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[Bilder, Reisen] Weintrinken im kleinen Paradies

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[Bilder, Reisen] Weintrinken im kleinen Paradies

Waiheke – die kleine Insel etwa eine halbe Stunde vor Auckland wird von vielen als kleines Paradies bezeichnet. Hier scheint öfter die Sonne, es ist durchschnittlich 3° wärmer als in der Stadt und – fast noch wichtiger – der Wein fließt in Strömen. Doch auch wenn die Insel dafür bekannt ist, hier kann man nicht nur einen guten Tropfen genießen, sondern auch wunderbar wandern gehen. Und das machte ich am letzten Maiwochenende. Ich packte meinen Rucksack und stiefelte ein wenig (planlos) an der Küste entlang.

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Doch das wollte ich nicht an beiden Tagen machen. Nachdem ich am Samstag also wandern gegangen bin, gab es am Sonntag Wein in Strömen für mich. Und natürlich für alle Anderen der Tour 😉 Wir fuhren insgesamt 3 verschiedene Weingärten an und verkosteten 13 verschiedene Weine. Wobei ich beim letzten aussetzen musste. Sonst wäre ich wohl vom Stuhl gekippt.

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[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

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[Bilder, Reisen] Tag 17 & 18 auf der Südinsel – Queenstown

Mit mehr Leuten als ursprünglich geplant machten wir uns Samstag zunächst auf den Weg nach Bluff, wo das Fährenterminal liegt. Einer vom Bus hat sich nämlich entschieden, für 3 Tage auf die Insel zu fahren und einen späteren Bus zurück nach Queenstown zu nehmen. Er tat mir allerdings etwas leid, denn die Fähre nach Stewart Island ist auch als „Grüne Fähre“ oder „Fischfütterfähre“ bekannt und das Meer war noch immer ziemlich stürmisch vom Vortag… Weitere Ausführungen sollten an dieser Stelle nicht von Nöten sein 😀

Anschließend hatte der Rest von uns noch ein wenig Zeit am Meer entlang zu schlendern und die Haare verzauseln zu lassen, bevor wir wieder zurück Richtung Invercargill fuhren. Es gab nicht wirklich viel zu sehen, neben einem Leuchtturm, einer Skulptur, die eine Maori Legende symbolisieren soll, und vielen, vielen Wellen.

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In der Maori Legende geht es grob zusammengefasst um Māui (der Name dürfte aus Disneys Moana bekannt sein), einem Halbgott, der so wie fast alle Voll- und Halbgötter des Maori Glaubens ein ziemlicher Riese gewesen sein soll. Eines Tages ging Māui mit seinen großen Brüdern fischen und weil sie ihren kleinen Bruder nicht wirklich ernst nahmen, dachte er, er müsse sich beweisen. So kam es, dass er seinen Fischerhaken, der aus dem Knochen seiner geliebten und verstorbenen Großmutter bestand, ins Wasser warf. Durch ihre Kräfte und Liebe und diesem ganzen Blabla, biss ein ziemlich großer Stachelrochen an. Māuis Brüder halfen ihm, den Brocken zur Wasserfläche zu ziehen und er bat sie, den Rochen in Ruhe zu lassen, sodass er sich um seinen Fang kümmern könnte. Diese hörten aber (natürlich) nicht auf den Kleinen und begannen ihre Versuche den Rochen zu zerlegen, wodurch die Gebirgs- und Tallandschaft der Nordinsel entstand. Die Geschichte geht noch ein Stück weiter, aber ganz grob zusammengefasst bildete sich aus dem Rochen die Nordinsel, aus dem Boot die Südinsel und aus dem Anker Stewart Island. Und deswegen heißt die Nordinsel auf Maori „Te ika a māui“ (Der Fisch des Māui), die Südinsel „Te waka a māui“ (Das Boot des Māui) und Stewart Island „Te punga o te waka a māui“ (Der Anker des Botes von Maui). Und die Skulptur soll eben jede Ankerkette darstellen, die das Boot mit dem Anker verbindet. Soviel zum geschichtlichen.

Anschließend sind wir zurück nach Invercargill gefahren, um noch eine Person aufzugabeln und haben den restlichen Tag mal wieder so ziemlich im Bus verbracht (abgesehen von ein paar kurzen Fotostops). 

