweise nicht mal das kleinste bisschen Korn gegönnt und sich total im Futterneid gekappelt haben.

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Weiter bei den Kaka durften wir zwar nicht selber in den Käfig, aber es war trotzdem interessant den schlauen Vögeln und ihren Spielereien zuzusehen. In einem letzten Käfig gab es Kakariki, überaus kleine aber schlaue Vögel, die wohl von Zeit zu Zeit gewitzte Fluchtversuche unternehmen.

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Ansonsten sind wir noch ein wenig am See und im Wald umher gelaufen, haben uns aber schließlich vom mal stärker, mal schwächer werdenden Regen zunächst in das Stadtzentum und schließlich ins Hostel treiben lassen. Es ist ziemlich schade, dass das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat. Ich hätte gerne einen der Tracks gemacht, aber das hätte heute nicht allzu viel Spaß bereitet. 

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Hier alle Bilder in klein