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Zurück in Queenstown checkten Dominik und ich zuerst in der wohl schlechtesten Unterkunft der Stadt ein. Aber egal, zumindest ist es relativ billig. Wir waren mittelmäßig motiviert auf einen Berg zu steigen, aber unsere Motivation fiel ziemlich drastisch ab und wir endeten damit, ins „Balls and Bangles“ zu gehen, einem ziemlich geilen Doughnut, Bagel und Milchshake Laden. Wer sich vor Kalorien fürchtet, möge bei den unten angehängten Bildern die Augen fest schließen (je fester, desto besser; diese kleinen Tierchen werden Schummelnde erst recht befallen)

Um zumindest einen winzigen Teil der aufgenommenen Energie zu nutzen, schlenderten wir noch ein wenig am Wasser entlang und genossen einen endlich mal wieder malerischen Sonnenuntergang. 

Am nächsten Tag wurde ausgeschlafen. Hieß ich war um Punkt 8 putzmunter. Eine halbe Stunde später musste auch Dominik dran glauben und wir machten uns fertig für den Tag. Wir wollten hoch hinaus. Wortwörtlich. Unser Ziel lag bei dem Gondola Lookout, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Stadt, die umliegenden Gebirge und den See hat.

Allerdings sind wir ja arme geldlose Reisende und können uns den Luxus der Gondel nicht wirklich leisten (sie ist wirklich total überteuert). Und so machten wir uns daran, den zwar relativ kurzen aber dafür extrem steilen Aufstieg zu wagen. Eine gute Stunde später waren wir ziemlich außer Atem, aber dafür auch am Ziel angekommen. Und es hat sich definitiv gelohnt: die Sicht war glockenklar und es hingen nur ein paar kleine Wolken in den Bergen. 

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Zuerst belohnten wir uns im Café, bevor es noch ein kleines Stück höher ging. Allerdings waren wir beide nicht motiviert die Wanderung noch um weitere 6 Stunden zu verlängern und so machten wir uns wieder zurück auf den Weg nach unten. Allerdings fanden wir es langweilig den exakt gleichen Weg zweimal zu laufen und so entschieden wir uns das letzte Stück auf einem anderen Weg zu gehen. Sagen wir es mal so: wir sahen ein paar ziemlich coole Wasserfälle und Plätze, kamen zwischendurch aber komplett vom Weg ab und kletterten über Steine, Wurzeln und Steinwände hinunter. Es war ziemlich… abenteuerlich 😀 

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Glücklicherweise fand ein ortskundiger Kiwi uns, als wir dachten auf den vermeintlich richtigen Pfad gestoßen zu sein und gab uns den Rat unseren Weg etwas weiter oben fortzusetzen. Nicht lange danach sahen wir die Häuser von Queenstown wieder auf Augenhöhe vor uns auftauchen und verließen den Wald (durch einen Hintergarten).

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostel (meine Hose war dezent schlammig und wollte dringend zumindest grob gereinigt werden), machten wir uns wieder auf die Socken. Allerdings hatten wir beide keine allzu große Lust auf noch einen Berg, und so liefen wir nur ein wenig am Ufer entlang, kauften und uns einen Cupcake, ließen uns von einer Ente ein ganzes Erdnussbuttersandwich stehlen und pilgerten schlussendlich zum Supermarkt. 

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Zurück im Hostel wurde endlich geduscht, was ordentliches gegessen und den restlichen Abend entspannt. 

[Bilder, Reisen] Tag 9 & 10 auf der Südinsel – Franz Josef 

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[Bilder, Reisen] Tag 9 & 10 auf der Südinsel – Franz Josef 

Fteitagmorgen packten wir mal wieder unsere sieben Sachen zusammen und begaben uns auf den Weg zum Bus. Unser erster Stopp lag bei einem Aussichtspunkt zu den Pancake Rocks, einer Felsgruppe, die so aussieht, als bestünde sie aus vielen übereinander geschichteten Felslagen. Oder eben wie viele gigantische Pancakestapel. 

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Anschließend fuhren wir zu dem kleinen Nationalpark, in dem die besagten Felsen liegen und liefen auf dem Pfad, der sich durch die Steine und am Meer entlang schlängelt. Als wir an einem der Aussichtspunkte stoppten und aufs Meer schauten, konnten wir sogar ein paar Delfine entdecken. Allerdings waren sie so weit weg, dass man sie nicht auf einem Bild festhalten konnte. 

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Anschließend fuhren wir weiter nach Greymouth, wo wir nicht nur unsere Lunchpause machten, sondern auch ein Warehouse zum Einkaufen vorfanden. Das war zumindest für mich sehr gut, denn mir fehlten neben Handschuhen und Mütze auch noch warme Socken :lol:. Und es gab gerade Kinderüberaschungseier im Angebot 😀

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Schon eine Stunde später ging es weiter. Wir hielten kurz am Straßenrand an, da man von unserer Route nach Franz Josef den Mount Cook sehen konnte, Neuseelands höchsten Berg. Hab ich schon mal erwähnt wie glockenklar die Sicht gewesen ist? 

Insgesamt ist es heute erstaunlich warm gewesen. Wenn ich an meinen Urlaub gedacht habe, habe ich mich nie ohne meine dicke Ski-Jacke rumlaufen gesehen. Aber heute blieb sie sogar die meiste Zeit im Bus liegen, während mir die Sonne auf den Kopf schien.

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Kurz nach vier kamen wir endlich in Franz Josef an. Unser Hostel erscheint von außen ziemlich unscheinbar und klein, aber die Anlage ist für neuseeländische Verhältnisse riesig. Es gibt neben den ganzen verschiedenen ’standardmäßigen‘ Räumen auch eine Bar und ein Restaurant, in dem Samstags einige Gewinnspiele stattfinden werden. Mal schauen, ob wir etwas gewinnen 😉

Ansonsten haben wir uns nur noch ein wenig im Ort umgesehen, die Färbung des Schnees beim Sonnenuntergang genossen und den restlichen Tag so ziemlich entspannt. 

Für Samstag hatten wir ganz besondere Pläne: wir wollten den Heli Hike auf dem Franz Josef Gletscher machen. Das bedeutet erst mit dem Helikopter auf den Gletscher fliegen, dort anschließend 3-4 Stunden wandern und anschließend zurück fliegen. Eines meiner absoluten Want-to-do’s auf der Südinsel. Das Problem bei dem Heli-Hike ist allerdings, dass er eine etwa 60%ige Chance hat gecancelt zu werden.

Doch wir hatten riesiges Glück und so machten wir uns um 8:30 zum Check-in. Wir wurden mit Jacken, wasserfesten Hosen, Stiefeln und Spikes ausgestattet und schon ging es zum Helikopter. Leider war ich etwas zu schwer, um in der ersten Reihe zu sitzen (hier bitte ein gemeinschaftlich mitfühlendes Ohhhhh…), aber trotzdem genoss ich den Flug in vollen Zügen. 

Heli und Mond

Auf dem Gletscher angekommen hieß es zunächst die Spikes an den Stiefel zu befestigen und dann ging es auch schon los. Während unser Guide ab einem bestimmten Punkt im T-Shirt herum lief, froren mir gefühlt die Zehen ab. Aber das war es mehr als nur wert. Ich kann es gar nicht so recht in Worte fassen, wie es sich anfühlt auf einem Gletscher zu wandern. Während man läuft, kommt einem die ganze Landschaft gar nicht so extrem groß vor. Es ist einfach alles ewig weiß-blau-grau. Doch entdeckt man ein paar andere Menschen, realisiert man erst so wirklich, wie winzig klein man doch eigentlich ist. 

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Jede Ecke sieht atemberaubend anders aus: an einigen Stellen ist das Eis einfach weiß und rau, an der nächsten leuchtend blau und spiegelglatt und sieht im Sonnenlicht fast aus wie das Meer. Hier findet sich etwas vom Gletscher abgetragenen Stein und zu feinstem Felssand gemahlenen Staub, dort poltert ein Eisbrocken mit lautem Rumoren den Abhang hinab und legt mit etwas Glück ein neues noch unausgeglichenes Stück blaues Eis frei. Während man meistens genug Platz zum entspannten Laufen hat, muss man sich manchmal durch die engsten Spalten und Löcher zwischen massivstem Eis hindurch quetschen. Ich habe unserem Guide direkt gesagt, dass, egal was passiert, meine Kamera zuerst gerettet werden muss :lol:.

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Die Zeit war leider viel zu schnell zu Ende und wir mussten uns zurück in die echte Welt begeben. Doch das auf dem Gletscher Erlebte wird garantiert so schnell keiner von uns vergessen. 

Auf dem Rückflug

Dominik und ich sind anschließend zum Wildlife Center gegangen, wo man unter anderem auch Kiwis sehen kann. Was soll ich groß dazu sagen, die Kiwis waren cool drauf und ziemlich süß, aber wirklich seinen Preid wert war das zu Sehende nicht. 

Kurze Zeit später machten wir uns auf den Weg zu dem Spa bei dem Heli-Hike Unternehmen, denn da wir den Flug mitgemacht haben, bekamen wir dazu kostenlosen Eintritt. Die Chinesin unserer Gruppe hat mir beigebracht, wie man mit den Händen auf chinesisch bis zehn zählt 😀

Dominik ging abends zum All you can eat Pizzaessen (und verdonnerte mich anschließend dazu es zumindest hier kurz zu erwähnen 😀 ). Er meinte, es war ziemlich lecker, beschwerte sich danach aber ewig darüber, dass er zu viel gegessen habe. 

Ich plante in der Zwischenzeit unser weiteres Vorgehen und unsere Aktivitäten. Oh, und ich aß einen meiner absoluten Lieblingscookies 😀

[Bilder, Reisen] Tag 6 & 7 auf der Südinsel – Abel Tasman

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[Bilder, Reisen] Tag 6 & 7 auf der Südinsel – Abel Tasman

Nach einer ziemlich unverholsamen Nacht mit vielen wirren Träumen hieß es Dienstagmorgen irgendwie die Zeit rum bekommen. Die Lust etwas zu unternehmen ist uns ehrlich gesagt komplett vergangen, was wahrscheinlich sogar ziemlich verständlich ist. Also saßen wir 2 Stunden in dem Gemeinschaftszimmer und zumindest ich hatte stark damit zu kämpfen nicht komplett durchzudrehen.

Allerdings ging es nicht nur uns so: ein anderer Reisender, der schon mit uns von Christchurch nach Picton gefahren ist, hatte ein ähnliches Problem. Alle seiner Onlinebuchungen waren komplett gelöscht und dadurch hatte auch er keinen Platz mehr im Bus sicher. Da mein Lösungssuchen bereits einen Tag früher als bei ihm angefangen hatte, konnte ich ihm zumindest alle möglichen und realistischen Lösungsideen aufzeigen. Keine wäre wirklich ideal gewesen, aber denoch besser als festzusitzen.

Irgendwann war es also 12. Wir gingen zum Bus und fanden drei weitere Mädels, die in einer ähnlichen Situation wie wir steckten: zwei von ihnen waren auf der Liste, aber die Buchung der dritten war wie von Geisterhand aus dem System radiert und sie waren mindestens genauso genervt und aufgeschmissen wie wir. Zu unserem Glück entschieden aber die beiden, die einen Platz im Bus sicher hatten, mit ihrer Freundin in Picton zu bleiben und so konnten Dominik (der eh einen Platz hatte), ich und der andere Reisende uns nun doch mit auf den Weg nach Abel Tasman machen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal erst so angespannt war, um mich direkt danach komplett erleichtert und leicht aufgelöst zu fühlen. Aber komplett in trockenen Tüchern waren wir zu diesem Zeitpunkt trotzdem noch nicht.

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Auf der Fahrt hielten wir kurz in Nelson zwischen. Der andere Kerl mit dem gleichen Problem meinte, er habe sich bei Stray per Email beschwert und habe jetzt einen Paltz sicher. Ich versuchte das gleiche, allerdings mit deutlich weniger Erfolg. In Nelson hatten Zeit uns kurz am Fluss die Beine zu vertreten, dann ging es auch schon weiter Richtung Abel Tasman National Park.

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Unser Hostel liegt wortwörtlich direkt vor dem Eingang zum Abel Tasman National Park. Zeit die Umgebung zu erkunden hatten wir jedoch nicht mehr, da die Sonne gerade am Horizont verschwand. Aber der Abend war trotzdem noch sehr schön, fast alle Leute vom Reisebus saßen zusammen am Lagerfeuer in der Küche und quatschten über Gott und die Welt.

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Mittwochmorgen standen wir um 9 vor der Rezeption und warteten auf unseren Pick-Up für unsere Tagesaktivität. Wir hatten und ein Wassertaxi gebucht, das uns zum Anchorage Hut bringen sollte, von wo aus wir 12,5km zurück zum Hostel laufen wollten. Zunächst ging es aufs Boot, das von einem Traktor zum Meer gezogen wurde. Von dort aus ging es zunächst zum Split Apple Rock, einen runden und in der Mitte gespaltenen Felsen im Meer. Anschließend stoppten wir kurz in einer Bucht, in der eine relativ große Gruppe von Robben und Babyrobben lustig planschend im Wasser herum tollten. Ehrlich, diese Tiere sind einfach so niedlich und knuffig 🙂

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Schließlich ging es zum Anchorage Hut und unsere Wanderung begann. Der Weg war, im Vergleich zu dem Snout Track, relativ leicht zu laufen. Es ging zunächst ein ziemlich steiles Stück bergauf, aber die restliche Strecke lief sich relativ locker mit nur einigen kleineren Auf- und Anstiegen. Es gab Stellen, an denen man nichts außer Bäumen oder Fels sah, während man an anderen Stellen direkt über dem Meer entlang lief. Wir sind auch ein paar mal vom Haupttrack zu einem der Strände und Bays abgebogen und haben einfach das Wetter genossen, das viel schöner und sonniger als vorhergesagt war.

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Zurück im Hostel gab es zunächst Lunch, bevor wir weiter in die andere Richtung liefen und dort in einem kleinen Shop einen Kaffee für mich kauften und uns ein wenig an den Strand setzten. Abends schauten wir uns noch den knallpinken Himmel beim Sonnenuntergang an und verbrachten den restlichen Abend ebenso wie den Abend zuvor, noch immer nicht wissend wie lange wir hier bleiben.

Sah mal nicht allzu schlecht aus

[Bilder, Reisen] Tag 4 & 5 auf der Südinsel – Picton

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[Bilder, Reisen] Tag 4 & 5 auf der Südinsel – Picton

Sonntagmorgen klingelte um 6:30 der Wecker. In aller Stille und Dunkelheit, um den letzten auf unserem Zimmer nicht zu wecken, packten wir unsere Koffer zusammen und ich verfluchte mich selber insgeheim ein wenig, weil ich so viel Zeug dabei habe. Aber diese Erkenntnis kommt wie immer etwas zu spät und so wird einfach noch ein wenig mehr gequetscht, um den Reißverschluss zuzubekommen.

Wenig später sitzen wir schon im Bus – und bleiben dort für die nächsten 8 1/2 Stunden (abgesehen von zwei kurzen Stopps). Ich kann euch sagen: in einem verhältnismäßig kleinen Reisebus so lange festzusitzen, ohne zu wissen wohin mit seinen ellenlangen Beinen, nervt. Denn der Bus sieht auch ein wenig anders aus, als ich erwartet hatte. Anstatt eines normalen Reisebusses fährt ein übergroßer Tourbus, in dem das Gepäck im Anhänger hinterher poltert.  

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Nach 4 Stunden Fahrt, wovon 3 durch die südlichen Alpen führten, stoppten wir in Murchison zwischen. Ich war echt froh mich endlich wieder bewegen zu können 😀 Von dort aus fuhren wir das letzte Stück bis Picton, abgesehen von einem kurzen Drop-Off Stopp, durch. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich froh, dass wir diese lange Strecke jetzt schon hinter uns haben. 

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In Picton angekommen checkten wir zunächst in das „Villa“-Hostel ein, anschließend machten wir uns mit 4 anderen aus der Gruppe auf den kurzen Walk von Shelly Beach zu Bobs Bay, während die Sonne langsam hinter den Bergen unter ging. Auf dem Weg zu der Wanderroute sagen wir sogar einen Rochen, der über die Steine des Piers entlang glitt. Der Rückweg von der Bucht war dafür ziemlich abenteuerlich: der Boden war unendlich schlammig und man ist teilweise mehr geschlittert als tatsächlich gelaufen 😀

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Montag nutzten wir nicht die Gelegenheit aufzuschlafen, sondern standen kurz nach 7 auf um den Sonnenaufgang anzuschauen. Es war etwas wolkig und nebelig und – ehrlich gesagt – auch ziemlich frisch, doch trotzdem war der Sonnenaufgang einfach malerisch schön. Die Sonne ging nicht wirklich über dem Hafen auf, sondern irgendwo hinter den Bergen auf der rechten Seite. Trotzdem – die Wolken verfärbten sich und insgesamt wirkte das gesamte Bild fast zu perfekt. 

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Anschließend ging es zum zuvor übersprungenen Frühstück zurück ins Hostel und von dort aus weiter ins Edwin Fox Museum, einem Museum über das 8. Älteste Schiff der Welt, das heute noch erhalten ist. Das einst stolze und in den 1850ern gebaute Schiff sieht heute allerdings eher heruntergewirtschaftet aus, was wohl zum größten Teil daran liegt, dass es viele Jahre zum Kohletransport missbraucht wurde und anschließend ziemlich lange in einer Bucht herum lag. Heute kann man den trockengelegten Schiffskörper wieder betreten und sich zumindest ein wenig in die Geschichte des Segelschiffes hinein fühlen. 

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Wir kehrten anschließend ins Hostel zurück, um uns mit etwas Lunch versorgt auf den Snout Hiking Track zu begeben. Hierbei handelt es sich um eine etwa 15 Kilometer Wanderung zur wortwörtlichen Schnauze einer Landzunge auf der rechten Seite des Hafens. Der Weg erwies sich als relativ anspruchsvoll, was wohl zum Teil auch am schlammigen Untergrund gemixt mit dem ständigen Auf und Ab gelegen haben könnte. Aber die Aussicht vom Ende des Weges war diese Anstrengung definitiv mehr als Wert. Man hatte einen atemberaubenden Blick über das Meer und die ganzen anderen Buchten und Ausbuchtungen. Es war wirklich wunder, wunderschön. ❤

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Doch irgendwann hieß es zurück zu gehen und weil mein kleiner Zeh entschieden hatte mich mit einer Blase zu ärgern, legte ich das erste Stück barfuß zurück. Allerdings auch nur so lange, bis ich an einigen Stellen das Profil meiner Schuhe komplett vermisste, da ich auf dem Schlamm schlichtweg nicht von der Stelle kam. 

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Anschließend belohnten wir uns mit einem kleinen Gebäckstück und einem heißen Getränk in einem der Cafés direkt am Hafen – mit erstklassigem Blick auf das Meer.

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Ich würde gerne sagen, der Sonntag war ein komplett perfekter Tag. Doch leider kann ich das nicht, denn am Abend bekam der ganze Zauber einen ziemlich großen Dämpfer. Ich hatte den letzten Busfahrer gefragt, ob ich den nächsten Bus einfach über ihn reservieren könnte, was er mir bestätigte. Als ich jedoch auf meinem Onlineprofil nachschaute, war kein Busplatz für mich reserviert und alle anderen Plätze waren schon vergeben. Ich rief kurzerhand bei dem Busunternehmen an und mir wurde mitgeteilt, dass nichts vom Busfahrer gekommen sei und dadurch kein Platz für mich reserviert ist. Jetzt stehe ich auf der Warteliste und hoffe, dass morgen irgendjemand nicht im Bus ist, der sich eigentlich eingetragen hatte. Wir sind bereits alle anderen Möglichkeiten durchgegangen und grundsätzlich könnten wir die Tour zumindest zeitlich noch gerade so schaffen, allerdings werden wir dann laut aktuellen Buchungen in Mount Cook eine Station vor unserem Ziel und einen Tag vor unserem Rückflug stecken bleiben. Mit einem ziemlich ungewissen Gefühl und einer ziemlichen Anspannung vor morgen lege ich mich jetzt ins Bett und hoffe einfach, dass sich alles zum Guten wendet.
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[Bilder, Reisen] Wandertag auf Rangitoto Island

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Wer in Auckland ist, wird es wohl kaum schaffen, Rangitoto Island zu übersehen. Man sieht die Vulkaninsel von den meisten Stränden aus, so hab ich zum Beispiel auch schon Bilder aus der Ferne in Die erste Woche in Neuseeland ist vorbei! gezeigt. Und nun, nach meiner vierten Woche, bin ich endlich dort und auf dem Gipfel gewesen.

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Das Bild ist nicht vom Sonntag, sondern vom Strand aus 😉

Gestartet habe ich den Wandertrip mit der Freundin von den Orientation Days, mit der ich auch ein Zimmer geteilt habe. Die Planung des Ausfluges lief relativ spontan ab. Zwar stand schon länger fest, dass wir an diesem Wochenende nach Rangitoto wollen, aber der Rest wurde erst am Samstag Nachmittag bei einem Kaffee und Schokokuchen in der Mall besprochen.

Sonntag morgen ging es also los: Die letzten Snacks wurden in den Rucksack gesteckt und die Wanderstiefel geschnürt. Ich bin das erste Mal in einem der Züge gefahren und war froh, dass ich 1. den Bahnhof und 2. den richtigen Zug gefunden habe. 😀 Meine Orientierungslosigkeit lässt grüßen. Am Hafen angekommen kauften wir unsere Tickets und waren ziemlich überrascht: Im Internet und in der Broschüre stand, dass eine Überfahrt $30 kosten würde. Somit haben wir mit $60 gerechnet. Tatsächlich haben wir allerdings nur $22,50 bezahlt – für beide Überfahrten. Da kann man wirklich nicht meckern!

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Hafengebäude von der Queens Street aus 🙂

Die ersten Bilder wurden natürlich schon von der Fähre aus gemacht. Als Motiv diente entweder der Hafen oder die angesteuerte Insel – beides hatte seinen Reiz 😉 Auf der Insel angekommen, haben wir unsere Wanderung gestartet und uns gewundert, warum weit und breit nichts anderes als Vulkansteine sind – wir sahen auf dem ersten Stück keine andere Menschenseele! Später ging uns auf warum: Wir haben in der „falschen“ Richtung angefangen und sind im Prinzip einfach nur einmal quer durch die Insel gelaufen und nicht an der Küste entlang. Das ist uns allerdings erst aufgegangen, als es schon zu spät war…

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Und so sahen wir auf unserer Wanderung im Prinzip zunächst nichts anderes als Vulkanstein, Vulkanstein und noch mehr Vulkanstein. So ging es etwas weniger als eine Stunde in entspannt quatschendem Tempo bergauf, bis wir an eine Kreuzung gelangten, nach der die Stimmung von „mal eben locker flockig entlang spazieren“ zu „Ach du Scheiße, haben wir eine miese Kondition“ umschlug. Es ging also etwas langsamer und mit zwei-drei Trinkpausen im Schatten weiter, bevor wir an einer nächsten Kreuzung einen trampelpfadähnlichen Weg einschlugen, der uns immer weiter nach oben führte.

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An einem kleinen Aussichtspunkt machten wir kurz Halt, um in Richtung Auckland-City zu fotografieren. Inzwischen waren wir beide ziemlich hungrig, aber bevor wir unseren Lunchstopp machten, wollten wir noch die Lava Caves schaffen. Man kann Lava Caves, also Lavahöhlen, auf Rangitoto durchklettern. Das wollten wir natürlich probieren, allerdings hatten wir beide unsere Taschenlampen vergessen. Die erste Höhle ließen wir aus – wir versuchten zunächst zwar hinein zu gelangen, merkten jedoch gleich am Anfang, dass wir mit unseren Rucksäcken nicht mal robbend vom niedrigen in den etwas höheren und tiefer liegenden Tunnel gelangen konnten.

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Die nächste Höhle nahmen wir dann aber mit – was auch schon ziemlich abenteuerlich war, da man ohne Taschenlampe wirklich keine Chance hatte, den steinigen und felsigen Boden zu sehen. Also ging es überaus tastend und langsam voran und wenn ein Stein unter den Füßen zu wackeln begann, auch mal für ein paar Sekunden gar nicht 😀

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In diese Höhle sind wir den weiß gekleideten Menschen vor uns gefolgt 🙂

Von den Lava Caves aus ging es zu einem Rastplatz, wo wir (ENDLICH) unser Lunch verputzten. Viel mehr gibt es hierzu nicht zu sagen 😀 (Außer vielleicht: Schokolade 😉 ♥ )

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Wieder gestärkt wagten wir uns an den leicht steilen, aber dafür recht kurzen, Anstieg zum Krater und dem höchsten Aussichtspunkt.Von dem Krater war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht: Viel mehr, als Baum hat man nicht gesehen. Dafür war der Aussichtspunkt umso atemberaubender – dazu der bombastisch klare und wolkenfreie Himmel: Ich hätte Ewigkeiten dort oben verbringen können! (Aber leider hätte man dafür Essen und Trinken für Ewigkeiten mitschleppen müssen… 😛 )

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Aussicht von etwas weiter unten.

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Panoramabild von ganz oben 🙂

Viel zu schnell haben wir uns auf den Weg zurück zur Fähre und anschließend zurück zum Hafen gemacht, aber noch war ja nicht aller Tage Abend und so durchliefen wir noch für knapp 2 Stunden die Queens Street, tranken Kaffee und Smoothie und ließen diesen Tag ziemlich entspannt ausklingen. 🙂

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Und hier mal wieder eine Übersicht über alle Bilder 😆